So, die Tauchprüfung ist jetzt mit 96% Trefferquote bestanden, ich darf mich jetzt PADI Open Water Diver schimpfen. Hab mich gestern noch durch die Theorie gequält… Vorher sind wir per Boot wieder raus aufs Meer gefahren sind, wo wir zwei Tauchgänge gemacht haben. Dabei war wieder viel buntes Getier zu sehen, u.a. zwei Hummer. Der erste Tauchgang war allerdings, wie uns unser Tauchlehrer später erzählte, eine echte Feuerprobe: Wir hatten unerwarteterweise starke Strömungen, die drohten uns abzutreiben. Ist zwar kein Problem, da an der Oberfläche ein Motorboot ist, war aber trotzdem anstrengend. Nach einer kurzen Pause mit Eibrötchen gings dann nochmal runter – diesmal war es allerdings ruhig, nur die Sicht hätte besser sein können. So, das wars auch schon, hab nämlich gerade nicht sooo viel Zeit, heute solls nämlich nach Tayrona in den Nationalpark gehen.
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Tauchprüfung bestanden
19 Mai 200916m unter dem karibischen Meer
17 Mai 2009
Gestern hat der Tauchkurs angefangen: Ausrüstung kennenlernen im Swimmingpool der Tauchschule und Notfallübungen, wie z.B. bei anderen Mittauchern Sauerstoff schnorren standen auf dem Programm. Nachdem wir das für Stunden im Pool geübt haben und anschließend die ersten 100 Seiten des Theoriebuches für den Tauchschein (PADI Open Water Diver) gelernt haben, sind wir abends noch was essen gegangen. Fleisch war leider alle, also gabs eine vegetarische Pasta. Anschließend sind wir noch zu einer folkloristischen Tanzschau im Casa Holanda, einem Hostel, gegangen, was ganz interessant und auch hübsch anzusehen war.
Die Nacht über konnte ich dann nicht schlafen – ich dachte meine Schultern bringen mich um, glücklicherweise war dieser akut Muskelkater bzw. die Verspannung heute morgen um 07:17 Uhr dann weg – der Zeitpunkt an dem wir zwecks Tauchen im Meer aufstehen mussten.
Um 8 Uhr geht’s los mit dem Prüfen der Ausrüstung, montieren der Sauerstofftanks und Schläuche und dem ganzen Brimborium. Dann, als endlich das Boot zu Wasser gelassen ist, können wir endlich ins Boot springen, wir bekommen Rettungswesten, und während das Boot über die Wellen springt und jagt ziehen wir uns auf wackeligen Beinen den Neo an.
Dann geht’s los – Sauerstofftank auf und dann geht’s rückwärts vom Boot ins Wasser. Erste Übung: Anlegen der Tarierweste an der Wasseroberfläche, anschließende Übung ist dann das Anlegen des Bleigürtels im Wasser. Dann machen wir noch kurz den “Buddy-Check”, d.h. wir prüfen, ob die Ausrüstung des jeweils anderen richtig funktioniert und angelegt ist und schon geht’s los.
An einem Seil entlang sinken wir langsam auf 12m Tiefe – Krishna hat zwar ein paar Probleme mit dem Druckausgleich in den Ohren, aber auch das löst sich nach ein paar Minuten.
Die Belohnung sind bunte Fische, Korallen, ein Unterwasserwunderland. Zwischendurch weist uns Gerd, der Tauchlehrer noch kurz auf eine Muräne hin und weiter geht’s – bis wir nach ca. 37 min. hoch müssen, weil die Luft knapp wird. Zu schnell und hektisch geatmet :).
Der zweite Tauchgang findet nach einer kurzen Pause inkl. Picknick an einem einsamen Strand statt. Nun stehen wieder ein paar Übungen auf dem Programm: Ins Wasser ohne Tarierjacke, aber mit Bleigürtel – d.h. Wasser treten bis endlich das Jacket angezogen ist. Danach machen wir noch ein paar Übungen für Luftquellenwechsel von Schnorchel zu Tank und zurück, Entwässern der Tauchmaske usw.
Dann geht’s wieder nach unten, diesmal ein wenig schneller. Interessant ist, dass man allein mit seiner Atmung kontrollieren kann, ob man sinkt oder steigt. Faszinierend. Wieder schauen wir uns ein bißchen hübsches Getier in freier Unterwasserwildbahn an und dann geht’s mit Vollgas mit dem Boot zurück nach Taganga.
Jetzt steht noch ein wenig Theorie lernen auf dem Programm…
Taganga
16 Mai 2009
photo credit: Arend Kuester
Gestern morgen sind wir in Taganga angekommen. Die Busfahrt ging schnell vorüber, auch wenn aus den 8,5 Stunden fast 12 Stunden wurden – ohne ersichtlichen Grund. War aber alles kein Problem, da ich im Bus hervorragend geschlafen habe. Als wir gegen 7 Uhr morgens in Santa Marta ankommen, wehren wir ein paar Taxifahrer ab und fragen sie stattdessen, wo die Mikrobusse nach Taganga fahren, was sie uns dann auch zeigen.
Als ich eingestiegen bin, frage ich einen weiteren Passagier nach dem Preis, und sie sagt mir, es koste 1200 – aber für uns 1400. Am Fenster steht tatsächlich 15o0 als Preis. Aber der Fahrer ist auch mit unseren 1400 zufrieden, und nach ca. 10-15min. sind wir in Taganga.
Taganga ist ein kleines ehemaliges Fischerdorf, das inzwischen eher vom Tourismus lebt: Es gibt hier 9 Tauchschulen und viele kleine Restaurants und Straßenverkäufe. In Taganga finden wir auch relativ schnell unser Wunschhostel, das Casa Holanda. Dieses Hostel wurde uns in Bucaramanga von anderen empfohlen, und der erste Eindruck ist gut: Sauber, neu, WLAN (langsam), mit Frühstück inklusive. Leider kein kostenloser Kaffee, nicht mal echter, sondern nur Instant-Kaffee. Die Duschen sind zwar kalt, aber bei tropischen Temperaturen um die 30°C interessiert das eh nicht. Einchecken können wir noch nicht, da noch nicht klar ist, ob heute jemand auschecken wird und ob somit ein Doppelzimmer mit zwei Betten frei wird.
Also wandern wir ein wenig am Karibikstrand, der so gar nicht meinem Bild eines Karibikstrandes entspricht, entlang und einen Wanderweg entlang, der verschiedene kleine Buchten mit einander verbindet, sowie den Playa Grande, der direkt 3-4 Buchten weiter ist. Auch hier ist der Sand nicht wirklich fein und weiß und das Wasser nicht türkis – wie wir später lernen, muss man für solche Strände in den Tayrona Nationalpark fahren. Am Playa Grande lernen wir einen Kolumbianer und seine Cousine zufällig kennen, die in Taganga bzw. Santa Marta wohnen und zum Baden mal kurz hierher gekommen sind.
Nachdem wir wieder zurück sind, ist tatsächlich ein Zimmer bezugsfähig, also kommen wir vorerst im Casa Holanda unter. Danach schauen wir uns nach ein paar Tauchschulen um, reden mit den Leuten und entscheiden uns für Poseidon, eine Tauchschule, die von Deutschen geführt wird. Dort werden wir die PADI Open Water Diver Lizenz erwerben, Unterkunft ist in der Tauchschule auch inklusive, so dass wir nur eine Nacht im Casa Holanda vorsehen müssen.
Der Tauchkurs beginnt mit einem Lernvideo der PADI, das auch massiv Werbung für die PADI Zertifizierungen macht und 3 (!) Stunden dauert. Danach ist es auch schon 18 Uhr, so dass wir uns auf die von einem der Tauchlehrer empfohlenen “Perro Caliente Salvaje” machen, einem Riesen-Hotdog mit ewig vielen Zutaten. Als wir ihn auf dem Teller haben, ist er allerdings ein wenig enttäuschend: Er ist einfach nicht so schmackhaft und das Brot ist pappig.
Danach schauen wir uns noch im Dorf um, aber so richtig ist nichts los, insofern passiert nicht mehr viel. Wir treffen noch einen Schweizer, den wir schon in Bogotá im Platypus getroffen hatten, aber das wars dann auch schon…
Übrigens: In Kolumbien braucht man kein Handy, überall stehen Handy-Vermieter rum, die sehr günstig ihre Handys minutenweise vermieten…

















