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Snowboarding in den vier Tälern

29 März 2009

Austin
Creative Commons License photo credit: Matt Biddulph

Mein bei Pfiff gewonnener Snowboard-Urlaub ist jetzt leider auch schon wieder vorbei :(.

Die Fahrt ging ja zusammen mit Torben ins Skigebiet 4 Vallées. Nachteil der Skigebiete in der französischen Schweiz ist immer die lange Busfahrt, aber die 16 Stunden in Bus und Bahn waren dann doch erträglich. Auch wenn der Bus über Hannover wohl schneller gewesen wäre, wir aber nicht wussten, dass es den gibt… Stattdessen sind wir mit der Bahn nach Münster gefahren und von da aus mit dem Bus weitergefahren. Der Bus hielt leider an jeder Milchkanne im Westen Deutschlands – 9 Stops waren es bestimmt… Aber dafür gab es Videos im Bus und die Beinfreiheit war gut. Pünktlich um 9 Uhr morgens sind wir dann auch in Le Châble, unserem Wohnort angekommen. Dort konnten wir erstmal in der Talstation (!) der Gondel hoch nach Verbier unser Gepäck in der Sauna abstellen – unsere Zimmer konnten wir erst ab 15:30 Uhr beziehen, da sie noch gereinigt werden mussten. Die Unterkunft war ja direkt im gleichen Gebäude wie die Gondel, so dass wir vom Skiraum aus die Gondeln vorbeihuschen sehen und vom Frühstücksraum Lawinenwarnstufe und offene Pisten sehen konnten. Die Zimmer waren sehr einfach, aber sauber gehalten, leider erwischten wir ein sehr kleines Zimmer, wo wir mit 2 weiteren Teilnehmern der Reise dann wohnen durften. Das Essen war außer an einem Tag sehr gut, immerhin gab es jeden Tag ein 4-Gänge Menü.

Kurz nach 10 Uhr bekamen wir dann den Skipass für ca. €280 (ganzes Gebiet, ca. 410km) ausgehändigt, so dass wir bei strahlend blauem Himmer sofort eine Skigebietsführung von Simone und Paul, den Ski- und Snowboardlehrern bekamen und endlich auf den Boards standen. Da stellte sich dann auch schnell raus, dass Verbier nichts für Anfänger ist: Diejenigen, die fortgeschrittene Anfänger waren bekamen leichte Probleme, da das Skigebiet überwiegen aus roten und schwarzen Pisten besteht. Diese waren jedoch gut präpariert, wenn auch hart, da der letzte Schneefall vor der Ankunft auch schon zwei Wochen zurücklag. Naja, den Rest des Tages sind wir dann noch schön gefahren, bis der Tag mit Glühwein auf der hauseigenen Dachterrasse endete.

Am nächsten Tag hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein und sind dann mit drei anderen Gästen die wir beim Glühwein kennengelernt hatten auf die Piste. Glücklicherweise waren die zwei von den dreien Ski- (Meike) und Snowboardlehrer (Hölli) und Meike kannte das Skigebiet schon seit Jahren, so dass wir schnell relativ viele Pisten abgefahren sind. Birte, Torben und ich konnten zwar den Anschluss halten, aber nur weil die beiden oft warteten… Nachmittags wartete dann ein Schock auf uns: Meike wollte unbedingt mit uns eine “nicht so schwere” Skiroute (Chassoure-Tortin) fahren, die sich uns dann prompt präsentierte: Fast senkrecht fiel der Hang vor uns ab, die Abfahrt ist fast 3 km lang und hat 700m Höhenunterschied mit schönsten großen Buckeln. Als wir die Piste dann geschafft hatten waren wir jedenfalls ziemlich fertig und auch mindestens 20 mal gefallen… Abends gabs dann ein Quiz und ein wenig Kickerspielen in der Bar.

Am Montag wartete dann eine Skiführung der Teamer auf uns: Alle vier Täler, geplante Dauer: 9-17 Uhr. Mit viel Geschwindigkeit sind wir die Tour dann gefahren, die wiederum bei bestem Wetter stattfand. Dadurch waren wir dann auch etwas früher wieder zurück in unserem Tal, hatten aber ordentlich Kilometer abgefahren und ein paar ewig lange Schlepplifte überstanden. Abends stand dann ein Kicker-Turnier auf dem Programm, wo für mich – dank guter Partnerin – ein dritter Platz raussprang :).

Dann fing es an zu schneien.  Und zu schneien. Und zu schneien. In der Nacht bekamen wir ungefähr 60cm Neuschnee, und der Schneefall sollte auch den ganzen Dienstag anhalten. Also fuhren wir gemütlich im Schneesturm durch schönen Schnee, oftmals mehr nach Gefühl, als nach Sicht. Aber der Schnee war klasse, schön weich, einigermaßen tief und sehr locker :). Die Pistenraupen waren auch zu Hause geblieben, so dass man wirklich überwiegend in Unterbein-tiefem Schnee fuhr. Abends fuhren wir dann mit der letzten Gondel nach Verbier hoch, wo wir original Schweizer Raclette aßen und hinterher bis 1 Uhr nachts noch im Pub Mont Fort verbrachten, wo besoffene Engländer interessante Dinge taten…

Es schneite weiter. Die ganze Nacht hindurch schneite es, das Resultat waren weitere 60cm Neuschnee. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir Mittwoch morgen auf den Hang und genossen Tiefschnee in Hüfthöhe. Der zeigte jetzt aber auch seine negativen Seiten: Nach einer wunderschönen Abfahrt durch 1m tiefen Schnee verlor ich kurz vor Schluss das Gleichgewicht und fiel. Es folgten 20 Minuten des Ausbuddelns, Paddeln auf dem Board und krampfhaften Bemühungen zur Piste zu kommen. Hinterher war ich total fertig und die Leute im Lift hatten anscheinend auch ihren Spaß an meinen Bemühungen wieder aus dem Schnee rauszukommen. Erzählten mir jedenfalls andere Mitreisende, die das aus dem Lift beobachteten und Gespräche anderer Leute aufschnappten… Für den Rest des Tages war ich dann total fertig, fühlte mich wie nach einigen Stunden intensiven Sports und mied tiefen Schnee…

Am Freitag war dann der vorletzte Skitag: Bei blauem Himmel fuhren Torben und ich zusammen mit Birte, der wir zwischenzeitlich ein wenig Unterstützung beim Umstieg von Ski auf Snowboard gaben. Abends war dann die Abschiedsparty, da ja der letzte Abend des Urlaubs im Gange war. Obwohl wir vom Boarden todmüde waren, schaffte es Meike (die Schlafpolizei!) uns noch zwei mal aus unserem Zimmer zu holen, um weiter zu feiern, aber irgendwann ließ sie uns doch noch gehen ;-).

Samstag war dann der letzte Tag. Das hieß bis 9 Uhr gefrühstückt zu haben und um 9:30 Uhr das Zimmer zu räumen. Danach konnte es noch ein letztes Mal auf die Piste gehen – leider bei Schneesturm und Sicht die zwischenzeitlich auf ca. 3-5m runterging, so dass wir nicht mal mehr die Pistenmarkierungen ausmachen konnten. Das nahmen wir dann gegen 15:30 Uhr auch zum Anlass, zurück nach Le Châble zu fahren, wo ab 16 Uhr ein Abschiedsglühwein auf uns wartete… Gegen 18 Uhr fuhr dann auch schon der Bus zurück.

Danke noch mal an Pfiff, die uns ja die Reise (exkl. Skipass) geschenkt hatten! Photos sind bei Flickr zu finden :).


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Skiurlaubsverlosung mit Pfiff

24 Oktober 2008

Der Reiseanbieter Pfiff hat ein Blog gestartet – und um das Blog gleich bekannter zu machen gibt es auch gleich ein Gewinnspiel für einen Winterurlaub mit den Jungs und Mädels.

Da ich mich einem solchen Gewinnspiel natürlich nicht verweigern kann, verlinke ich das Skiurlaubs-Blog natürlich gerne :-).

Mal schauen, vielleicht gewinne ich ja, hehehe.

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