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Freier Fall in Mendoza

22 Oktober 2009

Am Sonntag habe ich Santiago verlassen, wo ich ein paar wenige Tage Freunde besucht hatte. Vorher war ich noch in Valparaíso, dieser wunderschönen Stadt, gewesen und hatte ein paar Tage damit verbracht, meine Bekannten dort zu sehen und alles mögliche zu regeln, z.B. von Koffer auf Rucksack zu wechseln, um die Tour in den Süden in Angriff zu nehmen. Von Santiago ging es dann nach Mendoza, Argentinien mit dem Bus – eine 5 Stunden-Fahrt, wenn alles gut geht. Die Einreiseformalitäten waren jedenfalls schnell erledigt und Abends kam ich dann im Hostal Lagares an, das ich sehr empfehlen kann: Ein sehr hilfsbereites Personal mit sauberen und guten Einrichtungen sprechen für sich.

Nachdem ich mir einen Tipp für ein Abendessen geholt hatte, saß ich nun dort am Tisch, als mich auf einmal eine Touristin ansprach, ob ich Lust hätte, mich bei ihr (und 2 weiteren Touristinnen) an den Tisch zu setzen. Gesagt, getan, wie sich rausstellte war das eine bunt gemischte Truppe: Eine Japanerin, eine Finnin, eine Schweizerin und dann noch ich.

Bei der Unterhaltung, die sich dann entwickelte erfuhr ich natürlich von den weiteren Plänen der Mädels und beschloß spontan, mich ihnen in Mendoza anzuschließen. Nach dem mexikanischen Abendessen ging ich somit zur Hotelrezeption, um meinen Fallschirmsprung für den nächsten Tag zu buchen…

Am nächsten morgen wurden wir um 9 Uhr abgeholt, um im Umland von Mendoza den Skydive, bzw. Fallschirmsprung zu machen. Zunächst wurden wir unterwiesen, wie der Ausstieg aus dem Flugzeug funktioniere, wie die Landung funktioniere usw. Und dann durfte ich als schwerster der Gruppe auch schon als erster fliegen… Also ab in die Cessna (oder was auch immer für ein Modell das Flugzeug war) und erstmal 15min Höhe gewinnen – der Sprung sollte aus 3500m Höhe erfolgen.

Als wir dann die Höhe und Position erreicht hatten machte mein Tandempartner die Tür auf und im starken Gegenwind versuchte ich zu atmen und mich zu halten. Aber dann klopfte mir Adrian auf die Schulter und ab gings, ein Schritt in die Weite des Himmels, das Flugzeug drehte ab und wir fielen… 40, 45 Sekunden freier Fall. Traumhaft schön, und Adrenalin pur… Danach segelten wir dann gemütlich mit dem Fallschirm zum Grund… Der ganze Spaß wurde auch noch auf Video festgehalten (kommt in Kürze, lädt noch hoch).

Der folgende Tag war nicht ganz so spannend: Fahrradtour mit Führungen und Verkostungen durch die Weinanbaugebiete Mendozas, wo 70% des argentinischen Weins produziert wird. Interessant, aber nicht spektakulär.

Und gestern ging es schlussendlich zurück, statt der 5-6 Std. brauchte der Bus allerdings 10-11 Stunden, da wir, in Erinnerung an die innerdeutsche Grenze, 4-5 Stunden warten durften. Dadurch konnte ich auch den Bus nach Pucón gestern nicht mehr nehmen, so dass ich erst jetzt im Bus sitze.

 

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Ab in den Süden

12 Oktober 2009

Torres Time- 7:24:33
Creative Commons License photo credit: bigeoino

 

Habe mal ein wenig Planung betrieben, wo ich mich in den nächsten Wochen rumtreiben werde:

13.10. Santiago

18.10. Mendoza (Argentinien)

20.10. Pucón

22.10. Valdivia

23.10. Osorno

24.10. Bariloche

26.10. Puerto Montt

30.10. Navimag-Fähre für 4 Tage nach Puerto Natales

03.11. Parque Nacional de Torres del Paine

06.11. Punto Arenas

07.11. Ushuaia (Feuerland, Argentinien)

09.11. El Calafate (Perito Moreno, Argentinien)

 

So, mehr weiß ich noch nicht. Aber von dem, was ich bisher gehört habe, sind Pucón, Bariloche, Osorno->Bariloche, Navimag, Torres del Paine und Perito Moreno sehr beeindruckend. Vamos a ver…

 

me quedé pajarito
Creative Commons License photo credit: Ignacio Conejo

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El bicho a.k.a. la cucaracha

5 Mai 2009

Cucaracha Americana
Creative Commons License photo credit: Gustavo (lu7frb)

Da treffe ich mich gestern nichtsahnend zum Abendessen mit Paula in einer Pizzeria in der Nähe des Plaza Brasil in Santiago und dann das: Nachdem ich mir einen leckere (sie war es wirklich…) Pizza Serrano bestellt habe und auch schon ein Viertel verdrückt habe, verrutscht ein anderes Viertel und unten auf dem Teller grinst mich eine Miniaturküchenschabe an – sie ist anscheinend beim Fressen im Ofen gestorben… Qué asqueroso! Immerhin gibt es als Kompensation eine neue Pizza – mein Hunger ist allerdings nicht mehr allzu groß.

Direkt nach dem Abendessen muss ich leider schon los, ich bin mit Diana und Markos in Nuñoa verabredet, was ca. 30 min. vom Barrio Brasil entfernt ist. Dort gehen wir noch in eine Bar, aber dank der weiten Entfernung kann ich nicht lange bleiben – die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nur bis 23 Uhr.

Heute habe ich mich mit Leo zum Mittagessen in Las Condes, einem weiteren Stadtteil von Santiago, getroffen, und gleich werde ich dann Carla, die Mexikanerin vom ersten Besuch in Santiago, treffen. Ins Bett werde ich heute wohl früher gehen – mein Flughafentransfer steht morgen um 3:40 Uhr *morgens* vor der Tür, aber ich  bin mir sicher, dass mich Kolumbien für diese Uhrzeit reichlich entschädigen wird :).

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Zurück in Santiago

3 Mai 2009

Feliz 18...!!!
Creative Commons License photo credit: mabel flores

Der 1. Mai ist der Tag des Abschieds von Nadja und Eva – die beiden sind auf einem Geburtstag in Los Andes eingeladen und sind somit am Samstag, dem Tag meiner Abreise nicht in Valpo. Aber den Kontakt kann man ja auch über Facebook halten…

Ich hingegen bin auf Leylas Geburtstag eingeladen: Wiedereinmal erwartet mich der traumhafte Blick von ihrem Haus auf Valparaíso – der Geburtstag findet in einem Partyraum im 31. Stock statt. Die Schönheit der Stadt bei Tag und Nacht ist immer wieder atemberaubend: Tagsüber das Ozeanblau des Pazifiks in der Bucht und die vielen bunten Häuser, die die Hügel säumen, nachts die Hafenbeleuchtung und die vielen kleinen orangen Lichter auf den Hügeln. Als Geschenk habe ich auf dem Cerro Alegre, eine handgefertigte Handtasche erstehen können, bei deren Auswahl mir Nadja helfen konnte…

Nach und nach treffen auf dem Geburtstag die Gäste ein und zur Begrüßung wird mir natürlich das chilenische Nationalgetränk, Pisco Sour, gereicht. Pisco ist ein hochprozentiger Traubenschnaps, für den eigentlich Peru bekannt ist, der aber inzwischen überwiegend in Chile produziert wird. Wer mal einen leckeren Pisco probieren will, kann ja mal versuchen, einen Pisco der Marke Mistral zu finden. Während ich am Glas nippe, werden mir verschiedenste Leute vorgestellt: Jessica, über die ich dann im Frühling bei “Un Techo Para Chile” mitmachen werde, Paula, die Schwester von Leyla, Isaac, ein Freund von Paula, und noch einige andere. Jessica spricht doch tatsächlich ein sehr gutes Englisch, aber den Abend über spreche ich dann doch nur Spanisch und versuche, den chilenischen Dialekt zu verstehen. Morgens um 2:30 Uhr finde ich dann mein Bett, wo ich ziemlich erschöpft einschlafe.

Gestern steht dann um 14 Uhr die gemeinsame Busfahrt mit Leyla nach Santiago an. Diesmal wohne ich in einem anderen Hostel, dem “Casa Roja“. Das Hostel ist ein riesiger alter Palast im Stadtteil “Barrio Brasil”, der vollständig renoviert wurde. Insgesamt wohnen hier sehr sehr viele Reisende und es ist ganz anders als die vorherigen Unterkünfte: Groß, das Personal eher unpersönlich aber mit exzellenten Freizeitbereichen, Internetcafé, WLAN, Duschen, Reisebüro, Bar, Swimmingpool und vielem anderen. Für den Swimmingpool ist es allerdings zu kalt, in Santiago sind bestimmt nur 15°C.

Während ich mich noch mit einigen neu kennengelernten anderen Gästen unterhalte (an unserem Tisch: 1 Schwede, eine Dänin, eine Finnin, eine Brasilianerin, ein Holländer) klingelt mein Telefon: Paula ist dran und fragt, ob wir heute Abend was unternehmen wollen. Wir verabreden uns (entgegen meiner ursprünglichen Pläne, einen ruhigen Abend zu verbringen) um 22:30 Uhr der Metro-Station Republica, wohin ich auch Juliana, die Brasilianerin, die gerne was machen will, mitnehme.

Dort angekommen treffen wir auch schon die wartende Paula und zusammen gehen wir in eine Bar namens Piso 33. Nachdem wir ein paar Pisco Cola getrunken haben, füllt es sich langsam: Hier in Chile fängt die Nacht erst um 1 Uhr morgens an. Kaum haben wir gezahlt und sind aufgestanden, wird unser Tisch weggeräumt, damit der zusätzliche Platz als Tanzfläche genutzt werden kann. Die Musik ist sowieso schon ziemlich laut, also tanzen wir ein wenig. Während Juliana keine Lust mehr hat und zurück nach Hause geht, bleiben wir noch länger. Der vorherig für einen Geburtstag reservierte Raum lockt, und die Türsteher interessiert auch nicht, dass wir da reingehen. Hier wird populäre Musik, kein an Techno grenzender House gespielt. Zwischen europäischen und amerikanischen Klassikern der 80er, 90er und dem besten von Heute ;-) sind natürlich auch ein paar Latino-Klassiker. Interessant! Wir beenden die Nacht jedenfalls gegen 3:30 Uhr, Paula fährt nach Hause und ich ins Bett.

Kaum bin ich heute aufgestanden und hab mir ein Frühstück organisiert, klingelt mein Telefon wieder: Diesmal ist es Paulas Schwester Leyla: Ich sei zum Mittagessen bei ihrer Familie, die ja in Santiago lebt, eingeladen und solle um 13 Uhr vor dem Präsidialpalast, “La Moneda” sein. Also kurz das Frühstück runtergeschlungen, sich mit ein paar neuangekommenen Israelis unterhalten und dann zur Moneda gehetzt. Dort schauen wir uns noch eine Ausstellung über die chilenischen Ureinwohner, die Mapuche an und gehen dann zur Wohnung der Eltern, wo diese sowie ihre dritte Schwester schon warten.

Zum Essen gibt es einen Salat (für mich mit Huhn statt Fisch), dann Empanadas al Piña und als Nachtisch Papajas mit Eis. Während des Essens werde ich natürlich über Zustände und Gegebenheiten in der deutschen Gesellschaft gelöchert und erfahre im Gegenzug einiges über Chile. Dennoch zeigt sich hier, dass ich nach wie vor viel zu wenige Vokabeln kenne…

Heute Abend werde ich hier im Hostel ein Thaicurry essen, morgen steht wohl ein Museumsbesuch an – und so wie es aussieht, wird es hier auch die nächsten Tage nicht langweilig werden…

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Ich fliege!

19 April 2009

Tayrona National Park, Colombia
Creative Commons License photo credit: vonbergen.net

Hab soeben den Flug von Santiago nach Bogotá gebucht: Supergünstig, leider mit Zwischenstopp über Lima. Der Flug wird von Taca angeboten und kostet nur $299, nach aktuellem Wechselkurs also €230 – und das für einen Flug über mehrere tausend Kilometer. Leider geht der Flug schon um 06:40 Uhr morgens, und der Rückflug hat 12 Stunden Aufenthalt in Lima, aber den werde ich wahrscheinlich eh verfallen lassen und stattdessen einen Flug von Bogotá nach Quito buchen – ist günstiger als ein Gabelflug…

Fliegen werde ich am 6. Mai, dann werde ich wohl erstmal für 3-4 Wochen in Kolumbien bleiben – mein Rückflug (der, den ich wohl nicht verwenden werde) ginge am 10. Juni zurück.

Jetzt werde ich mal schauen, ob ich noch Karten für das Oasis Konzert in Santiago bekomme, das am 05. Mai stattfindet…

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Lehrgeld

13 April 2009

Betrugsverdacht
Creative Commons License photo credit: pokpok313

Der Ostersonntag beginnt damit, dass mir beim Frühstück von zwei Neuankömmlingen im Hostel erzähltwird, die sich so richtig schön bescheißen haben lassen: Bei Ankunft auf dem Flughafen, wo sie einen Transfer schon gebucht hatten, erzählte ihnen ein Taxifahrer, dass die Fahrt mit ihm günstiger sei. Daraufhin sind sie eingestiegen und durften für die Fahrt vom Flughafen dann ca. 80000 Pesos zahlen – ca. 105€. Zum Vergleich: mein Flughafentransfer hat 5700 Pesos gekostet… Was sicherlich geholfen hätte, wären zum einen Spanischkenntnisse gewesen, zum anderen die Kenntnis des Wechselkurses…

Später am Tag ziehe ich dann mit den beiden noch ins Zentrum von Santiago, ein wenig Sightseeing machen. Abends gehen wir dann zusammen zum Italiener, wo wir um Punkt 20:30 Uhr ankommen. Leider hat der Italiener Sonntags nur von 20:00-20:30 Uhr auf, daher wollen sie uns eigentlich nichts servieren. Aber nach ein wenig plaudern und betteln, klappt das ganze doch, so dass wir nicht hungrig ins Bett müssen. Und vielmehr ist am Sonntag auch nicht passiert – ein paar neue Bilder sind zum Photo-Set Santiago Walking Tour hinzugekommen.

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Asado über den Dächern von Santiago

12 April 2009

Den gestrigen Tag habe ich sehr ruhig angehen lassen: Frühstück bis ca. 12 Uhr, dann ein wenig nichtstun und im Anschluss Essen gehen beim Ecuadorianer. Aber es stand ja auch Abends ein Treffen mit Didi, einer Freundin einer Kollegin, an. Also gehe ich so gegen 19:20 Uhr los, wir sind in der Nähe meines Hostels am Plaza Italia verabredet.

Der Plaza Italia ist direkt an einer Hauptstraße gelegen, und sozusagen einer der Haupteingangspunkte um ins Nachtleben von Bellavista einzutauchen. Neben einer riesigen Kreuzung, einer U-Bahn Station und einem Busbahnhof toben dort Menschenmassen, insbesondere junge Leute durch die Straßen. Genau an diesem Ort sind Didi und ich also verabredet.

Ich stehe kaum 2 min. und warte, da kommt ein älterer Chilene auf mich, den wartenden, allein dort stehenden Gringo zu und fragt ziemlich unverblümt nach 500 Pesos – er sei kopfkrank und brauche dieses Geld für die Behandlung. Interessante Masche, aber ich gebe vor, dass ich nichts verstehe – weder Englisch (“Coin!”) noch Spanisch. Nach 10 min. rufe ich bei Didi an, ob sie schon da sei – ja, sie und Marcos, ihr Freund, würden schon länger auf der anderen Straßenseite warten. Also gehe ich rüber und zusammen gehen wir zunächst in eine Bar, wo wir erstmal mein Spanisch trainieren – mit Didi hab ich ja ein wandelndes Wörterbuch zur Verfügung :). Nachdem wir unsere Pisco Sour chilenischer Art ausgetrunken haben, machen wir uns auf, Getränke für später zu kaufen.

Während wir durch die Pia Nono, eine sehr lebhafte Straße mit vielen Cafés, Kneipen, Straßenständen wandern, erzählt mir Marcos erstmal, dass ich hier später in der Nacht auf keinen Fall alleine rumgehen sollte – das wäre gefährlich. Macht aber für den Moment nichts, wir kaufen ne Flasche Pisco, ne Flasche Rum, ein wenig O-Saft und Cola und machen uns auf den Weg zu Marcelo, einem Freund von Didi und Marcos, der, so erzählen mir die beiden, ein Asado veranstalten würde.

Nach ca. 30 min Fußweg erreichen wir dessen Wohnhaus: ein 25 stöckiges Hochhaus, wo wir nach der Registrierung beim Portier in den 25. Stock fahren, um dann noch ein Stockwerk zu Fuß zur Dachterasse zu erklimmen. Als wir rauskommen, zeigt sich das nächtliche Santiago von allen Seiten: Kleine Lichter säumen Straßenläufe, der Fernsehturm ist bunt angestrahlt, die Stadt sieht von oben sehr friedlich aus.

Oben begrüßen uns dann Marcelo und Vale samt Vales Tochter in schönstem schnellen, unverständlichen chilenischen Spanisch. Verstehen tue ich das ganze nur, wenn sie langsam reden, auch wenn ich mich langsam aber sicher reinhöre. Der Grill wird zum Säubern des Rosts mit einer rohen Zwiebel abgerieben, die Kohle verteilt und entzündet, und Marcelo erklärt mir, dass er nach brasilianischer Art grillen wird: Stark gesalzen, mit geringer Hitze, also hohem Rost.

Da es inzwischen schon spät ist, haben wir alle allerdings schon großen Hunger, deswegen trinken wir als Alternative zum Fleisch erstmal ne Cola-Rum – der gute chilenische Wein, den Didi mitgebracht hat wird erst später getrunken.

Um 0:30 Uhr gibt es dann endlich das erste gegrillte Fleisch: pikante Würstchen im Brötchen mit Mayonaise. Die haben auch einen Namen, den ich allerdings inzwischen vergessen habe… Aber sehr lecker! Jetzt geht es Schlag auf Schlag: leckere Rippchen, feines Filetfleisch und ein schöner Rotwein führen dazu, dass ich nach kurzer Zeit bis zum Anschlag satt bin und nicht mehr mag…

Währenddessen kommt noch ein Freund von Marcelo und Marco vorbei, wie mir berichtet wird, ist er chilenischer Schauspieler, der wohl auch mal in einem Film mitgewirkt hat. Jetzt gibt es Pisco-Cola, im Verhältnis 50/50.

Gegen 2:30 Uhr nehmen Didi, Marcos und ich ein Taxi nach Hause, wenn ich von Peru wieder nach Chile komme, werde ich zusammen mit Marcos, haben wir beschlossen, ein Wochenende Sozialarbeit in den ärmeren Gegenden der Stadt machen. Außerdem werde ich wohl demnächst eine Tour in das Anbaugebiet des Weinhandels, bei dem Didi arbeitet, machen.

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Karfreitag in Santiago

11 April 2009

Karfreitag ist ein ruhiger Tag in Santiago, das Leben scheint innezuhalten, ja stillzustehen. Praktisch alle Geschäfte sind zu, es ist schwierig, etwas zu essen zu bekommen. Während die Sonne vom Himmel strahlt, der Smog weniger dicht als sonst ist genießen die Menschen hier den freien Tag und sitzen entspannt in den Parks.

Nachdem ich müde und kaputt den Vormittag mit frühstücken verbracht habe, nehme ich mir nur noch eine Sache vor: den Cerro Santa Lucía anzuschauen. Dort erwartet mich wieder ein Betrugsversuch einer “Studentin”, die aber lachend aufgibt und abdampft als ich ihr in Antwort auf ihre Frage, warum ich kein Gedicht zu ihrer Unterstützung kaufen wolle damit antworte, dass ich diesen Trick schon kenne…

Auf dem Heimweg treffe ich noch den Ecuadorianer vom Vortag, der im Parque Bustamente die Sonne genießt. Unterhalte mich kurz mit ihm und gehe nach Hause. Wegen des Karfreitags und der vielen geschlossenen Bars und Clubs verschieben  Diana und ich unser Treffen auf Samstag…

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Lost in Translation: Feiern in Santiago

10 April 2009

2008_10_03-109
Creative Commons License photo credit: Sergio Recabarren

Es ist jetzt 7:25h lokale Zeit und ich kann dank meines Jetlags nicht mehr schlafen. Nachdem ich eben noch die Bilder fertig gemacht habe (aufgewacht bin ich nämlich schon vor einer Stunde…) und das Frühstücknoch nicht fertig ist, kann ich ja die Zeit mal nutzen, von gestern Abend zu erzählen. Soviel vorweg: Jetlag lässt einen auch mit nur 4 Stunden Schlaf nicht weiterschlafen…

Nachdem ich also den gestrigen Blog-Eintrag fertig hatte, muss ich auch schon zu meiner Verabredung mit Leo, einem hiesigen Studenten hetzen. Das Hetzen hat leider zur Folge, dass ich mir weder Karte noch Adresse genau angucken kann und einfach mal Richtung Metro losgehe – kann ja nicht so schwer sein, die Bar zu finden.

Zweifel kommen mir aber sobald ich auf dem Weg bin. Ich frag noch kurz eine U-Bahn Angestellte nach dem Weg innerhalb der Bahnstation und kann gerade noch in den Sekunden später abfahrenden Zug reinspringen. Drinnen ist es heiß und stickig, die Leute stehen eng beieinander und ignorieren einander. Alle? Nicht alle! Direkt hinter mir kann ich im spiegelnden Fenster der Tür ein Mädel erkennen, das immer mal wieder zu mir rüberschaut – auch durch die Scheibe.

Zufälligerweise steigen wir beide an der Station Pedro de Valvidia aus, und, da es sich ja anbietet, frage ich sie, ob sie sich hier auskennt, ich müsste zu einer Bar in der Straße Diego de Velaszquez, Hausnummer irgendwas um die 2100 und der Straßenname sei auch nicht sicher. Als erstes zwingt sie mich Spanisch zu sprechen, da das ja übe, obwohl sie, wie sich später rausstellt, fließend Englisch spricht. Fehlerkorrekturen kommen auch in Echtzeit :). Naja, wir gehen an die frische Luft, wo wir nun zusammen Leute fragen, wo es zur Bar geht, aber erstmal kein Erfolg. Also entscheidet sie sich, mich zu begleiten und wir fragen ein wenig weiter.

Als wir endlich eine Wegbeschreibung haben (die ich nicht so richtig verstanden hatte) sagt sie noch kurz, sie bringe mich noch dahin, das sei doch gar kein Problem und weiter gehts. Solche Hilfsbereitschaft muss belohnt werden: Also frage ich sie, ob sie Lust hat, mit Leo und mir ein Bierchen auf meine Kosten zu trinken.

Nachdem wir uns zu dritt so ca. 3 Stunden auf Spanisch (!) unterhalten haben geht Leo, und ich bekomme eine Einladung, auf den Geburtstag des Freundes eines Freundes mit ihr mitzukommen. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist sie Mexikanerin und wohnt in einer WG mit einem Ecuadorianer, einem Brasilianer und einer Schweizerin direkt ein paar wenige Blocks weiter.

Dort sammeln sich nach und nach noch weitere Personen: Ein Engländer, zwei Mädels aus Uruguay, zwei weitere Mexikanerinnen und  ein paar Chilenen. Bevor wir losgehen verabschiedet sich Carla (meine U-Bahn Bekanntschaft) noch kurz auf ihr Zimmer, um ne Runde zu schlafen – die Party geht erst um 24 Uhr los. Als alle wieder wach sind, gibt es Sushi (yuck)  und zusammen gehen wir dann in einen Club, das Subterraneo, um dort den Geburtstag zu feiern. Dort treffen wir noch Franzosen, ein paar weitere Chilenen und ganz viele Leute, deren Namen ich 2min. nach der Begrüßung schon vergessen habe… Dort tanzen und feiern wir noch bis in den frühen Morgen und ich nehme mir mein erstes chilenisches Taxi nach Hause in dem schön eine CD mit Dance-Hits der 90er läuft: DJ Bobos “Somebody Dance With Me” und Whigfields “Saturday Night” begleiten mich auf dem Weg nach Hause…

Fazit: Öfter mal Leute in der U-Bahn ansprechen – es ergeben sich die seltsamsten Konstellationen und das Spanisch profitiert immens, wenn man den ganzen Abend fast nur Spanisch sprechen kann…

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Bilder der Walking Tour und des Cerro San Cristóbal

10 April 2009
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