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	<title>doetsch.info &#187; kolumbien</title>
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	<description>Im Wendekreis des Elbfisches</description>
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		<title>Tag des Tränengases</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/trnengas.jpg" rel="lightbox[690]"><img class="alignleft size-medium wp-image-697" title="Tränengas" src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/trnengas-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>In der Ferne sieht man graue Regenwolken, die Regenschirmverkäufer machen sich in der Hauptstadt Kolumbiens bereit, um die alltäglichen Regenschauer zu nutzen und im Zentrum Bogotás massieren sich Polizisten des Bataillons zur Auflösung von gewaltsamen Protesten.</p>
<p>Es ist der 1. Mai in der 8-Millionen Metropole und traditionell bedeutet dies Aufbegehren der politischen Linken und der Armen gegen die herrschende politische, oftmals korrupten, Klasse Kolumbiens. An fast jeder Wand eines Großunternehmens, einer Bank, eines Ministeriums prangen revolutionistische Graffitis, in der Nacht angesprüht. Viele Geschäfte haben ihre Rolladen runtergelassen oder ihre Scheiben mit Holzplanken gegen Randale geschützt. Gespannte Ruhe in der Stadt, es scheint, als ob die Stadt den Atem anhält. Im Zentrum fahren Motorradpatrouillen von 10-15 Motorrädern, jeweils ein Fahrer und ein Polizist im gepanzerten Kampfanzug durch die Straßen, an jeder Ecke stehen Gruppen von mindestens 5 Polizisten und die Carrera 7, eine der Lebensadern der Stadt wird von Hunderten Polizisten, links und rechts gesäumt &#8211; für hunderte von Metern gibt es keine Lücke zwischen den dort positionierten Eingreiftruppen.</p>
<p>So zeigt sich Bogotá Nathaly und mir, als wir im Zentrum ankommen, um ein paar Besorgungen zu tätigen und zu essen. Zunächst wird uns von der Polizei mit Hinweis auf Ausschreitungen verweigert, den Plaza Bolívar zu betreten, der Platz, wo sich Präsidentenpalast, Parlament und Justizpalast befinden. Wir wollen eigentlich nur einen Hut kaufen, ein wenig entfernt vom touristischen Nepp, doch dafür müssen wir diese Orte passieren. Angekommen am Hutverkauf eröffnet uns der Verkäufer, dass wir mindestens 12 Hüte kaufen müssten &#8211; er verkaufe nur an Großkunden. Unser Argument, dass wir hier vor wenigen Tagen einen einzelnen Hut (den jetzt Kevin hat) gekauft haben, lässt er nur unbeeindruckt abperlen und wendet sich gelangweilt seinen Gedanken zu.</p>
<p>Auf dem Rückweg sehen wir allerorten massive Polizeipräsenz, und als wir am Goldmuseum ankommen, um wieder nach Chapinero, etwas weiter im Norden von Bogotá, zurückzukehren, fängt plötzlich der auf der Straße stationierte Wasserwerfer an, eine rennende Gruppe von Demonstranten mit Wasser zu beschießen. Parallel hört man ein Ploppen, und in etwa 5 Meter Höhe sehen wir Tränengasgranaten auf ihren Flugbahnen in Richtung der Gruppe niedergehen. Die Menge ist in Bewegung und nach wenigen Minuten ist die Aufregung, nur ca. 20m von uns entfernt, wieder vorbei und es herrscht wieder ein wenig Ruhe.</p>
<p>Als wir später, über diverse Umwege in Chapinero ankommen, lesen wir, dass die Proteste die schwächsten der letzten Jahre waren.</p>

						<div id="pdrp_endAttribution">
						photo by: 
						 
							<a href="http://flickr.com/58614987@N08/5372204501" target="_blank" class="pdrp_link pdrp_attributionLink">
								raphaelthelen</a>
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		<title>An der Karibikküste entlang</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 20:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Enttäuschung von Santa Marta packe ich meine Sachen im Hotel Miramar weil wir die Stadt schnell verlassen möchten. Hotel Miramar ist ein uraltes Loch von Hotel, sehr schäbig wirkend mit freundlichem Personal und eigentlich ganz witzig, wenn man sich dran gewöhnt hat. Die Dusche ist ein Metallrohr, aus dem kaltes, vom Klima leicht [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Enttäuschung von Santa Marta packe ich meine Sachen im Hotel Miramar weil wir die Stadt schnell verlassen möchten. Hotel Miramar ist ein uraltes Loch von Hotel, sehr schäbig wirkend mit freundlichem Personal und eigentlich ganz witzig, wenn man sich dran gewöhnt hat. Die Dusche ist ein Metallrohr, aus dem kaltes, vom Klima leicht angewärmtes Wasser kommt. Kevin bleibt noch da, als Nathaly und ich einen Bus nach Palomino nehmen, wo wir unser Gepäck gelassen haben &#8211; für das Wochenende haben wir nur ein paar Sachen eingepackt und sind leicht gereist.</p>
<p>Der Bus nach Palomino dauert diesmal nur 1,5 Stunden, und, da wir nur leichtes Gepäck dabei haben, nehmen wir den Fußweg zum Strand. Wehmütig passieren wir das mir angebotene Grundstück, treffen kurz &#8220;Kurt&#8221;, den Verkäufer, ohne viele Worte mit ihm zu wechseln. Er ist gut gelaunt und zuversichtlich, die Dokumente bald zu haben. Durch den weißen Sand trotten wir müde zur Finca Escondida, wo wir kurz unsere Bekannten begrüßen, dann aber schnell die Sachen einsammeln und bei absoluter Dunkelheit (ein weiterer Stromausfall, diesmal aber schon seit dem Vortag anhaltend) umpacken. Wir lassen uns von Niamh drei Motorräder bestellen, die uns und unser Gepäck zum Dorf bringen &#8211; bei Regen, wieder einmal durch Schlamm und holprige, Schlagloch gespickte Wege. Wer noch nie bei solchen Bedingungen hinten auf einem Motorrad gesessen hat, kann sich nicht vorstellen, welche Endzeitszenarien einem dabei durch den Kopf gehen.</p>
<p>Am Troncal de Caribe, der Verbindungsstraße der karibischen Städte Santa Marta und Riohacha, angekommen lassen uns die Jungs, die uns auf ihren Bikes mitgenommen haben, zurück. In der Dunkelheit und im Regen sehen wir nur eine leere Straße zur linken und die die Straße säumenden Geschäfte des Dorfes zur Rechten. </p>
<p>Als in der Ferne Scheinwerfer auftauchen, die in Richtung Santa Marta fahren, trete ich auf die Straße und es ist tatsächlich ein Bus, den ich an heranwinke. Als er hält, fragen wir, ob er nach Santa Marta fahre und tatsächlich haben wir Glück. Oder auch nicht.</p>
<p>Der Bus ist uralt, es sitzen zwei Passagiere drin sowie zwei Fahrer. Der Fernseher ist eingeschaltet und gespeist aus einem DVD Player dröhnt er laut und zeigt Musikvideos von Vallenato-Legenden. Vallenato ist die an der Küste meistgehörte Musik, sehr Akkordeon-lastig und nicht so wirklich mein Fall. Aber man gewöhnt sich dann doch dran. Bei jeder Unebenheit auf der Straße setzt das Video kurz aus, der Kassierer eilt schnell zum DVD Player, um das Video weiterlaufen zu lassen.</p>
<p>Eine halbe Stunde später kommen wir am letzten Dorf einer riesigen Bananenplantage vorbei. Da der Motor des Buses schon stottert, wird mittels mehrerer, in einem Laden gekaufter Kanister Diesel der Tank notdürftig aufgefüllt. Erst springt der Motor nicht an, der Bus stottert und huckelt ein zwei Meter voran und kommt wieder zum Stehen. Als Fahrer und Kassierer endlich den Bus wieder am Laufen haben, ist eine halbe Stunde vergangen.</p>
<p>2 Stunden später kommen wir in Mamatoca, am Ostrand von Santa Marta an. Von dort nehmen wir ein Taxi, dessen Fahrer noch versucht, uns ein anderes Hotel/Hostel aufzuschwatzen, uns dann aber im Miramar absetzt, wo Kevin erstaunt feststellt, dass wir schon wieder da sind.</p>
<p>Wir unterhalten uns noch und beschließen spontan, morgen nach Cartagena zu fahren &#8211; meine Erfahrungen dort waren bisher nicht so toll, aber ich habe schon Lust, noch mal hinzufahren. Insofern reservieren über Hostelbookers eine Unterkunft, El Viajero, die direkt innerhalb der Altstadt ist.</p>
<p>Am nächsten Morgen holt uns dann luxuriöserweise ein Bus direkt am Hostel ab, mit dem es Non-Stop Richtung Cartagena geht. Mitten auf der Strecke haben wir fast einen Autounfall, als ein Kleinwagen ohne Blinker, Geschwindigkeit und ohne zu gucken direkt vor uns ausschert. Glücklicherweise ist die rechte Fahrbahn frei, so dass wir gerade noch mit Bremsen in sicheres Fahrwasser gelangen.</p>
<p>In Cartagena lässt uns der Busfahrer an einer Ecke raus, ohne uns &#8211; wie versprochen &#8211; zum El Viajero zu fahren. Nach einigen Irren durch die Altstadt von Cartagena kommen wir schließlich im Hostel an, wo uns ein Typ an der Rezeption doch tatsächlich weismachen möchte, dass der Betrag, den Hostelbookers ausweist nicht korrekt sei und wir mehr zahlen sollen. Nach einigen Diskussionen stimmt uns seine Kollegin, eine Katalonin aus Barcelona zu, und wir bekommen unsere Betten zum gebuchten Preis. Sauteuer, aber super gelegen und sehr sauber und schön. Wahrscheinlich das schönste Hostel, dass ich bisher in Kolumbien gesehen habe.</p>
<p>Währenddessen läuft das Fußballspiel Chelsea gegen Barcelona und als Chelsea gewinnt, sind überall nur lange Gesichter. Es scheint, keiner mag Chelsea, und ich bin da auch keine Ausnahme.</p>
<p>Den Rest des Tages schauen wir uns noch Cartagena an, Essen etwas und trinken abends noch ein paar Cocktails, während wir im kolumbianischen Fernsehen &#8220;Colombia tiene Talento&#8221;, das kolumbianische Pendant zu &#8220;Das Supertalent&#8221; schauen.</p>
<p>Cartagena ist die unbestrittene Tourismus-Hauptstadt Kolumbiens und der Stolz Kolumbiens. Die aus Kolonialzeiten stammenden Befestigungsanlagen, wie zum Beispiel das Fort San Felipe, wurden nach Plünderung der Stadt durch Sir Francis Drake errichtet und sind Zeugnis der Vergangenheit Kolumbiens als Kolonie der Spanischen Krone. Im Hafen halten Kreuzfahrtschiffe, und vor wenigen Tagen fand hier der Amerika-Gipfel der Nord-, Zentral- und Südamerikanischen Länder statt &#8211; wie auch in den Zeitungen insbesondere durch einen Prostituierten-Skandal des Secret Service breitgetreten. Die alten kolonialen Herrenhäuser sind wunderschön, in vielerlei Farben angemalt und ihre herrschaftlichen Balkone schauen auf die engen Straßen, wo sich Einheimische, Touristen, Eselkarren, Pferdekutschen und Taxen tummeln.</p>
<p>Am nächsten Tag bleiben wir noch kurz in Cartagena, frühstücken und schauen uns dann das Champions League Spiel Real Madrid gegen Bayern München an und fahren dann weiter zum Busbahnhof, um dort einen Bus nach Bucaramanga zu nehmen. Bei der Fahrt zum Terminal passieren wir nach Verlassen der historischen Altstadt auch ärmste Viertel von Cartagena, bis wir nach ca. 25 Minuten am Terminal ankommen. Der 12 Stunden Nachtbus nach Bucaramanga fährt schon 10 Minuten nach Ankunft und wir ergattern einen Super-Preis von 70.000 COP pro Person. Kevin fährt zurück nach Santa Marta, da sein Rückflug nach Deutschland ihn erwartet.</p>
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		<title>Das kalte Erwachen am Traumstrand</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 18:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[16.04.2012 &#8211; 24.04.2012 Nach Ankunft in Bogotá am 15.04.2012 mit sofortiger kräftiger Feier im Colombian Pub im Ausgehviertel Galerias nutzen wir den nächsten Tag zum Erholen und um ein paar Besorgungen zu tätigen: Wir wollen eine Sim-Karte für mobiles Internet kaufen, Freunde besuchen, bei der Bank vorbei und ähnliches. Am Kompliziertesten gestaltet sich, eine Sim-Karte [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/20120429-131214.jpg" rel="lightbox[670]"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/20120429-131214.jpg" alt="20120429-131214.jpg" class="alignnone size-full" /></a></p>
<p>16.04.2012 &#8211; 24.04.2012</p>
<p>Nach Ankunft in Bogotá am 15.04.2012 mit sofortiger kräftiger Feier im Colombian Pub im Ausgehviertel Galerias nutzen wir den nächsten Tag zum Erholen und um ein paar Besorgungen zu tätigen: Wir wollen eine Sim-Karte für mobiles Internet kaufen, Freunde besuchen, bei der Bank vorbei und ähnliches.</p>
<p>Am Kompliziertesten gestaltet sich, eine Sim-Karte für mein iPad zu bekommen: Bei Comcel wissen die Mitarbeiter zunächst überhaupt nicht, ob es das im Rahmen von PrePaid gibt, wieviel das kostet und wie immer sind sie fest davon überzeugt, dass jedes Telefon bzw. iPad ein Sim-Lock hat und somit nur mit einem Netzbetreiber nutzbar ist. Nachdem wir die ersten Hürden der Tarifoptionen überstanden haben, fragt der Angestellte nach dem iPad, dass ich natürlich nicht dabei habe, da mir dafür die Straßen von Bogotá doch ein wenig unsicher sind. Nach längerem hin- und her stellt sich heraus, dass er die eindeutige Nummer der Mobilfunkeinheit, die IMEI haben will. Also machen wir uns auf den Rückweg zur Wohnung und rufen auf dem Weg bei Dennys und Claudia an &#8211; einer von denen muss uns ja die Tür auf machen&#8230; Nachdem ich alle möglichen Nummern aufgeschrieben habe, laufen wir im strömenden Regen von Bogotá, mit wagnerschem Donner als Soundtrack begleitet, zurück zum Centro de Atención al Cliente de COMCEL. Dort erklären wir dem nächsten Mitarbeiter, was wir wollen, und nach ca. 30 Minuten sind wir dann tatsächlich im Besitz einer Micro-Sim von COMCEL, die für die erste  30 Tage sogar kostenlos 3 GB Datenverkehr mitbringt.</p>
<p>Später besuchen wir dann noch William und seine Frau in der Firma, in der Nathaly früher gearbeitet hat, die uns nochmal die Kaufprozesse von Immobilien im Detail erklären &#8211; als Teil Ihrer Firma nehmen Sie viele Immobilien An- und Verkäufe vor. Wir machen mit ihnen ab, dass sie die Papiere, die wir ihnen später schicken werden prüfen und machen uns sodann auf dem Weg zum Flughafen El Dorado, der schon bald in neuer Pracht erstrahlen wird, da derzeitig ein neues, hochmodernes Terminal gebaut wird, das schon jetzt einladend und von außen weit fortgeschritten wirkt. Der alte El Dorado Flughafen ist hingegen eher eine Ursache für weitverbreiteten Augenkrebs&#8230;</p>
<p>Eigentlicher Anlass für den Aufenthalt in Kolumbien ist ja der Kauf eines Grundstücks in direkter Strandnähe. So ein Grundstück hatte Nathaly in der Nähe von Santa Marta gefunden, womit das Ziel des Fluges auch feststand: Santa Marta.</p>
<p>Santa Marta ist der wohl entspannteste und am schönsten angelegte Flughafen, den ich bisher gesehen habe: Der Flughafen hat fast keine geschlossenen Räume, eine Terrasse mit Blick auf die Karibik und ist klein und gemütlich, direkt am Strand gelegen. So hat man dann auch beim Anflug in Santa Marta das Gefühl, im Meer zu landen, da die Landebahn direkt an das Meer angrenzt und man über das Meer anfliegt.</p>
<p>Das hat auch den Vorteil, dass man jedes anfliegende Flugzeug von der Terrasse sehen kann. Da wir spontan mit Kevin, einem Freund aus Leipzig, der zufällig auch gerade in Kolumbien war, abgemacht hatten, dass wir uns in Santa Marta auf dem Flughafen treffen begeben sich Nathaly und ich somit auf die Terrasse des Flughafens, essen ein sehr gutes Champignon-Schnitzel, fotographieren die Karibikküste und trinken ein kühles Colombian Club, das nach eigenen Angaben beste Bier Kolumbiens.</p>
<p>Als Kevin dann ca. 1 Stunde später eintrifft machen wir uns langsam fertig, als wir seinen Avianca Flieger reinkommen sehen und nehmen zunächst ein Taxi nach Mamatoco, das Richtung Riohacha gelegene Bus-Mini-Terminal. Dort angekommen, werden wir direkt nach dem Aussteigen von mehreren Kolumbianern bedrängt, wo wir hin wollten. 2 Minuten später sitzen wir im Bus nach Palomino, leicht gestresst von der Hektik und wundern uns, warum der Bus nicht losfährt. Die Antwort bekommen wir von einem Mitreisenden: Der Bus fährt erst los, wenn alle Plätze besetzt sind. Die ganze Hektik also umsonst</p>
<p>Nach etwa 5 nervösen Rückfragen von Kevin, ob sein Gepäck auch sicher sei, setzt sich der Bus in Bewegung. Leider ist es auch schon dunkel und kurze Zeit später fängt es stark an zu regnen. Der Bus wird immer langsamer und statt nach 1,5 h Fahrt erreichen wir Palomino erst 2,5 h nach Abfahrt.</p>
<p>Palomino ist ein kleines Dorf und die Landstraße, die durch das Dorf führt das Epizentrum des Ortes. Ehemals Hauptquartier der Paramilitärs ist es inzwischen durch Einschreiten des kolumbianischen Militärs komplett befriedet und die Paramilitärs wieder in die Gesellschaft eingegliedert oder in die Höhen der Sierra Nevada de Santa Marta vertrieben. </p>
<p>Dort ausgestiegen, bestellen wir erstmal ein kleines Abendessen bei einem Restaurant um die Ecke und setzen uns unter das Restaurantdach, auf das der Regen laut herunterprasselt.  Bei dem Regen möchten wir natürlich nicht zu Fuß zur Finca Escondida gehen, die 15min von dder Hauptstraße entfernt direkt am Strand gelegen  ist. Nach langem Verhandeln erwischen wir zu einem Wucherpreis von 10.000 COP ein Privat-Auto samt Fahrer, der unser Gepäck einlädt und dann auf einen kleinen Sandweg einbiegt. Der Weg ist durch den Regen aufgeweicht und schlammig, mit Schlaglöchern übersäht  führt an bescheidenen Häusern vorbei, bis nach einer Kurve in 200m Entfernung eine Finca auftaucht.</p>
<p>Als wir aussteigen, hören wir im Hintergrund das Rauschen der Meeres und sehen vereinzelt Schaumkronen in der Dunkelheit. Wir passieren die Finca und sind an einem einsamen Traumstrand. Ein paar Meter weitergegangen sehen wir Lichter &#8211; die Finca Escondida, wo wir unterkommen werden. Dort, in einem Holzpavillion unter einem Palmendach, gesäumt von Kokospalmen sitzen Touristen und ein paar Einheimische, trinken oder Essen was. Mittendrin die mit ihrem blonden Haar herausstechende Teilhaberin der Finca Escondida Mara und Nathalys Freundin Niamh (Nieve gesprochen), die uns freudig begrüßen, erstmal ein kühles Bier anbieten (wir haben immer noch um die 28 Grad) und uns befragen, wie wir es mit dem Gepäck zu so später Stunde noch zum Strand geschafft haben.</p>
<p>Alles wirkt sehr sauber, das Essen riecht gut und die Atmosphäre ist freundlich entspannt. Die Preise sind leider nach unserem Empfinden sehr hoch, was aber sicherlich dem geschuldet ist, dass in Palomino kein Massentourismus, sondern Eco-Tourismus angestrebt wird. Wir kommen in einem 3-Bett-Zimmer für 25.000 COP pro Person unter, und, gerade als wir unsere Sachen dorthin bringen, fällt der Strom aus.</p>
<p>Glücklicherweise stehen ein paar Petroleumlampen und mein Reisehandy (Neupreis ca. 30€) bereit &#8211; das Beste an dem Handy ist, dass es eine eingebaute LED-Lampe hat. Auf Reisen ist das inzwischen unverzichtbar geworden, da kommt kein Smartphone ohne eigenständige LED Leuchte mit. Nach ca. 20 Minuten ist der Strom wieder da, und kurze Zeit später gehen wir ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.</p>
<p>Wir werden vom Rauschen der Brandung geweckt, und als wir zum Strand gehen, zeigt sich uns ein traumhafter weißer Strand, auf der einen Seite Palmen, auf der anderen Seite das aufgewühlte karibische Meer, das hohe Wellen in Richtung Strand schleudert. Der Strand ist menschenleer, nur in der Ferne sieht man Fischerboote gegen die Wellen kämpfen und Kogi in weißer Kleidung den Strand herunterwandern. Die Kogi sind die indigene Urbevölkerung der Sierra Nevada de Santa Marta und der Küstenregion, die wahrscheinlich durch die Unzugänglichkeit der höchsten Berge Kolumbiens der Ausrottung durch die spanischen Konquistadoren entgangen sind.</p>
<p>Am morgen, beim Frühstück unterhalte ich mich mit Mara, über mein Ziel, Land zu kaufen und sie erzählt, wie sie ihre Finca erstanden hat. Später suchen wir den in Palomino ansässigen Großgrundbesitzer auf &#8211; ein einfacher Mann, der mit seinem Esel den Strand runtergelaufen kommt und dessen Frau wie das Land heißt. Wie er uns später erzählt besitzt er hunderte von Hektaren an Land an der Küste, allein in Palomino im zweistelligen Bereich.</p>
<p>Er ist sicherlich mindestens 73 Jahre alt, und leider ist es fast unmöglich, seinen Wortschwall zu unterbrechen: Springend, von einem Thema zum anderen erzählt er uns über seine letzten Verkäufe, ohne auf unser Interesse, dem Kauf eines eigenen Stückes Landes einzugehen. Nach einer halben Stunde zeigt er uns ein schönes, 3000m2 großes Grundstück, das noch zum Verkauf steht. Das ursprünglich avisierte Grundstück hat er bereits verkauft, zum doppelten des Preises von vor zwei Monaten, der Nathaly genannt worden war. Wir verhandeln mit ihm einen Preis und bitten ihn um die Informationen, mittels derer wir die Rechtmäßigkeit seines Besitzes überprüfen wollen. </p>
<p>In Kolumbien läuft die Prüfung der Besitzverhältnisse folgendermaßen ab:</p>
<p>- Prüfung des Eigentümers eines Grundstückes mittels des &#8220;Certificado de Libertad y Tradición&#8221;, welches dem Grundbucheintrag entspricht. Hierfür sind wir nach Riohacha zum &#8220;Registro de los instrumentos publicos&#8221; gefahren.</p>
<p>- Prüfung der &#8220;Escritura&#8221;, der Beschreibung des Grundstücks mit seinen Grenzen. Hierfür besuchten wir die Notaria in Riohacha und ließen uns eine Kopie ausstellen.</p>
<p>Leider stellte sich heraus, dass der Mann, nennen wir ihn Kurt, zwar Besitzer von 37 Hektaren Land ist, das angebotene Stück Land aber nicht spezifiziert war &#8211; mit seinen Grenzmarkierungen, Nachbarn nach Norden, Süden, Westen, Osten usw. </p>
<p>Am folgenden Tag machen wir ab, dass wir mit ihm ein Kauf-/Verkaufsversprechen vertraglich am kommenden Montag in Santa Marta abschließen würden. Er solle lediglich die exakte Beschreibung der Grundstücksgrenzen mitbringen, wir würden den Vertrag zusteuern.</p>
<p>Einen Mustervertrag hatte ich bereits in Deutschland im Internet gesucht und gefunden (<a href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=metrocuadrado.com.co&#038;source=web&#038;cd=1&#038;ved=0CA8QFjAA&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.metrocuadrado.com.co%2F&#038;ei=LIOdT4GTGsPy6QGa85WcDw&#038;usg=AFQjCNEzLuJlzCIF3T5UlQNmPo9ef0BQpg">metrocuadrado.com</a> ist eine super Informationsquelle) und verbringe somit das Wochenende in Santa Marta &#8211; neben einigem Feiern und Ausgehen ;) &#8211; mit der Anpassung des Vertrages. Lediglich die Grundstücksgrenzen und -beschreibung müssten ergänzt werden.</p>
<p>Als wir uns dann Montags treffen weicht unser Enthusiasmus der Realität: Kurt zeigt uns ein DIN A6 Karopapier mit einem gezeichneten Quadrat, wo lediglich ein paar Meterangaben und Namen stehen. Damit ist eine Identifikation des Grundstücks nicht möglich. Somit bitten wir Kurt, die genauen Beschreibungen von der Planungsbehörde in Dibulla inkl. des Certificado de Urbanización einzuholen und es soll angeblich am folgenden Donnerstag da sein.</p>
<p>Später, als wir noch durchrechnen, wie lange der Banktransfer brauchen würde, rufen wir bei Kurt an und sagen ihm, dass die Zeit nicht reicht. Jetzt hoffen wir, dass er seine Unterlagen vernünftig zusammenbekommen, uns per E-Mail zur Verfügung stellen kann und wir vielleicht in ein paar Monaten zu einem Abschluss kommen können. Für jetzt ist der Traum eines Grundstücks, 300m vom Strand entfernt, erstmal geplatzt.</p>
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		<title>Zurück in Kolumbien</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:24:35 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>14.04.2012</p>
<p>Es ist 4:30 Uhr als der künstliche Hahnenschrei meines Reisehandys, am Vorabend aufgeladen und eingestellt, mich aus dem Halbschlaf reißt. Trotz vieler Arbeitsstunden in der Woche zuvor und Koffer packen bis 0:30 Uhr hat sich der Schlaf einfach nicht vorbeigetraut: Vorfreude auf den Urlaub und Nervosität ob der laufenden Projekte in der Firma haben ihn vergrault.</p>
<p>Nachdem die letzten Sachen eingepackt und wir fertig sind, klingelt es auch schon an der Tür: Das Taxi ist da und bringt uns rechtzeitig zu unserem 7:10 Uhr Flug zum Flughafen. Die Verbindung, die wir diesmal fliegen ist uns beiden neu: Von Hamburg über Paris nach Bogotá mit Air France. Bereits beim Online-Checkin hatte Air France seinem Ruf alle Ehre gemacht, und die Webseiten nicht auf Deutsch oder Englisch, sondern auf Französisch dargestellt. Da hat sich das 7-8 jährige, fast erfolglose Französischlernen in der Schule doch wieder gelohnt.</p>
<p>In Vergleich zu vielen anderen Flughäfen, die ich gesehen habe, wirkt Paris Charles-de-Gaulle sehr betonlastig und grau. Außerdem ist er riesig, und als wir leicht verspätet ankommen, bleibt auch nicht mehr viel Zeit, um das Terminal für außereuropäische Flüge zu erreichen. Kurz nachdem wir ankommen, beginnt das Boarding.</p>
<p>Leider heben wir trotzdem um mehr als eine Stunde verspätet in einem schon etwas angestaubtem Airbus A340-300 ab. Lufthansa setzt auf der Strecke Frankfurt &#8211; Bogotá bzw. Caracas &#8211; Bogotá bereits A340-600 ein, und der Unterschied ist deutlich sichtbar an den Bildschirmen für die Bordunterhaltung, den Platzverhältnissen und nicht zuletzt an den Sitzen.</p>
<p>Für das Kabinenpersonal fängt jetzt der Stress an: Vor mir sitzt eine Kolumbianerin, deren Sitz sich leider nicht feststellen lässt, er neigt sich also immer in meine Richtung. Ein Achselzucken des Stewards mit der Aussage, dass man da nichts tun könne löst das Problem zumindest aus Sicht von Air France. Eine deutsche Frau drängelt sich als nächstes zum Steward vor und beschwert sich: der vom Bodenpersonal versprochene Fensterplatz ist kein Fensterplatz. Ob noch Platz im Flieger sei, um sich umzusetzen. Nachdem von Deutsch zu gebrochenem Englisch gewechselt wird, liegt auch hier die Lösung auf der Hand &#8211; das Flugzeug sei voll, aber sie könne ja mit anderen Passagieren sprechen, ob diese tauschen wollten.</p>
<p>Der Flug ist ruhig mit gelegentlichen Turbulenzen über Venezuela und Kolumbien, das Bordprogramm spult, nach meiner Wahl, erst Sherlock Holmes 2, dann Tim &amp; Struppi ab, das Essen ist recht gut und dann sind wir nach einer gefühlten Ewigkeit in Bogotá: Immer noch eine Stunde verspätet, aber am Flughafen wartet schon ein Freund von Natha, der uns abholt.</p>
<p>Wie so oft in Lateinamerika ist ansonsten noch nichts organisiert: Unsere lose angedachte Unterkunft klappt nicht, da der Freund am Arbeiten und nicht verfügbar ist. Also fahren wir erstmal in die Firma unseres Abholers, trinken mit ihm und einem (auch mir) Bekanntem 1-2 Bierchen im Laden um die Ecke und fahren dann ganz woanders zum Übernachten hin: Zu Eli und Claudia, die in einer 4 Personen WG im Stadtteil Chapinero wohnen.</p>
<p>Claudia erwartet uns schon an der Tür und verkündet uns lautstark, dass wir ja dann alle heute Nacht ordentlich feiern würden, sie hätte ja alles schon in die Wege geleitet. Wir überreichen ein paar kleine Gastgeschenke aus Deutschland und dann zeigt uns Claudia, wo wir übernachten werden, auch wenn das eigentlich nicht erlaubt ist: Die Vermieterin hat Gastübernachtungen, insbesondere von Männern untersagt.</p>
<p>Nachdem wir uns kurz unterhalten haben, gehen wir noch einkaufen, ein gebratenes Hähnchen essen und meine Telefonnummer organisieren. Internet über Mobilnetz folgt heute.</p>
<p>Während ich mich, vom mit dem Besenstiel an die Decke klopfendem Lärm der verrückten Nachbarin begleitet, ins Bett lege, um ein paar Stunden zu schlafen, tauschen Natha und ihre Freundinnen die letzten Neuigkeiten aus.</p>
<p>Später, gegen 23 Uhr &#8211; in Deutschland ist es jetzt 5 Uhr morgens &#8211; werde ich geweckt und wir machen uns auf den Weg zu einer Partymeile Bogotás: Galerías. Dort schauen wir uns ein paar Discos und Pubs an und landen schließlich im Colombian Club, wo wir zu sechst durchhalten, bis der Club schließt.</p>
<p>Während Alexis und ich ins Bett gehen, lassen die 3 Mädels den morgen in einem Jacuzzi ausklingen. Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass Claudia ihr Handy verloren bzw. es geklaut wurde und den ganzen Tag regnet es mit starken Gewittern, so dass wir den größten Teil des Tages drinnen verbringen: Nur zum Essen und abends, um Freunde kurz zu treffen, verlassen wir die Wohnung, wo wir nach wie vor &#8220;illegal&#8221; wohnen.</p>
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		<title>Und auf einmal ist es Februar</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 01:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p style="text-align: left;">Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich im Dezember das letzte Mal was geschrieben habe. Dann schauen wir mal, was ich seitdem so erlebt und gemacht habe.</p>
<p style="text-align: left;">Zunächst kam ich in Bogotá an, wo Nathaly und ich uns auch gleich auf die Suche nach einer Wohnung machten. Nachdem wir zwei Tage durch die ganze Stadt gewandert waren, verschiedenste Apartments und Zimmer angeschaut hatten fanden wir schließlich in der Straße unseres Hostals ein günstiges, möbliertes 3-Zimmer Apartment in einem Altbau kolonialen Stils in der Altstadt, La Candelaria, Bogotás.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4165643517/in/set-72157622953617262/"><img title="Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá" src="http://farm3.static.flickr.com/2661/4165643517_82bcb7b4a7_m.jpg" alt="Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá</p></div>
<p style="text-align: left;">Im Zuge unserer Wohnungssuche lernten wir auch gleich das verrückte Nachbarhaus kennen, wo allerlei Besucher, Studenten und Leute in unserem Alter sich ein Zimmer mieteten &#8211; bis der Hausherr zurückkam und alle Nicht-Kolumbianer rausschmiss. Vorher lernten wir allerdings Ginger, Ashley und Morgan kennen, drei Mädels aus Kalifornien, die inzwischen ein paar Blocks weiter den Berg rauf wohnen.</p>
<p style="text-align: left;">Die nächsten Tage (und Wochen) verbrachten wir damit, Freunde und Bekannte zu treffen, die Wohnung einzurichten und auf die Montage der Hängematte zu hoffen. Inzwischen sieht sie aus wie ein Geschäft für indigene Kleinkunst&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4209172370/in/set-72157622953617262"><img title="In unserer Wohnung in der Candelaria" src="http://farm3.static.flickr.com/2608/4209172370_2e903170cd_m.jpg" alt="In unserer Wohnung in der Candelaria" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">In unserer Wohnung in der Candelari</p></div>
<p style="text-align: left;">Und bevor es am Ende des Monats wiedereinmal auf Reisen ging, schrieb Nathaly sich für einen Deutschkurs ein, der immer noch andauert. Nichtsdestotrotz ging es dann gen Norden: Nach San Gil, für 9 Tage über Weihnachten und Silvester. In San Gil kamen wir im Hostel einer Freundin Nathalys unter, dem Casa Monkora, das allerdings im Vergleich zu dem neuesten Mitbewerber, Sam&#8217;s V.I.P Hostel, überteuert ist. Abgesehen davon gab es kein warmes Wasser, was aber bei Temperaturen um die 30-32°C kein großes Problem ist.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4217402142/in/set-72157622951114859"><img title="Barichara, Santander" src="http://farm3.static.flickr.com/2678/4217402142_4558caf31d_m.jpg" alt="Barichara, Santander" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Barichara, Santander</p></div>
<p style="text-align: left;">San Gil ist in der Provinz Santander, welche sich selbstbewusst &#8220;Tierra de Aventura&#8221;, grob übersetzt Abenteuerland nennt. Dort fuhren wir zum Nationalpark &#8220;Parque Nacional de Chicamocha&#8221;, der beeindruckende Ausblicke auf den gleichnamigen Cañon erlaubt, besuchten das kleine Örtchen Barichara mit seiner wunderschönen Kolonialarchitektur und badeten am Fluss der San Gil durchfließt, erstiegen einen Kletterpfad zu Wasserfällen und genossen das Fleisch am Spieß mit Kartoffel namens Chuzo, das allerorten zu kaufen war. Die Spezialität Santanders, frittierte Ameisen (Ormigas Colonas), probierte ich allerdings nicht&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4231335122/in/set-72157623107465390"><img title="Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil" src="http://farm5.static.flickr.com/4020/4231335122_8c1a7b3d8c_m.jpg" alt="Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil</p></div>
<p style="text-align: left;">In Johanas Hostal feierten wir dann auch Weihnachten und am 30.12. nahmen wir und einige Hostel-Gäste am Carnaval de Carrancios teil. Während Heiligabend und Weihnachten für mich eher enttäuschend waren ist der Karneval schon eine besondere Erfahrung: Auf der einen Seite werden die Carrancios, mit Schwarzpulver und Böllern gefüllte Puppen, präsentiert die am folgenden Tag, an Silvester dann feierlich angezündet und in die Luft gejagt werden. Auf der anderen Seite ist der Karneval ein Straßenkampf mit Mehl, Wasser und Schaum &#8211; sehr spaßig aber am Schluss sieht man aus wie frisch aus der Schaum-Bäckerei.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4213799797/in/set-72157623069366260"><img title="Wunderkerzentanz an Silvester" src="http://farm5.static.flickr.com/4009/4213799797_7611b6d801_m.jpg" alt="Wunderkerzentanz an Silvester" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Wunderkerzentanz an Silvester</p></div>
<p style="text-align: left;">Silvester feierten wir dann wieder im Hostel, kochten zusammen und zwischendurch liefen Nathaly und Catalina einmal mit einem Koffer um den Block &#8211; eine Tradition in Kolumbien, die die Chance auf Reisen im neuen Jahr erhöhen soll&#8230; Im Hintergrund explodierten allerorts die Carrancios und Feuerwerk erleuchtete den Himmel. Weiter gings mit ein bißchen Salsa-Tanzen und irgendwann dann auch dem Bett.</p>
<p style="text-align: left;">Der Januar und bisherige Februar waren dann davon geprägt, Bogotá zu erkunden, ein paar Dörfer im Umland zu sehen (z.B. Chia mit dem beeindruckenden Erlebnisrestaurant &#8220;Andres Carne de Res&#8221;) und das Schengen-Visum für Nathaly zu beantragen. Mein Netbook ging zwischendurch kaputt, so dass ich keinen eigenen internetfähigen Computer mehr habe. Inzwischen haben wir das Visum jedenfalls nach einigen organisatorischen Hürden erhalten und freuen uns auf Deutschland. Achja, und wir haben momentan eine Mitbewohnerin in unserem Apartment: Marián, eine Spanierin, die ich seinerzeit im Mai in Medellín kennengelernt hatte.</p>
<p style="text-align: left;">In den nächsten Tagen (morgen) geht&#8217;s wohl für ein paar Tage in die Kaffeezone um Manizales, ins Hauptgebiet des kolumbianischen Kaffeeanbaus und danach evtl. noch nach San Agustín und Tierradentro. Aber mal schauen was kommt&#8230;</p>
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		<title>Wieder in Bogotá</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 16:20:24 +0000</pubDate>
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<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4122664796/"><img title="Salta" src="http://farm3.static.flickr.com/2532/4122664796_04ff9c091e.jpg" alt="Salta" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Salta</p></div>
<p style="text-align: left;">Diesmal nur kurzer Artikel&#8230; Mit Solveig und Kim, die ich in Puerto Iguazú kennengelernt hatte, nahm ich einen Flug nach Salta, da dieser bei fast gleichem Preis, ca. 20 Stunden an Zeit sparte. Diesmal wohnten wir allerdings in unterschiedlichen Unterkünften, die Mädels entschieden sich, ein etwas teureres, komfortableres Hostel zu buchen. Dennoch waren unsere Bleiben in unmittelbarer Nähe zueinander, so dass wir abends ein paar exzellente Steaks zusammen aßen, bis die beiden dann in die Umgebung von Salta weiterzogen. Ich harrte noch ein paar Tage aus, bestieg den örtlichen Hügel, um die Stadt von oben zu sehen und lernte Uwe kennen, mit dem ich dann auch über den Paso de Jama von Salta nach San Pedro de Atacama fuhr. Der Bus kam nach ca. 12 Stunden an, die Busfahrt aber war gespickt mit wunderschönen Aussichten. Sicherlich die schönste Busroute, die ich bisher gesehen habe. In San Pedro habe ich dann nur noch auf den Tag meines Rückfluges nach Bogotá gewartet, und inzwischen bin ich hier wieder angekommen.</p>
<p style="text-align: left;">Morgen werde ich zusammen mit Nathaly ein Zimmer mieten und dann werden wir mal die Planung für den Dezember angehen&#8230;</p>
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		<title>Mit Flugangst nicht möglich</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 16:22:11 +0000</pubDate>
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<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;">Drei Flüge in 9 Tagen liegen jetzt hinter mir, ein weiterer folgt am 29.09.09 &#8211; langsam werden Flugzeuge zu meinem zweiten Zuhause.</p>
<p style="text-align: left;">Der erste Flug war der Flug von Popayán nach Bogotá am 16. September, nach 2 Monaten in Popayán, wo ich Caficauca helfen durfte. Popayán habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen &#8211; Abschiede von vielen neuen Bekannten und Freunden und von der Familie, bei der ich gewohnt hatte mischten sich mit der Vorfreude, Freunde in Bogotá wiederzusehen. Aber vielleicht werde ich schon im Dezember nach Popayán für ein paar Tage zurückkehren &#8211; meine Freundin kennt diese sogenannte Ciudad Blanca nicht und würde sie gerne kennenlernen. Popayán schickte mich jedenfalls erstmal mit einer Grippe gen Bogotá, die wohl in den folgenden Tagen mindestens 4 Freunde erwischte&#8230;</p>
<p style="text-align: left;">Nach zwei Tagen in Bogotá in meiner schon altbekannten Bleibe, dem Hostel Posada del Sol ging dann am Freitag morgen, dem 18.09., mein Flug nach Washington DC um meine dort arbeitende Freundin für 5 Tage zu besuchen. Washington als Stadt war allerdings unspektakulär &#8211; einige Memorials und Grünflächen in National Mall, der Kongress, das Weiße Haus und einige Museen bieten dem Besucher sicherlich ein Angebot an Aktivitäten, die Stadt an sich wirkt allerdings sehr ruhig und nicht sehr lebendig. Es fehlen die Menschen in dieser Stadt: Die Straßen und Restaurants sind leer, kein Vergleich zu New York City.  Nathaly und ich hatten dennoch eine schöne Zeit in Washington, erst im Henley Park Hotel im Zentrum von Washington, danach in einer einfachen Unterkunft in Alexandria, welches wir auch noch besucht haben. Und die Grippe war am Freitag auch fast weg :).</p>
<p style="text-align: left;">Am Mittwoch musste ich dann wieder zurück, mein Rückflug nach Bogotá stand auf dem Programm. So sitze ich nun wiedereinmal im Hostel und schreibe diese Zeilen. Später werde ich noch Freunde besuchen bzw. heute Abend in der Zona T Bogotás treffen. Morgen steht dann wahrscheinlich ein Ausflug nach Girardot, einem Ort 3 Stunden von Bogotá auf dem Programm, wo ich mich mit Freunden am Swimmingpool des Apartments einer Freundin entspannen kann. Wenn es denn klappt&#8230;wenn nicht werde ich die Wahlen in Deutschland verfolgen, mit der Hoffnung, dass sich in der Sitzverteilung des Parlamentes und der Regierung substantielle Änderungen ergeben.</p>
<p style="text-align: left;">Am Dienstag (29.09.) geht dann mein Flug nach Calama in Chile, wo ich meine 2-monatige Rundreise durch Chile und Argentinien beginnen werde, nicht ohne Montevideo in Uruguay und Iguacu in Brasilien zu besuchen. Aber als erstes steht San Pedro de Atacama auf dem Programm. Und kurz danach werde ich auch nach langer Zeit wieder meine Freunde in Chile wiedersehen können.</p>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 18:24:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[photo credit: lrargerich   Kleines Update meiner Reiseplanung: 15.09.09 Popayán  =&#62; Bogotá 18.09.09 Bogotá =&#62; Washington D.C. 23.09.09 Washington D.C. =&#62; Bogotá 29.09.09 Bogotá  =&#62; Calama (Chile) &#8211; Beginn Rundreise Chile, Argentinien, Uruguay, Brasilien (Iguacu) 26.11.09 Calama  =&#62; Bogotá &#8211; Ende Rundreise 29.12.09 Bogotá  =&#62; Cartagena de Indias 02.01.09 Panamá? Evtl. Zentralamerika bereisen, inkl. Mexico. [...]
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<small><a title="Attribution License" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="lrargerich" href="http://www.flickr.com/photos/29638083@N00/3312316496/" target="_blank">lrargerich</a></small></p>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;">Kleines Update meiner Reiseplanung:</p>
<ul>
<li style="text-align: left;">15.09.09 Popayán  =&gt; Bogotá</li>
<li style="text-align: left;">18.09.09 Bogotá =&gt; Washington D.C.</li>
<li style="text-align: left;">23.09.09 Washington D.C. =&gt; Bogotá</li>
<li style="text-align: left;">29.09.09 Bogotá  =&gt; Calama (Chile) &#8211; Beginn Rundreise Chile, Argentinien, Uruguay, Brasilien (Iguacu)</li>
<li style="text-align: left;">26.11.09 Calama  =&gt; Bogotá &#8211; Ende Rundreise</li>
<li style="text-align: left;">29.12.09 Bogotá  =&gt; Cartagena de Indias</li>
<li style="text-align: left;">02.01.09 Panamá? Evtl. Zentralamerika bereisen, inkl. Mexico.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Das ist so im Groben die derzeitige Planung&#8230;</p>
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		<title>Cali, Schönheitsköniginnen, Messen und Kongresse</title>
		<link>http://doetsch.info/2009/09/05/cali-schonheitskoniginnen-messen-und-kongresse/</link>
		<comments>http://doetsch.info/2009/09/05/cali-schonheitskoniginnen-messen-und-kongresse/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 23:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p style="text-align: left;">Seit meinem letzten Eintrag hier habe ich tatsächlich ein paar Neuigkeiten zu erzählen: Fangen wir damit an, dass ich nun seit ca. 3 Wochen Salsa-Unterricht habe. Das schöne dabei ist, dass ich guten Einzelunterricht in 20m Entfernung von meinem Haus für 3€ die Stunde bekomme. Inzwischen habe ich doch tatsächlich einige Schritte lernen können, auch wenn ich wohl niemals wie ein Latino tanzen können werde.</p>
<p style="text-align: left;">Die erste Bewährungsprobe der Unterrichtsstunden gabs dann auch prompt vor gut 2 Wochen: An diesem Wochenende stand ein Besuch Calis, einer der größten Städte Kolumbiens, an. Ich mach mich also mit gemischten Gefühlen auf den Weg dorthin, immerhin hat mir so ziemlich jeder Kolumbianer in Popayán erzählt, dass ich auf mich aufpassen soll, Cali sei gefährlich&#8230; Der Taxifahrer zum Busbahnhof gibt mir noch mit, ich solle nicht mehr als 10000 zahlen, und kaum betrete ich das Terminal, kommt auch schon ein Ticketvermittler auf mich zu. Ich wolle nach Cali? Klar, kein Problem nur 18000. Nachdem ich laut loslache und ihm ins Gesicht sage, dass der Preis ein wenig zu hoch sei, geht er sofort auf 10000 runter, und wenig später sitze ich für 3 Stunden in einem Kleinbus, der sich ruckelnder Weise auf den Weg nach Cali macht. Zwischendurch kaufe ich noch mein Mittag- und Abendessen, ein paar Fleischspieße von einer Straßenverkäuferin, die an einem Halt zwischendurch an den Busfenstern vorbeigeht.</p>
<p style="text-align: left;">Als ich in Cali ankomme, ist das von mir angeschriebene Hostel ausgebucht, aber die Eigentümerin schickt mich zu einem benachbarten Hostel, dem Pelikan Larry Hostel, das von einem Deutschen geleitet wird. Dort bekomme ich auch sofort ein Bett über der anderen deutschen Reisenden und mache mich auf den Weg zur Lobby, wo sich schon ca. 10 Leute befinden, mit denen sich schnell Kontakt aufnehmen lässt. Nach einigen Cuba-Libres machen wir uns dann zusammen auf den Weg auszugehen: Zuerst ein wenig tanzen im Salsa Club, danach allerdings mit 3 Taxis inkl. 2 neu kennengelernten Kolumbianern in Richtung eines Clubs der recht eintönige House-Musik spielen sollte. Nach langwierigen (20min) Verhandlungen mit der Eingangskontrolle und Geschäftsführung bekommen wir schließlich einen Rabatt, so dass wir statt 45000 Pesos nur 25000 Pesos Eintritt bezahlen. Heftig teuer ist das allerdings trotzdem. Der Rest ist kurz erzählt: Viel getanzt, viel geredet und um 5 Uhr morgens zurück ins Hostel gefahren. Dort verbringe ich den Tag damit, mich zu erholen und vor allem etwas zu essen &#8211; die paar Fleischspieße sind ja nicht wirklich sättigend gewesen, so dass ich völlig verhungert ein großes Steak verdrücke.</p>
<p style="text-align: left;">Abends geht&#8217;s dann weiter: Zusammen mit 2 Israelis mach ich mich nach gemeinsamer &#8220;Aufwärmrunde&#8221; mit den anderen Gästen alleine auf den Weg in eine Salsa Bar, da der Rest lieber in einen Club mit House-Musik will. Nun denn, nachdem wir vertrauensvoll den Taxifahrer um eine Empfehlung bitten (und sie im Endeffekt nicht bekommen) bringt dieser uns in die Ausgehzone von Cali, in die Zona Rosa an der Av. 6. Dort besuchen wir eine Discothek namens Praga wo viele Leute nach lateinamerikanischer Musik in topmodernem Ambiente tanzen. Im Laufe des Abends lernen wir dann Cata plus ihre Freunde kennen, mit der wir alle drei begeistert unsere Tanzkünste erkunden. Wie sich später rausstellt, ist sie trotz guten Tanzens allerdings nicht aus Cali, sondern eine Paisa, und zwar aus Medellín. Die Bewohner Calis sind ja bekannt dafür, dass sie die beste Salsa Kolumbiens (oder auch der Welt) tanzen, was sie auch regelmäßig in Wettbewerben zur Schau stellen. Nachdem wir morgens um 5 Uhr zurück ins Hostel gefahren sind, falle ich wie tot ins Bett und werde gerade noch rechtzeitig von Christina, der anderen Deutschen geweckt, die sich nach Medellín verabschiedet. Nachdem ich noch ein wenig mit Nathaly geskypt habe mache ich mich dann auf den Weg zurück nach Popayán, dessen angenehmeres Klima ich gegen Abend dann auch genießen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Die neue Woche an, wie die alte aufgehört hat: Mit Salsa. Die folgenden Tage unternehme ich abends nichts, nur meine Salsa-Stunden stehen an. Am Wochenende geht es dann mit Gustavo, einem Kollegen, samt Freundin und einer Freundin von ihm ins Iguana, eine Salsa-Bar. Dort verlassen wir allerdings recht früh, schon um 0 Uhr den Ort des Geschehens und gehen schlafen. Am nächsten Tag geht&#8217;s dann Abends ins Corona, einem der angesagtesten Clubs in Popayán.</p>
<p style="text-align: left;">Diese Woche fing dann auch recht unspektakulär an: Salsa-Kurse am Abend, ein wenig Skype oder MSN, aber viel mehr dann doch nicht. Bis zum Donnerstag: Noch während meiner Salsastunde ruft mich Gustavo an, dass die Eröffnungsfeierlichkeiten des Gastronomiekongresses wären, und ich doch kommen solle zum Empfang. Nachdem ich dorthin gehetzt bin, und nur kurz das T-Shirt gewechselt habe, warten so einige Sicherheitskontrollen auf mich. Eintrittskarten, deren Barcodes mit Datenbanken abgeglichen werden und viel, viel Polizei erstaunen mich. Aber als ich eintrete zeigt sich warum: eine geschlossene Gesellschaft, in Anzügen und Abendkleidern, nur vereinzelt jemand der legère gekleidet ist. Naja, ich stell mich trotzdem erstmal beim Essen an und schlürf zusammen mit Gustavo ein wenig Wein.</p>
<p style="text-align: left;">Wenig später bietet sich mir dann die Möglichkeit Michelle, die amtierende Schönheitskönigin &#8220;Miss Colombia&#8221; kennenzulernen und ein Foto mit ihr zu schießen. Und so unterhalten wir uns noch mit ein paar weiteren Gästen bis es um 23 Uhr ab ins Bett geht, ist ja schließlich Donnerstag.<br />
 Am Freitag (gestern) geht&#8217;s dann weiter mit dem Kongress. Abends mache ich mich auf den Weg dahin, wo die Standcrew schon in lustiger Runde mit Bier der Marke Club Colombia feiert. Glücklicherweise möchte Melissa, eine der Hostessen, ihr noch geschlossenes Bier nicht, so dass ich es leeren kann&#8230; Es wird viel geredet gelacht, ein wenig getanzt und ein paar gute Weine der Gastronomiemesse werden geöffnet und degustiert. Aber auch heute geht es recht zeitig, um 0 Uhr ins Bett, da morgen der nächste Kongresstag wartet.</p>
<p style="text-align: left;">Heute sollte es dann weitergehen mit der Präsentation der Projekte &#8220;Organischer Kaffee&#8221; oder auch &#8220;Café de Caficultores mujeres&#8221;, was eine Assoziation von weiblichen Kaffeebauern ist, die sich zusammengeschlossen haben, um ihre Belange besser durchsetzen zu können. Dabei ist unter anderem auch die Schönheitskönigin der hiesigen Provinz, Senorita Cauca, oder auch Karen, die ordentlich Werbung für den Kaffee der Region macht. Da das ganze von Caracol, einem der größten Fernsehsender Kolumbiens, gefilmt wird lerne ich in diesem Zuge Pilar Schmitt, Tochter eines deutschen Vaters ;), kennen. Nachdem wir uns gemeinsam haben fotografieren lassen, erfahre ich dann auch, wer sie ist: Eine bekannte Reporterin von Caracol, die überall im Land bekannt ist. Naja, ein wenig peinlich ist es schon, dass ich sie nicht kenne, aber da ich nie Fernsehen gucke&#8230; Mal schauen, ob wir dann in Bogotá, wo sie wohnt, Kontakt haben werden oder nicht.</p>
<p style="text-align: left;">So, das wars für heute, eine Nacht des Tanzes steht vor der Tür, wahrscheinlich geht&#8217;s ins Millenio.</p>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 02:58:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p style="text-align: left;">Nachdem die letzten Wochen nicht allzuviel hier in Popayán passiert ist, stand am letzten Wochenende ein kleiner Ausflug nach Medellín an: Am Donnerstag morgen stehe ich daher um 5 Uhr auf, da um 6 Uhr Treffpunkt bei Gustavo sein soll. Gustavo hat unsere Spritztour organisiert und zu acht wollen wir Medellín anläßlich der alljährlichen Feria de las Flores (übersetzt heißt das Blumenmesse), dem größten Volksfest des Jahres in Medellín, heimsuchen.</p>
<p style="text-align: left;">Als ich bei Gustavo, der nur 3 min. entfernt von mir wohnt, ankomme sind schon die beiden Mädels der Gruppe dort und gemeinsam warten wir, einen Cafe Tinto schlürfend darauf, dass der angeheuerte Wagen samt Fahrer auftaucht. Das tut er auch ungefähr 2 Stunden später, was nach kolumbianischer Zeitrechnung zwar nicht pünktlich, aber noch erträglich ist. Die Koffer runterschleppend darf ich dann einen ersten Eindruck von unserem Gefährt gewinnen: Ein Kia Kombi mit 9 Sitzen&#8230;ich hatte mir eigentlich einen Kleinbus erhofft, aber der Preis war wohl zu gut, um nicht diesen Wagen zu nehmen.</p>
<p style="text-align: left;">Wir sammeln also die anderen nach und nach ein und verlassen Popayán gegen 8:30 Uhr in sportlichem Tempo, abenteuerliche Überholmanöver inbegriffen. Für die Fahrt sind ca. 12 Stunden anzusetzen, was in diesem kleinen Wagen wohl noch interessant werden wird. Auf der anderen Seite bin ich ja seitdem ich in Südamerika bin durchaus einiges an Reisezeiten gewöhnt, mit einem Rekord von 26 Stunden im Bus von Ipiales nach Bogotá.</p>
<p style="text-align: left;">Beim ersten Halt wird dann auch der Grundstock für ein immer wiederkehrendes Ritual der Autopflege gelegt, das Kühlwasser (ja, es ist wirklich Wasser, keine Kühlflüssigkeit) muss nachgefüllt werden. Weiter geht&#8217;s, an Cali vorbei, ab in die Zona Cafetera um Manizales und Armenia. An Pereira vorbei, wo eindrucksvolle Kaffeeplantagen die Straße säumen hin Richtung Medellín, das wir gegen 20 Uhr erreichen.</p>
<p style="text-align: left;">Dort erwartet uns ein Apartment im Stadtteil Laureles, das allerdings nur für 7 Personen ausgestattet ist. Da Gustavo Familie in Medellín hat, schläft er dann halt dort, die Mädels Angela und Sandra nehmen sich das einzige Zimmer mit eigenem Bad und der Rest teilt sich auf Wohnzimmer und zweites Schlafzimmer auf.</p>
<p style="text-align: left;">Abends geht&#8217;s dann noch auf einen Improvisations-Gesangs-Wettbewerb im Rahmen der Feria de las Flores, wo sich jeweils zwei Kombatanten ein Frage-Antwort Duell singend liefern. Ziemlich langweilig für mich, da ich im Grunde nichts verstehe &#8211; zuviele Wörter sind mir unbekannt, da straßenkolumbianisch.</p>
<p style="text-align: left;">Am nächsten Morgen stehen wir dann gegen 8 Uhr auf und machen uns auf den Weg in die Umgebung Medellíns: Las Palmas und Rio Negro erwarten uns, leider aber kein genießbares Frühstück, da ich morgens um neun wirklich kein fettiges, warmes Essen à la Mittagessen (Comida corriente) verdrücken kann. Also kauf ich kurz nen Joghurt und hoffe auf das Mittagessen.</p>
<p style="text-align: left;">Nachdem wir in Las Palmas und Rio Negro die Handwerksläden besucht haben und ein wenig die Städte angeschaut haben, essen wir kurz zu Mittag und dann geht&#8217;s auch schon schnell wieder zurück ins 20km entfernte Medellín, wo die Hauptparade ansteht: Der &#8220;Desfiles de los silleteros&#8221; (oder so ähnlich).</p>
<p style="text-align: left;">Das ganze ist verblüffend: Überall werden natürlich auf der Straße Ponchos und Hüte verkauft, unerlässliche Accessoires des loyalen Paisas, sprich Ureinwohners der Region Antioquía, in der sich Medellín befindet. Auch Getränkeverkäufer (&#8220;Cerveza, Cerveza, Cerveza&#8230;&#8221;) sind niemals weit, öffentliche Toiletten dafür nicht-existent. Zum Glück gibt es aber ein Restaurant in der Nähe, wo ich dann auch gerne hin bin. Während vor Beginn der Parade die Massen noch einigermaßen ruhig sind, glücklich auf ihren angemieteten Stühlen über die Köpfe der vorderen Reihen blicken oder für viel Geld auf einer Tribüne einen VIP-Platz gefunden haben, Merchandising Teams der Biermarke Pilsen Riesenflaschen und T-Shirts verteilen (Ja, ich hab eins!) und die Hutverkäufer einen übers Ohr hauen wollen (statt 50000 hab ich dann doch nur 20000 gezahlt&#8230;) , Uralt-Kampfflugzeuge in Formation über die Köpfe donnern und ein Militärhubschrauber Blüten über die Menschenmengen verstreut ändert sich das ganze schlagartig als die Parade losgeht: Es entsteht ein Gedränge und Geschiebe als ob Michael Jackson überraschenderweise doch noch einen Auftritt geben will, und das alles nur wegen ein paar Leuten, die Blumenkränze umhertragen. Die sind allerdings auch sehr schön anzuschauen. Nach einer halben Stunde wird mir das jedenfalls zu blöd und ich setz mich, ein Bier genießend ein paar Reihen hinter den fanatischen Blumenmädchen und -jungen zu den anderen, die auch schon genug Körperkontakt gefühlt haben.</p>
<p style="text-align: left;">Als wir danach erschöpft ins Apartment zurückkommen um uns &#8220;kurz&#8221; auszuruhen war&#8217;s das auch schon &#8211; irgendwie hat zu meinem großen Bedauern keiner mehr Lust, sich in das freitägliche Nachtleben Medellíns zu stürzen, weder die Leute mit denen ich in Medellín bin, noch die Bekannten, die ich dann anrufe und die mir dann versprechen, dass wir uns am Samstag sehen würden.</p>
<p style="text-align: left;">Der Samstag beginnt wieder früh, diesmal steht eine Tour ins Zentrum, zum Museum Botero und zu den Seilbahnen an: Die Stadt Medellín hat im Rahmen der Integration der sozial schwachen Randgebiete auf den Hügeln Seilbahnen gebaut, die den Bewohnern nun seit 2004 bzw. 2006 ermöglichen, die Innenstadt in endlicher Zeit zu erreichen und somit auch dort Arbeit anzunehmen. Soweit mir bekannt ist, ist das ganze so erfolgreich, dass die Slums wesentlich sicherer geworden sind und insgesamt eine Verbesserung der Lage eingetreten ist.  Caracas in Venezuela kopiert das Modell jedenfalls jetzt. Dennoch ist aus den Liften zu sehen, in welch ärmlichen Verhältnissen manche Bewohner der Stadt leben müssen &#8211; einfachste Hütten, deren Dächer mit Steinen beschwert und damit fixiert sind, ohne Strom (oder mit illegal abgezapftem Strom aus nem Mast), keine Straßen, und ein Abwassersystem kann ich mir schwerlich dort vorstellen.</p>
<p style="text-align: left;">Später am Tag schauen wir uns dann den &#8220;Desfiles de los carros antiguos y históricos&#8221; (oder so ähnlich) an, eine Autoparade, bei der die meisten Autos allerdings weder alt, noch historisch sind und wo die Automarken dick Werbung machen. Als Auflockerung haben sich manche, z.B. Pilsen, Wagen mit Aufbauten organisiert, wo laut Musik aus den Boxen dröhnt und Tänzerinnen sehenswert ihre Tanzkünste präsentieren. Wir überleben das ganze unbeschadet trotz der Pferde-Polizeistreife hinter uns, deren bockiges Pferd im Takt durch die Gegend tanzt, und während sich die anderen zum Shoppen aufmachen, lass ich mich in Poblado, einem anderen Stadtteil Medellíns absetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Dort will ich mit Marián treffen, der Spanierin, die mich während meines ersten Aufenthaltes in Medellín ins Krankenhaus begleitet hatte. Da die Avenida Las Vegas leider gesperrt ist, bleibt mir nichts anderes übrig, als den Weg zu ihrer Wohnung zu Fuß zu suchen und zu beschreiten, was sage und schreibe 40min. dauert.</p>
<p style="text-align: left;">Als wir uns dann endlich treffen, machen wir uns zunächst ein weiteres Mal auf den Weg zur Clinica Las Vegas, da diese trotz sicherlich 20-30 Anrufen sich nicht in der Lage gesehen hatte, die Resultate meines Dengue-Antikörpertests zu faxen, per E-Mail zu schicken oder telefonisch durchzugeben. Dort angekommen habe ich nach 5 min. die Ergebnisse in der Hand und darf mich freuen: Trotz der damaligen Beteuerungen zweier Ärzte, es sei zu 95% Dengue und dass ich den Test gar nicht brauche, zeigt der Antikörpertest, dass ich Dengue-Negativ bin, also gar kein Dengue-Fieber hatte&#8230;</p>
<p style="text-align: left;">Von der Klinik machen wir uns dann auf den Weg zur Zona Rosa, DER Parteimeile Medellíns um uns über die vergangenen zwei Monate, die wir uns nicht gesehen haben, auszutauschen und ein wenig was zu trinken. Zwischendurch werde ich immer wieder von Gustavo angerufen, ob ich ein Ticket für das Vallenato-Konzert wolle und wann ich denn käme&#8230; Der Plan, ein wenig was zu trinken wird jedenfalls von unserer ersten Station in der Zona Rosa durchkreuzt: Ich bestelle einen Passionsfrucht-Caipirinha und bekomme drei &#8211; Happy Hour Aktion, da wehre ich mich dann auch nicht :). Später gehen wir dann noch woanders hin und gegen 23:30 Uhr mache ich mich dann, nachdem ich Marián bei sich zu Hause abgeliefert habe, auf den Weg zur &#8220;Carpa Cabarete&#8221;, einem Festzelt, wo ein Vallenato Konzert mit einigen der bekanntesten Interpreten Kolumbiens stattfindet (Ohhhhhhh, me gusta, me gusta, &#8230;). Nach gefühlten 200 Anrufen nimmt dann auch einer meiner Mitreisenden das Telefongespräch an, so dass sie mich vom Eingang abholen können. Beim Konzert geht es noch lustig mit Tanz und Trank zu, bis wir dann um 4 Uhr morgens wieder im Apartment sind.</p>
<p style="text-align: left;">Der nächste Tag steht im Zeichen der Rückfahrt: Um 9 Uhr stehen wir auf, frühstücken und gegen 12 Uhr wollen wir dann los. So der Plan. Leider muss das Auto erstmal repariert werden, da der Motorlüfter / Ventilator seinen Geist aufgegeben hat. Nach 2 Stunden ist die Reparatur dann getan und unser Fahrer gibt alles, um die verlorengegangene Zeit wieder aufzuholen. Worauf ich gerne verzichtet hätte&#8230; Nach 2 Beinahe-Unfällen beruhigt er sich und seinen Fahrstil und es geht ein wenig gemächlicher weiter, bis wir gegen 20 Uhr im Stau stecken bleiben: Vollsperrung der Straße zwischen Pereira und Cali wegen eines Unfalls. Zwei jugendliche Motorradfahrerinnen sind wohl des nächtens ohne Licht gefahren, wurden von einem Autofahrer nicht gesehen und jetzt gibt es 3 Tote mehr. Nach 2 Stunden des Wartens in Moskito-Central ist das Moskitofestmahl dann aber vorbei und wir können weiterfahren.</p>
<p style="text-align: left;">Popayán erreichen wir um 3:30 Uhr morgens nach 15 1/2 Stunden Fahrt.</p>
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		<title>In Popayán</title>
		<link>http://doetsch.info/2009/07/26/in-popayan/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 00:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[  Ich bin jetzt die zweite Woche in Popayán, wo ich mich tagsüber damit vergnüge der Kooperative hier mit ihren Prozessen und Systemen zu helfen. Abends geht&#8217;s dann entweder ein Bierchen trinken oder schlafen. Gestern habe ich dann auch endlich mal meine touristischen Pflichten erfüllt und Photos geschossen. Verwandte Artikel: Bilder der Busfahrt über den [...]
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<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;">Ich bin jetzt die zweite Woche in Popayán, wo ich mich tagsüber damit vergnüge der Kooperative hier mit ihren Prozessen und Systemen zu helfen. Abends geht&#8217;s dann entweder ein Bierchen trinken oder schlafen. Gestern habe ich dann auch endlich mal meine touristischen Pflichten erfüllt und Photos geschossen.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px;"><code>				<div id="gallery-deb5b8a0" class="flickr-gallery photoset">
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		<title>Unabhängigkeitstag</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 16:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute ist der Unabhängigkeitstag in Kolumbien, an dem die Befreiung Kolumbiens durch Simon Bólivar zelebriert wird. Vor dem Haus der Familie wo ich wohne ist schon die kolumbianische Flagge gehisst, und die Familie ist schon zur eigenen Finca gefahren. Ich werde gleich abgeholt, um den Tag auf einer Finca eines Kollegen hier in der Nähe [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Heute ist der Unabhängigkeitstag in Kolumbien, an dem die Befreiung Kolumbiens durch Simon Bólivar zelebriert wird. Vor dem Haus der Familie wo ich wohne ist schon die kolumbianische Flagge gehisst, und die Familie ist schon zur eigenen Finca gefahren.</p>
<p style="text-align: left;">Ich werde gleich abgeholt, um den Tag auf einer Finca eines Kollegen hier in der Nähe zu verbringen, heute Abend werde ich wohl noch mit anderen Kollegen ein Bierchen trinken.</p>
<p style="text-align: left;">Und morgen geht&#8217;s dann wieder zu Caucicafé zur Freiwilligenarbeit&#8230;</p>
<p style="text-align: left;">Viva Colombia!</p>
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		<title>Schon zwei Wochen?</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 18:43:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wow, schon zwei Wochen, seit ich das letzte Mal was geschrieben habe. Also muss ich wohl aufholen&#8230; Galapagos nach Española habe ich das Schiff gewechselt: Zu wenig Passagiere auf dem alten und somit durfte ich auf ein luxurioeseres Schiff wechseln. Dort traf ich dann viele nette Leute in meinem Alter und die letzten vier Tage [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, schon zwei Wochen, seit ich das letzte Mal was geschrieben habe. Also muss ich wohl aufholen&#8230;  <strong></strong></p>
<p><strong>Galapagos</strong></p>
<p>nach Española habe ich das Schiff gewechselt: Zu wenig Passagiere auf dem alten und somit durfte ich auf ein luxurioeseres Schiff wechseln. Dort traf ich dann viele nette Leute in meinem Alter und die letzten vier Tage auf den Galapagos vergingen wie im Flug. Wir steuerten noch North Seymour, Genovesa, Bartholomé, Isla Lobos, Isla Rabida und Kicker Rock an, wo nochmal viele Seeloewen, Voegel und Pinguine warteten. Die Photos koennt Ihr Euch wie ueblich unter Photos anschauen.</p>
<p><strong>Quito</strong></p>
<p>Danach ging&#8217;s kurz zurueck nach Quito und von da aus per Bus zur ecuadorianisch-kolumbianischen Grenze. Nach 7 Stunden Fahrt holte mir mein 90-Tage Visum fuer Kolumbien und uebernachtete in der kolumbianischen Grenzstadt Ipiales, wo ich mit zwei Englaendern, Rory und Faye noch ein Bierchen trinken ging. Am naechsten hiess es dann um 6 Uhr aufstehen, um einen Bus nach Bogotá zu nehmen.</p>
<p><strong>Bogotá</strong></p>
<p>Der Bus nach Bogotá benoetigte schlappe 26 Stunden, nach denen ich geraedert im Hostel &#8220;Posada del Sol&#8221;, dem mir schon wohlbekannten Hostel im Stadtteil &#8220;La Candelaria&#8221; eincheckte. Wie sich herausstellte, sollte ich eine knappe Woche Zeit haben, die aber wie im Flug verging: Einladungen zu Abschieds- und Geburtstagsfeiern, zu Onces (Spaetnachmittag bis Abend) und abendliches Weggehen liessen keine Zeit fuer anderes &#8211; nebenbei importierte dann auch noch eine Japanerin eine kleine Erkaeltung aus Argentinien, die mich mehr oder weniger im Bett hielt. Leider habe ich es aufgrund der vielen anderweitigen Aktivitaeten wieder nicht geschafft, nach Zipaquirá oder Guatavita zu fahren&#8230;</p>
<p><strong>Popayan</strong></p>
<p>Seit gestern bin ich nun in Popayan. Ein Billigflieger ersparte mir die 12-16 Stunden Fahrt von Bogotá hierher, so dass ich morgens direkt vom Flughafen zu Caucicafe fuhr, der hiesigen Kaffee-Operative, denen ich als Freiwilliger helfe. Die Kooperativen wurden gegruendet, um den Kaffee-Kleinbauern zu fairen Kaffeepreisen zu verhelfen und sie sozial zu unterstuetzen: So bietet Caucicafe z.B. eine kostenlose zahnaerztliche Versorgung der Familien mittels mobiler Wagen an. Untergekommen bin ich bei einer Familie in Popayan, die so etwas wie eine Finca am Rande des Stadtkerns haben. Wunderschoenes Gebaeude, allerdings kein Internet, bis mein mobiles Internet (Telefonica) funktioniert. Zur Zeit bekommen sie es einfach nicht gebacken.</p>
<p>So, das reicht erstmal, ich werde Bogotá allerdings vermissen. Ist schon zu einer zweiten Heimat geworden :). Zu viele nette Leute, ich kehre bestimmt mal fuer ein Wochenende zurueck&#8230; auf jeden Fall fuer den Flug nach Peru/Chile, die Busse in Ecuador sind echt nicht schoen, und im Gegensatz zu Kolumbien hatte ich dort nicht das Gefuehl, das mein Gepaeck sicher ist&#8230;</p>
<p>Zur Zeit macht hier gerade jeder Siesta, von 12-14 Uhr passiert hier nicht viel&#8230;</p>
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		<title>Die zweite Juni Woche</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 22:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, hab jetzt seit ein paar Tagen nichts mehr schreiben können, und schon vergess ich die ersten Details. Am Sonntag habe ich nicht mehr viel gemacht, außer noch mit ein paar anderen Slumdog Millionaire zu schauen, aber am Montag ging es dann zum Cerro Montserrat, der von Bogotá aus mit einer Kabinenbahn zu erreichen ist. [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>So, hab jetzt seit ein paar Tagen nichts mehr schreiben können, und schon vergess ich die ersten Details. Am Sonntag habe ich nicht mehr viel gemacht, außer noch mit ein paar anderen Slumdog Millionaire zu schauen, aber am Montag ging es dann zum Cerro Montserrat, der von Bogotá aus mit einer Kabinenbahn zu erreichen ist. Dort oben sind ein paar kirchliche Gebäude und man hat einen schönen Blick auf die Stadt. Abends haben wir dann noch ein paar Bierchen getrunken, Tischtennis im Hostel gespielt und dann bin ich auch schon ins Bett gegangen.</p>
<p>Der Dienstag war dann der letzte Tag in Bogotá, zusammen mit Nathaly habe ich mir noch mal ein paar Ecken von Bogotá angeschaut, in der Candelaria Mittag und Abend gegessen und abends haben wir noch gemütlich mit Danny, dem Hostel-Besitzer, Ed und Neil zusammengesessen &#8211; bis 4 Uhr morgens.</p>
<p>Mein Flug ging dann am Mittwoch morgen los, aufstehen war um 5 Uhr, so dass ich nicht wirklich viel Schlaf bekam. Aber im Flieger konnte ich dann wenigstens 1-2 Stunden schlafen.</p>
<p>In Quito angekommen, hat mich dann Nathalie, eine Ecuadorianerin, die ich aus dem 2006 Peru-Urlaub kenne, abgeholt. Zusammen sind wir zum Hostel gefahren, danach sind wir sofort in eine Kneipe, um das Spiel Ecuador-Argentinien zu sehen. So verrücktes Feiern nach einem Sieg habe ich noch nie gesehen&#8230; Es kamen dann noch ein paar Freunde von Nathalie dazu, aber gegen 23 Uhr bin ich dann halb-tot ins Bett gefallen.</p>
<p>Am nächsten Tag haben Nathalie und ich dann ca. 10 Reisebüros besucht, um ein gutes Angebot für die Galapagos Inseln zu finden &#8211; am 21.06.09 geht es für 8 Tage auf eine Bootsfahrt (Touristenklasse). Da alle von den Galapagos-Inseln schwärmen, bin ich sehr gespannt. Das ganze ist sehr teuer, aber man macht es auch nur einmal im Leben&#8230;</p>
<p>Abends sind wir dann noch ausgegangen, zusammen mit Chris, einem Amerikaner, den wir im Hostel getroffen haben.</p>
<p>Am Freitag musste Nathalie dann arbeiten (sie ist Touristenführer), aber Chris und ich sind dann zu zwei Museen in Quito gefahren, die Werke des Künstlers Guayasamin ausstellen. Sehr beeindruckende Kunstwerke!</p>
<p>Samstag stand dann eine Führung durch die Altstadt von Quito auf dem Programm, mit Besuch der Kirche &#8220;La Compañia de Jésus&#8221; der Jesuiten: Eine kuenstlerisch beeindruckende Kirche, wo man sich allerdings nachdem man sich von dem Gold- und Prunkschock erholt hat fragt, wie diese Kirche bei der Armut moeglich sein konnte. Ausbeutung der indigenen Bevoelkerung ist wahrscheinlich die Antwort&#8230;</p>
<p>Spaeter sind Nathalie und ich noch zu einem Fussballspiel gegangen (Deportivo Quito vs. Liga Quito), das leider 1:1 ausging.</p>
<p>Heute waren wir dann 6 Stunden wandern, bis auf 4700m auf den Gipfel eines der Hausberge in Quito&#8230; Beeindruckende Landschaft, aber atmen kann man auf der Hoehe kaum. Gluecklicherweise gibt es einen Lift, der einen schonmal auf 4100m bringt.</p>
<p>Neue Photos sollten auch bald verfuegbar sein, allerdings werde ich in der naechsten Woche wohl gar kein Internet haben, da ich Wandern gehe&#8230;</p>
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		<title>De noche en Bogotá &#8211; des Nächtens in Bogotá</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 18:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und wiedereinmal bricht Nacht herein über Bogotá, es ist Samstag und die Bars, Diskotheken und Bars beginnen ihre Pforten für die Massen an Feierhungrigen zu öffnen. Zusammen mit einem Schweizer (Benoit) und zwei Kolumbianerinnen (Nathaly und Viviana) machen wir uns per Taxi auf den Weg zum Teatrón, wo schon fünf weitere Bekannte warten: Zwei Engländer, [...]
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<p>Und wiedereinmal bricht Nacht herein über Bogotá, es ist Samstag und die Bars, Diskotheken und Bars beginnen ihre Pforten für die Massen an Feierhungrigen zu öffnen.</p>
<p>Zusammen mit einem Schweizer (Benoit) und zwei Kolumbianerinnen (Nathaly und Viviana) machen wir uns per Taxi auf den Weg zum Teatrón, wo schon fünf weitere Bekannte warten: Zwei Engländer, eine Irin aus dem Hostel sowie eine kolumbianische Freundin von Louisa, der Irin. Weiterhin Alejandro, ein spanischer Freund Louisas aus Barcelona.</p>
<p>Als wir ankommen, sehen wir vor jedem der vielen Clubs lange Schlangen. Auf den letzten Metern zum Teatrón treffen wir dann zufällig auf Freunde von Benoit, der uns daraufhin verlässt und mit den anderen Feiern geht. Auch das Teatrón weist eine lange Schlange auf, in der wir glücklicherweise Ed, Neil und Olivia, die beiden Engländer sehen, was uns noch längere Wartezeiten erspart. Nach 30 min. des Wartens und einer kleinen Schlägerei zwischen einem ungeduldigen Gast und dem Sicherheitspersonal können wir endlich eintreten &#8211; natürlich erst nach einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung auf Waffen. Für 8 € Eintritt sind alle Getränke inklusive, daher erhält jeder Gast einen hässlichen Plastikbecher.</p>
<p>Drinnen ist es brechend voll, mit deutlichem Männerüberschuss, da der Club, wie wir lernen, von vielen Homosexuellen frequentiert wird. Noch bevor wir unsere Sachen an der Garderobe abgeben können, stehen aufeinmal Louisa und Alejandro vor uns, so dass nun alle versammelt sind.</p>
<p>Da Olivia mir und Nathaly unsere Sachen abnimmt verschwinden Nathaly und ich kurz auf eine Tanzfläche, woraufhin wir die anderen später für 1h nicht mehr wiederfinden können. Schließlich finden sie uns&#8230; Zwischendurch findet dann eine Bühnenshow von Transvestiten statt, das Publikum tobt. Gegen 3 Uhr morgens geht auf einmal die Musik aus, da das Gesetz dies vorsieht. Louisa, Alejandro und Olivia sind nicht aufzufinden, die Auf- und Abgänge vor den Garderoben überfüllt und für Nathaly und mich ist es nicht möglich, an unsere in der Garderobe abgegebenen Sachen zu kommen.</p>
<p>Während wir auf die anderen (vergeblich) warten, lernen wir ein paar weitere Gäste des Teatróns kennen und verlassen schließlich, ohne die anderen zu finden, das Teatrón. Die drei neu kennengelernten Gäste überreden uns, mit ihnen noch in der Wohnung eines der 3 weiterzufeiern, und so machen wir uns, ohne zu Wissen was uns erwartet, mit zwei Taxis auf den Weg zu dem Apartment, noch weiter im Norden der Stadt  gelegen.</p>
<p>Als wir ankommen, werden wir von der Gebäudesicherheit eingelassen und feiern noch im Apartment weiter, Musik aus dem Notebook kommend. Um 5:30 Uhr, nach viel Tanz und Spaß, ist Sonnenaufgang und anderthalb Stunden nachdem sich die Sonne wieder am Himmel zeigt, befindet sich dann Viviana schlafend auf dem Sofa, Ed ebenso, und der Rest von uns entscheidet sich, die beiden aufzuwecken, um eine Taxifahrt zurück zum Hostel zu machen.</p>
<p>Die Taxifahrt ist furchterregend wie üblich: Rote Ampeln werden grundsätzlich nur als farbliches Spektakel angesehen, Kurven auch an Hängen geschnitten, aber da die Straßen leer sind passieren wir schon bald die Basisstation der Kabinenbahn zum Besuch von Montserrat und gegen viertel vor Acht hält das Taxi vor dem Hostel &#8211; eine halbe Stunde Fahrt für 4 €.</p>
<p>Während Ed und Neil noch einen Kaffee im Viertel trinken gehen, geht der Rest ins Bett &#8211; um spätnachmittags erst wieder zu neuem Leben zu erwachen. Nathaly und ich stellen zu unserer Freude fest, dass Louisa unsere Sachen aus der Garderobe mitgebracht hat, auch wenn anscheinend jemand die Toilette mit der Garderobe verwechselt hat &#8211; sie wandern direkt in die Wäsche&#8230;</p>
<p>Und Benoit? Am nächsten Morgen lernen wir telefonisch, dass er im Krankenhaus ist: Eine Erkrankung hat zugeschlagen, die mit der Nacht nichts zu tun hat&#8230;</p>
<p>In der Erinnerung verbleibt eine durchfeierte kolumbianische Nacht, die nur schwer zu übertreffen ist &#8211; und es hat sich wiedereinmal gezeigt, dass man manchmal einfach dem Gefühl trauen und offen gegenüber Unbekannten sein sollte, da dies unvergessliche Erlebnisse ermöglicht.</p>
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		<title>Freiwilligenarbeit in Popayan</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 23:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich mich heute mit jemandem hier in Bogotá getroffen habe, der für die Kaffee-Cooperativas arbeitet, weiß ich jetzt, wo ich meine erste Freiwilligenarbeit vornehmen werde: In der Nähe von Popayan, hier in Kolumbien werde ich der dortigen Cooperativa helfen, auf einer Finca wohnen und für 8 Wochen als Freiwilliger das Kaffeegeschäft erleben dürfen. Bin [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich mich heute mit jemandem hier in Bogotá getroffen habe, der für die Kaffee-Cooperativas arbeitet, weiß ich jetzt, wo ich meine erste Freiwilligenarbeit vornehmen werde: In der Nähe von Popayan, hier in Kolumbien werde ich der dortigen Cooperativa helfen, auf einer Finca wohnen und für 8 Wochen als Freiwilliger das Kaffeegeschäft erleben dürfen. Bin schon sehr gespannt!</p>
<p>Ich plane, nächste Woche nach Quito zu fliegen und dann ein wenig Ecuador zu bereisen. Ob ich auf die Galápagos Inseln fliege weiß ich noch nicht, da die Kosten wohl sehr hoch sind. Auf der anderen Seite wäre es eine Sünde, dort bei einem Ecuador-Besuch nicht hinzufahren.</p>
<p>Den Rückweg nach Kolumbien würde ich dann per Bus antreten, da Popayan nicht sooooo weit von Ecuador entfernt ist.</p>
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		<title>2 Tage Medellín</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 13:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p>Nachdem ich ja die ersten Tage in Medellín wegen Dengue nichts machen konnte, und somit auch das Wochenende verpasst hatte, ist in den letzten beiden Tagen das Fieber verschwunden, lediglich ein Husten plagt mich noch.</p>
<p>Kurz vor meinem zweiten Krankenhausbesuch hatte ich vier Deutsche kennengelernt, von denen einer ähnliche Symptome wie ich aufzeigte. Somit sind wir dann zusammen ins Krankenhaus gegangen, wo ich dann dolmetschen durfte, da die anderen kein Spanisch können. In Jens&#8217; Fall war es allerdings kein Dengue, sondern eine ganz normale Mandelentzündung&#8230;</p>
<p>Am nächsten Tag treffen wir uns dann zusammen mit einer Amerikanerin, um uns die Stadt ein wenig anzuschauen und fahren mit der Metro erstmal in Richtung Santo Domingo, einem Hügel, der über eine Seilbahn zu erreichen ist. In der Kabine sitzt dann noch ein Priester, der uns vor dem Viertel warnt, später hören wir allerdings noch von anderen Kolumbianern, dass diese Warnung inzwischen nicht mehr gerechtfertigt ist &#8211; vor ein paar Jahren war es dort wohl recht gefährlich.</p>
<p>Auf der Bahnrückfahrt sind wir der Mittelpunkt des Geschehens im Abteil, und wir erfahren, dass abends noch ein Fußballspiel ist: Envigado Medellín gegen Cali. Also machen wir uns auf den Weg dorthin, kaufen Tickets durch den Stadionzaun und gehen dann rein.</p>
<p>Dort werden wir erstmal von Caracol TV in Empfang genommen, die mich interviewen. Leider verstehe ich nicht allzuviele der Fragen&#8230; Hinterher geht&#8217;s zu den Plätzen, aber vorher werden wir noch ausführlich von der Polizei durchsucht, unter bohrenden Fragen, für welche Mannschaft wir denn seien.</p>
<p>A propos Polizei: Pferdetruppen, Hundetruppen, stark gepanzerte Truppen, weiß gekleidete Polizistinnen, die Werbung für die Polizei machen &#8211; die Absicherung des Spiels wird hier anscheinend sehr ernst genommen.</p>
<p>Das Fußballspiel ist ein Playoff-Spiel im Rahmen der kolumbianischen Meisterschaft (Copa Mustang) und im Vergleich zu Deutschland ungefähr auf Regionalliga-Niveau. Die Torhüter können keine Abschläge, die Verteidiger treten häufiger mal neben den Ball und es gibt zwei rote Karten, aber keine Tore.</p>
<p>Als das Spiel zuende ist schnappen wir uns ein Taxi und fahren nach Hause, später geht&#8217;s noch in die Zona Rosa, um dort etwas zu essen.</p>
<p>Am nächsten Tag dann, gestern, geht es mir ebenfalls gut, so dass wir ein weiteres Mal in die Stadt fahren. Erst in eine Mall, wo ich mir eigentlich eine Canon SX200IS Kamera kaufen möchte, meine Kreditkarte aber nicht funktioniert. Ich hoffe nur, die DKB hat sie nicht wegen Auslandseinsatz gesperrt&#8230;</p>
<p>Danach beschließen wir, uns mal die örtliche Universität anzuschauen. Nachdem wir uns an der Universitätssicherheit vorbeigeredet haben, sind wir auf dem Campus der Universidad de Antioquia, wo wir uns erstmal umschauen. Aus Spaß lassen wir uns mal erklären, wo die Fakultät für Sprachwissenschaften ist und setzen uns mit Zustimmung der Professorin in ein Französisch Seminar. Unser Eindruck ist allerdings, dass das Niveau nicht all zu hoch ist. Die Professorin hört auf, mit uns Französisch zu sprechen, als sie merkt, dass wir tatsächlich ein wenig Französisch können, und die Studenten sprechen keinen einzigen Satz Französisch in der gesamten Vorlesungszeit.</p>
<p>Danach habe ich dann nur noch die Sachen gepackt, Tschüss gesagt und bin in den Bus nach Bogotá gestiegen, wo ich jetzt wieder bin.</p>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 14:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Cartagena" href="http://www.flickr.com/photos/99491628@N00/368329757/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/170/368329757_85c5c7ce71_m.jpg" border="0" alt="Cartagena" /></a><br />
 <small><a title="Attribution-NonCommercial License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="juanpg" href="http://www.flickr.com/photos/99491628@N00/368329757/" target="_blank">juanpg</a></small></p>
<p>Seit Montag Nachmittag bin ich in Mompós. Um 5:17 Uhr hieß es aufstehen, um 6 Uhr sollte mein Taxi mich zum Busbahnhof bringen, der ca. 45 min. außerhalb von Cartagena liegt.</p>
<p>Cartagena ist anders als ich es mir vorgestellt hätte, aber vielleicht liegt dies auch am Hostel. Das Cartagena Art Hostel wird dominiert von Reisenden, die zum Feiern hier sind. Die wenigstens schauen sich die Sehenswürdigkeiten an, einige fahren jedoch zum Playa Blanca, den hiesigen schönen Karibikstrand, der mich allerdings nicht besonders interessiert hat.</p>
<p>Die überwältigende Mehrzahl der Touristen konsumiert alle 1-2 Tage Kokain, wodurch sie, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht, direkt kolumbianisches Blut an den Fingern haben: Das hiesig angebaute Kokain dient der Finanzierung paramilitärischer Gruppen, die gegen den kolumbianischen Staat kämpfen. Aus diesem Grund kann ich auch im Stadtteil Gethsemaní kaum 10m gehen, ohne angesprochen zu werden, ob ich nicht Kokain kaufen oder eine Prostituierte frequentieren wolle.</p>
<p>Die Altstadt Cartagenas hingegen ist beeindruckend: liebevoll restaurierte Häuser aus der Zeit der spanischen Conquista, die Festung San Felipe und die Stadtmauer sind zurecht der Stolz vieler Kolumbianer. Der Preis dafür ist, dass man das wahre, kolumbianische Gesicht Cartagenas nur schwer kennenlernt. Somit war mein vielleicht interessantestes Gespräch in Cartagena mit einem Eisverkäufer, der mir ursprünglich ein Eis verkaufen wollte, mit dem ich dann aber ins Gespräch kam und ein paar hundert Meter zusammen die Straße runtergelaufen bin.</p>
<p>Also bin ich froh, Cartagena, und damit den Gringo Trail, am Montag morgen hinter mir lassen zu können, um den einzigen Direktbus des Tages Richtung Mompós zu nehmen. Die Busfahrt erfolgt durch grüne Hügel, einsame Dörfer hin nach Magangué, einer Stadt in der Nähe von Mompós. Hier versucht der Busfahrer, weitere 20000 Pesos von mir zu kassieren, aber nachdem ich ihm noch mal mein Ticket gezeigt habe, wo deutlich Mompós draufsteht, gibt er auf&#8230; Von Magangué geht es weiter nach La Bodega, wo wir anhalten, um auf die Insel, auf der Mompós gelegen ist, per Fähre überzusetzen.</p>
<p>Da im Bus nur noch 4 Leute sind, eine Irin, ein kolumbianisches Ehepaar aus Mompós und ich, ist die Gruppe recht überschaubar. Während wir unter dem Dach einer schilfgedeckten Hütte gegrilltes Rindfleisch zu Mittagessen und die Fliegen uns umschwirren unterhalten wir uns mit dem Busfahrer, was allerdings nur schwer möglich ist: Er stammt aus dem hohen Norden Kolumbiens, wo ein nur schwer verständlicher Dialekt gesprochen wird. Irgendwann geben wir beide auf.</p>
<p>Nach ca. 2 Stunden, um 13:30 Uhr beginnt dann endlich das Boarden der Fähre. Während wir auf die Fähre fahren erlege ich noch kurz eine Tigermücke im Bus (die Viecher können Dengue-Fieber übertragen) und dann steht eine Stunde Fährfahrt auf dem Rio Magdalena an.</p>
<p>Am anderen Ufer angekommen geht die Busfahrt weiter. Vorbei an grasenden Schweinen, Eselkarren, Kuhherden auf der Straße und halb-fertigen Häusern, überholt von Motorrädern auf der z.T. sehr schlechten Straße erreichen wir nach ca. 40km Mompós, welches eigentlich Santa Cruz de Mompós heißt. Dennoch benutzt jeder nur Mompós oder alternativ Mompóx.</p>
<p>Mompós ist ein alter kolonialer Handelsstützpunkt in der auch Simon Bolivar viel Zeit verbracht hat. Die Kolonialbauten sind gut erhalten und schön anzusehen, Abends stellen die Einwohner die Stühle vor die Tür, um sich mit ihren Nachbarn oder Freunden zu unterhalten. Autos gibt es kaum, dafür fahren jede Menge Motorräder und -roller umher, streiten sich mit Eselskarren und Rikschas um Platz auf der Straße und versuchen möglichst nah an Fußgängern vorbeizufahren :).</p>
<p>Abends esse ich eine Pizza an einem Straßenstand mit mobilem Gasofen, wo die Pizza frisch zubereitet wird. Am nächsten Morgen steht eine Besichtigung der Stadt an: Es gibt 5 Kirchen und ein paar sehenswerte Kolonialbaute. Auf die Museen verzichten wir, da sie wohl nicht allzu interessant sind. Stattdessen spricht mich auf der Straße ein Mann an, ob ich heute Abend Zeit hätte &#8211; er würde gerne sein Englisch im Gespräch verbessern und ich müsste ja auch Spanisch üben. Danke sehr&#8230; Obwohl ich ihm gar nicht sage, wo wir wohnen, sagt er, dass er versuchen würde, mich heute Abend zu besuchen. Naja, mal schauen, was daraus wird.</p>
<p>Wahrscheinlich bin ich bei so wenigen Touristen auch nicht schwer aufzufinden: Es gibt lediglich ein Hostel, <a href="http://www.lacasaamarillamompos.com" target="_blank">La Casa Amarilla</a>, im Ort, sowie einige Hotels. Das Hostel ist klein aber fein. Sehr sympathische Betreiber versuchen einem alles von den Lippen abzulesen, der Besitzer Richard, ein Engländer, hat viele gute Tipps parat, die Räume und Badezimmer sind sehr sauber, haben Deckenventilatoren und sind leer. Weiterhin gibt es kostenlosen Kaffee und abgekochtes Wasser. Es gibt hier auch noch Luxuszimmer, die laut seiner Aussage die besten Duschen des Landes haben ;-). Da mir aber 100000 Pesos im Vergleich zu 15000 Pesos zu viel sind, nehme ich dann doch ein Bett im Dorm &#8211; es sind ja eh keine anderen Gäste da, so dass ich de facto ein Einzelzimmer habe. Richard beruhigt uns dann noch bezüglich Moskitos: Sie kämen zwar gegen 18:30 Uhr für ne Stunde oder so raus, aber wenn man dann unter nem Ventilator wäre, sei alles gut. Außerdem habe es schon seit 4 Jahren keinen Fall von Dengue gegeben und Malaria gäbe es hier eh nicht.</p>
<p>Wie sehen die nächsten Tage aus: Es geht weiter nach Medellín, wo ich wohl ein paar Tage bleiben werde, und mich mit Laura Zoe, einer Engländerin, die ich aus Bogotá kenne, treffe. Sie arbeitet inzwischen in einem Sozialprojekt in Medellín und wohnt in einem Hostel, wo ich dann hoffentlich auch unterkommen werde.</p>
<p>Nach meinem Zwischenstopp in Medellín steht dann wieder Bogotá auf dem Programm, dann geht&#8217;s kurz in die Zona Cafetera und am 10.6. nehme ich einen Flug nach Quito, Ecuador. Dort will ich mich mit Nathali, einer Bekannten aus Torbens und meinem Peru-Urlaub treffen.</p>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 00:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich sitze gerade am Pool des Art Hostel Cartagena, die Sonne hat sich vom Firmament für heute verabschiedet, Sterne kann man aber trotzdem nicht sehen. Überall hier im Innenhof des Hostels sitzen und liegen Touris rum, größtenteils Engländer, dicht gefolgt von Amerikanern und Australiern. Das Wetter hier ist durchaus sommerlich, wir haben hier kontinuierlich 32°C [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze gerade am Pool des Art Hostel Cartagena, die Sonne hat sich vom Firmament für heute verabschiedet, Sterne kann man aber trotzdem nicht sehen. Überall hier im Innenhof des Hostels sitzen und liegen Touris rum, größtenteils Engländer, dicht gefolgt von Amerikanern und Australiern. Das Wetter hier ist durchaus sommerlich, wir haben hier kontinuierlich 32°C am Tag bei 26°C in der Nacht. Schlafen kann man eigentlich nur dank des Ventilators.</p>
<p>Cartagena ist der Stolz Kolumbiens: Ein liebevoll erhaltenes und restauriertes historisches Zentrum mit eindrucksvollen Festungsanlagen weiß zu beeindrucken, und so ist Cartagena eine dem Tourismus stark zugewandte und angepasste Stadt: Überall Straßenhändler, die ihre Waren an den Touristen bringen wollen. In den Parks bieten Tanzgruppen traditionelle Tänze feil, während die untergehende Sonne die eindrucksvollen Altbauten in unwirklichem Licht erscheinen läßt. Die Festungsanlagen wurden als Reaktion auf Sir Francis Drakes Plünderung der Stadt aus Korallengestein errichtet, insbesondere die Burg San Felipe war nach der Fertigstellung lange Zeit uneinnehmbar.</p>
<p>Bei Nacht stirbt die Altstadt aus: Nachdem wir gestern auf der Dachterrasse den Abend eingeleitet haben, ging es hinterher mit einer Gruppe von 15-20 Leuten in Richtung Altstadt: Ein Fest für die Taxifahrer. Vor dem Ziel, dem hiesigen Café del Mar, bildete sich bei unserer Ankunft schon ein Mini-Stau.</p>
<p>Das Café del Mar scheint seinem Vorbild in Ibiza treu zu sein: In herausragender Lage, inmitten der Festungsanlagen, die einst Admiral Vernon eine schamvolle Niederlage bescherten, gelegen herrscht hier ruhige elektronische Musik, zusammen mit schönem Blick über Teile derAltstadt. Ebenso wie in Ibiza sind die Preise allerdings gesalzen.</p>
<p>Weiter gings sodann zu einem Club namens Mister Barbilla, in den einige der Gruppe nicht reinkamen: Unvorsichtigerweise mit Badeshorts und Flip-Flops bekleidet, wollte der Türsteher sie nicht reinlassen. Somit gingen dann einige nach Hause, andere zogen sich um und wiederum andere kamen problemlos rein, nachdem sie den Eintritt gezahlt hatten. Drinnen durfte ich dann einen Preisschock für Bier erleben: Hamburger Preise, was in Kolumbien sehr, sehr teuer ist.</p>
<p>So tanzten wir ein wenig durch die Nacht und gegen 3:30 Uhr wurde, wie in Kolumbien üblich, die Musik ausgeschaltet und zu Fuß ging es zurück zum Hostel.</p>
<p>Heute habe ich ein wenig die Altstadt angeschaut, morgen plane ich dies aber noch organisiert (mit Buch und Kamera) zu tun, und nicht nur verbunden mit Einkaufen, Mittagessen und anderen Dingen. Am Montag werde ich das Hostel hier verlassen und Richung Mompós reisen, danach geht&#8217;s nach Medellín.</p>
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		<title>Käfersuizid im Dschungel</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 01:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p>Gestern morgen schlafen Krishna und ich aus, dann geht&#8217;s gegen 11 Uhr Richtung Santa Marta: Der Tayrona Nationalpark steht auf dem Programm. In Santa Marta angekommen lassen wir unser Gepäck im Hostel, in dem ich mir für heute Nacht ein Zimmer reserviert habe, und machen uns sodann, nur mit dem nötigsten ausgestattet, auf den Weg zu den Bussen.</p>
<p>Nach ein paar Irrwegen in Santa Marta, die wir zum Kaufen von Früchten und Wasser nutzen, finden wir die Busse auch &#8211; sie stehen nicht an einem Busbahnhof, sondern einfach an der Straßenkreuzung Cra. 11 Clle. 11. Der Helfer des Busfahrers komplimentiert uns rein in das schon etwas ältere Gefährt, aber leider sind nur noch Plätze frei, die senkrecht zum Fahrer direkt an der Windschutzscheibe sind. So richtig wohl fühle ich mich dabei allerdings nicht&#8230;</p>
<p>Nachdem wir ein wenig durch die Straßen Santa Martas gefahren sind, geht&#8217;s aus der Stadt raus auf eine Landstraße. Zwischendurch stehen mal  ein paar Militärs, die darauf achten, dass die Straße nicht geklaut wird, aber ansonsten passiert nicht viel, außer dass der Bus brechend voll wird.</p>
<p>In Tayrona steigen wir dann aus, gehen zum Parkeingang und werden erstmal freundlich aber bestimmt von Polizisten angehalten: Ob wir Drogen oder Waffen in unseren Rucksäcken hätten und wir mögen die Rucksäcke doch bitte mal öffnen. 5 min. später sind die Jungs fertig mit dem Durchstöbern unserer Taschen und weiter geht&#8217;s zur Kasse. Dort dürfen wir die Touri-Eintrittsgebühr von 10 € für ein lustiges gelbes Armband bezahlen, dass uns als zahlende Parkbesucher ausweist.</p>
<p>Wir waren zum Tauchen zwar schon vorher seeseitig im Park, aber somit sind wir nun offiziell als Besucher dort. Leichtsinnigerweise ignoren wir Pferdevermieter und Taxifahrer und machen uns zu Fuß auf den Weg. Somit gehen wir dann erstmal ein paar Stunden durch den Dschungel, nur durch Trinken, Sonnencreme und Insektenspray auftragen unterbrochen. Doch endlich kommen wir dann auch mal an den ersten Strand, an dem leider das Baden verboten ist &#8211; zu starke Strömung, es gab laut Schildern wohl schon mehr als 100 Tote an diesem Strand, insofern lassen wir das Baden dann mal sein.</p>
<p>Weiter geht&#8217;s Richtung Badestrand (Arecife), der eine gute Stunde entfernt ist. Durch Dschungelpfade erreichen wir Arrecife dann auch bald und auch unseren Campingplatz, wo wir übernachten. Dort warten schon ein paar Franzosen auf uns, mit denen wir, nachdem wir sie kennengelernt haben dann bis in die Nacht Karten spielen bzw. Insektenkunde betreiben. Als Übernachtungsmöglichkeiten gibt es Hängematte oder Zelt, aber aufgrund des günstigen Preises für die Zeltmiete entscheiden wir uns fürs Zelt, auch wenn das ziemlich warm ist. Nachdem es ab 23 Uhr nur noch Kerzenlicht gibt, da der Generator abgeschaltet ist, werden wir Zeugen spektakulärer Selbstmordversuche abenteuerlustiger Käfer, Moskitos und anderer Insekten, die nichts besseres zu tun haben, als in die Flammen zu fliegen. Rafael, einer der einheimischen Betreiber des Campingplatzes, versucht noch Élodie, eines der französischen Mädels, von ihrer Insektenphobie zu befreien, indem er ihr die Viecher überall an den Körper setzt, aber danach geht&#8217;s dann auch langsam ins Bett.</p>
<p>Am Morgen entfernen wir dann die neu gefundene Kakerlake aus dem Zelt und machen uns sehr früh, um 7:30 Uhr, auf den Weg zu den schönen Stränden. Und tatsächlich finden wir einen Strand, der nicht benahmst ist, trotzdem sehr schön ist und wo wir erstmal ein morgendliches Bad bei angenehmen 28-30°C Luft- und 26°C Wassertemperatur nehmen. Danach geht&#8217;s dann zu den großen, schönen Karibikstränden.</p>
<p>Dort nehmen wir dann gegen 13 Uhr ein Motorbötchen (45 PS Motor auf 12 Personen&#8230;), dass uns in etwas mehr als 1,5h nach Taganga bringt. In Taganga essen wir dann zu Mittag und fahren dann per Mikrobus nach Santa Marta.</p>
<p>Hier trinken wir noch ein paar Bierchen und dann verabschiedet sich Krishna, er fliegt jetzt über Bogotá nach Hause. Für mich geht&#8217;s morgen nach Cartagena &#8211; ich bin gespannt, die Stadt soll sehr schön, aber auch sehr touristisch sein.</p>
<p>Photos gibt es schon bald, wie übich, <a href="/photos">hier</a>.</p>
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