Beiträge getagged ‘kolumbien’

Und auf einmal ist es Februar

11 Februar 2010
Präsidentenpalast in Bogotá

Präsidentenpalast in Bogotá

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich im Dezember das letzte Mal was geschrieben habe. Dann schauen wir mal, was ich seitdem so erlebt und gemacht habe.

Zunächst kam ich in Bogotá an, wo Nathaly und ich uns auch gleich auf die Suche nach einer Wohnung machten. Nachdem wir zwei Tage durch die ganze Stadt gewandert waren, verschiedenste Apartments und Zimmer angeschaut hatten fanden wir schließlich in der Straße unseres Hostals ein günstiges, möbliertes 3-Zimmer Apartment in einem Altbau kolonialen Stils in der Altstadt, La Candelaria, Bogotás.

Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá

Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá

Im Zuge unserer Wohnungssuche lernten wir auch gleich das verrückte Nachbarhaus kennen, wo allerlei Besucher, Studenten und Leute in unserem Alter sich ein Zimmer mieteten – bis der Hausherr zurückkam und alle Nicht-Kolumbianer rausschmiss. Vorher lernten wir allerdings Ginger, Ashley und Morgan kennen, drei Mädels aus Kalifornien, die inzwischen ein paar Blocks weiter den Berg rauf wohnen.

Die nächsten Tage (und Wochen) verbrachten wir damit, Freunde und Bekannte zu treffen, die Wohnung einzurichten und auf die Montage der Hängematte zu hoffen. Inzwischen sieht sie aus wie ein Geschäft für indigene Kleinkunst…

In unserer Wohnung in der Candelaria

In unserer Wohnung in der Candelari

Und bevor es am Ende des Monats wiedereinmal auf Reisen ging, schrieb Nathaly sich für einen Deutschkurs ein, der immer noch andauert. Nichtsdestotrotz ging es dann gen Norden: Nach San Gil, für 9 Tage über Weihnachten und Silvester. In San Gil kamen wir im Hostel einer Freundin Nathalys unter, dem Casa Monkora, das allerdings im Vergleich zu dem neuesten Mitbewerber, Sam’s V.I.P Hostel, überteuert ist. Abgesehen davon gab es kein warmes Wasser, was aber bei Temperaturen um die 30-32°C kein großes Problem ist.

Barichara, Santander

Barichara, Santander

San Gil ist in der Provinz Santander, welche sich selbstbewusst “Tierra de Aventura”, grob übersetzt Abenteuerland nennt. Dort fuhren wir zum Nationalpark “Parque Nacional de Chicamocha”, der beeindruckende Ausblicke auf den gleichnamigen Cañon erlaubt, besuchten das kleine Örtchen Barichara mit seiner wunderschönen Kolonialarchitektur und badeten am Fluss der San Gil durchfließt, erstiegen einen Kletterpfad zu Wasserfällen und genossen das Fleisch am Spieß mit Kartoffel namens Chuzo, das allerorten zu kaufen war. Die Spezialität Santanders, frittierte Ameisen (Ormigas Colonas), probierte ich allerdings nicht…

Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil

Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil

In Johanas Hostal feierten wir dann auch Weihnachten und am 30.12. nahmen wir und einige Hostel-Gäste am Carnaval de Carrancios teil. Während Heiligabend und Weihnachten für mich eher enttäuschend waren ist der Karneval schon eine besondere Erfahrung: Auf der einen Seite werden die Carrancios, mit Schwarzpulver und Böllern gefüllte Puppen, präsentiert die am folgenden Tag, an Silvester dann feierlich angezündet und in die Luft gejagt werden. Auf der anderen Seite ist der Karneval ein Straßenkampf mit Mehl, Wasser und Schaum – sehr spaßig aber am Schluss sieht man aus wie frisch aus der Schaum-Bäckerei.

Wunderkerzentanz an Silvester

Wunderkerzentanz an Silvester

Silvester feierten wir dann wieder im Hostel, kochten zusammen und zwischendurch liefen Nathaly und Catalina einmal mit einem Koffer um den Block – eine Tradition in Kolumbien, die die Chance auf Reisen im neuen Jahr erhöhen soll… Im Hintergrund explodierten allerorts die Carrancios und Feuerwerk erleuchtete den Himmel. Weiter gings mit ein bißchen Salsa-Tanzen und irgendwann dann auch dem Bett.

Der Januar und bisherige Februar waren dann davon geprägt, Bogotá zu erkunden, ein paar Dörfer im Umland zu sehen (z.B. Chia mit dem beeindruckenden Erlebnisrestaurant “Andres Carne de Res”) und das Schengen-Visum für Nathaly zu beantragen. Mein Netbook ging zwischendurch kaputt, so dass ich keinen eigenen internetfähigen Computer mehr habe. Inzwischen haben wir das Visum jedenfalls nach einigen organisatorischen Hürden erhalten und freuen uns auf Deutschland. Achja, und wir haben momentan eine Mitbewohnerin in unserem Apartment: Marián, eine Spanierin, die ich seinerzeit im Mai in Medellín kennengelernt hatte.

In den nächsten Tagen (morgen) geht’s wohl für ein paar Tage in die Kaffeezone um Manizales, ins Hauptgebiet des kolumbianischen Kaffeeanbaus und danach evtl. noch nach San Agustín und Tierradentro. Aber mal schauen was kommt…

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Wieder in Bogotá

29 November 2009

Salta

Salta

Diesmal nur kurzer Artikel… Mit Solveig und Kim, die ich in Puerto Iguazú kennengelernt hatte, nahm ich einen Flug nach Salta, da dieser bei fast gleichem Preis, ca. 20 Stunden an Zeit sparte. Diesmal wohnten wir allerdings in unterschiedlichen Unterkünften, die Mädels entschieden sich, ein etwas teureres, komfortableres Hostel zu buchen. Dennoch waren unsere Bleiben in unmittelbarer Nähe zueinander, so dass wir abends ein paar exzellente Steaks zusammen aßen, bis die beiden dann in die Umgebung von Salta weiterzogen. Ich harrte noch ein paar Tage aus, bestieg den örtlichen Hügel, um die Stadt von oben zu sehen und lernte Uwe kennen, mit dem ich dann auch über den Paso de Jama von Salta nach San Pedro de Atacama fuhr. Der Bus kam nach ca. 12 Stunden an, die Busfahrt aber war gespickt mit wunderschönen Aussichten. Sicherlich die schönste Busroute, die ich bisher gesehen habe. In San Pedro habe ich dann nur noch auf den Tag meines Rückfluges nach Bogotá gewartet, und inzwischen bin ich hier wieder angekommen.

Morgen werde ich zusammen mit Nathaly ein Zimmer mieten und dann werden wir mal die Planung für den Dezember angehen…

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Mit Flugangst nicht möglich

25 September 2009

 

Drei Flüge in 9 Tagen liegen jetzt hinter mir, ein weiterer folgt am 29.09.09 – langsam werden Flugzeuge zu meinem zweiten Zuhause.

Der erste Flug war der Flug von Popayán nach Bogotá am 16. September, nach 2 Monaten in Popayán, wo ich Caficauca helfen durfte. Popayán habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen – Abschiede von vielen neuen Bekannten und Freunden und von der Familie, bei der ich gewohnt hatte mischten sich mit der Vorfreude, Freunde in Bogotá wiederzusehen. Aber vielleicht werde ich schon im Dezember nach Popayán für ein paar Tage zurückkehren – meine Freundin kennt diese sogenannte Ciudad Blanca nicht und würde sie gerne kennenlernen. Popayán schickte mich jedenfalls erstmal mit einer Grippe gen Bogotá, die wohl in den folgenden Tagen mindestens 4 Freunde erwischte…

Nach zwei Tagen in Bogotá in meiner schon altbekannten Bleibe, dem Hostel Posada del Sol ging dann am Freitag morgen, dem 18.09., mein Flug nach Washington DC um meine dort arbeitende Freundin für 5 Tage zu besuchen. Washington als Stadt war allerdings unspektakulär – einige Memorials und Grünflächen in National Mall, der Kongress, das Weiße Haus und einige Museen bieten dem Besucher sicherlich ein Angebot an Aktivitäten, die Stadt an sich wirkt allerdings sehr ruhig und nicht sehr lebendig. Es fehlen die Menschen in dieser Stadt: Die Straßen und Restaurants sind leer, kein Vergleich zu New York City.  Nathaly und ich hatten dennoch eine schöne Zeit in Washington, erst im Henley Park Hotel im Zentrum von Washington, danach in einer einfachen Unterkunft in Alexandria, welches wir auch noch besucht haben. Und die Grippe war am Freitag auch fast weg :).

Am Mittwoch musste ich dann wieder zurück, mein Rückflug nach Bogotá stand auf dem Programm. So sitze ich nun wiedereinmal im Hostel und schreibe diese Zeilen. Später werde ich noch Freunde besuchen bzw. heute Abend in der Zona T Bogotás treffen. Morgen steht dann wahrscheinlich ein Ausflug nach Girardot, einem Ort 3 Stunden von Bogotá auf dem Programm, wo ich mich mit Freunden am Swimmingpool des Apartments einer Freundin entspannen kann. Wenn es denn klappt…wenn nicht werde ich die Wahlen in Deutschland verfolgen, mit der Hoffnung, dass sich in der Sitzverteilung des Parlamentes und der Regierung substantielle Änderungen ergeben.

Am Dienstag (29.09.) geht dann mein Flug nach Calama in Chile, wo ich meine 2-monatige Rundreise durch Chile und Argentinien beginnen werde, nicht ohne Montevideo in Uruguay und Iguacu in Brasilien zu besuchen. Aber als erstes steht San Pedro de Atacama auf dem Programm. Und kurz danach werde ich auch nach langer Zeit wieder meine Freunde in Chile wiedersehen können.

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Aktuelle Reiseplanung

11 September 2009

An Airbus in downtown Hong Kong
Creative Commons License photo credit: lrargerich

 

Kleines Update meiner Reiseplanung:

  • 15.09.09 Popayán  => Bogotá
  • 18.09.09 Bogotá => Washington D.C.
  • 23.09.09 Washington D.C. => Bogotá
  • 29.09.09 Bogotá  => Calama (Chile) – Beginn Rundreise Chile, Argentinien, Uruguay, Brasilien (Iguacu)
  • 26.11.09 Calama  => Bogotá – Ende Rundreise
  • 29.12.09 Bogotá  => Cartagena de Indias
  • 02.01.09 Panamá? Evtl. Zentralamerika bereisen, inkl. Mexico.

Das ist so im Groben die derzeitige Planung…

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Cali, Schönheitsköniginnen, Messen und Kongresse

5 September 2009

Seit meinem letzten Eintrag hier habe ich tatsächlich ein paar Neuigkeiten zu erzählen: Fangen wir damit an, dass ich nun seit ca. 3 Wochen Salsa-Unterricht habe. Das schöne dabei ist, dass ich guten Einzelunterricht in 20m Entfernung von meinem Haus für 3€ die Stunde bekomme. Inzwischen habe ich doch tatsächlich einige Schritte lernen können, auch wenn ich wohl niemals wie ein Latino tanzen können werde.

Die erste Bewährungsprobe der Unterrichtsstunden gabs dann auch prompt vor gut 2 Wochen: An diesem Wochenende stand ein Besuch Calis, einer der größten Städte Kolumbiens, an. Ich mach mich also mit gemischten Gefühlen auf den Weg dorthin, immerhin hat mir so ziemlich jeder Kolumbianer in Popayán erzählt, dass ich auf mich aufpassen soll, Cali sei gefährlich… Der Taxifahrer zum Busbahnhof gibt mir noch mit, ich solle nicht mehr als 10000 zahlen, und kaum betrete ich das Terminal, kommt auch schon ein Ticketvermittler auf mich zu. Ich wolle nach Cali? Klar, kein Problem nur 18000. Nachdem ich laut loslache und ihm ins Gesicht sage, dass der Preis ein wenig zu hoch sei, geht er sofort auf 10000 runter, und wenig später sitze ich für 3 Stunden in einem Kleinbus, der sich ruckelnder Weise auf den Weg nach Cali macht. Zwischendurch kaufe ich noch mein Mittag- und Abendessen, ein paar Fleischspieße von einer Straßenverkäuferin, die an einem Halt zwischendurch an den Busfenstern vorbeigeht.

Als ich in Cali ankomme, ist das von mir angeschriebene Hostel ausgebucht, aber die Eigentümerin schickt mich zu einem benachbarten Hostel, dem Pelikan Larry Hostel, das von einem Deutschen geleitet wird. Dort bekomme ich auch sofort ein Bett über der anderen deutschen Reisenden und mache mich auf den Weg zur Lobby, wo sich schon ca. 10 Leute befinden, mit denen sich schnell Kontakt aufnehmen lässt. Nach einigen Cuba-Libres machen wir uns dann zusammen auf den Weg auszugehen: Zuerst ein wenig tanzen im Salsa Club, danach allerdings mit 3 Taxis inkl. 2 neu kennengelernten Kolumbianern in Richtung eines Clubs der recht eintönige House-Musik spielen sollte. Nach langwierigen (20min) Verhandlungen mit der Eingangskontrolle und Geschäftsführung bekommen wir schließlich einen Rabatt, so dass wir statt 45000 Pesos nur 25000 Pesos Eintritt bezahlen. Heftig teuer ist das allerdings trotzdem. Der Rest ist kurz erzählt: Viel getanzt, viel geredet und um 5 Uhr morgens zurück ins Hostel gefahren. Dort verbringe ich den Tag damit, mich zu erholen und vor allem etwas zu essen – die paar Fleischspieße sind ja nicht wirklich sättigend gewesen, so dass ich völlig verhungert ein großes Steak verdrücke.

Abends geht’s dann weiter: Zusammen mit 2 Israelis mach ich mich nach gemeinsamer “Aufwärmrunde” mit den anderen Gästen alleine auf den Weg in eine Salsa Bar, da der Rest lieber in einen Club mit House-Musik will. Nun denn, nachdem wir vertrauensvoll den Taxifahrer um eine Empfehlung bitten (und sie im Endeffekt nicht bekommen) bringt dieser uns in die Ausgehzone von Cali, in die Zona Rosa an der Av. 6. Dort besuchen wir eine Discothek namens Praga wo viele Leute nach lateinamerikanischer Musik in topmodernem Ambiente tanzen. Im Laufe des Abends lernen wir dann Cata plus ihre Freunde kennen, mit der wir alle drei begeistert unsere Tanzkünste erkunden. Wie sich später rausstellt, ist sie trotz guten Tanzens allerdings nicht aus Cali, sondern eine Paisa, und zwar aus Medellín. Die Bewohner Calis sind ja bekannt dafür, dass sie die beste Salsa Kolumbiens (oder auch der Welt) tanzen, was sie auch regelmäßig in Wettbewerben zur Schau stellen. Nachdem wir morgens um 5 Uhr zurück ins Hostel gefahren sind, falle ich wie tot ins Bett und werde gerade noch rechtzeitig von Christina, der anderen Deutschen geweckt, die sich nach Medellín verabschiedet. Nachdem ich noch ein wenig mit Nathaly geskypt habe mache ich mich dann auf den Weg zurück nach Popayán, dessen angenehmeres Klima ich gegen Abend dann auch genießen kann.

Die neue Woche an, wie die alte aufgehört hat: Mit Salsa. Die folgenden Tage unternehme ich abends nichts, nur meine Salsa-Stunden stehen an. Am Wochenende geht es dann mit Gustavo, einem Kollegen, samt Freundin und einer Freundin von ihm ins Iguana, eine Salsa-Bar. Dort verlassen wir allerdings recht früh, schon um 0 Uhr den Ort des Geschehens und gehen schlafen. Am nächsten Tag geht’s dann Abends ins Corona, einem der angesagtesten Clubs in Popayán.

Diese Woche fing dann auch recht unspektakulär an: Salsa-Kurse am Abend, ein wenig Skype oder MSN, aber viel mehr dann doch nicht. Bis zum Donnerstag: Noch während meiner Salsastunde ruft mich Gustavo an, dass die Eröffnungsfeierlichkeiten des Gastronomiekongresses wären, und ich doch kommen solle zum Empfang. Nachdem ich dorthin gehetzt bin, und nur kurz das T-Shirt gewechselt habe, warten so einige Sicherheitskontrollen auf mich. Eintrittskarten, deren Barcodes mit Datenbanken abgeglichen werden und viel, viel Polizei erstaunen mich. Aber als ich eintrete zeigt sich warum: eine geschlossene Gesellschaft, in Anzügen und Abendkleidern, nur vereinzelt jemand der legère gekleidet ist. Naja, ich stell mich trotzdem erstmal beim Essen an und schlürf zusammen mit Gustavo ein wenig Wein.

Wenig später bietet sich mir dann die Möglichkeit Michelle, die amtierende Schönheitskönigin “Miss Colombia” kennenzulernen und ein Foto mit ihr zu schießen. Und so unterhalten wir uns noch mit ein paar weiteren Gästen bis es um 23 Uhr ab ins Bett geht, ist ja schließlich Donnerstag.
Am Freitag (gestern) geht’s dann weiter mit dem Kongress. Abends mache ich mich auf den Weg dahin, wo die Standcrew schon in lustiger Runde mit Bier der Marke Club Colombia feiert. Glücklicherweise möchte Melissa, eine der Hostessen, ihr noch geschlossenes Bier nicht, so dass ich es leeren kann… Es wird viel geredet gelacht, ein wenig getanzt und ein paar gute Weine der Gastronomiemesse werden geöffnet und degustiert. Aber auch heute geht es recht zeitig, um 0 Uhr ins Bett, da morgen der nächste Kongresstag wartet.

Heute sollte es dann weitergehen mit der Präsentation der Projekte “Organischer Kaffee” oder auch “Café de Caficultores mujeres”, was eine Assoziation von weiblichen Kaffeebauern ist, die sich zusammengeschlossen haben, um ihre Belange besser durchsetzen zu können. Dabei ist unter anderem auch die Schönheitskönigin der hiesigen Provinz, Senorita Cauca, oder auch Karen, die ordentlich Werbung für den Kaffee der Region macht. Da das ganze von Caracol, einem der größten Fernsehsender Kolumbiens, gefilmt wird lerne ich in diesem Zuge Pilar Schmitt, Tochter eines deutschen Vaters ;), kennen. Nachdem wir uns gemeinsam haben fotografieren lassen, erfahre ich dann auch, wer sie ist: Eine bekannte Reporterin von Caracol, die überall im Land bekannt ist. Naja, ein wenig peinlich ist es schon, dass ich sie nicht kenne, aber da ich nie Fernsehen gucke… Mal schauen, ob wir dann in Bogotá, wo sie wohnt, Kontakt haben werden oder nicht.

So, das wars für heute, eine Nacht des Tanzes steht vor der Tür, wahrscheinlich geht’s ins Millenio.

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Blumenfanatiker in Medellín

11 August 2009

Nachdem die letzten Wochen nicht allzuviel hier in Popayán passiert ist, stand am letzten Wochenende ein kleiner Ausflug nach Medellín an: Am Donnerstag morgen stehe ich daher um 5 Uhr auf, da um 6 Uhr Treffpunkt bei Gustavo sein soll. Gustavo hat unsere Spritztour organisiert und zu acht wollen wir Medellín anläßlich der alljährlichen Feria de las Flores (übersetzt heißt das Blumenmesse), dem größten Volksfest des Jahres in Medellín, heimsuchen.

Als ich bei Gustavo, der nur 3 min. entfernt von mir wohnt, ankomme sind schon die beiden Mädels der Gruppe dort und gemeinsam warten wir, einen Cafe Tinto schlürfend darauf, dass der angeheuerte Wagen samt Fahrer auftaucht. Das tut er auch ungefähr 2 Stunden später, was nach kolumbianischer Zeitrechnung zwar nicht pünktlich, aber noch erträglich ist. Die Koffer runterschleppend darf ich dann einen ersten Eindruck von unserem Gefährt gewinnen: Ein Kia Kombi mit 9 Sitzen…ich hatte mir eigentlich einen Kleinbus erhofft, aber der Preis war wohl zu gut, um nicht diesen Wagen zu nehmen.

Wir sammeln also die anderen nach und nach ein und verlassen Popayán gegen 8:30 Uhr in sportlichem Tempo, abenteuerliche Überholmanöver inbegriffen. Für die Fahrt sind ca. 12 Stunden anzusetzen, was in diesem kleinen Wagen wohl noch interessant werden wird. Auf der anderen Seite bin ich ja seitdem ich in Südamerika bin durchaus einiges an Reisezeiten gewöhnt, mit einem Rekord von 26 Stunden im Bus von Ipiales nach Bogotá.

Beim ersten Halt wird dann auch der Grundstock für ein immer wiederkehrendes Ritual der Autopflege gelegt, das Kühlwasser (ja, es ist wirklich Wasser, keine Kühlflüssigkeit) muss nachgefüllt werden. Weiter geht’s, an Cali vorbei, ab in die Zona Cafetera um Manizales und Armenia. An Pereira vorbei, wo eindrucksvolle Kaffeeplantagen die Straße säumen hin Richtung Medellín, das wir gegen 20 Uhr erreichen.

Dort erwartet uns ein Apartment im Stadtteil Laureles, das allerdings nur für 7 Personen ausgestattet ist. Da Gustavo Familie in Medellín hat, schläft er dann halt dort, die Mädels Angela und Sandra nehmen sich das einzige Zimmer mit eigenem Bad und der Rest teilt sich auf Wohnzimmer und zweites Schlafzimmer auf.

Abends geht’s dann noch auf einen Improvisations-Gesangs-Wettbewerb im Rahmen der Feria de las Flores, wo sich jeweils zwei Kombatanten ein Frage-Antwort Duell singend liefern. Ziemlich langweilig für mich, da ich im Grunde nichts verstehe – zuviele Wörter sind mir unbekannt, da straßenkolumbianisch.

Am nächsten Morgen stehen wir dann gegen 8 Uhr auf und machen uns auf den Weg in die Umgebung Medellíns: Las Palmas und Rio Negro erwarten uns, leider aber kein genießbares Frühstück, da ich morgens um neun wirklich kein fettiges, warmes Essen à la Mittagessen (Comida corriente) verdrücken kann. Also kauf ich kurz nen Joghurt und hoffe auf das Mittagessen.

Nachdem wir in Las Palmas und Rio Negro die Handwerksläden besucht haben und ein wenig die Städte angeschaut haben, essen wir kurz zu Mittag und dann geht’s auch schon schnell wieder zurück ins 20km entfernte Medellín, wo die Hauptparade ansteht: Der “Desfiles de los silleteros” (oder so ähnlich).

Das ganze ist verblüffend: Überall werden natürlich auf der Straße Ponchos und Hüte verkauft, unerlässliche Accessoires des loyalen Paisas, sprich Ureinwohners der Region Antioquía, in der sich Medellín befindet. Auch Getränkeverkäufer (“Cerveza, Cerveza, Cerveza…”) sind niemals weit, öffentliche Toiletten dafür nicht-existent. Zum Glück gibt es aber ein Restaurant in der Nähe, wo ich dann auch gerne hin bin. Während vor Beginn der Parade die Massen noch einigermaßen ruhig sind, glücklich auf ihren angemieteten Stühlen über die Köpfe der vorderen Reihen blicken oder für viel Geld auf einer Tribüne einen VIP-Platz gefunden haben, Merchandising Teams der Biermarke Pilsen Riesenflaschen und T-Shirts verteilen (Ja, ich hab eins!) und die Hutverkäufer einen übers Ohr hauen wollen (statt 50000 hab ich dann doch nur 20000 gezahlt…) , Uralt-Kampfflugzeuge in Formation über die Köpfe donnern und ein Militärhubschrauber Blüten über die Menschenmengen verstreut ändert sich das ganze schlagartig als die Parade losgeht: Es entsteht ein Gedränge und Geschiebe als ob Michael Jackson überraschenderweise doch noch einen Auftritt geben will, und das alles nur wegen ein paar Leuten, die Blumenkränze umhertragen. Die sind allerdings auch sehr schön anzuschauen. Nach einer halben Stunde wird mir das jedenfalls zu blöd und ich setz mich, ein Bier genießend ein paar Reihen hinter den fanatischen Blumenmädchen und -jungen zu den anderen, die auch schon genug Körperkontakt gefühlt haben.

Als wir danach erschöpft ins Apartment zurückkommen um uns “kurz” auszuruhen war’s das auch schon – irgendwie hat zu meinem großen Bedauern keiner mehr Lust, sich in das freitägliche Nachtleben Medellíns zu stürzen, weder die Leute mit denen ich in Medellín bin, noch die Bekannten, die ich dann anrufe und die mir dann versprechen, dass wir uns am Samstag sehen würden.

Der Samstag beginnt wieder früh, diesmal steht eine Tour ins Zentrum, zum Museum Botero und zu den Seilbahnen an: Die Stadt Medellín hat im Rahmen der Integration der sozial schwachen Randgebiete auf den Hügeln Seilbahnen gebaut, die den Bewohnern nun seit 2004 bzw. 2006 ermöglichen, die Innenstadt in endlicher Zeit zu erreichen und somit auch dort Arbeit anzunehmen. Soweit mir bekannt ist, ist das ganze so erfolgreich, dass die Slums wesentlich sicherer geworden sind und insgesamt eine Verbesserung der Lage eingetreten ist.  Caracas in Venezuela kopiert das Modell jedenfalls jetzt. Dennoch ist aus den Liften zu sehen, in welch ärmlichen Verhältnissen manche Bewohner der Stadt leben müssen – einfachste Hütten, deren Dächer mit Steinen beschwert und damit fixiert sind, ohne Strom (oder mit illegal abgezapftem Strom aus nem Mast), keine Straßen, und ein Abwassersystem kann ich mir schwerlich dort vorstellen.

Später am Tag schauen wir uns dann den “Desfiles de los carros antiguos y históricos” (oder so ähnlich) an, eine Autoparade, bei der die meisten Autos allerdings weder alt, noch historisch sind und wo die Automarken dick Werbung machen. Als Auflockerung haben sich manche, z.B. Pilsen, Wagen mit Aufbauten organisiert, wo laut Musik aus den Boxen dröhnt und Tänzerinnen sehenswert ihre Tanzkünste präsentieren. Wir überleben das ganze unbeschadet trotz der Pferde-Polizeistreife hinter uns, deren bockiges Pferd im Takt durch die Gegend tanzt, und während sich die anderen zum Shoppen aufmachen, lass ich mich in Poblado, einem anderen Stadtteil Medellíns absetzen.

Dort will ich mit Marián treffen, der Spanierin, die mich während meines ersten Aufenthaltes in Medellín ins Krankenhaus begleitet hatte. Da die Avenida Las Vegas leider gesperrt ist, bleibt mir nichts anderes übrig, als den Weg zu ihrer Wohnung zu Fuß zu suchen und zu beschreiten, was sage und schreibe 40min. dauert.

Als wir uns dann endlich treffen, machen wir uns zunächst ein weiteres Mal auf den Weg zur Clinica Las Vegas, da diese trotz sicherlich 20-30 Anrufen sich nicht in der Lage gesehen hatte, die Resultate meines Dengue-Antikörpertests zu faxen, per E-Mail zu schicken oder telefonisch durchzugeben. Dort angekommen habe ich nach 5 min. die Ergebnisse in der Hand und darf mich freuen: Trotz der damaligen Beteuerungen zweier Ärzte, es sei zu 95% Dengue und dass ich den Test gar nicht brauche, zeigt der Antikörpertest, dass ich Dengue-Negativ bin, also gar kein Dengue-Fieber hatte…

Von der Klinik machen wir uns dann auf den Weg zur Zona Rosa, DER Parteimeile Medellíns um uns über die vergangenen zwei Monate, die wir uns nicht gesehen haben, auszutauschen und ein wenig was zu trinken. Zwischendurch werde ich immer wieder von Gustavo angerufen, ob ich ein Ticket für das Vallenato-Konzert wolle und wann ich denn käme… Der Plan, ein wenig was zu trinken wird jedenfalls von unserer ersten Station in der Zona Rosa durchkreuzt: Ich bestelle einen Passionsfrucht-Caipirinha und bekomme drei – Happy Hour Aktion, da wehre ich mich dann auch nicht :). Später gehen wir dann noch woanders hin und gegen 23:30 Uhr mache ich mich dann, nachdem ich Marián bei sich zu Hause abgeliefert habe, auf den Weg zur “Carpa Cabarete”, einem Festzelt, wo ein Vallenato Konzert mit einigen der bekanntesten Interpreten Kolumbiens stattfindet (Ohhhhhhh, me gusta, me gusta, …). Nach gefühlten 200 Anrufen nimmt dann auch einer meiner Mitreisenden das Telefongespräch an, so dass sie mich vom Eingang abholen können. Beim Konzert geht es noch lustig mit Tanz und Trank zu, bis wir dann um 4 Uhr morgens wieder im Apartment sind.

Der nächste Tag steht im Zeichen der Rückfahrt: Um 9 Uhr stehen wir auf, frühstücken und gegen 12 Uhr wollen wir dann los. So der Plan. Leider muss das Auto erstmal repariert werden, da der Motorlüfter / Ventilator seinen Geist aufgegeben hat. Nach 2 Stunden ist die Reparatur dann getan und unser Fahrer gibt alles, um die verlorengegangene Zeit wieder aufzuholen. Worauf ich gerne verzichtet hätte… Nach 2 Beinahe-Unfällen beruhigt er sich und seinen Fahrstil und es geht ein wenig gemächlicher weiter, bis wir gegen 20 Uhr im Stau stecken bleiben: Vollsperrung der Straße zwischen Pereira und Cali wegen eines Unfalls. Zwei jugendliche Motorradfahrerinnen sind wohl des nächtens ohne Licht gefahren, wurden von einem Autofahrer nicht gesehen und jetzt gibt es 3 Tote mehr. Nach 2 Stunden des Wartens in Moskito-Central ist das Moskitofestmahl dann aber vorbei und wir können weiterfahren.

Popayán erreichen wir um 3:30 Uhr morgens nach 15 1/2 Stunden Fahrt.

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In Popayán

26 Juli 2009

 

Ich bin jetzt die zweite Woche in Popayán, wo ich mich tagsüber damit vergnüge der Kooperative hier mit ihren Prozessen und Systemen zu helfen. Abends geht’s dann entweder ein Bierchen trinken oder schlafen. Gestern habe ich dann auch endlich mal meine touristischen Pflichten erfüllt und Photos geschossen.

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Unabhängigkeitstag

20 Juli 2009

Heute ist der Unabhängigkeitstag in Kolumbien, an dem die Befreiung Kolumbiens durch Simon Bólivar zelebriert wird. Vor dem Haus der Familie wo ich wohne ist schon die kolumbianische Flagge gehisst, und die Familie ist schon zur eigenen Finca gefahren.

Ich werde gleich abgeholt, um den Tag auf einer Finca eines Kollegen hier in der Nähe zu verbringen, heute Abend werde ich wohl noch mit anderen Kollegen ein Bierchen trinken.

Und morgen geht’s dann wieder zu Caucicafé zur Freiwilligenarbeit…

Viva Colombia!

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Schon zwei Wochen?

14 Juli 2009

Wow, schon zwei Wochen, seit ich das letzte Mal was geschrieben habe. Also muss ich wohl aufholen…

Galapagos

nach Española habe ich das Schiff gewechselt: Zu wenig Passagiere auf dem alten und somit durfte ich auf ein luxurioeseres Schiff wechseln. Dort traf ich dann viele nette Leute in meinem Alter und die letzten vier Tage auf den Galapagos vergingen wie im Flug. Wir steuerten noch North Seymour, Genovesa, Bartholomé, Isla Lobos, Isla Rabida und Kicker Rock an, wo nochmal viele Seeloewen, Voegel und Pinguine warteten. Die Photos koennt Ihr Euch wie ueblich unter Photos anschauen.

Quito

Danach ging’s kurz zurueck nach Quito und von da aus per Bus zur ecuadorianisch-kolumbianischen Grenze. Nach 7 Stunden Fahrt holte mir mein 90-Tage Visum fuer Kolumbien und uebernachtete in der kolumbianischen Grenzstadt Ipiales, wo ich mit zwei Englaendern, Rory und Faye noch ein Bierchen trinken ging. Am naechsten hiess es dann um 6 Uhr aufstehen, um einen Bus nach Bogotá zu nehmen.

Bogotá

Der Bus nach Bogotá benoetigte schlappe 26 Stunden, nach denen ich geraedert im Hostel “Posada del Sol”, dem mir schon wohlbekannten Hostel im Stadtteil “La Candelaria” eincheckte. Wie sich herausstellte, sollte ich eine knappe Woche Zeit haben, die aber wie im Flug verging: Einladungen zu Abschieds- und Geburtstagsfeiern, zu Onces (Spaetnachmittag bis Abend) und abendliches Weggehen liessen keine Zeit fuer anderes – nebenbei importierte dann auch noch eine Japanerin eine kleine Erkaeltung aus Argentinien, die mich mehr oder weniger im Bett hielt. Leider habe ich es aufgrund der vielen anderweitigen Aktivitaeten wieder nicht geschafft, nach Zipaquirá oder Guatavita zu fahren…

Popayan

Seit gestern bin ich nun in Popayan. Ein Billigflieger ersparte mir die 12-16 Stunden Fahrt von Bogotá hierher, so dass ich morgens direkt vom Flughafen zu Caucicafe fuhr, der hiesigen Kaffee-Operative, denen ich als Freiwilliger helfe. Die Kooperativen wurden gegruendet, um den Kaffee-Kleinbauern zu fairen Kaffeepreisen zu verhelfen und sie sozial zu unterstuetzen: So bietet Caucicafe z.B. eine kostenlose zahnaerztliche Versorgung der Familien mittels mobiler Wagen an. Untergekommen bin ich bei einer Familie in Popayan, die so etwas wie eine Finca am Rande des Stadtkerns haben. Wunderschoenes Gebaeude, allerdings kein Internet, bis mein mobiles Internet (Telefonica) funktioniert. Zur Zeit bekommen sie es einfach nicht gebacken.

So, das reicht erstmal, ich werde Bogotá allerdings vermissen. Ist schon zu einer zweiten Heimat geworden :). Zu viele nette Leute, ich kehre bestimmt mal fuer ein Wochenende zurueck… auf jeden Fall fuer den Flug nach Peru/Chile, die Busse in Ecuador sind echt nicht schoen, und im Gegensatz zu Kolumbien hatte ich dort nicht das Gefuehl, das mein Gepaeck sicher ist…

Zur Zeit macht hier gerade jeder Siesta, von 12-14 Uhr passiert hier nicht viel…

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Die zweite Juni Woche

14 Juni 2009

So, hab jetzt seit ein paar Tagen nichts mehr schreiben können, und schon vergess ich die ersten Details. Am Sonntag habe ich nicht mehr viel gemacht, außer noch mit ein paar anderen Slumdog Millionaire zu schauen, aber am Montag ging es dann zum Cerro Montserrat, der von Bogotá aus mit einer Kabinenbahn zu erreichen ist. Dort oben sind ein paar kirchliche Gebäude und man hat einen schönen Blick auf die Stadt. Abends haben wir dann noch ein paar Bierchen getrunken, Tischtennis im Hostel gespielt und dann bin ich auch schon ins Bett gegangen.

Der Dienstag war dann der letzte Tag in Bogotá, zusammen mit Nathaly habe ich mir noch mal ein paar Ecken von Bogotá angeschaut, in der Candelaria Mittag und Abend gegessen und abends haben wir noch gemütlich mit Danny, dem Hostel-Besitzer, Ed und Neil zusammengesessen – bis 4 Uhr morgens.

Mein Flug ging dann am Mittwoch morgen los, aufstehen war um 5 Uhr, so dass ich nicht wirklich viel Schlaf bekam. Aber im Flieger konnte ich dann wenigstens 1-2 Stunden schlafen.

In Quito angekommen, hat mich dann Nathalie, eine Ecuadorianerin, die ich aus dem 2006 Peru-Urlaub kenne, abgeholt. Zusammen sind wir zum Hostel gefahren, danach sind wir sofort in eine Kneipe, um das Spiel Ecuador-Argentinien zu sehen. So verrücktes Feiern nach einem Sieg habe ich noch nie gesehen… Es kamen dann noch ein paar Freunde von Nathalie dazu, aber gegen 23 Uhr bin ich dann halb-tot ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag haben Nathalie und ich dann ca. 10 Reisebüros besucht, um ein gutes Angebot für die Galapagos Inseln zu finden – am 21.06.09 geht es für 8 Tage auf eine Bootsfahrt (Touristenklasse). Da alle von den Galapagos-Inseln schwärmen, bin ich sehr gespannt. Das ganze ist sehr teuer, aber man macht es auch nur einmal im Leben…

Abends sind wir dann noch ausgegangen, zusammen mit Chris, einem Amerikaner, den wir im Hostel getroffen haben.

Am Freitag musste Nathalie dann arbeiten (sie ist Touristenführer), aber Chris und ich sind dann zu zwei Museen in Quito gefahren, die Werke des Künstlers Guayasamin ausstellen. Sehr beeindruckende Kunstwerke!

Samstag stand dann eine Führung durch die Altstadt von Quito auf dem Programm, mit Besuch der Kirche “La Compañia de Jésus” der Jesuiten: Eine kuenstlerisch beeindruckende Kirche, wo man sich allerdings nachdem man sich von dem Gold- und Prunkschock erholt hat fragt, wie diese Kirche bei der Armut moeglich sein konnte. Ausbeutung der indigenen Bevoelkerung ist wahrscheinlich die Antwort…

Spaeter sind Nathalie und ich noch zu einem Fussballspiel gegangen (Deportivo Quito vs. Liga Quito), das leider 1:1 ausging.

Heute waren wir dann 6 Stunden wandern, bis auf 4700m auf den Gipfel eines der Hausberge in Quito… Beeindruckende Landschaft, aber atmen kann man auf der Hoehe kaum. Gluecklicherweise gibt es einen Lift, der einen schonmal auf 4100m bringt.

Neue Photos sollten auch bald verfuegbar sein, allerdings werde ich in der naechsten Woche wohl gar kein Internet haben, da ich Wandern gehe…

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