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	<title>doetsch.info &#187; karibik</title>
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	<description>Im Wendekreis des Elbfisches</description>
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		<title>An der Karibikküste entlang</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 20:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Enttäuschung von Santa Marta packe ich meine Sachen im Hotel Miramar weil wir die Stadt schnell verlassen möchten. Hotel Miramar ist ein uraltes Loch von Hotel, sehr schäbig wirkend mit freundlichem Personal und eigentlich ganz witzig, wenn man sich dran gewöhnt hat. Die Dusche ist ein Metallrohr, aus dem kaltes, vom Klima leicht angewärmtes Wasser kommt. Kevin bleibt noch da, als Nathaly und ich einen Bus nach Palomino nehmen, wo wir unser Gepäck gelassen haben &#8211; für das Wochenende haben wir nur ein paar Sachen eingepackt und sind leicht gereist.</p>
<p>Der Bus nach Palomino dauert diesmal nur 1,5 Stunden, und, da wir nur leichtes Gepäck dabei haben, nehmen wir den Fußweg zum Strand. Wehmütig passieren wir das mir angebotene Grundstück, treffen kurz &#8220;Kurt&#8221;, den Verkäufer, ohne viele Worte mit ihm zu wechseln. Er ist gut gelaunt und zuversichtlich, die Dokumente bald zu haben. Durch den weißen Sand trotten wir müde zur Finca Escondida, wo wir kurz unsere Bekannten begrüßen, dann aber schnell die Sachen einsammeln und bei absoluter Dunkelheit (ein weiterer Stromausfall, diesmal aber schon seit dem Vortag anhaltend) umpacken. Wir lassen uns von Niamh drei Motorräder bestellen, die uns und unser Gepäck zum Dorf bringen &#8211; bei Regen, wieder einmal durch Schlamm und holprige, Schlagloch gespickte Wege. Wer noch nie bei solchen Bedingungen hinten auf einem Motorrad gesessen hat, kann sich nicht vorstellen, welche Endzeitszenarien einem dabei durch den Kopf gehen.</p>
<p>Am Troncal de Caribe, der Verbindungsstraße der karibischen Städte Santa Marta und Riohacha, angekommen lassen uns die Jungs, die uns auf ihren Bikes mitgenommen haben, zurück. In der Dunkelheit und im Regen sehen wir nur eine leere Straße zur linken und die die Straße säumenden Geschäfte des Dorfes zur Rechten. </p>
<p>Als in der Ferne Scheinwerfer auftauchen, die in Richtung Santa Marta fahren, trete ich auf die Straße und es ist tatsächlich ein Bus, den ich an heranwinke. Als er hält, fragen wir, ob er nach Santa Marta fahre und tatsächlich haben wir Glück. Oder auch nicht.</p>
<p>Der Bus ist uralt, es sitzen zwei Passagiere drin sowie zwei Fahrer. Der Fernseher ist eingeschaltet und gespeist aus einem DVD Player dröhnt er laut und zeigt Musikvideos von Vallenato-Legenden. Vallenato ist die an der Küste meistgehörte Musik, sehr Akkordeon-lastig und nicht so wirklich mein Fall. Aber man gewöhnt sich dann doch dran. Bei jeder Unebenheit auf der Straße setzt das Video kurz aus, der Kassierer eilt schnell zum DVD Player, um das Video weiterlaufen zu lassen.</p>
<p>Eine halbe Stunde später kommen wir am letzten Dorf einer riesigen Bananenplantage vorbei. Da der Motor des Buses schon stottert, wird mittels mehrerer, in einem Laden gekaufter Kanister Diesel der Tank notdürftig aufgefüllt. Erst springt der Motor nicht an, der Bus stottert und huckelt ein zwei Meter voran und kommt wieder zum Stehen. Als Fahrer und Kassierer endlich den Bus wieder am Laufen haben, ist eine halbe Stunde vergangen.</p>
<p>2 Stunden später kommen wir in Mamatoca, am Ostrand von Santa Marta an. Von dort nehmen wir ein Taxi, dessen Fahrer noch versucht, uns ein anderes Hotel/Hostel aufzuschwatzen, uns dann aber im Miramar absetzt, wo Kevin erstaunt feststellt, dass wir schon wieder da sind.</p>
<p>Wir unterhalten uns noch und beschließen spontan, morgen nach Cartagena zu fahren &#8211; meine Erfahrungen dort waren bisher nicht so toll, aber ich habe schon Lust, noch mal hinzufahren. Insofern reservieren über Hostelbookers eine Unterkunft, El Viajero, die direkt innerhalb der Altstadt ist.</p>
<p>Am nächsten Morgen holt uns dann luxuriöserweise ein Bus direkt am Hostel ab, mit dem es Non-Stop Richtung Cartagena geht. Mitten auf der Strecke haben wir fast einen Autounfall, als ein Kleinwagen ohne Blinker, Geschwindigkeit und ohne zu gucken direkt vor uns ausschert. Glücklicherweise ist die rechte Fahrbahn frei, so dass wir gerade noch mit Bremsen in sicheres Fahrwasser gelangen.</p>
<p>In Cartagena lässt uns der Busfahrer an einer Ecke raus, ohne uns &#8211; wie versprochen &#8211; zum El Viajero zu fahren. Nach einigen Irren durch die Altstadt von Cartagena kommen wir schließlich im Hostel an, wo uns ein Typ an der Rezeption doch tatsächlich weismachen möchte, dass der Betrag, den Hostelbookers ausweist nicht korrekt sei und wir mehr zahlen sollen. Nach einigen Diskussionen stimmt uns seine Kollegin, eine Katalonin aus Barcelona zu, und wir bekommen unsere Betten zum gebuchten Preis. Sauteuer, aber super gelegen und sehr sauber und schön. Wahrscheinlich das schönste Hostel, dass ich bisher in Kolumbien gesehen habe.</p>
<p>Währenddessen läuft das Fußballspiel Chelsea gegen Barcelona und als Chelsea gewinnt, sind überall nur lange Gesichter. Es scheint, keiner mag Chelsea, und ich bin da auch keine Ausnahme.</p>
<p>Den Rest des Tages schauen wir uns noch Cartagena an, Essen etwas und trinken abends noch ein paar Cocktails, während wir im kolumbianischen Fernsehen &#8220;Colombia tiene Talento&#8221;, das kolumbianische Pendant zu &#8220;Das Supertalent&#8221; schauen.</p>
<p>Cartagena ist die unbestrittene Tourismus-Hauptstadt Kolumbiens und der Stolz Kolumbiens. Die aus Kolonialzeiten stammenden Befestigungsanlagen, wie zum Beispiel das Fort San Felipe, wurden nach Plünderung der Stadt durch Sir Francis Drake errichtet und sind Zeugnis der Vergangenheit Kolumbiens als Kolonie der Spanischen Krone. Im Hafen halten Kreuzfahrtschiffe, und vor wenigen Tagen fand hier der Amerika-Gipfel der Nord-, Zentral- und Südamerikanischen Länder statt &#8211; wie auch in den Zeitungen insbesondere durch einen Prostituierten-Skandal des Secret Service breitgetreten. Die alten kolonialen Herrenhäuser sind wunderschön, in vielerlei Farben angemalt und ihre herrschaftlichen Balkone schauen auf die engen Straßen, wo sich Einheimische, Touristen, Eselkarren, Pferdekutschen und Taxen tummeln.</p>
<p>Am nächsten Tag bleiben wir noch kurz in Cartagena, frühstücken und schauen uns dann das Champions League Spiel Real Madrid gegen Bayern München an und fahren dann weiter zum Busbahnhof, um dort einen Bus nach Bucaramanga zu nehmen. Bei der Fahrt zum Terminal passieren wir nach Verlassen der historischen Altstadt auch ärmste Viertel von Cartagena, bis wir nach ca. 25 Minuten am Terminal ankommen. Der 12 Stunden Nachtbus nach Bucaramanga fährt schon 10 Minuten nach Ankunft und wir ergattern einen Super-Preis von 70.000 COP pro Person. Kevin fährt zurück nach Santa Marta, da sein Rückflug nach Deutschland ihn erwartet.</p>
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		<title>16m unter dem karibischen Meer</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 21:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p>Gestern hat der Tauchkurs angefangen: Ausrüstung kennenlernen im Swimmingpool der Tauchschule und Notfallübungen, wie z.B. bei anderen Mittauchern Sauerstoff schnorren standen auf dem Programm. Nachdem wir das für Stunden im Pool geübt haben und anschließend die ersten 100 Seiten des Theoriebuches für den Tauchschein (PADI Open Water Diver) gelernt haben, sind wir abends noch was essen gegangen. Fleisch war leider alle, also gabs eine vegetarische Pasta. Anschließend sind wir noch zu einer folkloristischen Tanzschau im Casa Holanda, einem Hostel, gegangen, was ganz interessant und auch hübsch anzusehen war.</p>
<p>Die Nacht über konnte ich dann nicht schlafen &#8211; ich dachte meine Schultern bringen mich um, glücklicherweise war dieser akut Muskelkater bzw. die Verspannung heute morgen um 07:17 Uhr dann weg &#8211; der Zeitpunkt an dem wir zwecks Tauchen im Meer aufstehen mussten.</p>
<p>Um 8 Uhr geht&#8217;s los mit dem Prüfen der Ausrüstung, montieren der Sauerstofftanks und Schläuche und dem ganzen Brimborium. Dann, als endlich das Boot zu Wasser gelassen ist, können wir endlich ins Boot springen, wir bekommen Rettungswesten, und während das Boot über die Wellen springt und jagt ziehen wir uns auf wackeligen Beinen den Neo an.</p>
<p>Dann geht&#8217;s los &#8211; Sauerstofftank auf und dann geht&#8217;s rückwärts vom Boot ins Wasser. Erste Übung: Anlegen der Tarierweste an der Wasseroberfläche, anschließende Übung ist dann das Anlegen des Bleigürtels im Wasser. Dann machen wir noch kurz den &#8220;Buddy-Check&#8221;, d.h. wir prüfen, ob die Ausrüstung des jeweils anderen richtig funktioniert und angelegt ist und schon geht&#8217;s los.</p>
<p>An einem Seil entlang sinken wir langsam auf 12m Tiefe &#8211; Krishna hat zwar ein paar Probleme mit dem Druckausgleich in den Ohren, aber auch das löst sich nach ein paar Minuten.</p>
<p>Die Belohnung sind bunte Fische, Korallen, ein Unterwasserwunderland. Zwischendurch weist uns Gerd, der Tauchlehrer noch kurz auf eine Muräne hin und weiter geht&#8217;s &#8211; bis wir nach ca. 37 min. hoch müssen, weil die Luft knapp wird. Zu schnell und hektisch geatmet :).</p>
<p>Der zweite Tauchgang findet nach einer kurzen Pause inkl. Picknick an einem einsamen Strand statt. Nun stehen wieder ein paar Übungen auf dem Programm: Ins Wasser ohne Tarierjacke, aber mit Bleigürtel &#8211; d.h. Wasser treten bis endlich das Jacket angezogen ist. Danach machen wir noch ein paar Übungen für Luftquellenwechsel von Schnorchel zu Tank und zurück, Entwässern der Tauchmaske usw.</p>
<p>Dann geht&#8217;s wieder nach unten, diesmal ein wenig schneller. Interessant ist, dass man allein mit seiner Atmung kontrollieren kann, ob man sinkt oder steigt. Faszinierend. Wieder schauen wir uns ein bißchen hübsches Getier in freier Unterwasserwildbahn an und dann geht&#8217;s mit Vollgas mit dem Boot zurück nach Taganga.</p>
<p>Jetzt steht noch ein wenig Theorie lernen auf dem Programm&#8230;</p>
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