Beiträge getagged ‘flug’

Das Ende naht

26 Februar 2010

Schon bald geht es wieder nach Deutschland, mein Jahr in Südamerika neigt sich dem Ende zu. Und da sich nun schon mehrfach Leute gefragt haben, wann und wie ich zurückkomme, hier die Flugdaten:


Bogota to Caracas

 

Flight 1 – Saturday, March 13, 2010
Departure   :11:00 – Bogota, Colombia – Eldorado, terminal 1
Arrival     :13:20 – Caracas, Venezuela – Simon Bolivar
Airline     :Avianca AV068


Caracas to Frankfurt

 

Flight 1 – Saturday, March 13, 2010
Departure   :17:30 – Caracas, Venezuela – Simon Bolivar
Arrival     :08:55+1day(s) – Frankfurt, Germany – Frankfurt International, terminal 1
Airline     :Lufthansa LH535


Frankfurt to Hamburg

 

Flight 1 – Sunday, March 14, 2010
Departure   :12:15 – Frankfurt, Germany – Frankfurt International, terminal 1
Arrival     :13:15 – Hamburg, Germany – Hamburg, terminal 2
Airline     :Lufthansa LH012

Bis bald in Hamburg!

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Aktuelle Reiseplanung

11 September 2009

An Airbus in downtown Hong Kong
Creative Commons License photo credit: lrargerich

 

Kleines Update meiner Reiseplanung:

  • 15.09.09 Popayán  => Bogotá
  • 18.09.09 Bogotá => Washington D.C.
  • 23.09.09 Washington D.C. => Bogotá
  • 29.09.09 Bogotá  => Calama (Chile) – Beginn Rundreise Chile, Argentinien, Uruguay, Brasilien (Iguacu)
  • 26.11.09 Calama  => Bogotá – Ende Rundreise
  • 29.12.09 Bogotá  => Cartagena de Indias
  • 02.01.09 Panamá? Evtl. Zentralamerika bereisen, inkl. Mexico.

Das ist so im Groben die derzeitige Planung…

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In Kolumbien!

7 Mai 2009

Gestern morgen ist um 2:50 Uhr Aufstehen angesagt, da der Flug von Santiago nach Lima verdammt früh ist: Um 6:40 Uhr soll er abfliegen und die Fluggesellschaft, Taca, will dass man mindestens 3 Stunden früher am Flughafen ist. Nach Rücksprache mit dem Reisebüro im Hostel ignore ich das und plane 2,5 Stunden ein und bestelle einen Flughafentransfer für 3:40 Uhr. Nachdem der Transfer um 3:55 Uhr immer noch nicht da ist, lasse ich die Nachtschicht im Hostel ein Taxi bestellen, und kaum hat er das gemacht, klingelt es an der Tür: Der Transfer ist da. Also muss der arme übernächtigte Mitarbeiter das Taxi wieder stornieren und ich mache mich auf den halbstündigen Weg zum Flughafen.

Dort angekommen lasse ich erstmal meinen Koffer in Plastik einschweißen und stelle ich mich an der Taca Schlange an, wo schon ein paar Leute stehen. Kaum stehe ich da, fangen zwei Mädels vor mir an sich zu unterhalten – in Deutsch. Die beiden, Mareike und Barbara, sind, wie sich rausstellt, auch auf dem Weg nach Bogotá und haben die gleichen Flugverbindungen. Also kämpfen wir uns fortan zusammen durch den undurchsichtigen Dschungel am Flughafen Santiago: Zuerst das Ticket von Taca holen, dann mit dem Ticket zu LAN gehen und das Gepäck einchecken – LAN macht den Flug nach Lima. Angeblich soll alles durchgecheckt werden, wir haben aber so unsere Zweifel, ob das wirklich klappt.

Unsere Plätze sind vom Zweitcheckin bei LAN natürlich nicht mehr zusammen und so verbringen wir den 4-stündigen Flug nach Lima ziemlich allein mit Video (Mi perro y yo), schlafen und lesen. In Lima angekommen müssen wir das Gepäck noch mal durchleuchten lassen und 1,5 Stunden später betreten wir mit dem letzten Aufruf das Flugzeug von Taca Richtung Bogotá. Die Maschine ist viel weniger modern, der Flug aber genauso lang. An Board des Fliegers bekommen wir erstmal die Einreiseformulare ausgehändigt und zusätzlich noch einen Fragebogen, ob wir Husten, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen, o.ä. haben – die Schweinegrippe lässt grüßen.

Als wir dann endlich um 14 Uhr (mit einer Stunde Zeitverschiebung, also GMT-5) ankommen, wartet erstmal die Einreise auf uns: Der Grenzbeamte ist superfreundlich und bewilligt mir auch anstandslos die von mir gewünschten 60 Tage Aufenthaltsgenehmigung. Da ich vor den Mädels noch auf die (überfüllte) Toilette gegangen bin, sind diese schon lange durch, aber als ich am Gepäckband ankomme sitzen sie da und warten auf mich – unsere Koffer sind nicht da! Alle Passagiere, die von Santiago über Lima nach Bogotá geflogen sind, vermissen ihr Gepäck. Also darf ich erstmal ein Gepäckverlustformular ausfüllen und die Dame sagt mir noch, ich solle mal auf den nächsten Flug aus Lima warten – der käme in einer Stunde an.

Glücklicherweise ist an Bord dieses Fluges tatsächlich unser Gepäck, so dass wir uns nun den weiteren organisatorischen Dingen widmen können: ein wenig Bargeld holen (im Notfall hätte ich ja glücklicherweise von meinen Kollegen schon kolumbianisches Geld gehabt – Danke nochmal), den Flug der Mädels nach Leticia bestätigen und dann am Schluss ein Taxi zum Hostal organisieren. Das mit dem Geld abheben ist auch nicht so einfach, Barbara bekommt mit ihrer Karte aus keinem der fünf verschiedenen Automaten Geld, während es bei mir glücklicherweise schon beim ersten klappt. Der DKB-Visa Karte sei Dank!

Die Taxifahrt nach Bogotá ist ein Abenteuer für sich: Sicherheitsabstände gibt es nicht, die Autos fahren beim Spurwechsel nur Zentimeter aneinander vorbei und unser Fahrer hupt im Durchschnitt einmal pro Minute. Da Barbara und Mareike noch kein Hostel haben, kommen sie erstmal mit zu meinem, die Hoffnung ist, dass dort noch was frei ist.

Nach einer halben Stunde kommen wir im Hostel an, und es gibt tatsächlich noch freie Betten. Das Hostel namens Platypus ist klein und doch recht groß – mehrere Wohnhäuser gehören dazu, wir sind in Casa 3. Die erste positive Überraschung ist, dass es zu jeder Tag und Nachtzeit kostenlosen echten Kaffee gibt. In Chile gibt es ja leider überwiegend nur Instant-Kaffee, insofern ist das eine echte Wohltat nach der langen Reise. Während wir unseren Kaffee trinken treffen wir u.a. Lisa, eine Deutsche, die uns allerlei unheimliche Geschichten über Kolumbien und Brasilien erzählt, andere erzählen uns aber recht positives über Bogotá, so dass wir wieder einigermaßen beruhigt sind. Die üblichen, in Südamerika zu treffenden, Sicherheitsvorkehrungen sollten auch hier ausreichen.

Später gehen wir noch kurz etwas zu Abend essen, lächerliche 2 Euro zahlt man hier für ein 2-Gänge Tagesmenü. Danach unterhalten wir uns noch und ich pack mir meine Ohrstöpsel in die Ohren, da neben meinem Raum der sehr laute Fernsehraum ist und man in diesem Haus alles hören kann (jetzt, wo ich gerade diese Zeilen schreibe, kann ich einem Israeli der nebenan telefoniert problemlos zuhören – kann aber kein Hebräisch). Ich telefonier noch kurz mit Carolina, der Schwester von Diana (die ich in Valpo kennengelernt hatte), und wir verabreden uns für den nächsten Tag um 11 Uhr am Goldmuseum.

Nach einer eher kalten Dusche trinke ich noch kurz einen Kaffee, bevor ich mich auf die Suche nach dem Goldmuseum, dem “Museo de Oro” mache. Dort angekommen, ich bin 5 Minuten zu spät, ist von Caro noch keine Spur. Kolumbianische Zeit halt. Um ca. 11:15 Uhr schlägt sie dann auf und zusammen schauen wir uns die sehr eindrucksvollen Exponate dieses hochgelobten Museums an.

Nachdem wir diesen kulturell schönen Pflichtteil hinter uns gebracht haben, zeigt Caro mir den historischen Kern Bogotás: La Candelária. Dort gehen wir noch ins Museo Bóltero, wo Werke dieses Künstlers ausgestellt sind und treffen uns dann mit einer Freundin von ihr, Andrea, zum Mittagessen. Diese ist übrigens noch schlechter zu verstehen als Caro: Wie mir die beiden erklären, spricht die kolumbianische Jugend wesentlich schneller als die Leute in meinem Alter. Die beiden sind jedenfalls doppelt so schnell in der Sprache unterwegs wie Diana und insofern habe ich meine liebe Not, sie zu verstehen. Zwischendurch sprechen uns mehrere Bettler an, die aber sehr höflich sind und genauso höflich von den Mädels behandelt werden. Eine seeeehr höfliche Gesellschaft hier.

Nachdem wir noch die von mir dringend benötigten Flip-Flops in einem Shop reserviert haben – ich werde sie morgen abholen – trinken wir noch ein Bierchen. Auf dem Rückweg werden wir dann Zeugen einer Meerschweinchenwette auf der Straße: Man kann darauf wetten, in welches Häuschen ein Meerschweinchen laufen wird… Wir essen noch eine kolumbianische Spezialität die einem Döner Hawaii ähnelt (Arepa oder so ähnlich) und dann bringen mich die beiden zurück zu meinem Hostel. Dort stelle ich dann fest, dass mich die kolumbianische Sonne im Nacken gut verbrannt hat – 2600m über dem Meer plus Sonne sind halt doch nicht ohne, auch wenn ich so gar nichts gemerkt hatte…

Morgen werde ich dann das Abenteuer unternehmen, mich mit den beiden in einem weiter entfernten Teil der Stadt zu treffen, wozu ich mehrere Buslinien nehmen muss. Dafür zeigen mir die beiden dann, wie man in Bogotá seine Abende verbringt :). Zudem wird sie mir einen kolumbianischen Chip fürs hiesige Telefonnetz mitbringen, so dass ich hier eine lokale Telefonnummer für mein Handy habe.

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Ich fliege!

19 April 2009

Tayrona National Park, Colombia
Creative Commons License photo credit: vonbergen.net

Hab soeben den Flug von Santiago nach Bogotá gebucht: Supergünstig, leider mit Zwischenstopp über Lima. Der Flug wird von Taca angeboten und kostet nur $299, nach aktuellem Wechselkurs also €230 – und das für einen Flug über mehrere tausend Kilometer. Leider geht der Flug schon um 06:40 Uhr morgens, und der Rückflug hat 12 Stunden Aufenthalt in Lima, aber den werde ich wahrscheinlich eh verfallen lassen und stattdessen einen Flug von Bogotá nach Quito buchen – ist günstiger als ein Gabelflug…

Fliegen werde ich am 6. Mai, dann werde ich wohl erstmal für 3-4 Wochen in Kolumbien bleiben – mein Rückflug (der, den ich wohl nicht verwenden werde) ginge am 10. Juni zurück.

Jetzt werde ich mal schauen, ob ich noch Karten für das Oasis Konzert in Santiago bekomme, das am 05. Mai stattfindet…

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Carretear en Valparaíso

18 April 2009

Der gestrige Tag startet mit blauem Himmel – auch heute ist wunderschönes Wetter, die Bewölkung,die sonst typischerweise im Herbst in Valparaíso vorherrscht ist verschwunden. Die Straßen Valparaísos wirken frühlingshaft: Die Farben der Hauswände wirken viel freundlicher und heller, die Häuser werfen Schatten und die Stadt lebt spürbar auf. Überall auf den Straßen sind Einwohner zu sehen: Hausfrauen gießen die Blumen am Straßenrand, in den Einkaufsstraßen treten sich die Passanten gegenseitig auf die Füße, um frisches Obst, Gemüse oder Fleisch zu erstehen. Vor einem Regierungsgebäude – Valparaíso ist Parlamentssitz -  sind Schulklassen, die gegen irgendetwas lautstark mit Sprechgesängen protestieren, während Marktschreier ihre Produkte anpreisen. Im Zentrum eilen Banker durch die Straßen, um die Mittagspause bestmöglich zu nutzen und Taxis und Busse streiten sich um den schnellsten Weg durch die Straßen. Studenten sitzen im Park an der Avenida Brasil und genießen die Sonnenstrahlen, so dass sich schon die Frage aufdrängt, ob eigentlich jemand in den Vorlesungen sitzt.

Bei diesem schönen Wetter bietet sich endlich die Chance, ein paar schöne Photos zu machen, und so starte ich gegen 12 Uhr im Cerro Alegre, wo ich wohne, einen ungeplanten Rundgang durch Straßen und Gassen. Die überall gegenwärtigen Restaurants, Cafés und kneipen sind packend voll: Mittagessenszeit. Nach dem Mittagessen im “Filou de Montpellier” entscheide ich mich, dem hiesigen Haus Pablo Nerudas einen Besuch abzustatten: La Sebastiana ist der Name. Um dorthin zu kommen, nehme ich ein Micro, einen der Kleinbusse, die überall in der Stadt in halsbrecherischem Tempo die Hügel erklimmen – schnelles Anfahren und Vollbremsungen gehören hier zum normalen Fahrstil – selbst wenn es nur der normale Busstop ist. Das Micro 612 Richtung Viña del Mar bringe ich per Winken zum Anhalten, so dass ich einsteigen kann. Auf dem Weg zur Avenida Ferrari, wo La Sebastiana ist, fahren wir die Av. Alemana entlang, vorbei an Stichstraßen, die Namen wie Av. Bismarck haben. Die Strecke auf der Av. Alemana bietet wunderschöne Aussichten auf Hafen und Bucht, und, angekommen in Pablo Nerudas Haus, zeigt sich, dass auch die Aussicht aus dem Haus heraus spektakulär ist.

La Sebastiana ist ein mehrstöckiges Haus, das noch komplett so möbliert ist, wie es Pablo Neruda damals hinterlassen hat – inzwischen wird es als Museum betrieben und ist eine der Sehenswürdigkeiten Valparaísos. Skurrile Einrichtungsgegenstände, wie z.B. ein Karusselpferd im Wohnzimmer zeugen von Nerudas interessantem Geschmack.

Nachdem ich einen Anruf von Leyla bekommen habe, dass wir uns eine Stunde später in der Innenstadt treffen könnten, nehme ich ein Micro zurück nach Cerro Alegre, und mach mich von dort aus auf den Weg nach “El Plan”, die Innenstadt, wo Leyla in einem Institut für maritime Biologie arbeitet. Dort erhalte ich von ihr und Kollegen eine kleine Führung und Erklärung was dort untersucht und erforscht wird und später machen wir uns auf den Weg zur Schwesterstadt Viña del Mar.

Diese Stadt, nur wenige Minuten von Valparaíso entfernt, könnte kaum gegensätzlicher sein: Teurere Autos auf den Straßen, ein Casino, eine Strandpromenade und viele, z.T. sehr häßliche Neubauten. Während wir noch den Sonnenuntergang zusammen mit wahrscheinlich der halben Stadtjugend am Strand mitbekommen essen wir noch kurz ein Gebäck, das deutschen Schweineohren sehr nahe kommt und betrachten die Sandskulpturen am Rand der Strandpromenade. Als es dunkel ist, wandern wir noch zu einem Imbiss, wo ich den größten Burger, den ich je gesehen habe für knappe 3 Euro vorgesetzt bekomme: Schweinebraten mit Avocadocrème (Palta heißt das hier) sind drauf, aber die Avocadocrème in unglaublichen Mengen, der Burger ertrinkt förmlich in ihr – wie die Chilenen es halt mögen… Leyla isst ein anderes chilenisches Nationalgericht: Wiener Würstchen in leicht pappigem Weißbrötchen mit ein wenig Gemüse drin und unglaublichen Mengen an Mayo, Avocadocrème – einen sogenannten Completo.

Nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt, wo wir als Party-Mitbringsel zwei Flaschen guten chilenischen Wein erstehen, fahren wir zurück nach Valparaíso, um dort der Einladung eines Arbeitskollegen zu folgen, der seinen Geburtstag feiert. Dort angekommen, stellt sich schnell raus, dass auf der Dachterasse des Hochhausneubaus in dem er wohnt, ein Asado stattfinden wird. Der Blick von dieser Terasse auf das nächtliche Valparaíso ist wiedereinmal spektakulär und während Bier und Wein, Rum und Vodka-Mischgetränke in nicht zu verachtenden Mengen verzehrt werden, das Fleisch auf dem Grill langsam vor sich hinbrutzelt, und ich versuche, den Gesprächen der anderen zu folgen bzw. selbst dran teilzunehmen, trudeln immer mehr Leute ein – darunter auch eine Kolumbianerin.

Später am Abend unterhalte ich mich mit ihr, und sie erzählt mir, dass auch sie Meeresbiologin ist und deswegen hier in Chile arbeitet. Sie habe aber eine kleine Schwester in Bogotá, und wenn ich wolle, könne sie Kontakt herstellen, so dass diese dort treffen könne… Die Welt kann wirklich einfach sein, es scheint, als ob man immer irgendwelche Leute trifft, die wiederum Kontakte in Regionen haben, die sich mit meinen Reisezielen decken…

Wir feiern noch bis 2:30 Uhr weiter, und ich habe Gelegenheit mich mit verschiedensten Leuten zu unterhalten: Die meisten interessiert natürlich, wo ich herkomme, was ich vorhabe und wie mir Chile gefällt, aber es ist schon interessant, wie z.B. Schule und Kindergarten organisiert sind, wie die Internetabteilung der Polizei in Chile arbeitet, oder dass einige, sehr lateinamerikanisch aussehende Leute auf einmal mit einem deutschen Nachnamen, geerbt von der väterlichen Seite, aufwarten.

Heute werde ich noch eine E-Mail an Diana, die Kolumbianerin, schreiben, damit sie ihrer Schwester meine Kontaktdaten geben kann und ich im Gegenzug auch die Daten ihrer Schwester erhalte.Außerdem muss ich noch meinen Flug nach Kolumbien buchen, laut dem Besitzer des Hostels – er ist der Autor des Footprint Reiseführers für Chile – könnte das ganze interessant werden: Die Flüge auf der chilenischen Internetseite scheinen günstiger zu sein als auf der englischsprachigen Seite und z.T. wird wohl nach der Kreditkartenprüfung noch der Preis geändert, da eine europäische Kreditkarte entdeckt wurde. Falls der Preisunterschied zu hoch ist, hat er mir empfohlen, in ein LAN Chile Reisebüro zu gehen und statt über das Internet dort zu buchen. Außerdem will ich auch noch zum Oasis-Konzert in Santiago am 4. Mai, wofür ich allerdings noch Karten benötige.

Vom gestrigen Erdbeben, 1600km nördlich war hier in Valparaíso übrigens nichts zu spüren, anscheinend war aber Arica betroffen. Inzwischen hat auch meine Dusche warmes Wasser, so dass ich auch mal wieder lange duschen konnte.

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Die neue Welt

8 April 2009

Im Flieger: Super Sache, so ein Platz am Notausgang – mehr Beinfreiheit als ich nutzen kann, nur beim Start lächelt mir Frau A. Koch, ihres Zeichens Saft…äh…Flugbegleiter zu – sie muss, mir gegenüber, auf dem Jumpseat platznehmen, obwohl der Flieger nicht voll ist und eigentlich noch normale Plätze verfügbar wären. Die 747 hebt ab und die Dame gegenüber wünscht mir noch einen schönen Flug und verschwindet nach dem Zuziehen des Vorhangs zur Businessclass.

Nachdem ich ein Gläschen Wein getrunken habe stelle ich fest, dass ich der Flugbegleiterin wohl auch auf Deutsch hätte antworten können – der spanisch/portugiesische Name auf dem Namensschild hatte mich verleitet, Englisch zu sprechen. Kurz darauf gibt es Abendessen und dann ist Schlafenszeit – als ich aufwache sind schon 8-9 Stunden des Fluges um. Eine echte Premiere im Flugzeug! Könnte aber an der Beinfreiheit liegen, mein Platz ist wirklich total geräumig und neben mir ist auch nur ein Sitz, okkupiert von einem Deutsch-Brasilianer, der vor dem Abflug mit einem Handy telefonierte und mit dem Blackberry im Internet gesurft ist…

Pünktlich zum Aufwachen gibt es dann auch schon Frühstück, nebenher läuft der aktuelle James Bond “Ein Quantum Trost” als Video. Kaum ist der hochwillkommene Kaffee leer, wird auch schon abgeräumt und kurz darauf beginnen wir den Landeanflug auf Sao Paulo.

5:30h brasilianische Zeit: In Sao Paulo kann ich gottseidank im Transitbereich bleiben, trotzdem wird mein Handgepäck heute das dritte Mal untersucht. Als ich die Abflughalle betrete traue ich meinen Augen nicht: Neben gelangweilten Servicekräften sitzen gelangweilte Fluggäste und gucken Fernsehen. Was läuft? Bundesliga, Köln gegen Leverkusen! *Kopfschüttel*. WLAN würde hier wahrscheinlich sogar mit meinem Flugticket funktionieren, ich weiß allerdings nicht, was ich zusätzlich zu meiner Eticketnummer als Passwort eingeben muss (falls Senha auf Portugiesisch Passwort bedeutet…) :(.

Boarding für die finale Strecke nach Santiago beginnt um 7:30h … und dauert ewig. Mindestens eine Stunde, ich dachte, wir heben gar nicht mehr ab. Im Flieger, der noch mal vier Stunden nach Santiago braucht, gibt es aber ein super Entertainmentsystem: Slumdog Millionaire vertreibt mir die Zeit, danach kommen noch 3/4 vom “Ja-Sager” bis der Landeanflug und damit das Chile-Werbevideo beginnt… Den Landeanflug nutzt dann auch gleich noch ein Brasilianer quer hinter mir, die blonde Russin neben sich anzubaggern – aufgrund unserer Haarfarbe dachte er, wir reisen zusammen…

Danach folgen die Passkontrollen und die Gepäckausgabe. Dort laufen lustig Hunde mit ihren Führern rum, um nach Lebensmitteln (oder auch Drogen) zu schnüffeln. Während ich auf mein Gepäck warte, klingelt auf einmal mein Handy: Maike aus dem Skiurlaub wollte mal kurz durchrufen und wundert sich, dass ich schon in Santiago bin… und nach einem letzten Durchleuchten des Gepäcks bin ich dann endlich durch und kann meinen Flughafentransfer zum Hostel “El Patio Suizo” im schönen Stadtteil Providencia suchen. Nachdem der Fahrer seine sechs Leute zusammen hatte, gings nach 20 min. auch schon los und jetzt sitze ich in meinem Zimmer am Netbook, draußen hat es gemütliche 23 Grad, und schreibe diese Zeilen – ich habe WLAN hier und konnte auch schon ein kleines Skype Videotelefonat mit meinen Eltern führen. Schon praktisch, die moderne Technik. Gleich werde ich mal was zu Essen suchen…

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Der Countdown läuft…

7 April 2009

Swiss Air Lines A330-200
Creative Commons License photo credit: caribb

Heute geht’s los! Um 18 Uhr werde ich einchecken und dann um 19:40 Uhr in den Flieger nach Frankfurt steigen. Von Frankfurt geht’s dann nach Sao Paulo wo ich 3 Stunden Aufenthalt haben werde und danach dann nach Santiago de Chile. Von dort aus habe ich dann einen Flughafentransfer zu meiner ersten Unterkunft.

Langsam werde ich nervös…

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