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	<title>doetsch.info &#187; essen</title>
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	<description>Im Wendekreis des Elbfisches</description>
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		<title>Schuften in Mumbai</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 03:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[photo credit: AamerJaved Heute ist der letzte Arbeitstag bei unserem Dienstleister. Wie jeden Tag werde ich gleich um 9 Uhr frühstücken und um 9:30 Uhr das Hotel verlassen. Draußen wartet ein Fahrer, der uns dann eine halbe Stunde durch den Verkehr von Mumbai navigiert. Unser Hotel, das Trident Nariman Point ist direkt an der Wasserfront [...]
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<small><a title="Attribution-NonCommercial-NoDerivs License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="AamerJaved" href="http://www.flickr.com/photos/8886642@N02/3722594594/" target="_blank">AamerJaved</a></small></p>
<p>Heute ist der letzte Arbeitstag bei unserem Dienstleister. Wie jeden Tag werde ich gleich um 9 Uhr frühstücken und um 9:30 Uhr das Hotel verlassen. Draußen wartet ein Fahrer, der uns dann eine halbe Stunde durch den Verkehr von Mumbai navigiert.</p>
<p>Unser Hotel, das Trident Nariman Point ist direkt an der Wasserfront zur Arabischen See und dankenswerterweise wurden wir beim Einchecken in bessere Zimmer gesteckt, als wir bezahlen. Dadurch habe ich nun ein Zimmer im 19. Stock mit Panoramafenster. Ein toller Blick auf Downtown Mumbai und die Arabische See erwarten mich jedes Mal, wenn ich nach draußen schaue. Unten huschen Menschen wie Ameisen über die Uferpromenade, wo Straßenverkäufer die ganze Nacht versuchen, Käufer für ihre schrill leuchtenden Elektrospielzeuge und Erinnerungen zu finden. Es erinnert doch sehr an die Wasserfront in Shanghai, mit Blick auf Pudong.</p>
<p>Doch Mumbai ist nicht mehr so unschuldig wie vor ein paar Jahren. Im Jahr 2008 erschütterten Nachrichten über großangelegte Terrorangriffe die Welt: Das Oberoi Hotel und das Taj Mahal Palace wurden von terroristischen Gruppen angegriffen und besetzt: Über hundert Menschen kamen um. Mein Hotel ist das Nachbarhotel vom Oberoi, gehört zum gleichen Gebäudekomplex. Das Betreten des Hotels ähnelt einem Flughafen-Checkin: Taschen werden durchleuchtet, jeder wird per Metalldetektor untersucht und überall läuft eine Menge Sicherheitspersonal rum. Die Fahrstühle bewegen sich nur, wenn eine Chipkarte für ein Zimmer vorliegt.</p>
<p>Doch wie ist Mumbai? Mumbai ist staubig, schrill und bunt. Es ist voll und lebhaft. Und es ist eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise. In Deutschland wird man wohl kaum sehen, wie eine Familie samt Ziege im Taxi nach Hause fährt &#8211; die Ziege auf allen Vieren im Kofferraum. Es ist anders, und Vorschriften, Regeln und Gebote sehen anders aus: Mittwoch morgen fahren wir zur Arbeit und warten im Stau. Ein kleiner Junge kommt aus einem verfallenen Haus, in dem ein kleiner Laden ist. Er hat lediglich ein T-Shirt an, stellt sich an der Straßenrand und nutzt den Straßenrand völlig selbstverständlich als Toilette. In Deutschland? Undenkbar. Inder können nur schwer Nein sagen &#8211; schon von Kindesbeinen an wird Ihnen indoktriniert, dass die Eltern Götter sind und man ihnen nicht widersprechen darf. Ein Inder arbeitet das, was seine Eltern ihm als Beruf ausgewählt haben. Er heiratet meistens per arrangierter Ehe und im Geschäftsleben ist der typische Inder sehr schüchtern und stellt praktisch keine Fragen.</p>
<p>Der Verkehr erinnert an Südamerika: Rücksichtslos, hoffnungslos verstopfte Straßen, jedes Auto hat eine Delle. Nur dass in Indien die Autos auf der linken Seite fahren, den Engländern sei Dank. Das Essen ist sehr vielfältig, schmeckt dabei aber immer nach den typischen indischen Gewürzen. Es ist lecker, scharf und natürlich nicht nur vegetarisch: Indien besteht nicht nur aus vegetarischen Hindus, sondern vereint noch viele weitere Glaubens- und Kulturgruppen. So gibt es z.B. Märkte, wo die eigentlich heiligen Kühe geschlachtet zum Verkauf stehen. Ein Hindu würde da zwar nie hingehen, ein Moslem aber schon.</p>
<p>Morgen werde ich das erste Mal die Stadt als Tourist sehen: Jeden Tag der Woche sind wir um 09:30 Uhr in die Firma gefahren und erst um ca. 20:30 Uhr oder später zurückgekommen. Das wird sich nun ändern.</p>
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		<title>El bicho a.k.a. la cucaracha</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 19:54:42 +0000</pubDate>
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 <small><a title="Attribution-NonCommercial-ShareAlike License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="Gustavo (lu7frb)" href="http://www.flickr.com/photos/67662120@N00/2478858446/" target="_blank">Gustavo (lu7frb)</a></small></p>
<p>Da treffe ich mich gestern nichtsahnend zum Abendessen mit Paula in einer Pizzeria in der Nähe des Plaza Brasil in Santiago und dann das: Nachdem ich mir einen leckere (sie war es wirklich&#8230;) Pizza Serrano bestellt habe und auch schon ein Viertel verdrückt habe, verrutscht ein anderes Viertel und unten auf dem Teller grinst mich eine Miniaturküchenschabe an &#8211; sie ist anscheinend beim Fressen im Ofen gestorben&#8230; Qué asqueroso! Immerhin gibt es als Kompensation eine neue Pizza &#8211; mein Hunger ist allerdings nicht mehr allzu groß.</p>
<p>Direkt nach dem Abendessen muss ich leider schon los, ich bin mit Diana und Markos in Nuñoa verabredet, was ca. 30 min. vom Barrio Brasil entfernt ist. Dort gehen wir noch in eine Bar, aber dank der weiten Entfernung kann ich nicht lange bleiben &#8211; die öffentlichen Verkehrsmittel fahren nur bis 23 Uhr.</p>
<p>Heute habe ich mich mit Leo zum Mittagessen in Las Condes, einem weiteren Stadtteil von Santiago, getroffen, und gleich werde ich dann Carla, die Mexikanerin vom ersten Besuch in Santiago, treffen. Ins Bett werde ich heute wohl früher gehen &#8211; mein Flughafentransfer steht morgen um 3:40 Uhr *morgens* vor der Tür, aber ich  bin mir sicher, dass mich Kolumbien für diese Uhrzeit reichlich entschädigen wird :).</p>
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		<title>Zurück in Santiago</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 21:51:04 +0000</pubDate>
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 <small><a title="Attribution-NoDerivs License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="mabel flores" href="http://www.flickr.com/photos/34843762@N00/1384634772/" target="_blank">mabel flores</a></small></p>
<p>Der 1. Mai ist der Tag des Abschieds von Nadja und Eva &#8211; die beiden sind auf einem Geburtstag in Los Andes eingeladen und sind somit am Samstag, dem Tag meiner Abreise nicht in Valpo. Aber den Kontakt kann man ja auch über Facebook halten&#8230;</p>
<p>Ich hingegen bin auf Leylas Geburtstag eingeladen: Wiedereinmal erwartet mich der traumhafte Blick von ihrem Haus auf Valparaíso &#8211; der Geburtstag findet in einem Partyraum im 31. Stock statt. Die Schönheit der Stadt bei Tag und Nacht ist immer wieder atemberaubend: Tagsüber das Ozeanblau des Pazifiks in der Bucht und die vielen bunten Häuser, die die Hügel säumen, nachts die Hafenbeleuchtung und die vielen kleinen orangen Lichter auf den Hügeln. Als Geschenk habe ich auf dem Cerro Alegre, eine handgefertigte Handtasche erstehen können, bei deren Auswahl mir Nadja helfen konnte&#8230;</p>
<p>Nach und nach treffen auf dem Geburtstag die Gäste ein und zur Begrüßung wird mir natürlich das chilenische Nationalgetränk, Pisco Sour, gereicht. Pisco ist ein hochprozentiger Traubenschnaps, für den eigentlich Peru bekannt ist, der aber inzwischen überwiegend in Chile produziert wird. Wer mal einen leckeren Pisco probieren will, kann ja mal versuchen, einen Pisco der Marke Mistral zu finden. Während ich am Glas nippe, werden mir verschiedenste Leute vorgestellt: Jessica, über die ich dann im Frühling bei &#8220;Un Techo Para Chile&#8221; mitmachen werde, Paula, die Schwester von Leyla, Isaac, ein Freund von Paula, und noch einige andere. Jessica spricht doch tatsächlich ein sehr gutes Englisch, aber den Abend über spreche ich dann doch nur Spanisch und versuche, den chilenischen Dialekt zu verstehen. Morgens um 2:30 Uhr finde ich dann mein Bett, wo ich ziemlich erschöpft einschlafe.</p>
<p>Gestern steht dann um 14 Uhr die gemeinsame Busfahrt mit Leyla nach Santiago an. Diesmal wohne ich in einem anderen Hostel, dem &#8220;<a href="http://www.lacasaroja.cl/" target="_blank">Casa Roja</a>&#8220;. Das Hostel ist ein riesiger alter Palast im Stadtteil &#8220;Barrio Brasil&#8221;, der vollständig renoviert wurde. Insgesamt wohnen hier sehr sehr viele Reisende und es ist ganz anders als die vorherigen Unterkünfte: Groß, das Personal eher unpersönlich aber mit exzellenten Freizeitbereichen, Internetcafé, WLAN, Duschen, Reisebüro, Bar, Swimmingpool und vielem anderen. Für den Swimmingpool ist es allerdings zu kalt, in Santiago sind bestimmt nur 15°C.</p>
<p>Während ich mich noch mit einigen neu kennengelernten anderen Gästen unterhalte (an unserem Tisch: 1 Schwede, eine Dänin, eine Finnin, eine Brasilianerin, ein Holländer) klingelt mein Telefon: Paula ist dran und fragt, ob wir heute Abend was unternehmen wollen. Wir verabreden uns (entgegen meiner ursprünglichen Pläne, einen ruhigen Abend zu verbringen) um 22:30 Uhr der Metro-Station Republica, wohin ich auch Juliana, die Brasilianerin, die gerne was machen will, mitnehme.</p>
<p>Dort angekommen treffen wir auch schon die wartende Paula und zusammen gehen wir in eine Bar namens Piso 33. Nachdem wir ein paar Pisco Cola getrunken haben, füllt es sich langsam: Hier in Chile fängt die Nacht erst um 1 Uhr morgens an. Kaum haben wir gezahlt und sind aufgestanden, wird unser Tisch weggeräumt, damit der zusätzliche Platz als Tanzfläche genutzt werden kann. Die Musik ist sowieso schon ziemlich laut, also tanzen wir ein wenig. Während Juliana keine Lust mehr hat und zurück nach Hause geht, bleiben wir noch länger. Der vorherig für einen Geburtstag reservierte Raum lockt, und die Türsteher interessiert auch nicht, dass wir da reingehen. Hier wird populäre Musik, kein an Techno grenzender House gespielt. Zwischen europäischen und amerikanischen Klassikern der 80er, 90er und dem besten von Heute ;-) sind natürlich auch ein paar Latino-Klassiker. Interessant! Wir beenden die Nacht jedenfalls gegen 3:30 Uhr, Paula fährt nach Hause und ich ins Bett.</p>
<p>Kaum bin ich heute aufgestanden und hab mir ein Frühstück organisiert, klingelt mein Telefon wieder: Diesmal ist es Paulas Schwester Leyla: Ich sei zum Mittagessen bei ihrer Familie, die ja in Santiago lebt, eingeladen und solle um 13 Uhr vor dem Präsidialpalast, &#8220;La Moneda&#8221; sein. Also kurz das Frühstück runtergeschlungen, sich mit ein paar neuangekommenen Israelis unterhalten und dann zur Moneda gehetzt. Dort schauen wir uns noch eine Ausstellung über die chilenischen Ureinwohner, die Mapuche an und gehen dann zur Wohnung der Eltern, wo diese sowie ihre dritte Schwester schon warten.</p>
<p>Zum Essen gibt es einen Salat (für mich mit Huhn statt Fisch), dann Empanadas al Piña und als Nachtisch Papajas mit Eis. Während des Essens werde ich natürlich über Zustände und Gegebenheiten in der deutschen Gesellschaft gelöchert und erfahre im Gegenzug einiges über Chile. Dennoch zeigt sich hier, dass ich nach wie vor viel zu wenige Vokabeln kenne&#8230;</p>
<p>Heute Abend werde ich hier im Hostel ein Thaicurry essen, morgen steht wohl ein Museumsbesuch an &#8211; und so wie es aussieht, wird es hier auch die nächsten Tage nicht langweilig werden&#8230;</p>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 20:48:00 +0000</pubDate>
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<p>Dani und ich gehen jetzt wieder getrennte Wege &#8211; der Spanisch-Intensivkurs ist vorbei. Ich weiß jetzt zwar theoretisch, wie der Subjuntivo funktioniert, praktisch anwenden ist da aber ne andere Sache, weil es irgendwie ständig Ausnahmen gibt&#8230;</p>
<p>Abgesehen vom Spanischkurs habe ich nur ein paar wenige Sachen hier gemacht: Abends bin ich mal mit den beiden Schweizer Mädels losgezogen, wo wir in den Kneipen Kabala bzw. El Pajarito eingekehrt sind. Generell habe ich diese Woche Abends viel gekocht, und den einen Abend habe ich Valparaíso mal wieder von oben betrachten dürfen &#8211; auf Holzbrettern auf dem Dach eines Hauses sitzend. Das war dann auch so eine schöne Aussicht, dass wir das ein paar Stunden durchgehalten haben. Nebenbei haben wir natürlich chilenischen Wein getrunken. Abends habe ich dann in meinem Zimmer Gesellschaft bekommen, weil eine Dänin kein Zimmer mehr bekommen hatte und ich ihr, ich kannte sie schon ein paar Tage, angeboten hatte, dass sie bei mir im Zimmer übernachten könne, da ich ja ein riesiges Bett habe&#8230;</p>
<p>Am nächsten Morgen, also gestern morgen,  bin ich dann wieder zum Spanisch gegangen und nachmittags habe ich eine Hafenrundfahrt durch den Hafen Valparaísos gemacht und anschließend sind wir ins Vinilo gegangen und haben dort sündhaft teures, aber sehr gutes original chilenisches Essen gegessen und uns stundenlang mit Ivan, dem Bruder des Besitzers über Valpo, Chile, Tango und Argentinien unterhalten.</p>
<p>Für heute Abend habe ich noch keine Pläne, aber morgen werde ich dann mit Nadja, einer der Schweizerinnen einen Ausritt auf Pferden durch angeblich sehr schöne Landschaft machen. Außerdem findet wohl in der Nähe von Valpo ein Weinfestival statt, das mir vom hiesigen Hostel-Besitzer sehr ans Herz gelegt wurde.</p>
<p>Sonntag morgen treffe ich mich dann mit Leyla, um mit ihr zur Isla Negra einen Ausflug zu machen &#8211; da gibt es wohl sehr schöne Buchten und ein Pablo Neruda Haus, das sehr sehenswert sein soll. Außerdem muss ich mich noch entscheiden, wo ich ab morgen Abend übernachte&#8230;</p>
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