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	<description>Im Wendekreis des Elbfisches</description>
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		<title>Tag des Tränengases</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p>Es ist der 1. Mai in der 8-Millionen Metropole und traditionell bedeutet dies Aufbegehren der politischen Linken und der Armen gegen die herrschende politische, oftmals korrupten, Klasse Kolumbiens. An fast jeder Wand eines Großunternehmens, einer Bank, eines Ministeriums prangen revolutionistische Graffitis, in der Nacht angesprüht. Viele Geschäfte haben ihre Rolladen runtergelassen oder ihre Scheiben mit Holzplanken gegen Randale geschützt. Gespannte Ruhe in der Stadt, es scheint, als ob die Stadt den Atem anhält. Im Zentrum fahren Motorradpatrouillen von 10-15 Motorrädern, jeweils ein Fahrer und ein Polizist im gepanzerten Kampfanzug durch die Straßen, an jeder Ecke stehen Gruppen von mindestens 5 Polizisten und die Carrera 7, eine der Lebensadern der Stadt wird von Hunderten Polizisten, links und rechts gesäumt &#8211; für hunderte von Metern gibt es keine Lücke zwischen den dort positionierten Eingreiftruppen.</p>
<p>So zeigt sich Bogotá Nathaly und mir, als wir im Zentrum ankommen, um ein paar Besorgungen zu tätigen und zu essen. Zunächst wird uns von der Polizei mit Hinweis auf Ausschreitungen verweigert, den Plaza Bolívar zu betreten, der Platz, wo sich Präsidentenpalast, Parlament und Justizpalast befinden. Wir wollen eigentlich nur einen Hut kaufen, ein wenig entfernt vom touristischen Nepp, doch dafür müssen wir diese Orte passieren. Angekommen am Hutverkauf eröffnet uns der Verkäufer, dass wir mindestens 12 Hüte kaufen müssten &#8211; er verkaufe nur an Großkunden. Unser Argument, dass wir hier vor wenigen Tagen einen einzelnen Hut (den jetzt Kevin hat) gekauft haben, lässt er nur unbeeindruckt abperlen und wendet sich gelangweilt seinen Gedanken zu.</p>
<p>Auf dem Rückweg sehen wir allerorten massive Polizeipräsenz, und als wir am Goldmuseum ankommen, um wieder nach Chapinero, etwas weiter im Norden von Bogotá, zurückzukehren, fängt plötzlich der auf der Straße stationierte Wasserwerfer an, eine rennende Gruppe von Demonstranten mit Wasser zu beschießen. Parallel hört man ein Ploppen, und in etwa 5 Meter Höhe sehen wir Tränengasgranaten auf ihren Flugbahnen in Richtung der Gruppe niedergehen. Die Menge ist in Bewegung und nach wenigen Minuten ist die Aufregung, nur ca. 20m von uns entfernt, wieder vorbei und es herrscht wieder ein wenig Ruhe.</p>
<p>Als wir später, über diverse Umwege in Chapinero ankommen, lesen wir, dass die Proteste die schwächsten der letzten Jahre waren.</p>

						<div id="pdrp_endAttribution">
						photo by: 
						 
							<a href="http://flickr.com/58614987@N08/5372204501" target="_blank" class="pdrp_link pdrp_attributionLink">
								raphaelthelen</a>
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		<title>An der Karibikküste entlang</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 20:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Enttäuschung von Santa Marta packe ich meine Sachen im Hotel Miramar weil wir die Stadt schnell verlassen möchten. Hotel Miramar ist ein uraltes Loch von Hotel, sehr schäbig wirkend mit freundlichem Personal und eigentlich ganz witzig, wenn man sich dran gewöhnt hat. Die Dusche ist ein Metallrohr, aus dem kaltes, vom Klima leicht [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Enttäuschung von Santa Marta packe ich meine Sachen im Hotel Miramar weil wir die Stadt schnell verlassen möchten. Hotel Miramar ist ein uraltes Loch von Hotel, sehr schäbig wirkend mit freundlichem Personal und eigentlich ganz witzig, wenn man sich dran gewöhnt hat. Die Dusche ist ein Metallrohr, aus dem kaltes, vom Klima leicht angewärmtes Wasser kommt. Kevin bleibt noch da, als Nathaly und ich einen Bus nach Palomino nehmen, wo wir unser Gepäck gelassen haben &#8211; für das Wochenende haben wir nur ein paar Sachen eingepackt und sind leicht gereist.</p>
<p>Der Bus nach Palomino dauert diesmal nur 1,5 Stunden, und, da wir nur leichtes Gepäck dabei haben, nehmen wir den Fußweg zum Strand. Wehmütig passieren wir das mir angebotene Grundstück, treffen kurz &#8220;Kurt&#8221;, den Verkäufer, ohne viele Worte mit ihm zu wechseln. Er ist gut gelaunt und zuversichtlich, die Dokumente bald zu haben. Durch den weißen Sand trotten wir müde zur Finca Escondida, wo wir kurz unsere Bekannten begrüßen, dann aber schnell die Sachen einsammeln und bei absoluter Dunkelheit (ein weiterer Stromausfall, diesmal aber schon seit dem Vortag anhaltend) umpacken. Wir lassen uns von Niamh drei Motorräder bestellen, die uns und unser Gepäck zum Dorf bringen &#8211; bei Regen, wieder einmal durch Schlamm und holprige, Schlagloch gespickte Wege. Wer noch nie bei solchen Bedingungen hinten auf einem Motorrad gesessen hat, kann sich nicht vorstellen, welche Endzeitszenarien einem dabei durch den Kopf gehen.</p>
<p>Am Troncal de Caribe, der Verbindungsstraße der karibischen Städte Santa Marta und Riohacha, angekommen lassen uns die Jungs, die uns auf ihren Bikes mitgenommen haben, zurück. In der Dunkelheit und im Regen sehen wir nur eine leere Straße zur linken und die die Straße säumenden Geschäfte des Dorfes zur Rechten. </p>
<p>Als in der Ferne Scheinwerfer auftauchen, die in Richtung Santa Marta fahren, trete ich auf die Straße und es ist tatsächlich ein Bus, den ich an heranwinke. Als er hält, fragen wir, ob er nach Santa Marta fahre und tatsächlich haben wir Glück. Oder auch nicht.</p>
<p>Der Bus ist uralt, es sitzen zwei Passagiere drin sowie zwei Fahrer. Der Fernseher ist eingeschaltet und gespeist aus einem DVD Player dröhnt er laut und zeigt Musikvideos von Vallenato-Legenden. Vallenato ist die an der Küste meistgehörte Musik, sehr Akkordeon-lastig und nicht so wirklich mein Fall. Aber man gewöhnt sich dann doch dran. Bei jeder Unebenheit auf der Straße setzt das Video kurz aus, der Kassierer eilt schnell zum DVD Player, um das Video weiterlaufen zu lassen.</p>
<p>Eine halbe Stunde später kommen wir am letzten Dorf einer riesigen Bananenplantage vorbei. Da der Motor des Buses schon stottert, wird mittels mehrerer, in einem Laden gekaufter Kanister Diesel der Tank notdürftig aufgefüllt. Erst springt der Motor nicht an, der Bus stottert und huckelt ein zwei Meter voran und kommt wieder zum Stehen. Als Fahrer und Kassierer endlich den Bus wieder am Laufen haben, ist eine halbe Stunde vergangen.</p>
<p>2 Stunden später kommen wir in Mamatoca, am Ostrand von Santa Marta an. Von dort nehmen wir ein Taxi, dessen Fahrer noch versucht, uns ein anderes Hotel/Hostel aufzuschwatzen, uns dann aber im Miramar absetzt, wo Kevin erstaunt feststellt, dass wir schon wieder da sind.</p>
<p>Wir unterhalten uns noch und beschließen spontan, morgen nach Cartagena zu fahren &#8211; meine Erfahrungen dort waren bisher nicht so toll, aber ich habe schon Lust, noch mal hinzufahren. Insofern reservieren über Hostelbookers eine Unterkunft, El Viajero, die direkt innerhalb der Altstadt ist.</p>
<p>Am nächsten Morgen holt uns dann luxuriöserweise ein Bus direkt am Hostel ab, mit dem es Non-Stop Richtung Cartagena geht. Mitten auf der Strecke haben wir fast einen Autounfall, als ein Kleinwagen ohne Blinker, Geschwindigkeit und ohne zu gucken direkt vor uns ausschert. Glücklicherweise ist die rechte Fahrbahn frei, so dass wir gerade noch mit Bremsen in sicheres Fahrwasser gelangen.</p>
<p>In Cartagena lässt uns der Busfahrer an einer Ecke raus, ohne uns &#8211; wie versprochen &#8211; zum El Viajero zu fahren. Nach einigen Irren durch die Altstadt von Cartagena kommen wir schließlich im Hostel an, wo uns ein Typ an der Rezeption doch tatsächlich weismachen möchte, dass der Betrag, den Hostelbookers ausweist nicht korrekt sei und wir mehr zahlen sollen. Nach einigen Diskussionen stimmt uns seine Kollegin, eine Katalonin aus Barcelona zu, und wir bekommen unsere Betten zum gebuchten Preis. Sauteuer, aber super gelegen und sehr sauber und schön. Wahrscheinlich das schönste Hostel, dass ich bisher in Kolumbien gesehen habe.</p>
<p>Währenddessen läuft das Fußballspiel Chelsea gegen Barcelona und als Chelsea gewinnt, sind überall nur lange Gesichter. Es scheint, keiner mag Chelsea, und ich bin da auch keine Ausnahme.</p>
<p>Den Rest des Tages schauen wir uns noch Cartagena an, Essen etwas und trinken abends noch ein paar Cocktails, während wir im kolumbianischen Fernsehen &#8220;Colombia tiene Talento&#8221;, das kolumbianische Pendant zu &#8220;Das Supertalent&#8221; schauen.</p>
<p>Cartagena ist die unbestrittene Tourismus-Hauptstadt Kolumbiens und der Stolz Kolumbiens. Die aus Kolonialzeiten stammenden Befestigungsanlagen, wie zum Beispiel das Fort San Felipe, wurden nach Plünderung der Stadt durch Sir Francis Drake errichtet und sind Zeugnis der Vergangenheit Kolumbiens als Kolonie der Spanischen Krone. Im Hafen halten Kreuzfahrtschiffe, und vor wenigen Tagen fand hier der Amerika-Gipfel der Nord-, Zentral- und Südamerikanischen Länder statt &#8211; wie auch in den Zeitungen insbesondere durch einen Prostituierten-Skandal des Secret Service breitgetreten. Die alten kolonialen Herrenhäuser sind wunderschön, in vielerlei Farben angemalt und ihre herrschaftlichen Balkone schauen auf die engen Straßen, wo sich Einheimische, Touristen, Eselkarren, Pferdekutschen und Taxen tummeln.</p>
<p>Am nächsten Tag bleiben wir noch kurz in Cartagena, frühstücken und schauen uns dann das Champions League Spiel Real Madrid gegen Bayern München an und fahren dann weiter zum Busbahnhof, um dort einen Bus nach Bucaramanga zu nehmen. Bei der Fahrt zum Terminal passieren wir nach Verlassen der historischen Altstadt auch ärmste Viertel von Cartagena, bis wir nach ca. 25 Minuten am Terminal ankommen. Der 12 Stunden Nachtbus nach Bucaramanga fährt schon 10 Minuten nach Ankunft und wir ergattern einen Super-Preis von 70.000 COP pro Person. Kevin fährt zurück nach Santa Marta, da sein Rückflug nach Deutschland ihn erwartet.</p>
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		<title>Das kalte Erwachen am Traumstrand</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 18:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[16.04.2012 &#8211; 24.04.2012 Nach Ankunft in Bogotá am 15.04.2012 mit sofortiger kräftiger Feier im Colombian Pub im Ausgehviertel Galerias nutzen wir den nächsten Tag zum Erholen und um ein paar Besorgungen zu tätigen: Wir wollen eine Sim-Karte für mobiles Internet kaufen, Freunde besuchen, bei der Bank vorbei und ähnliches. Am Kompliziertesten gestaltet sich, eine Sim-Karte [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/20120429-131214.jpg" rel="lightbox[670]"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/uploads/2012/04/20120429-131214.jpg" alt="20120429-131214.jpg" class="alignnone size-full" /></a></p>
<p>16.04.2012 &#8211; 24.04.2012</p>
<p>Nach Ankunft in Bogotá am 15.04.2012 mit sofortiger kräftiger Feier im Colombian Pub im Ausgehviertel Galerias nutzen wir den nächsten Tag zum Erholen und um ein paar Besorgungen zu tätigen: Wir wollen eine Sim-Karte für mobiles Internet kaufen, Freunde besuchen, bei der Bank vorbei und ähnliches.</p>
<p>Am Kompliziertesten gestaltet sich, eine Sim-Karte für mein iPad zu bekommen: Bei Comcel wissen die Mitarbeiter zunächst überhaupt nicht, ob es das im Rahmen von PrePaid gibt, wieviel das kostet und wie immer sind sie fest davon überzeugt, dass jedes Telefon bzw. iPad ein Sim-Lock hat und somit nur mit einem Netzbetreiber nutzbar ist. Nachdem wir die ersten Hürden der Tarifoptionen überstanden haben, fragt der Angestellte nach dem iPad, dass ich natürlich nicht dabei habe, da mir dafür die Straßen von Bogotá doch ein wenig unsicher sind. Nach längerem hin- und her stellt sich heraus, dass er die eindeutige Nummer der Mobilfunkeinheit, die IMEI haben will. Also machen wir uns auf den Rückweg zur Wohnung und rufen auf dem Weg bei Dennys und Claudia an &#8211; einer von denen muss uns ja die Tür auf machen&#8230; Nachdem ich alle möglichen Nummern aufgeschrieben habe, laufen wir im strömenden Regen von Bogotá, mit wagnerschem Donner als Soundtrack begleitet, zurück zum Centro de Atención al Cliente de COMCEL. Dort erklären wir dem nächsten Mitarbeiter, was wir wollen, und nach ca. 30 Minuten sind wir dann tatsächlich im Besitz einer Micro-Sim von COMCEL, die für die erste  30 Tage sogar kostenlos 3 GB Datenverkehr mitbringt.</p>
<p>Später besuchen wir dann noch William und seine Frau in der Firma, in der Nathaly früher gearbeitet hat, die uns nochmal die Kaufprozesse von Immobilien im Detail erklären &#8211; als Teil Ihrer Firma nehmen Sie viele Immobilien An- und Verkäufe vor. Wir machen mit ihnen ab, dass sie die Papiere, die wir ihnen später schicken werden prüfen und machen uns sodann auf dem Weg zum Flughafen El Dorado, der schon bald in neuer Pracht erstrahlen wird, da derzeitig ein neues, hochmodernes Terminal gebaut wird, das schon jetzt einladend und von außen weit fortgeschritten wirkt. Der alte El Dorado Flughafen ist hingegen eher eine Ursache für weitverbreiteten Augenkrebs&#8230;</p>
<p>Eigentlicher Anlass für den Aufenthalt in Kolumbien ist ja der Kauf eines Grundstücks in direkter Strandnähe. So ein Grundstück hatte Nathaly in der Nähe von Santa Marta gefunden, womit das Ziel des Fluges auch feststand: Santa Marta.</p>
<p>Santa Marta ist der wohl entspannteste und am schönsten angelegte Flughafen, den ich bisher gesehen habe: Der Flughafen hat fast keine geschlossenen Räume, eine Terrasse mit Blick auf die Karibik und ist klein und gemütlich, direkt am Strand gelegen. So hat man dann auch beim Anflug in Santa Marta das Gefühl, im Meer zu landen, da die Landebahn direkt an das Meer angrenzt und man über das Meer anfliegt.</p>
<p>Das hat auch den Vorteil, dass man jedes anfliegende Flugzeug von der Terrasse sehen kann. Da wir spontan mit Kevin, einem Freund aus Leipzig, der zufällig auch gerade in Kolumbien war, abgemacht hatten, dass wir uns in Santa Marta auf dem Flughafen treffen begeben sich Nathaly und ich somit auf die Terrasse des Flughafens, essen ein sehr gutes Champignon-Schnitzel, fotographieren die Karibikküste und trinken ein kühles Colombian Club, das nach eigenen Angaben beste Bier Kolumbiens.</p>
<p>Als Kevin dann ca. 1 Stunde später eintrifft machen wir uns langsam fertig, als wir seinen Avianca Flieger reinkommen sehen und nehmen zunächst ein Taxi nach Mamatoco, das Richtung Riohacha gelegene Bus-Mini-Terminal. Dort angekommen, werden wir direkt nach dem Aussteigen von mehreren Kolumbianern bedrängt, wo wir hin wollten. 2 Minuten später sitzen wir im Bus nach Palomino, leicht gestresst von der Hektik und wundern uns, warum der Bus nicht losfährt. Die Antwort bekommen wir von einem Mitreisenden: Der Bus fährt erst los, wenn alle Plätze besetzt sind. Die ganze Hektik also umsonst</p>
<p>Nach etwa 5 nervösen Rückfragen von Kevin, ob sein Gepäck auch sicher sei, setzt sich der Bus in Bewegung. Leider ist es auch schon dunkel und kurze Zeit später fängt es stark an zu regnen. Der Bus wird immer langsamer und statt nach 1,5 h Fahrt erreichen wir Palomino erst 2,5 h nach Abfahrt.</p>
<p>Palomino ist ein kleines Dorf und die Landstraße, die durch das Dorf führt das Epizentrum des Ortes. Ehemals Hauptquartier der Paramilitärs ist es inzwischen durch Einschreiten des kolumbianischen Militärs komplett befriedet und die Paramilitärs wieder in die Gesellschaft eingegliedert oder in die Höhen der Sierra Nevada de Santa Marta vertrieben. </p>
<p>Dort ausgestiegen, bestellen wir erstmal ein kleines Abendessen bei einem Restaurant um die Ecke und setzen uns unter das Restaurantdach, auf das der Regen laut herunterprasselt.  Bei dem Regen möchten wir natürlich nicht zu Fuß zur Finca Escondida gehen, die 15min von dder Hauptstraße entfernt direkt am Strand gelegen  ist. Nach langem Verhandeln erwischen wir zu einem Wucherpreis von 10.000 COP ein Privat-Auto samt Fahrer, der unser Gepäck einlädt und dann auf einen kleinen Sandweg einbiegt. Der Weg ist durch den Regen aufgeweicht und schlammig, mit Schlaglöchern übersäht  führt an bescheidenen Häusern vorbei, bis nach einer Kurve in 200m Entfernung eine Finca auftaucht.</p>
<p>Als wir aussteigen, hören wir im Hintergrund das Rauschen der Meeres und sehen vereinzelt Schaumkronen in der Dunkelheit. Wir passieren die Finca und sind an einem einsamen Traumstrand. Ein paar Meter weitergegangen sehen wir Lichter &#8211; die Finca Escondida, wo wir unterkommen werden. Dort, in einem Holzpavillion unter einem Palmendach, gesäumt von Kokospalmen sitzen Touristen und ein paar Einheimische, trinken oder Essen was. Mittendrin die mit ihrem blonden Haar herausstechende Teilhaberin der Finca Escondida Mara und Nathalys Freundin Niamh (Nieve gesprochen), die uns freudig begrüßen, erstmal ein kühles Bier anbieten (wir haben immer noch um die 28 Grad) und uns befragen, wie wir es mit dem Gepäck zu so später Stunde noch zum Strand geschafft haben.</p>
<p>Alles wirkt sehr sauber, das Essen riecht gut und die Atmosphäre ist freundlich entspannt. Die Preise sind leider nach unserem Empfinden sehr hoch, was aber sicherlich dem geschuldet ist, dass in Palomino kein Massentourismus, sondern Eco-Tourismus angestrebt wird. Wir kommen in einem 3-Bett-Zimmer für 25.000 COP pro Person unter, und, gerade als wir unsere Sachen dorthin bringen, fällt der Strom aus.</p>
<p>Glücklicherweise stehen ein paar Petroleumlampen und mein Reisehandy (Neupreis ca. 30€) bereit &#8211; das Beste an dem Handy ist, dass es eine eingebaute LED-Lampe hat. Auf Reisen ist das inzwischen unverzichtbar geworden, da kommt kein Smartphone ohne eigenständige LED Leuchte mit. Nach ca. 20 Minuten ist der Strom wieder da, und kurze Zeit später gehen wir ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.</p>
<p>Wir werden vom Rauschen der Brandung geweckt, und als wir zum Strand gehen, zeigt sich uns ein traumhafter weißer Strand, auf der einen Seite Palmen, auf der anderen Seite das aufgewühlte karibische Meer, das hohe Wellen in Richtung Strand schleudert. Der Strand ist menschenleer, nur in der Ferne sieht man Fischerboote gegen die Wellen kämpfen und Kogi in weißer Kleidung den Strand herunterwandern. Die Kogi sind die indigene Urbevölkerung der Sierra Nevada de Santa Marta und der Küstenregion, die wahrscheinlich durch die Unzugänglichkeit der höchsten Berge Kolumbiens der Ausrottung durch die spanischen Konquistadoren entgangen sind.</p>
<p>Am morgen, beim Frühstück unterhalte ich mich mit Mara, über mein Ziel, Land zu kaufen und sie erzählt, wie sie ihre Finca erstanden hat. Später suchen wir den in Palomino ansässigen Großgrundbesitzer auf &#8211; ein einfacher Mann, der mit seinem Esel den Strand runtergelaufen kommt und dessen Frau wie das Land heißt. Wie er uns später erzählt besitzt er hunderte von Hektaren an Land an der Küste, allein in Palomino im zweistelligen Bereich.</p>
<p>Er ist sicherlich mindestens 73 Jahre alt, und leider ist es fast unmöglich, seinen Wortschwall zu unterbrechen: Springend, von einem Thema zum anderen erzählt er uns über seine letzten Verkäufe, ohne auf unser Interesse, dem Kauf eines eigenen Stückes Landes einzugehen. Nach einer halben Stunde zeigt er uns ein schönes, 3000m2 großes Grundstück, das noch zum Verkauf steht. Das ursprünglich avisierte Grundstück hat er bereits verkauft, zum doppelten des Preises von vor zwei Monaten, der Nathaly genannt worden war. Wir verhandeln mit ihm einen Preis und bitten ihn um die Informationen, mittels derer wir die Rechtmäßigkeit seines Besitzes überprüfen wollen. </p>
<p>In Kolumbien läuft die Prüfung der Besitzverhältnisse folgendermaßen ab:</p>
<p>- Prüfung des Eigentümers eines Grundstückes mittels des &#8220;Certificado de Libertad y Tradición&#8221;, welches dem Grundbucheintrag entspricht. Hierfür sind wir nach Riohacha zum &#8220;Registro de los instrumentos publicos&#8221; gefahren.</p>
<p>- Prüfung der &#8220;Escritura&#8221;, der Beschreibung des Grundstücks mit seinen Grenzen. Hierfür besuchten wir die Notaria in Riohacha und ließen uns eine Kopie ausstellen.</p>
<p>Leider stellte sich heraus, dass der Mann, nennen wir ihn Kurt, zwar Besitzer von 37 Hektaren Land ist, das angebotene Stück Land aber nicht spezifiziert war &#8211; mit seinen Grenzmarkierungen, Nachbarn nach Norden, Süden, Westen, Osten usw. </p>
<p>Am folgenden Tag machen wir ab, dass wir mit ihm ein Kauf-/Verkaufsversprechen vertraglich am kommenden Montag in Santa Marta abschließen würden. Er solle lediglich die exakte Beschreibung der Grundstücksgrenzen mitbringen, wir würden den Vertrag zusteuern.</p>
<p>Einen Mustervertrag hatte ich bereits in Deutschland im Internet gesucht und gefunden (<a href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=metrocuadrado.com.co&#038;source=web&#038;cd=1&#038;ved=0CA8QFjAA&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.metrocuadrado.com.co%2F&#038;ei=LIOdT4GTGsPy6QGa85WcDw&#038;usg=AFQjCNEzLuJlzCIF3T5UlQNmPo9ef0BQpg">metrocuadrado.com</a> ist eine super Informationsquelle) und verbringe somit das Wochenende in Santa Marta &#8211; neben einigem Feiern und Ausgehen ;) &#8211; mit der Anpassung des Vertrages. Lediglich die Grundstücksgrenzen und -beschreibung müssten ergänzt werden.</p>
<p>Als wir uns dann Montags treffen weicht unser Enthusiasmus der Realität: Kurt zeigt uns ein DIN A6 Karopapier mit einem gezeichneten Quadrat, wo lediglich ein paar Meterangaben und Namen stehen. Damit ist eine Identifikation des Grundstücks nicht möglich. Somit bitten wir Kurt, die genauen Beschreibungen von der Planungsbehörde in Dibulla inkl. des Certificado de Urbanización einzuholen und es soll angeblich am folgenden Donnerstag da sein.</p>
<p>Später, als wir noch durchrechnen, wie lange der Banktransfer brauchen würde, rufen wir bei Kurt an und sagen ihm, dass die Zeit nicht reicht. Jetzt hoffen wir, dass er seine Unterlagen vernünftig zusammenbekommen, uns per E-Mail zur Verfügung stellen kann und wir vielleicht in ein paar Monaten zu einem Abschluss kommen können. Für jetzt ist der Traum eines Grundstücks, 300m vom Strand entfernt, erstmal geplatzt.</p>
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		<title>Zurück in Kolumbien</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 13:24:35 +0000</pubDate>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>14.04.2012</p>
<p>Es ist 4:30 Uhr als der künstliche Hahnenschrei meines Reisehandys, am Vorabend aufgeladen und eingestellt, mich aus dem Halbschlaf reißt. Trotz vieler Arbeitsstunden in der Woche zuvor und Koffer packen bis 0:30 Uhr hat sich der Schlaf einfach nicht vorbeigetraut: Vorfreude auf den Urlaub und Nervosität ob der laufenden Projekte in der Firma haben ihn vergrault.</p>
<p>Nachdem die letzten Sachen eingepackt und wir fertig sind, klingelt es auch schon an der Tür: Das Taxi ist da und bringt uns rechtzeitig zu unserem 7:10 Uhr Flug zum Flughafen. Die Verbindung, die wir diesmal fliegen ist uns beiden neu: Von Hamburg über Paris nach Bogotá mit Air France. Bereits beim Online-Checkin hatte Air France seinem Ruf alle Ehre gemacht, und die Webseiten nicht auf Deutsch oder Englisch, sondern auf Französisch dargestellt. Da hat sich das 7-8 jährige, fast erfolglose Französischlernen in der Schule doch wieder gelohnt.</p>
<p>In Vergleich zu vielen anderen Flughäfen, die ich gesehen habe, wirkt Paris Charles-de-Gaulle sehr betonlastig und grau. Außerdem ist er riesig, und als wir leicht verspätet ankommen, bleibt auch nicht mehr viel Zeit, um das Terminal für außereuropäische Flüge zu erreichen. Kurz nachdem wir ankommen, beginnt das Boarding.</p>
<p>Leider heben wir trotzdem um mehr als eine Stunde verspätet in einem schon etwas angestaubtem Airbus A340-300 ab. Lufthansa setzt auf der Strecke Frankfurt &#8211; Bogotá bzw. Caracas &#8211; Bogotá bereits A340-600 ein, und der Unterschied ist deutlich sichtbar an den Bildschirmen für die Bordunterhaltung, den Platzverhältnissen und nicht zuletzt an den Sitzen.</p>
<p>Für das Kabinenpersonal fängt jetzt der Stress an: Vor mir sitzt eine Kolumbianerin, deren Sitz sich leider nicht feststellen lässt, er neigt sich also immer in meine Richtung. Ein Achselzucken des Stewards mit der Aussage, dass man da nichts tun könne löst das Problem zumindest aus Sicht von Air France. Eine deutsche Frau drängelt sich als nächstes zum Steward vor und beschwert sich: der vom Bodenpersonal versprochene Fensterplatz ist kein Fensterplatz. Ob noch Platz im Flieger sei, um sich umzusetzen. Nachdem von Deutsch zu gebrochenem Englisch gewechselt wird, liegt auch hier die Lösung auf der Hand &#8211; das Flugzeug sei voll, aber sie könne ja mit anderen Passagieren sprechen, ob diese tauschen wollten.</p>
<p>Der Flug ist ruhig mit gelegentlichen Turbulenzen über Venezuela und Kolumbien, das Bordprogramm spult, nach meiner Wahl, erst Sherlock Holmes 2, dann Tim &amp; Struppi ab, das Essen ist recht gut und dann sind wir nach einer gefühlten Ewigkeit in Bogotá: Immer noch eine Stunde verspätet, aber am Flughafen wartet schon ein Freund von Natha, der uns abholt.</p>
<p>Wie so oft in Lateinamerika ist ansonsten noch nichts organisiert: Unsere lose angedachte Unterkunft klappt nicht, da der Freund am Arbeiten und nicht verfügbar ist. Also fahren wir erstmal in die Firma unseres Abholers, trinken mit ihm und einem (auch mir) Bekanntem 1-2 Bierchen im Laden um die Ecke und fahren dann ganz woanders zum Übernachten hin: Zu Eli und Claudia, die in einer 4 Personen WG im Stadtteil Chapinero wohnen.</p>
<p>Claudia erwartet uns schon an der Tür und verkündet uns lautstark, dass wir ja dann alle heute Nacht ordentlich feiern würden, sie hätte ja alles schon in die Wege geleitet. Wir überreichen ein paar kleine Gastgeschenke aus Deutschland und dann zeigt uns Claudia, wo wir übernachten werden, auch wenn das eigentlich nicht erlaubt ist: Die Vermieterin hat Gastübernachtungen, insbesondere von Männern untersagt.</p>
<p>Nachdem wir uns kurz unterhalten haben, gehen wir noch einkaufen, ein gebratenes Hähnchen essen und meine Telefonnummer organisieren. Internet über Mobilnetz folgt heute.</p>
<p>Während ich mich, vom mit dem Besenstiel an die Decke klopfendem Lärm der verrückten Nachbarin begleitet, ins Bett lege, um ein paar Stunden zu schlafen, tauschen Natha und ihre Freundinnen die letzten Neuigkeiten aus.</p>
<p>Später, gegen 23 Uhr &#8211; in Deutschland ist es jetzt 5 Uhr morgens &#8211; werde ich geweckt und wir machen uns auf den Weg zu einer Partymeile Bogotás: Galerías. Dort schauen wir uns ein paar Discos und Pubs an und landen schließlich im Colombian Club, wo wir zu sechst durchhalten, bis der Club schließt.</p>
<p>Während Alexis und ich ins Bett gehen, lassen die 3 Mädels den morgen in einem Jacuzzi ausklingen. Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass Claudia ihr Handy verloren bzw. es geklaut wurde und den ganzen Tag regnet es mit starken Gewittern, so dass wir den größten Teil des Tages drinnen verbringen: Nur zum Essen und abends, um Freunde kurz zu treffen, verlassen wir die Wohnung, wo wir nach wie vor &#8220;illegal&#8221; wohnen.</p>
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		<title>Abwarten und Tee trinken</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 03:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[photo credit: kcbimal Am 28.11.2011 machen wir uns auf den Weg nach Munnar. Rony faehrt, Rocio liegt hinten auf der Rueckbank und schlaeft und ich verfolge die Route und Strecke auf meinem Telefon per GPS. Nachdem wir Gewuerze in Periyar gekauft haben, geht es gegen 19 Uhr los, auf engen, dunklen, unbeleuchteten engen Gebirgspaessen, oftmals [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Munnar - Top Station" href="http://www.flickr.com/photos/12555839@N00/2743218499/" target="_blank"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3190/2743218499_0d8547e643_m.jpg" alt="Munnar - Top Station" border="0" /></a><br />
<small><a title="Attribution License" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="kcbimal" href="http://www.flickr.com/photos/12555839@N00/2743218499/" target="_blank">kcbimal</a></small></p>
<p>Am 28.11.2011 machen wir uns auf den <a href="http://g.co/maps/n3ta7" target="_blank">Weg</a> nach <a href="http://g.co/maps/bdyxk" target="_blank">Munnar</a>. Rony faehrt, Rocio liegt hinten auf der Rueckbank und schlaeft und ich verfolge die Route und Strecke auf meinem Telefon per GPS. Nachdem wir Gewuerze in Periyar gekauft haben, geht es gegen 19 Uhr los, auf engen, dunklen, unbeleuchteten engen Gebirgspaessen, oftmals nur Sand unter und ein Abhang neben uns, fahren wir mit durchschnittlich 25 km/h gen Munnar.</p>
<p>Wir brauchen &#8211; im Gegensatz zur Angabe im Routenplaner von Google &#8211; sage und schreibe 4 Stunden fuer die 104 km und sind hinterher heilfroh, angekommen zu sein. Unsere Unterkunft heisst Green Wood Cottage und ist ein kleines Haus am Hang eines Berges, ca. 13 km ausserhalb von Munnar. Das eigentlich reservierte Hostel hat uns zu seiner Zweigstelle im Gruenen geschickt, weil direkt in Munnar kein Platz mehr war. Ausser zwei Touristinnen aus Daenemark bzw. England sind wir die einzigen Gaeste auf dem Berg, lediglich der Verwalter ist noch da.</p>
<p>Am naechsten Morgen stehen wir gegen 9 Uhr auf, fruehstuecken mit den anderen und machen uns dann auf die Suche nach Rony. Der erzaehlt uns, dass wie in Munnar die Strassen blockiert sind, er aber versuchen koenne, und zum Spicegarden zu bringen. Wir stimmen zu, und 3 Minuten spaeter haelt unser kleiner Tata &#8211; ein Auto kann man es kaum nennen &#8211; vor dem Spicegarden.</p>
<p>Der Spicegarden ist eine Mischung aus Zoo und botanischer Ausstellung: Neben zwei Elefanten und einem Kamel ist auch noch ein Pferd da auf dem man reiten kann, so man denn will. Ausserdem gibt es noch zwei Baumhaeuser und viele Gewuerzpflanzen und Baeume, die mit Aufstellern ausgestattet sind, so dass man auch weiss, welches Gewuerz gerade vor einem waechst. Im grossen und ganzen ist das ganze jedenfalls unspektakulaer und nach einer halben Stunde sind wir wieder draussen.</p>
<p>Rony guckt uns verbluefft an, dass wir so schnell sind, kann uns aber nirgendwo sonst hinbringen. Daher machen wir uns zu Fuss auf, Teeplantagen zu sehen &#8211; wir muessen lediglich der Strasse nach Munnar folgen. Der Plan ist, die 13 km zu wandern, und sich dann abends von Rony abholen zu lassen, da der Streik ja um 18 Uhr vorbei ist.</p>
<p>Nach einer Stunde wandern sehen wir die ersten Teefelder, gruene Flickenteppiche auf den Berghaengen. Als wir weiterlaufen und Fotos machen, die Natur bewundern und uns langsam Richtung Munnar vorarbeiten haelt auf einmal ein Gelaendewagen neben uns. Das Fenster geht auf, und ein Mann fragt uns, ob er uns mitnehmen koenne &#8211; er bricht mit seinem Auto den Streik und versucht trotz der Blockaden nach Munnar durchzukommen. Wir steigen ein und sind 15 Minuten spaeter in Munnar, wo wir aussteigen &#8211; auf dem Weg haben wir genug schoene Landschaft fuer den Rueckweg gesehen&#8230;</p>
<p>In Munnar wird erstmal ein Tee geordert, dann ganz geheim im Restaurant Mittag gegessen &#8211; offiziell ist das ja auch wegen des Streiks geschlossen. Wir sind hingegangen, da uns ein anderer Tourist, ein Franzose, den Tipp gegeben hatte, dass es zwar zu sein, man aber, wenn man die Betreiber fragt, trotzdem etwas bekommt. Gesagt getan und kurze Zeit spaeter steht das beste Chicken Masala meiner Indien Reise auf dem Tisch &#8211; fuer unter 100 Rupien, also weniger als 1,40 EUR.</p>
<p>Danach machen sich Rocio und ich auf den Rueckweg: Vorbei am Wasserkraftwerk, Teeplantagen die 13km Richtung Green Wood Cottage. Und wieder haben wir Glueck &#8211; nach ca. 6 km Wanderung nimmt uns ein weiterer streikbrechender Autofahrer ein paar Kilometer mit, da er aber in eine andere Richtung muss geht es danach zu Fuss weiter.</p>
<p>Als wir fast am Ziel sind werden die uns schon laenger begleitenden dunklen Wolken tatsaechlich zu Regen, und wir erreichen das Hostel mit Muehe und Not bevor der Himmel die Schleusen entgueltig oeffnet und einen kleinen Ozean Richtung Boden schickt.</p>
<p>Zu Abend kocht der Hausverwalter fuer uns ein Kartoffelcurry und ich lasse den Abend mit einem indischen Bierchen ausklingen.</p>
<p>Am naechsten Tag geht es auf den Rueckweg nach Cochin, von dort mit dem Flugzeug nach Mumbai und von dort mit dem Flieger Richtung Heimat &#8211; zur Zeit sitze ich in Dubai in der Emirates Lounge und warte auf meinen Anschlussflug nach Hamburg. Der Flug in Mumbai ging um 4:30 Uhr los, und da ich vorher nicht geschlafen habe, war ich sofort eingeschlafen. Auf dem Hamburg Flug habe ich dann noch mal 6 Stunden Zeit fuer ein Nickerchen &#8211; die 2,5h von Mumbai nach Dubai waren dann doch zu wenig.</p>
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		<title>Keine Tiger, aber Elefanten</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 03:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[photo credit: mckaysavage Am 27.11.2011 geht es weiter: Das Periyar Wildlife Sanctuary ist mein Ziel, als mein Fahrer Rony wieder einmal auf das Gaspedal drueckt und wir morgens losfahren. Die Fahrt ist nervenaufreibend: enge Paesse, oftmals nur einspurig und unasphaltiert erlauben uns nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h auf der 150km langen Strecke. Die Aussichten [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="India - Kerala - 063 - spice plantation - pepper" href="http://www.flickr.com/photos/56796376@N00/2077698043/" target="_blank"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2262/2077698043_d07c9245b4_m.jpg" alt="India - Kerala - 063 - spice plantation - pepper" border="0" /></a></p>
<p><small><a title="Attribution License" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="mckaysavage" href="http://www.flickr.com/photos/56796376@N00/2077698043/" target="_blank">mckaysavage</a></small></p>
<p>Am 27.11.2011 geht es weiter: Das Periyar Wildlife Sanctuary ist mein Ziel, als mein Fahrer Rony wieder einmal auf das Gaspedal drueckt und wir morgens losfahren.</p>
<p>Die Fahrt ist nervenaufreibend: enge Paesse, oftmals nur einspurig und unasphaltiert erlauben uns nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h auf der 150km langen Strecke. Die Aussichten sind jedoch wunderschoen und entschaedigen fuer das langsame Vorankommen:</p>
<p>Tee-Plantagen wirken wie ein gruener Flickenteppich an den Haengen der Berge, der Western Ghats und ueberall sind hohe gruenbewachsene Berge zu sehen.</p>
<p>Wir sehen viele geschmueckte Autos, da heute ein Feier- und Wallfahrtstag ist und viele Glaeubige, gekleidet in Schwarz &#8211; die Frauen in schwarzem Sari, die Maenner mit schwarzem Hemd und schwarzem Tuch (statt Hose) auf dem Weg sind. Die Pilger tanzen durch das Tempeldorf, beschmeissen sich mit Farbpulver und es ist fast unmoeglich durchzukommen.</p>
<p>Als wir Nachmittags dann in Kumily, dem dem Nationalpark naechstgelegenen Ort ankommen checke ich im Hotel ein, und Rony macht sich auf den Weg zum Flughafen von Cochin, um Rocio, die Kolumbianerin aus Agra einzusammeln. Sie hat sich entschlossen, noch ein paar Tage in den Sueden zu kommen und will sich auch Periyar und Munnar anschauen.</p>
<p>Abends erfahre ich dann, dass am naechsten Tag ein Generalstreik in Periyar stattfinden wird, da die Anwohner die Regierung Indiens dazu zwingen wollen, endlich einen neuen Staudamm zu bauen.</p>
<p>Der alte Staudamm ist bereits ueber 100 Jahre alt und wurde damals von den britischen Kolonialherren gebaut. Er ist nun aber baufaellig und da die Region in den letzten Tagen starke Regenfaelle sowie kleinere Erdstoesse erfahren hat, ist die Angst gross, dass dieser Teil Keralas durch einen Dammbruch ueberflutet werden koennte &#8211; der Wasserstand ist auf dem festgelegten Maximalstand (136 Fuss) und 350.000 Anwohner sind betroffen.</p>
<p>Auf der anderen Seite hat der Nachbarstaat Angst, dass er nicht mehr die durch den alten Damm und dessen Pacht garantierten Wassermengen bekommt &#8211; die Regelung der Wasserlieferung ist an den Damm gekoppelt und hat eine Laufzeit von 999 Jahren &#8211; den Briten sei Dank. Mit einem neuen Damm koennte sich das aendern.</p>
<p>Der Streik ist am naechsten Morgen sichtbar &#8211; die Jeep-Safari findet wegen des Streiks nicht statt, alle Geschaefte sind geschlossen, die Strassen sind mit Baeumen und Geroell blockiert.</p>
<p>Somit fuehrt uns Rony zu einem Ort, wo wir auf Elefanten reiten koennen &#8211; dies tun wir auch, 30 Minuten belaestigen wir den grauen Riesen mit unserem Gewicht, danach ist das aber auch getan.</p>
<p>Um ueberhaupt irgendetwas zu tun, beschliessen wir, einen indischen Kochkurs zu machen: Wir kochen verschiedene Currys, unter anderem ein Huehner-Curry mit frisch geschlachtetem Huhn &#8211; wir rupfen selbst die Federn des kurze Zeit vorher noch lebendigen Zweibeiners&#8230;</p>
<p>Nach dem Kochkurs wissen wir auch, welche Gewuerze wir kaufen sollten, und da Kerala das Land der Gewuerze ist, das schon im Mittelalter Europa mit exotischen Gewuerzen wie Cardamom, Kreuzkuemmel oder Curry-Blaettern versorgt hat, gehen wir in einen Gewuerzsupermarkt und kaufen erstmal ein &#8211; spottbillig, 100g Cardamom z.B. fuer 70ct.</p>
<p>Am Abend, nachdem der Streik um 18 Uhr bis zum naechsten Tag vorbei ist, setzen wir uns wieder ins Auto und fahren ins Hochland der westlichen Ghats &#8211; nach Munnar, zu den Teeplantagen.</p>
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		<title>Hausbootfahren in Alappuzha (Alleppey)</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 12:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Reflecting Backwaters" href="http://www.flickr.com/photos/21630979@N02/5248567315/" target="_blank"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5049/5248567315_6a3f8668a7_m.jpg" alt="Reflecting Backwaters" border="0" /></a><br />
<small><a title="Attribution-NonCommercial-ShareAlike License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="maceightytwo" href="http://www.flickr.com/photos/21630979@N02/5248567315/" target="_blank">maceightytwo</a></small></p>
<p>Es ist der 25.11.2011 als ich gut gelaunt mein Fruehstueck im &#8220;Tag und Nacht&#8221;, Fort Cochin esse. Frische Fruechte, Chai-Tee und Tomaten-Kaese Sandwiches lassen die Welt schon viel besser aussehen. Vor dem Tor raekelt sich in einem weissen Tata (das ist ein indisches Auto) der Fahrer, der mich kurze Zeit spaeter nach Alappuzha bringen wird &#8211; hin zum Hausboot, auf dem ich ab 11 Uhr fuer 22 Std. in den keralischen Hintergewaessern schippern werde.</p>
<p>Nach ein paar mal verfahren sind wir auch schon da und ich bringe meine Sachen an Bord. Das Hausboot habe ich alleine, mal abgesehen von der 4 Mann Besatzung. Ich habe mich fuer die Sparvariante ohne Klimaanlage entschieden, was ich noch bereuen werde &#8211; Nachts werde ich mich schlaflos auf dem Bett waelzen, ohne viel Schlaf zu finden. Das Badezimmer ist klein, halbwegs sauber und die Dusche sieht unbenutzbar aus, aber das ganze ist ja kein 5 Sterne Erlebnis.</p>
<p>Entspannend ist es aber alle Mal: Leise tuckert der Motor des Schiffs vor sich hin, nachdem wir den Verkehrsstau von Hausbooten hinter uns gelassen haben und ein wenig alleine sind. Ich sitze unter dem offenen Vordach des Bootes und schaue mich rechts und links um, die Kamera fest im Griff. Ueberall gehen die Kanal-Anwohner ihrem normalen Leben nach: Za-wusch, za-wusch, za-wusch toent es von links &#8211; eine Frau waescht ihre Waesche im Kanal und schlaegt irgendein Kleidungsstueck auf einen Stein. Auf der anderen Seite waescht sich ein aelterer Mann und mitten voruns kreuzt ein Einbaum mit Schuelern, die am anderen Ufer zur Schule gehen. Dann gibt es Mittagessen aus der Bootskantine, ein vegetarisches Masala und ein paar Linsen.</p>
<p>Auf dem Wasser treiben gemuetlich Graeser und um Punkt 16 Uhr wird Tee mit Gebaeck serviert. Gegen Abend legen wir dann in einem Dorf an, dass ich mir aber wegen des starken Regens nicht anschaue. Dann lese ich noch ein wenig, esse zu Abend und ab geht&#8217;s ins Bett. Und am naechsten Morgen, kurz nach dem Fruehstueck geht es mit dem Auto weiter. Nach Varkala, wo ich eine Heisswasser-aus-Eimer-Dusche geniesse und ansonsten nichts gross passiert, da es in Stroemen regnet. Es deutet sich nur an, dass die Kueste dort wunderschoen ist &#8211; hohe Wellen, beeindruckende Klippen.</p>
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		<title>Portugiesisch-chinesisches Fort Cochin</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 12:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[photo credit: ramesh.rasaiyan In China, ca. 200km von der naechsten Stadt entfernt, mitten in der Provinz Sichuan fegte ein ploetzlicher Windstoss die sandige Strasse entlang, wirbelte ein wenig Sand auf und kam zum Stillstand. Vom Wind getroffen verlagerte sich das Gewicht von vielen kleinen Reiskoernern in die Richtung des Windstosses. Diese wiederum uebten Druck auf [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Evening sky &amp; Chinese Fishing net at fort cochin!..." href="http://www.flickr.com/photos/22828405@N04/5160811404/" target="_blank"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1158/5160811404_4e4517b9ae_m.jpg" alt="Evening sky &amp; Chinese Fishing net at fort cochin!..." border="0" /></a><br />
<small><a title="Attribution-NonCommercial License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="ramesh.rasaiyan" href="http://www.flickr.com/photos/22828405@N04/5160811404/" target="_blank">ramesh.rasaiyan</a></small></p>
<p>In China, ca. 200km von der naechsten Stadt entfernt, mitten in der Provinz Sichuan fegte ein ploetzlicher Windstoss die sandige Strasse entlang, wirbelte ein wenig Sand auf und kam zum Stillstand. Vom Wind getroffen verlagerte sich das Gewicht von vielen kleinen Reiskoernern in die Richtung des Windstosses. Diese wiederum uebten Druck auf weitere Reiskoerner aus, bis eine unaufhaltsame Kettenreaktion in Gang gesetzt war: In China fiel ein Sack Reis um.</p>
<p>Genauso interessant und spannend scheint das Leben in (Fort) Cochin zu sein. Bei ueber 30 Grad im Schatten geht das Leben hier ein wenig langsamer und ruhiger von statten. Es gibt fast keinen Strassenverkehr, die Strassen sind fast leer, zwischendurch  ziehen ein paar Touristen durch die &#8220;Princess Rd.&#8221;, um tibetische oder indische Mitbringsel zu kaufen.</p>
<p>Im Norden der Insel laedt eine Uferpromenade zum Kauf frischer Fische ein, die man gleich nebenan im Restaurant braten lassen kann. Hinter den Bretterbuden sind riesige chinesische Fischernetze aufgebaut, die zwischen kaputten Booten und auf Stegen hockenden Familien einen seltsam orientalen Charme ausstrahlen.</p>
<p>Ich bin in einem Homestay untergekommen, dem &#8220;Tag und Nacht&#8221;-Homestay, in dem Antonio und seine Familie leben. Antonio ist Inder, aber sein Name erzaehlt noch von der gescheiterten portugiesischen Kolonisierung von Cochin. Den Namen &#8220;Tag und Nacht&#8221; hat er gewaehlt, weil er Deutschland toll findet. Warum? Habe ich nicht rausfinden koennen. Das einzig Bedauernswerte an diesem Homestay ist die fehlende Klimaanlage, lediglich ein Ventilator mueht sich vergeblich, der Hitze von Fort Cochin Herr zu werden, haeufig sabotiert von laengeren Stromausfaellen. Nach Einbruch der Dunkelheit ohne Taschenlampe irgendwo hingehen &#8211; ein Abenteuer.</p>
<p>Ein paar Stunden nach meiner Ankunft am 23.11.2011, nimmt sich Antonio die Zeit, mit mir die Zeit in Kerala, selbstdeklariertes Land Gottes (&#8220;God&#8217;s own country&#8221;) zu planen. Er bietet mir sehr guenstig an, einen Fahrer fuer die Zeit zu organisieren und wir buchen gleich auch ein paar Unterkuenfte und das Hausboot.</p>
<p>Am folgenden Tag schaue ich mir noch Fort Cochin an &#8211; die juedische Synagoge mitsamt Judenviertel, den Palast, allerdings alles nur von aussen, da es nicht sehr sehenswert aussieht. Viel interessanter ist das kennenlernen des &#8220;echten&#8221; Lebens beim Laufen durch Strassen, die sehr touristenleer aussehen.</p>
<p>Aber wirklich passieren tut nichts in Fort Cochin&#8230;</p>
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		<title>Udaipur</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 07:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<small><a title="Attribution-NonCommercial License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="betta design" href="http://www.flickr.com/photos/65768710@N00/2083364035/" target="_blank">betta design</a></small></p>
<p>Zehn Stunden Fahrt mit dem Zug oder eine Stunde Flug sind die Alternativen, um von Jaipur nach Udaipur zu kommen. Als dekadenter Mitteleuropaeer entscheide ich mich fuer den Flug. Der Flug wird ausschliesslich von Touristen bestiegen &#8211; Franzosen, Belgier und eine Reisegruppe von Chilenen. Wir fliegen in einer <a onclick="window.open('http://de.wikipedia.org/wiki/ATR_72','','');return false;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/ATR_72" target="_blank">ATR 72</a>, einem zweimotorigen Propellerflugzeug. Es ist das zweite Mal, dass ich in so einem Vogel sitze, und es ist das zweite Mal, dass ich den Rueckwaertssitz, also gegen die Flugrichtung, habe.</p>
<p>Nach einem unspektakulaerem Flug setzt die Maschine ruckelnd auf dem Rollfeld auf, der Pilot hupt noch mal kurz (naja, wenn er koennte, wuerde er) und wir laufen vom Flugzeug zum Terminal rueber. Es ist der 18.11.2011. Im Flughafen hole ich mir ein Taxi, dass mich die 25km bis Udaipur Zentrum faehrt &#8211; fuer 500 Rupien, also ca. 7,5 EUR. Eine Stunde dauert das, und als ich im Nukkad Guesthouse einchecke habe ich die Wahl zwischen zwei Zimmern. Ich nehme das Zimmer, wo ich aufrecht im Badezimmer stehen kann und mache mich auf den Weg zur Dachterrasse.</p>
<p>Eine schoene Eigenschaft von Rajasthan ist, dass es praktisch ueberall Dachterrassen gibt, wo man essen kann, die Stadt von oben betrachtet und ein illegal verkauftes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kingfisher_(Bier)" target="_blank">Kingfisher-Bier</a> trinkt. Die meisten indischen Restaurants und Hotels haben naemlich keine Alkohol-Lizenz, da diese zu teuer ist. Trotzdem bekommt man unter der Hand ueberall Bier. Von der Dachterrasse habe ich einen tollen Blick, der u.a. den oben im Photo gezeigten Bereich beinhaltet.</p>
<p>In den Strassen von Udaipur zeigt sich das uebliche Bild: &#8220;Bonjour, d&#8217;ou etes-tu?&#8221;, &#8220;Hello, where are you from?&#8221;, &#8220;Are you Danish?&#8221; toent es aus jedem Geschaeft, jeder Rikscha, ja fast jedem indischen Mund. Die Stadt, auf betreiben der lokalen koeniglichen Familie vollstaendig auf Tourismus fixiert, besteht ausschliesslich aus Touristenshops fuer Textilien und Schmuck sowie Reisebueros.</p>
<p>Aber schon ein wenig abseits der Altstadt, abseits des touristen Zentrums um den &#8220;City-Palace&#8221;, den Stadtpalast, schwirren einheimische Gerueche durch die Luft, Inder waschen ihre Kleidung im See und die Sonne spiegelt sich im See auf dem Boote gemaechlich schippern, photo-wuetigen Touristen die schoensten Motive verschaffend.</p>
<p>Ich wandere im Laufe einiger Tage durch verschiedene Teile der Stadt, entspanne auf der Dachterrasse und faulenze &#8211; fuer mich gibt es hier diesmal kein enges Touristenprogramm, da ich genug von der Rajasthan Hetzjagd habe &#8211; alle 2 Tage eine neue Stadt ist auf die Dauer nicht erholsam.</p>
<p>Den gewuenschten Besuch in Jaisalmer beschliesse ich ein anderes Mal durchzufuehren, da der oertliche Flughafen aufgrund der Naehe zur pakistanischen Grenze gesperrt ist und ich keine Lust auf endlose Bus- und Zugreisen habe: Von Udaipur gibt es keine Direktverbindung; es ist notwendig, ueber Jodhpur zu reisen, egal ob Bus oder Bahn. Statt Jaisalmer buche ich einen Flug von Udaipur nach Cochin, in der suedwestlichsten Provinz Indiens Kerala. Dort, in der Heimat von ayurvedischer Heilkunst, Gewuerzen und Kokosnuessen erhoffe ich mir eine entspannende letzte Woche meiner Indienreise.</p>
<p>Am Tag der Abreise holt mich der Taxifahrer frueher ab als geplant: <a href="http://timesofindia.indiatimes.com/city/jaipur/Blasphemy-protests-in-Udaipur-12-injured/articleshow/10836317.cms" target="_blank">Unruhen</a> in der so ruhigen Stadt am See, Hindus und Moslems pruegeln sich in Strassenschlachten und viele Geschaefte haben deshalb geschlossen, viele Strassen sind gesperrt.</p>
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		<title>Pink ist nicht gleich Pink</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 06:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Albert Hall Museum, Jaipur" href="http://www.flickr.com/photos/98245622@N00/2255662106/" target="_blank"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2353/2255662106_46560c08d5_m.jpg" alt="Albert Hall Museum, Jaipur" border="0" /></a><br />
<small><a title="Attribution License" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="♣ ℓ u m i è r e ♣" href="http://www.flickr.com/photos/98245622@N00/2255662106/" target="_blank">♣ ℓ u m i è r e ♣</a></small></p>
<p>Waehrend sich in Jaipur die Taxifahrer, Rikschafahrer, Touristenfuehrer und Hotelbesitzer auf den naechsten Touristenansturm bereitmachen, sitze ich im Zug in die sogenannte &#8220;Pinke Stadt&#8221;. Als 1903 der Prinz of Wales zu Besuch kam, befahl der damals herrschende Maharadscha, die Stadt in der Farbe des Willkommens zu streichen &#8211; jedes Haus der Altstadt. Heutzutage ist es verpflichtend, dass bei Renovierungsarbeiten in Rosa gestrichen wird.</p>
<p>Im Zug sitze ich in einem Sleeper-Abteil, neben mir allerlei indische Mitreisende und die Stimmung ist ruhig. Ich lese ein Buch, waehrend der Zug das eine um das andere Mal anhaelt und Leute aussteigen. Nicht notwendigerweise an einem Bahnhof. Derweil sitzen zu meiner Rechten zwei indische Maenner, die zu ihrer folkloristischen indischen Musik singen; als Kontrapunkt toent Shakira aus dem Handy einer jungen Familienmutter, die eingehuellt in ihr Sari zu schlafen versucht, ihren kleinen Sohn mit sich auf der Pritsche.</p>
<p>Als der Zug quietschend im Bahnhof Jaipur haelt, steigen eine Vielzahl Touristen aus, und schon wenig spaeter steht ein gut gekleideter junger Inder neben mir. &#8220;Namaste&#8221;, sagt er und beginnt die klassische Konversation. Wo ich herkomme und was ich hier taete, ob mir Indien gefalle, wie das Essen sei, usw.  Eine Minute spaeter rueckt er damit raus, dass er Taxifahrer ist und ich ja auch mit ihm fahren koenne, wenn ich wolle.</p>
<p>Waehrenddessen warte ich auf Rocio, die kolumbianische Mitreisende, die in der Holzklasse hoffentlich auch im richtigen Bahnhof ausgestiegen ist. Zur Identifikation eines Bahnhofs ist man naemlich auf Einheimische angewiesen; ich habe noch nie ein Schild gesehen, dass den Namen des Bahnhofs in Englisch zeigt. Aber auch sie hat das Ziel erreicht, bepackt mit grossem und kleinen Rucksack trottet sie den Bahnsteig runter und wir kommen schliesslich an den Ausgang.</p>
<p>Draussen bietet sich ein weiterer Taxifahrer an, der nach kurzer Zeit mit dem vorherigen am Streiten ueber uns ist. Als der &#8220;Bahnsteig&#8221;-Akquisiteur versucht, uns halb-anschreiend dazu zu bewegen, mit ihm zu kommen, schreie ich kurz zurueck, er soll sich trollen und weg ist er. Dem anderen sagen wir, dass wir a) noch zum Ticketschalter wollen und b) ein Prepaid-Taxi suchen.</p>
<p>Da der Schalter nicht mehr offen ist, fahren wir dann, auch ohne Prepaid, zum Hotel, wo mein Zimmer diesmal nicht vergeben wurde. Ich hatte aber auch extra eine Email geschrieben, dass ich spaet ankomme und sie bitte die Reservierung respektierten&#8230;</p>
<p>Am naechsten Tag geht es dann Sightseeing: Mit einer Rikscha zum &#8220;New Gate&#8221; der Altstadt. Der Fahrer hat irgendwann keine Lust mehr und sagt uns, dass wir da sind, obwohl wir noch nicht angekommen sind. Nichts ahnend steigen wir aus und stehen vor einem beeindruckenden Gebaeude, dem fuer mich beeindruckensten in ganz Jaipur: der Albert Hall, die aussieht wie ein chinesisch-mongolisch-indischer Palast aus einem fernoestlichen Kungfu-Film.</p>
<p>Nach ein wenig rumgewander und gefrage stehen wir vor dem New Gate, das sich orange-rot vor uns erhebt &#8211; 3 Torboegen durch die der Strassenverkehr hektisch fliesst: Rikschas, Autos, Ochsenkarren, Fussgaenger. Eine Kakophonie des Hupens, dichte Abgaswolken und Staub huellen das Tor ein und durch diese Wolke treten wir in die Altstadt.</p>
<p>Wir gucken nach links, nach rechts, doch wo sind die pinken Haeuser? Wir sehen kein Rosa, kein Pink, nur das rot-orange des Tors an fast jedem Gebaeude. Entweder hat sich die Farbe im Laufe der Jahre verfaerbt oder die Inder verstehen etwas anderes unter Pink. Wir sind auf einer Strasse, die ein grosser Basaar ist: Textilgeschaeft an Textilgeschaeft, indische Frauen wuseln durch die Menge, nur um sich ploetzlich in ein Geschaeft zu begeben und sich Stoffe anzugucken.</p>
<p>Die Ladenbesitzer versuchen ihr bestes, mich zum Kaufen zu ueberzeugen, und weiter geht es vom Textilbasaar zum Schmuck- und schliesslich zum Silberbasaar. Ein Chaos und Gewusel, es entsteht der Eindruck, dass ganz Indien zum Einkaufen in diesen Strassen ist.</p>
<p>Auf einmal spricht ein Inder Rocio an, und fragt sie, ob sie ihm fuer seine spanische Freundin etwas von Englisch ins Spanische uebersetzen koenne. Gesagt getan und nachdem die Uebersetzung fertig ist, erklaert er uns, er sei Brahmane und es sei deren Brauch, fuer einen Gefallen einen Gegengefallen zu leisten.</p>
<p>So fuehrt er uns durch kleine Gassen in der Altstadt, um uns rum vom Motorradshop bis Gewuerzverkauf dicht gedraengt indische Geschaefte und keine Touristen weit und breit. Das nicht-touristische, einheimische Jaipur zeigt sich vor unseren Augen. Ein paar Strassen und Abzweigungen weiter betreten wir ein Gebaeude, in den offenen Tueren und Zimmern sitzen arme Inder, der Muell liegt im Innenhof und der blanke Beton strahlt Trostlosigkeit aus.</p>
<p>Der Inder fuehrt uns zu einem Schmuckatelier inmitten dieses Gebaeudes und bastelt uns jeweils eine Kette aus gruenen Steinen bzw. ein Armband. Er schenkt sie uns, und als Rocio nach den anderen Schmuckstuecken, die sichtbar sind, fragt, zeigt er sie und bietet sie auch zum Kauf an.</p>
<p>Die grosse Frage: War dies eine Aktion, um uns etwas zu verkaufen, oder eine echte gutgemeinte Geste? Wir tendieren zum letzteren und lassen uns von einer Fahrrad-Rikscha zurueck zum Hotel fahren.</p>
<p>Am naechsten Tag schauen wir uns noch den City-Palast an und verlassen dann Jaipur in getrennte Richtungen: Ich zum Flughafen, um meinen Flug nach Udaipur zu nehmen, Rocio, um an einer Hochzeit in Patna teilzunehmen.</p>
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		<title>Weltwundergucken am Taj Mahal</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 06:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[photo credit: betta design 2,5 Stunden Zugfahrt entfernt von Delhi liegt eine kleine Stadt namens Agra. Der Zug von Delhi in Richtung dieser Stadt ist voll mit Touristen und Indern, die Touristen meistens in klimatisierten Wagen, die Inder in der 2. Klasse bzw. der zweitschlechtesten Klasse namens Sleeper. Kaum hat der Zug ein wenig Fahrt [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Taj Mahal at sunset" href="http://www.flickr.com/photos/65768710@N00/2086852016/" target="_blank"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2388/2086852016_5a58dd1881_m.jpg" alt="Taj Mahal at sunset" border="0" /></a></p>
<p><small><a title="Attribution-NonCommercial License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="betta design" href="http://www.flickr.com/photos/65768710@N00/2086852016/" target="_blank">betta design</a></small></p>
<p>2,5 Stunden Zugfahrt entfernt von Delhi liegt eine kleine Stadt namens Agra. Der Zug von Delhi in Richtung dieser Stadt ist voll mit Touristen und Indern, die Touristen meistens in klimatisierten Wagen, die Inder in der 2. Klasse bzw. der zweitschlechtesten Klasse namens Sleeper. Kaum hat der Zug ein wenig Fahrt aufgenommen, haelt er wieder:  Vermutlich aufgrunddessen, dass ein Einheimischer die Notbremse gezogen hat um auf freier Strecke auszusteigen.</p>
<p>Es ist der 15.11.2011 und ich sitze im erwaehnten Zug auf dem oberen Bett in einem Wagen der Sleeper-Klasse. Neben mir sitzt eine junge Familie mit zwei Kindern, die mich mit grossen Augen angucken, dann schuechtern den Kopf abwenden. Die Mutter der beiden ebenso, zu fremd wirke ich als Tourist auf die drei.</p>
<p>Im Laufe der Fahrt tauen sie aber alle auf laecheln mich zwischendurch mal an und versuchen auf einige Fragen von mir zu antworten. Da ich aber leider kein Hindi spreche ist das ganze ein wenig schwierig.</p>
<p>Nachdem mir alle geholfen haben, den richtigen Bahnhof zum Aussteigen zu finden, bin ich in Agra, der wahrscheinlich touristenueberschwemmtesten Stadt Indiens.</p>
<p>Dort am Bahnhof wartet ueberraschenderweise Chabbu, ein Rikschafahrer, der mich im Auftrag des Hostels abholen soll. Er haelt ein Schild in der Hand auf dem nicht mein Name steht, sondern &#8220;DASTIAN&#8221;. In der Hoffnung, dass er fuer mich da ist, spreche ich ihn an, und er kommt tatsaechlich aus dem Hotel, wo ich hin will, dem Saniya Palace.</p>
<p>Waehrend der Fahrt bietet mir Chabbu an, am naechsten Tag mich zu den Sehenswuerdigkeiten der Stadt zu fahren und hinterher auch zum Bahnhof zu bringen, von wo aus der Zug zum naechsten Ziel, Jaipur, losfahren wird. Ich nehme an, und wir verabreden uns fuer 6 Uhr morgens am vor dem Hotel, rechtzeitig, um zum Sonnenaufgang beim Taj Mahal zu sein.</p>
<p>Das Saniya Palace Hotel ist direkt am Suedtor des Taj Mahals gelegen und hat eine Dachterrasse mit einem traumhaften Blick auf das Weltwunder. Von aussen wirkt es wie fast alle indischen Gebaeude hoffnungslos verfallen, ist aber von innen huebsch eingerichtet und dekoriert.</p>
<p>Als ich ankomme, erfreut mich der Besitzer zunaechst mit der Info, dass ich ja so spaet da sei, dass er mein reserviertes Zimmer schon vergeben haette. Er koenne mir nur noch ein anderes anbieten. Dieses zeigt er mir auch und bietet mir einen Preis von 1000 Rupien, also ca. 14 EUR an. Ich lehne dankend ab und handel ihn auf 800 Rupien runter, was immer noch teuer, mir aber an dem Abend relativ egal ist, da ich froh bin, mich nicht mit den einheimischen Touristenjaegern beschaeftigen zu muessen. Denn ueberall fragen die Menschen, ob man nicht etwas in ihrem Laden kaufen wolle, ob man schon ein Hotel habe, ob man noch einen Fuehrer fuer den naechsten Tag brauche usw.</p>
<p>Am naechsten Morgen toent um 5:00 Uhr morgens per Lautsprecher der Gebetsruf des ansaessigen Muezzin in Disco-Lautstaerke ins Zimmer. Ich haette also gar keinen Wecker stellen muessen, um rechtzeitig beim Taj Mahal zu sein.</p>
<p>Um 6 Uhr habe ich meine Sachen zusammengepackt und sehe mich nach Chabbu um, der eine Minute spaeter um die Ecke biegt und mich mit dem Tuc-Tuc zum Westtor des Taj Mahals bringt. Dort muss ich noch bis ca. 06:30 Uhr warten, bis ich ein Ticket erstehen kann &#8211; schon als wir ankommen ist vor dem Verkaufsschalter eine lange Schlange. Das Westtor oeffnet sich dann ca. um 6:35 Uhr, gerade noch rechtzeitig fuer den Sonnenaufgang, der laut Google um 06:38 Uhr ist. Doch die Sonne laesst sich Zeit, da sie erstmal nicht ueber die Mauer hinwegluschern kann.</p>
<p>Als sich das Taj Mahal dann praesentiert ist es ueberwaeltigend. Ein kolossaler Bau, komplett aus edelsteinverziertem Marmor, riesig, wie aus 1001er Nacht. Irgendwer hat es mal die Traene aus dem Himmel genannt.</p>
<p>Gebaut wurde es von einem frueheren Herrscher im Mittelalter. Man vermutet, dass ca. 20.000 Arbeiter mitgewirkt haben, deren Nachkommen noch heute in Agra den Marmor produzieren, der in unglaublicher Menge im Taj Mahal verbaut wurde. Grund fuer den Bau war der Tod seiner 3. Frau, die bei der Geburt seines 14. Kindes verstarb. Ob sie auch Mutter aller seiner vorherigen Kinder war ist mir nicht bekannt&#8230; Aus Trauer errichtete der Herrscher daraufhin das Grabmal im Gedenken an seine Frau.</p>
<p>Den Marmorkomplex des Taj Mahals darf man nur mit Schuhsaecken bzw. barfuss oder mit Socken betreten. Das innere ist allerdings bei weitem nicht so beeindruckend wie das aeussere, und nach ca. 2,5 Std. verlasse ich den Komplex, um erstmal zu fruehstuecken.</p>
<p>Das Fruehstueck nehme ich auf der Dachterrasse meines Hotels ein, die nochmal einen tollen Blick auf das Taj Mahal bietet. Danach, um 10 Uhr geht es weiter mit dem Sightseeing in Agra: Das &#8220;Baby Taj&#8221;, Agra Fort, die Rueckseite des Taj Mahals und einige Souvenirshops warten. Warum die Marmor, Textil und Silberlaeden? Sie zahlen meinem Fahrer das Tuc-Tuc, damit er ihnen Touristen vorbeibringt. Ich ueberstehe das ganze aber schadlos und kaufe nichts.</p>
<p>Danach treffe ich im Hotel eine kolumbianische Reisende, die ebenso wie ich auf dem Weg nach Jaipur ist und den gleichen Zug nehmen wird. Mit Ihr, Rocio, verlasse ich das Hotel und komme am Bahnhof an. Waehrend sie in der Holzklasse (General Service) faehrt, bin ich wieder einmal in der Blechklasse (Sleeper). Nach sechs Stunden Fahrt erreicht der Zug dann auch Jaipur um 23 Uhr. Es ist der 16.11.2011 abends.</p>
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		<title>Delhi</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 06:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[photo credit: eenar_6 So. Naechster Versuch&#8230; Am Sonntag faengt der Urlaub in Indien an &#8211; nach einer Woche Arbeit in Mumbai mache ich mich per Taxi auf den Weg zum Flughafen. Wie ueblich versucht mein Taxifahrer noch ein bisschen mehr als den vereinbarten Preis rauszuholen &#8211; statt 550 Rupien will er auf einmal 625 Rupien [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="woman in red sari, red fort" href="http://www.flickr.com/photos/74153838@N00/304087764/" target="_blank"><img src="http://farm1.static.flickr.com/111/304087764_895d9b7e11_m.jpg" alt="woman in red sari, red fort" border="0" /></a><br />
<small><a title="Attribution-NoDerivs License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="eenar_6" href="http://www.flickr.com/photos/74153838@N00/304087764/" target="_blank">eenar_6</a></small></p>
<p>So. Naechster Versuch&#8230;</p>
<p>Am Sonntag faengt der Urlaub in Indien an &#8211; nach einer Woche Arbeit in Mumbai mache ich mich per Taxi auf den Weg zum Flughafen. Wie ueblich versucht mein Taxifahrer noch ein bisschen mehr als den vereinbarten Preis rauszuholen &#8211; statt 550 Rupien will er auf einmal 625 Rupien haben. Egal, die bekommt er einfach nicht und schon bin ich vor der Sicherheits/Einlasskontrolle des Inlandsterminals.</p>
<p>Erste Ueberraschung: In indische Flughaefen kommt man nur rein, wenn man seine Ticketreservierung ausgedruckt hat. Ansonsten darf man nicht zum Check-In Schalter&#8230; Bei Kingfisher angekommen, frage ich mich erneut, ob mein Flug wirklich noch abfliegt oder storniert wurde, da seit Tagen in den indischen Medien ueber die massiven Finanzprobleme der Fluggesellschaft berichtet wird. Ich habe aber Glueck, d.h. mein Flug ist keiner von den 50% der Fluege, die die Woche ueber storniert wurden und kann, nach einer kleinen Suche, an welchem Gate der Flug abgefertigt wird, boarden.</p>
<p>Der Flug an sich ist unspektakulaer, aber sehr indisch. Die Passagiere stehen z.T. mitten waehrend des Abhebens auf und verstehen gar nicht, dass sich die Stewardessen (unfreundlich, aber gut aussehend) darueber aufregen. In Delhi angekommen bin ich ueberrascht: Das Terminal ist modern, es haftet ihm nicht der 70er Jahre Charme des Mumbaier Flughafens an, es sind keine alten verstaubten dreckigen Teppiche verlegt und alles wirkt wie ein &#8220;normaler&#8221; Flughafen.</p>
<p>Nachdem ich mein Gepaeck aufgesammelt habe &#8211; inzwischen reise ich nur noch mit grossem und kleinen Rucksack, der Koffer ist schon in Hamburg (Danke, Andre) &#8211; suche ich den Fahrer, der mich in Delhi zu meinem Hotel bringen soll. Pustekuchen, er ist nicht da. Da ich seit einigen Tagen schon praktisch nicht sprechen kann (Heiserkeit), bitte ich zwei deutsche Touris (man erkennt sie irgendwie sofort), ob sie mal kurz in meinem Hotel anrufen koennen. Dort wird mir angeboten, dass in 30 min. ein Fahrer am Flughafen sein koennte, ich entscheide mich aber fuer ein anderes Abenteuer: Ein Taxi.</p>
<p>Zunaechst verlasse ich also das Flughafengebaeude, wo ich sofort von diversen Taxifahrern bestuermt werde, die mich unbedingt fahren wollen. Ich sage nur, dass ich Prepaid-Taxi will, und alle behaupten, z.T. durchaus ueberzeugend, dass sie Prepaid Taxis sind. Sie wuerden aber nach Taxometer fahren. Widerspricht sich ja irgendwie, oder&#8230;? Naja, als ich mich abwende, ueberzeugen sie mich noch fast, da sie mir einen super Preis nennen. Woher ich das weiss? Hab vorher nen anderen Fahrer im Gebaeude angesprochen, wieviel das kosten sollte&#8230; Der Taxifahrer, der mir dieses Angebot macht, ist allerdings ziemlich alkoholisiert, zumindest riecht er so, insofern gehe ich weiter und finde auch endlich das kleine Haeuschen zum Kauf eines Prepaid-Tickets.</p>
<p>So geruestet nimmt mich der Taxifahrer auf eine Fahrt durch Delhi &#8211; Slums und gute Wohngegenden wechseln sich ab, von Pferd ueber Tuc-Tuc und Fahrradrikscha bis zum Taxi herrscht ein unglaublicher Ueberlebenskampf auf den Strassen Delhis. Lima und Bogota sind dagegen ein Ponyhof und zivilisiert&#8230;</p>
<p>In der Strasse des Amax Inn angekommen, finden wir zunaechst das Hotel nicht &#8211; zu viele andere Hotels gibt es dort, bestimmt 200, Haus an Haus. Und das Amax ist auch noch in einer Stichgasse versteckt. Nach ein paar Anrufen holt uns aber ein Hotelangestellter von der Strasse, so dass die Odysee ein Ende findet.</p>
<p>Nachdem ich dort eingecheckt habe, gehe ich auf die Dachterasse, um etwas zu essen und lerne dabei Mathilde kennen, eine Franzoesin, die schon seit Jahren immer wieder nach Indien reist. Praktisch, denke ich mir, und mache mit ihr aus, dass wir am folgenden Tag zusammen losziehen.</p>
<p>Das klappt auch tatsaechlich, denn nach einem ausgedehnten Fruehstueck machen wir uns auf den Weg zu Humayans Grabmal, ein Bau aus dem Mittelalter, mit dem der Erbauer seiner 3. Ehefrau nachgetrauert hat, die bei der Geburt seines 14. Kindes gestorben ist&#8230; Dieser Park und Gebaeudekomplex war dann auch das Vorbild fuer das Taj Mahal und ist gut erhalten. Die Fahrt dahin fuehrt aber wiedereinmal durch aermste Strassenbewohner und Strassenkinder, wir nutzen diesmal aber die Metro und Fahrrad-Rikschas &#8211; letztere sind ein Erlebnis fuer sich, die Metro ist super, wenn auch auf dem Rueckweg extrem voll. Da heisst es Ellbogen raus und reindraengeln.</p>
<p>Im Anschluss buche ich im Hotel noch kurz den Zug nach Agra und das dortige Hotelzimmer. Diese Zeilen schreibe ich jetzt auch vor den Tueren des Taj Mahals, morgen um 6 Uhr geht es los.</p>
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		<title>Schuften in Mumbai</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 03:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<small><a title="Attribution-NonCommercial-NoDerivs License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" border="0" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="AamerJaved" href="http://www.flickr.com/photos/8886642@N02/3722594594/" target="_blank">AamerJaved</a></small></p>
<p>Heute ist der letzte Arbeitstag bei unserem Dienstleister. Wie jeden Tag werde ich gleich um 9 Uhr frühstücken und um 9:30 Uhr das Hotel verlassen. Draußen wartet ein Fahrer, der uns dann eine halbe Stunde durch den Verkehr von Mumbai navigiert.</p>
<p>Unser Hotel, das Trident Nariman Point ist direkt an der Wasserfront zur Arabischen See und dankenswerterweise wurden wir beim Einchecken in bessere Zimmer gesteckt, als wir bezahlen. Dadurch habe ich nun ein Zimmer im 19. Stock mit Panoramafenster. Ein toller Blick auf Downtown Mumbai und die Arabische See erwarten mich jedes Mal, wenn ich nach draußen schaue. Unten huschen Menschen wie Ameisen über die Uferpromenade, wo Straßenverkäufer die ganze Nacht versuchen, Käufer für ihre schrill leuchtenden Elektrospielzeuge und Erinnerungen zu finden. Es erinnert doch sehr an die Wasserfront in Shanghai, mit Blick auf Pudong.</p>
<p>Doch Mumbai ist nicht mehr so unschuldig wie vor ein paar Jahren. Im Jahr 2008 erschütterten Nachrichten über großangelegte Terrorangriffe die Welt: Das Oberoi Hotel und das Taj Mahal Palace wurden von terroristischen Gruppen angegriffen und besetzt: Über hundert Menschen kamen um. Mein Hotel ist das Nachbarhotel vom Oberoi, gehört zum gleichen Gebäudekomplex. Das Betreten des Hotels ähnelt einem Flughafen-Checkin: Taschen werden durchleuchtet, jeder wird per Metalldetektor untersucht und überall läuft eine Menge Sicherheitspersonal rum. Die Fahrstühle bewegen sich nur, wenn eine Chipkarte für ein Zimmer vorliegt.</p>
<p>Doch wie ist Mumbai? Mumbai ist staubig, schrill und bunt. Es ist voll und lebhaft. Und es ist eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise. In Deutschland wird man wohl kaum sehen, wie eine Familie samt Ziege im Taxi nach Hause fährt &#8211; die Ziege auf allen Vieren im Kofferraum. Es ist anders, und Vorschriften, Regeln und Gebote sehen anders aus: Mittwoch morgen fahren wir zur Arbeit und warten im Stau. Ein kleiner Junge kommt aus einem verfallenen Haus, in dem ein kleiner Laden ist. Er hat lediglich ein T-Shirt an, stellt sich an der Straßenrand und nutzt den Straßenrand völlig selbstverständlich als Toilette. In Deutschland? Undenkbar. Inder können nur schwer Nein sagen &#8211; schon von Kindesbeinen an wird Ihnen indoktriniert, dass die Eltern Götter sind und man ihnen nicht widersprechen darf. Ein Inder arbeitet das, was seine Eltern ihm als Beruf ausgewählt haben. Er heiratet meistens per arrangierter Ehe und im Geschäftsleben ist der typische Inder sehr schüchtern und stellt praktisch keine Fragen.</p>
<p>Der Verkehr erinnert an Südamerika: Rücksichtslos, hoffnungslos verstopfte Straßen, jedes Auto hat eine Delle. Nur dass in Indien die Autos auf der linken Seite fahren, den Engländern sei Dank. Das Essen ist sehr vielfältig, schmeckt dabei aber immer nach den typischen indischen Gewürzen. Es ist lecker, scharf und natürlich nicht nur vegetarisch: Indien besteht nicht nur aus vegetarischen Hindus, sondern vereint noch viele weitere Glaubens- und Kulturgruppen. So gibt es z.B. Märkte, wo die eigentlich heiligen Kühe geschlachtet zum Verkauf stehen. Ein Hindu würde da zwar nie hingehen, ein Moslem aber schon.</p>
<p>Morgen werde ich das erste Mal die Stadt als Tourist sehen: Jeden Tag der Woche sind wir um 09:30 Uhr in die Firma gefahren und erst um ca. 20:30 Uhr oder später zurückgekommen. Das wird sich nun ändern.</p>
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		<title>Schwitzen in Mumbai</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 13:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<p>Heute bin ich in Mumbai angekommen. Das schon mal vorweg, damit keine Sorgen aufkommen ;). Gestern Abend geht es in Hamburg los &#8211; dort werde ich erstmal in die Emirates Lounge eingeladen, die wirklich sehr schön, beruhigend und leer ist &#8211; zumindest an diesem Tag. Danach geht es dann in eine Boeing 777-200 gen Dubai. Auf dem Weg dorthin schaue ich den letzten Teil von Harry Potter (Harald Töpfer) und kann Euch jetzt sagen, dass sich das nicht lohnt. Danach ging es vielleicht noch für 2-3 Stunden schlafen.</p>
<p>In Dubai angekommen durfte ich erstmal 30 Minuten Zollkontrolle über mich ergehen lassen, da der Zoll Dubais von allen das Handgepäck geröntgt sehen wollte. Super Sache, wenn keiner das Ergebnis prüft, sprich auf einen Bildschirm guckt. Nachdem ich dieses Hindernis überwunden habe, nehme ich den Fahrstuhl zur Emirates Business Lounge, wo ich die Wartezeit verbringen möchte. Die Lounge ist leider völlig überlaufen, obwohl sie riesig ist. Wenigstens kann ich da frühstücken und kurz ins Internet. </p>
<p>Danach geht es in den nächsten Flieger. So jedenfalls der Plan: Zunächst steht der Bus, der uns vom Terminal zum Flugzeug (Außenposition) bringen soll im Stau &#8211; Hupen, fluchen, stop-n-go. Das erste Mal, dass ich so etwas auf einem Flughafen sehe. Wäre das jetzt die A7 vor dem Elbtunnel gewesen, ok&#8230; aber so?</p>
<p>Den Flug bringe ich dann auch hinter mich (das Essen bei Emirates ist übrigens gut) und komme pünktlich in Dubai an. Pass- und Zollkontrolle sind unproblematisch, das Gepäck ist schnell da und schon stehe ich vor dem Geldautomaten, ziehe mir 4000 indische Rupien und gehe zum Ausgang. </p>
<p>Dort soll ein Fahrer mit Schild auf mich warten. Als ich rausgehe, schaue ich mich um, gehe zwei Runden über den Platz, sehe aber niemanden, der ein Namensschild mit meinem Namen hochhält. Keiner da? Optimistisch bleiben, sage ich mir, und setze mich erstmal hin, räume meinen Rucksack aus, suche die Kontaktinformationen des Fahrers heraus und als ich den Kopf hebe, steht ein neuer Fahrer hinter der Absperrung. Und er hat ein Schild! Und es trägt meinen Namen&#8230;</p>
<p>Also holt er kurz das Auto, und dann fahren wir durch Mumbai. Eigentlich unspektakulär, wenn man Bogotá oder Shanghai kennt. Es gibt sogar Anschnallgurte (in Kolumbien findet man sowas NIE). Also fahren wir ein bisschen durch die Stadt, ich mache Photos aus dem Auto heraus und zwischendurch wird lustig gehupt. Auf einmal bremst jedoch die indische Dame im Wagen vor uns so stark ab, dass wir mal kurz auffahren. Großes Geschrei von beiden Seiten und nach 1 Minute geht es weiter. Sind ja nur Kratzer, oder so&#8230;</p>
<p>Im Hotel beziehe ich dann das Zimmer, hinterlasse eine Nachricht für die Kollegen und mach mich erstmal frisch, streuner durchs Hotel, schau mir den Pool an und mache ein paar Photos vom Indischen Ozean beim Sonnenuntergang, auf den mein Zimmer Ausblick hat. Die Fischerboote fahren auch zurück in die Stadt und es scheint so langsam Feierabend einzusetzen. Auch wenn draußen eine Pferdekutsche steht und man ununterbrochen Autos hupen hört. </p>
<p>Und gleich geht es zum Abendessen raus in die Stadt.</p>
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		<title>Indien ruft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 10:19:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[photo credit: d ha rm e sh Nachdem ich mich ja hier zuletzt im März 2010 gemeldet habe, geht es jetzt wieder los mit Reiseberichten. Heute starte ich auf eine (Dienst)reise nach Indien. Die erste Woche werde ich bei unserem Dienstleister in Mumbai einen Workshop bzw. ein Audit durchführen, danach werde ich ein wenig Urlaub [...]
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<p>Nachdem ich mich ja hier zuletzt im März 2010 gemeldet habe, geht es jetzt wieder los mit Reiseberichten. Heute starte ich auf eine (Dienst)reise nach Indien. Die erste Woche werde ich bei unserem Dienstleister in Mumbai einen Workshop bzw. ein Audit durchführen, danach werde ich ein wenig Urlaub auf dem Subkontinent machen: Zunächst wohl Delhi, Agra, Jaipur und Udaipur, danach wohl Kerali im Süden des Landes und abschließend, auf dem Rückweg nach Mumbai, werde ich wahrscheinlich in Goa halt machen, um dort ein wenig auszuspannen.</p>
<p>Das Gepäck bin ich momentan noch am packen, glücklicherweise kann ich zwei Gepäckstücke mitnehmen &#8211; eins für den dienstlichen Teil (Koffer) und eins für den anschließenden Urlaub (Rucksack). Gestern habe ich noch meine Ausrüstung aufgefrischt, so dass ich in den nächsten Jahren hoffentlich nicht mehr zu Globetrotter muss. Irgendwie lasse ich dort jedes Mal viel zu viel Geld &#8211; gestern über 400 €. Dafür habe ich jetzt alles notwendige und angenehme: Wasserentkeimungspulver, Medikamente, Ohrstöpsel, Sonnencreme, Regenjacke (laut meinem Kollegen brauche ich die aber zu 99% nicht), Microfaser-Handtücher, Schlafsack-Inlays, Moskitonetz, und und und&#8230;</p>
<p>Ich bin gespannt, und hoffe, schöne, verzaubernde, beeindruckende und lustige Photos und Erlebnisse mitzubringen. An dieser Stelle werde ich versuchen, meine Reise zu dokumentieren, bin aber noch nicht sicher, wie gut die Internet-Verfügbarkeit in Indien ist.</p>
<p>Wir sehen uns am Taj Mahal ;).</p>
<p>Flugroute:<br />
EK062 HAM 20:30h &#8211; DXB 05:45h (+1)<br />
EK506 DXB 09:30h &#8211; BOM 13:50h (+1)</p>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 19:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<title>Das Ende naht</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 21:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon bald geht es wieder nach Deutschland, mein Jahr in Südamerika neigt sich dem Ende zu. Und da sich nun schon mehrfach Leute gefragt haben, wann und wie ich zurückkomme, hier die Flugdaten: Bogota to Caracas   Flight 1 &#8211; Saturday, March 13, 2010 Departure   :11:00 &#8211; Bogota, Colombia &#8211; Eldorado, terminal 1 Arrival [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Schon bald geht es wieder nach Deutschland, mein Jahr in Südamerika neigt sich dem Ende zu. Und da sich nun schon mehrfach Leute gefragt haben, wann und wie ich zurückkomme, hier die Flugdaten:</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<h3 style="text-align: left;">Bogota to Caracas</h3>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;">Flight 1 &#8211; Saturday, March 13, 2010<br />
 Departure   :11:00 &#8211; Bogota, Colombia &#8211; Eldorado, terminal 1<br />
 Arrival     :13:20 &#8211; Caracas, Venezuela &#8211; Simon Bolivar<br />
 Airline     :Avianca AV068</p>
<p style="text-align: left;"><br class="spacer_" /></p>
<h3 style="text-align: left;">Caracas to Frankfurt</h3>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;">Flight 1 &#8211; Saturday, March 13, 2010<br />
 Departure   :17:30 &#8211; Caracas, Venezuela &#8211; Simon Bolivar<br />
 Arrival     :08:55+1day(s) &#8211; Frankfurt, Germany &#8211; Frankfurt  International, terminal 1<br />
 Airline     :Lufthansa LH535</p>
<p style="text-align: left;"><br class="spacer_" /></p>
<h3 style="text-align: left;">Frankfurt to Hamburg</h3>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p style="text-align: left;">Flight 1 &#8211; Sunday, March 14, 2010<br />
 Departure   :12:15 &#8211; Frankfurt, Germany &#8211; Frankfurt International,  terminal 1<br />
 Arrival     :13:15 &#8211; Hamburg, Germany &#8211; Hamburg, terminal 2<br />
 Airline     :Lufthansa LH012</p>
<p style="text-align: left;">Bis bald in Hamburg!</p>
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		<title>Und auf einmal ist es Februar</title>
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		<comments>http://doetsch.info/2010/02/11/und-auf-einmal-ist-es-februar/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 01:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich im Dezember das letzte Mal was geschrieben habe. Dann schauen wir mal, was ich seitdem so erlebt und gemacht habe. Zunächst kam ich in Bogotá an, wo Nathaly und ich uns auch gleich auf die Suche nach einer Wohnung machten. Nachdem wir zwei Tage durch die ganze Stadt [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4251760488/"><img title="Präsidentenpalast in Bogotá" src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4251760488_9d7eb4cc5b.jpg" alt="Präsidentenpalast in Bogotá" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Präsidentenpalast in Bogotá</p></div>
<p style="text-align: left;">Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich im Dezember das letzte Mal was geschrieben habe. Dann schauen wir mal, was ich seitdem so erlebt und gemacht habe.</p>
<p style="text-align: left;">Zunächst kam ich in Bogotá an, wo Nathaly und ich uns auch gleich auf die Suche nach einer Wohnung machten. Nachdem wir zwei Tage durch die ganze Stadt gewandert waren, verschiedenste Apartments und Zimmer angeschaut hatten fanden wir schließlich in der Straße unseres Hostals ein günstiges, möbliertes 3-Zimmer Apartment in einem Altbau kolonialen Stils in der Altstadt, La Candelaria, Bogotás.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4165643517/in/set-72157622953617262/"><img title="Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá" src="http://farm3.static.flickr.com/2661/4165643517_82bcb7b4a7_m.jpg" alt="Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Iglesia de Carmen, La Candelaria, Bogotá</p></div>
<p style="text-align: left;">Im Zuge unserer Wohnungssuche lernten wir auch gleich das verrückte Nachbarhaus kennen, wo allerlei Besucher, Studenten und Leute in unserem Alter sich ein Zimmer mieteten &#8211; bis der Hausherr zurückkam und alle Nicht-Kolumbianer rausschmiss. Vorher lernten wir allerdings Ginger, Ashley und Morgan kennen, drei Mädels aus Kalifornien, die inzwischen ein paar Blocks weiter den Berg rauf wohnen.</p>
<p style="text-align: left;">Die nächsten Tage (und Wochen) verbrachten wir damit, Freunde und Bekannte zu treffen, die Wohnung einzurichten und auf die Montage der Hängematte zu hoffen. Inzwischen sieht sie aus wie ein Geschäft für indigene Kleinkunst&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4209172370/in/set-72157622953617262"><img title="In unserer Wohnung in der Candelaria" src="http://farm3.static.flickr.com/2608/4209172370_2e903170cd_m.jpg" alt="In unserer Wohnung in der Candelaria" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">In unserer Wohnung in der Candelari</p></div>
<p style="text-align: left;">Und bevor es am Ende des Monats wiedereinmal auf Reisen ging, schrieb Nathaly sich für einen Deutschkurs ein, der immer noch andauert. Nichtsdestotrotz ging es dann gen Norden: Nach San Gil, für 9 Tage über Weihnachten und Silvester. In San Gil kamen wir im Hostel einer Freundin Nathalys unter, dem Casa Monkora, das allerdings im Vergleich zu dem neuesten Mitbewerber, Sam&#8217;s V.I.P Hostel, überteuert ist. Abgesehen davon gab es kein warmes Wasser, was aber bei Temperaturen um die 30-32°C kein großes Problem ist.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4217402142/in/set-72157622951114859"><img title="Barichara, Santander" src="http://farm3.static.flickr.com/2678/4217402142_4558caf31d_m.jpg" alt="Barichara, Santander" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Barichara, Santander</p></div>
<p style="text-align: left;">San Gil ist in der Provinz Santander, welche sich selbstbewusst &#8220;Tierra de Aventura&#8221;, grob übersetzt Abenteuerland nennt. Dort fuhren wir zum Nationalpark &#8220;Parque Nacional de Chicamocha&#8221;, der beeindruckende Ausblicke auf den gleichnamigen Cañon erlaubt, besuchten das kleine Örtchen Barichara mit seiner wunderschönen Kolonialarchitektur und badeten am Fluss der San Gil durchfließt, erstiegen einen Kletterpfad zu Wasserfällen und genossen das Fleisch am Spieß mit Kartoffel namens Chuzo, das allerorten zu kaufen war. Die Spezialität Santanders, frittierte Ameisen (Ormigas Colonas), probierte ich allerdings nicht&#8230;</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4231335122/in/set-72157623107465390"><img title="Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil" src="http://farm5.static.flickr.com/4020/4231335122_8c1a7b3d8c_m.jpg" alt="Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Carnaval de los Carrancios, Straßenkampf in San Gil</p></div>
<p style="text-align: left;">In Johanas Hostal feierten wir dann auch Weihnachten und am 30.12. nahmen wir und einige Hostel-Gäste am Carnaval de Carrancios teil. Während Heiligabend und Weihnachten für mich eher enttäuschend waren ist der Karneval schon eine besondere Erfahrung: Auf der einen Seite werden die Carrancios, mit Schwarzpulver und Böllern gefüllte Puppen, präsentiert die am folgenden Tag, an Silvester dann feierlich angezündet und in die Luft gejagt werden. Auf der anderen Seite ist der Karneval ein Straßenkampf mit Mehl, Wasser und Schaum &#8211; sehr spaßig aber am Schluss sieht man aus wie frisch aus der Schaum-Bäckerei.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bastiandoetsch/4213799797/in/set-72157623069366260"><img title="Wunderkerzentanz an Silvester" src="http://farm5.static.flickr.com/4009/4213799797_7611b6d801_m.jpg" alt="Wunderkerzentanz an Silvester" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Wunderkerzentanz an Silvester</p></div>
<p style="text-align: left;">Silvester feierten wir dann wieder im Hostel, kochten zusammen und zwischendurch liefen Nathaly und Catalina einmal mit einem Koffer um den Block &#8211; eine Tradition in Kolumbien, die die Chance auf Reisen im neuen Jahr erhöhen soll&#8230; Im Hintergrund explodierten allerorts die Carrancios und Feuerwerk erleuchtete den Himmel. Weiter gings mit ein bißchen Salsa-Tanzen und irgendwann dann auch dem Bett.</p>
<p style="text-align: left;">Der Januar und bisherige Februar waren dann davon geprägt, Bogotá zu erkunden, ein paar Dörfer im Umland zu sehen (z.B. Chia mit dem beeindruckenden Erlebnisrestaurant &#8220;Andres Carne de Res&#8221;) und das Schengen-Visum für Nathaly zu beantragen. Mein Netbook ging zwischendurch kaputt, so dass ich keinen eigenen internetfähigen Computer mehr habe. Inzwischen haben wir das Visum jedenfalls nach einigen organisatorischen Hürden erhalten und freuen uns auf Deutschland. Achja, und wir haben momentan eine Mitbewohnerin in unserem Apartment: Marián, eine Spanierin, die ich seinerzeit im Mai in Medellín kennengelernt hatte.</p>
<p style="text-align: left;">In den nächsten Tagen (morgen) geht&#8217;s wohl für ein paar Tage in die Kaffeezone um Manizales, ins Hauptgebiet des kolumbianischen Kaffeeanbaus und danach evtl. noch nach San Agustín und Tierradentro. Aber mal schauen was kommt&#8230;</p>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 13:58:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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<small><a title="Attribution-NonCommercial License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank"><img src="http://doetsch.info/wordpress/wp-content/plugins/photo-dropper/images/cc.png" border="0" alt="Creative Commons License" width="16" height="16" align="absmiddle" /></a> <a href="http://www.photodropper.com/photos/" target="_blank">photo</a> credit: <a title="garlandcannon" href="http://www.flickr.com/photos/12596956@N06/3134308138/" target="_blank">garlandcannon</a></small></p>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 00:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bastian</dc:creator>
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