Cartagena de Indias

Ich sitze gerade am Pool des Art Hostel Cartagena, die Sonne hat sich vom Firmament für heute verabschiedet, Sterne kann man aber trotzdem nicht sehen. Überall hier im Innenhof des Hostels sitzen und liegen Touris rum, größtenteils Engländer, dicht gefolgt von Amerikanern und Australiern. Das Wetter hier ist durchaus sommerlich, wir haben hier kontinuierlich 32°C am Tag bei 26°C in der Nacht. Schlafen kann man eigentlich nur dank des Ventilators.

Cartagena ist der Stolz Kolumbiens: Ein liebevoll erhaltenes und restauriertes historisches Zentrum mit eindrucksvollen Festungsanlagen weiß zu beeindrucken, und so ist Cartagena eine dem Tourismus stark zugewandte und angepasste Stadt: Überall Straßenhändler, die ihre Waren an den Touristen bringen wollen. In den Parks bieten Tanzgruppen traditionelle Tänze feil, während die untergehende Sonne die eindrucksvollen Altbauten in unwirklichem Licht erscheinen läßt. Die Festungsanlagen wurden als Reaktion auf Sir Francis Drakes Plünderung der Stadt aus Korallengestein errichtet, insbesondere die Burg San Felipe war nach der Fertigstellung lange Zeit uneinnehmbar.

Bei Nacht stirbt die Altstadt aus: Nachdem wir gestern auf der Dachterrasse den Abend eingeleitet haben, ging es hinterher mit einer Gruppe von 15-20 Leuten in Richtung Altstadt: Ein Fest für die Taxifahrer. Vor dem Ziel, dem hiesigen Café del Mar, bildete sich bei unserer Ankunft schon ein Mini-Stau.

Das Café del Mar scheint seinem Vorbild in Ibiza treu zu sein: In herausragender Lage, inmitten der Festungsanlagen, die einst Admiral Vernon eine schamvolle Niederlage bescherten, gelegen herrscht hier ruhige elektronische Musik, zusammen mit schönem Blick über Teile derAltstadt. Ebenso wie in Ibiza sind die Preise allerdings gesalzen.

Weiter gings sodann zu einem Club namens Mister Barbilla, in den einige der Gruppe nicht reinkamen: Unvorsichtigerweise mit Badeshorts und Flip-Flops bekleidet, wollte der Türsteher sie nicht reinlassen. Somit gingen dann einige nach Hause, andere zogen sich um und wiederum andere kamen problemlos rein, nachdem sie den Eintritt gezahlt hatten. Drinnen durfte ich dann einen Preisschock für Bier erleben: Hamburger Preise, was in Kolumbien sehr, sehr teuer ist.

So tanzten wir ein wenig durch die Nacht und gegen 3:30 Uhr wurde, wie in Kolumbien üblich, die Musik ausgeschaltet und zu Fuß ging es zurück zum Hostel.

Heute habe ich ein wenig die Altstadt angeschaut, morgen plane ich dies aber noch organisiert (mit Buch und Kamera) zu tun, und nicht nur verbunden mit Einkaufen, Mittagessen und anderen Dingen. Am Montag werde ich das Hostel hier verlassen und Richung Mompós reisen, danach geht’s nach Medellín.

VN:F [1.9.11_1134]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
VN:F [1.9.11_1134]
Rating: 0 (from 0 votes)

Verwandte Artikel:

  1. Das Verlassen des Gringo Trails
  2. Käfersuizid im Dschungel
  3. Mit Flugangst nicht möglich