Clubbing in Bogotá
Freitag abend ist ja immer nett zum weggehen, so auch hier in Bogotá. Schon gestern hatte ich mich ja mit Andrea und Carolina zum Weggehen verabredet. Anstatt des Trans Milenio, des hiesigen Buses, nehme ich aber dann doch lieber ein Taxi – bei Dunkelheit alleine auf unbekannten Bushaltestellen umsteigen und umherzuirren wird hier nicht unbedingt empfohlen.
Nachdem ich ins Taxi eingestiegen bin, beginne ich ein Gespräch mit dem Taxifahrer und er erzählt mir so allerlei über sich und Bogotá und ist auch recht interessiert daran, vom Leben in Europa zu erfahren. Als wir nach ca. 30 min. Fahrt im Ausgehviertel Bogotás, der Zona Rosa ankommen, telefoniert er noch kurz über mein Handy mit Andrea, um die genaue Adresse und Straßenkreuzung rauszukriegen und gibt mir seine Karte samt Mobilfunknummer – damit ich auf jeden Fall auch sicher nach Hause komme :).
Mit Andrea geht’s zunächst in eine recht hübsche Bar, das Kea, wo schon 3 Freunde von ihr auf uns warten. Nach und nach kommen noch ihr Bruder samt Freundin hinzu, sowie auch Carolina mit einer weiteren Carolina, die beide noch bis 21:30 Uhr eine Vorlesung hatten. Nachdem wir dort ein paar Bier getrunken haben ziehen wir weiter – viele der Clubs hier sind für hiesige Verhältnisse sehr hochpreisig (bis zu 10 € Eintritt), aber schließlich landen wir für 10000 Pesos (3 €) im Philomena, wo es noch gähnend leer ist (aber es ist auch 21:30 Uhr), wo aber gute Musik gespielt wird und ich von Andrea erste Tanzstunden in Lateinamerikanischen Tänzen erhalte.
Dort bleiben wir dann bis ca. 2:30 Uhr, woraufhin wir uns auf den Weg nach Hause machen. Vorher legen wir aber einen Boxenstopp bei einem Straßenverkäufer von Perros Calientes (Hot Dogs) ein. Die Hotdogs hier sind ziemlich lecker und extrem gepimpt: Käse, Ananassirup, mehrere Saucen, frische Zwiebeln, Ketchup, Senf, Mayonaise plus Getränk gibt es für schlappe 3000 Pesos. Fazit: Viel leckerer als in Dänemark.
Danach teilen uns Caro und ich ein Taxi in die historische Altstadt Bogotás, wo ich ja wohne. Das Taxi fährt mich auch direkt vor die Tür und wartet bis ich drin bin, denn Bogotá alleine um diese Uhrzeit ist kein Spaß, insofern muss man ein wenig aufpassen. Das zeigt sich auch heute morgen, als zwei Niederländer erzählen, dass sie gestern abend in der Nähe des Hostels um 20000 Pesos erleichtert wurden. War aber auch ein wenig naiv, zu Fuß durchs nächtliche Bogotá zu wandern, denn das garantiert Überfälle. Tagsüber fühlt sich die Stadt genauso sicher an wie andere südamerikanische Städte, und wenn man die Augen aufhält, passiert auch nichts, wenn man die gefährlichen Stadtteile / Gebiete meidet. Auf diese wird man aber ständig hingewiesen, insofern kann man sie leicht umgehen.
Für heute war eigentlich eine längere Exkursion zu den ursprüngen der El Dorado Legende geplant, aber irgendwie sind die anderen (Kolumbianer von gestern) nicht aufgetaucht und nach 2,5 Stunden des Wartens hatte ich keine Lust mehr und hab per SMS abgesagt.
Ich habe jetzt aber eine kolumbianische Telefonnummer unter der ich (theoretisch) erreichbar bin: +573142732315. Zur Zeit überlege ich, mit einem anderen Gast mich am Montag in Richtung St. Marta auf den Weg zu machen – schönste Karibikstrände locken dort…
Was man über Bogotá wissen sollte:
- Das Goldmuseum ist ein Muss.
- Überall gibt es tieeeeeeeeeeefe Schlaglöcher, man muss also beim Gehen öfter mal nach unten schauen.
- Bier aus Dosen ist sicherer als Bier aus (geöffneten) Flaschen.
- Kolumbianisches Fastfood ist super lecker.
- Überall auf der Straße kann man für ca. 200 Pesos / min. ein Handy mieten.
- Man kann einzig Funktaxis benutzen, alles andere ist unsicher.
- Die Menschen sind sehr hilfsbereit und besorgt, ist man erstmal mit ihnen ins Gespräch gekommen.
- Ich hab noch kein Kokain gesehen oder angeboten bekommen. Das war in Peru anders, da wurde man schon auf dem Plaza del Armas angesprochen.
- Die Sonne auf 2600m ist immer gut für einen Sonnenbrand.
- Die Zona Rosa im Norden Bogotás wirkt wie eine europäische Einkaufsmeile / Partymeile.
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