Ueberleben in Shanghai

So, es ist jetzt der Morgen des vierten Tages in Shanghai (上海) und inzwischen habe ich mich an so einiges gewoehnt: Die stetig verschmutzte Luft, das gute Essen und das 7-Bett Zimmer, in dem ich hause.

Möchtegern-ShakiraNachdem Vinh am Montag angekommen wollte, habe ich mich – nach einem ausgedehnten Ausschlafen bis 12 Uhr – erstmal alleine in Shanghai auf dem Weg zum People’s Square gemacht, um dort das Shanghai Museum zu besuchen – Bis zu 5000 Jahre alte Ausstellungsstuecke (Keramik, Porzellan, Bronze, Kalligraphie usw.) koennen dort betrachtet werden, und es ist interessant, wenn auch nicht ueberwaeltigend. Nachmittags ist dann Vinh angekommen, und wir sind dann ein wenig zusammen durch die Stadt gezogen, haben uns einen der Maerkte angeschaut, wo man die beruehmten Shanghai MuseumKleidungsfaelschungen kaufen kann und haben auch ein wenig zugeschlagen: Sonnenbrillen und ein T-Shirt habe ich bisher mitgenommen. Abends sind wir dann noch am Bund, der Wasserfront des Huang Pu spazieren gewesen und hinterher noch in eine Bar gegangen, wo eine kleine Moechtegern-Shakira ein wenig Playback-Gesangskunst praesentierte. Hinterher sind wir dann zurueck ins Hostel gefahren, wo in meinem Zimmer allerdings noch ne Zimmerparty lief – eine Bank hatte ihren Weg ins Zimmer gefunden und es war laut und schlechte Luft… Naja, ich hab halt ein wenig mitgefeiert und bin dann ins Bett gegangen.

Beim SchneiderGestern haben wir uns dann, nachdem wir beide schlecht geschlafen hatten, um 10 Uhr in der Lobby verabredet und haben uns dann auf die Suche nach dem Markt fuer massgeschneiderte Sachen gemacht. Der Markt war jedenfalls nicht mehr an der urspruenglichen Adresse, sondern, wie der “Fake-Market” vom Vortag woanders. Solche Dinge scheinen sich hier haeufiger zu aendern… Dort habe ich mir erstmal zwei Anzuege und 5 Hemden bestellt, die nun massgeschneidert fuer mich gefertigt werden und wenn ich wieder hier bin mitgenommen werden koennen. Vinh hat sich noch ein paar Sachen kuerzen lassen und danach haben wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht, um die Tickets nach Chengdu zu erstehen.

Also stellten wir uns an, doch als wir dran waren, erzaehlte uns der Typ erstmal, dass es weder Liegeplaetze, noch Sitzplaetze mehr fuer die 37 h Fahrt gaebe. Dementsprechend frustriert sind wir erstmal aus der Schlange ausgetreten und haben uns Alternativen ueberlegt. Erstmal wollten wir versuchen, anderswo Karten aufzutreiben – haette ja sein koennen, dass es Kontingente gibt. Daher ging es dann erstmal zum Longmen Hotel, wo man als Tourist angeblich Tickets bekommen konnte. Die erzaehlten uns allerdings, dass dieser Service nicht mehr angeboten wird. Daraufhin sind wir dann in die “Softseat Ticket Lounge” gegangen, wo wir dann ganz entspannt von vier Leuten bedient wurden. Nach 10min des Raetselns haben diese Leute dann auch vier, leider nicht zusammenhaengende, Soft-Sleeper Betten fuer die Zugfahrt gefunden. Also die beste Kategorie, die buchbar ist. Insofern haben wir jetzt Karten fuer die Fahrt nach Chengdu. Ansonsten haetten wir wohl die Reiseroute aendern muessen…

Danach haben wir dann Vinhs Aenderungsschneidereizeugs abgeholt und sind dann mit einem Taxi zum Treffpunkt mit einer Freundin von Vinh gehetzt, mit der wir Abends noch Essen waren.

So, und heute steht Brillen kaufen fuer Vinh an – Hier gibt es angeblich gute Brillen fuer 15 EUR…

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Comments (2)

AndiAugust 15th, 2007 at 08:02

Hi Basti,

gibt’s in Shanghai keine Einzelzimmer?

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Bastian DoetschAugust 16th, 2007 at 05:08

Klar gibt es Einzelzimmer, aber das Dormitory reicht ja… Und 7 EUR die Nacht ist echt guenstig…

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