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Archive for August, 2007

Filmlandschaften in Jiuzhaigou

Pearls Shoals Wasserfall in Jiuzhaigou

Seit gestern sind wir jetzt in Jiuzhaigou, einem touristischen Zentrum von Sichuan. Im hiesigen Natur-Nationalpark, der auch ein UN-Welterbe ist, werden wohl auch viele chinesische Filme gedreht.

Nach unser gestrigen Ankunft mit dem Bus haben wir den voellig ueberteuerten Eintritt bezahlt und den Park gegen 13:30 Uhr betreten. Wunderschoene Seen mit mehrfarbigem Wasser, unglaublichen Tuerkistoenen und viele, viele Wasserfaelle erwarteten uns. Bis knapp 18:30 Uhr haben wir uns diese Naturspektakel angeschaut, bis wir rausgeschmissen wurden…

Abends haben wir dann noch mit einem Australier namens Scott, den wir schon auf dem Pferdetrek getroffen hatten, ein paar Bierchen getrunken und uns unterhalten. Seine kleine Tochter hat waehrenddessen mit dem ansaessigen Hundewelpen gespielt.

A propos Hundewelpen: Ich habe hier bisher ausschliesslich Katzenjunge und Hundewelpen gesehen. Ausgewachsene Exemplare dieser Tiere sind praktisch nie zu sehen. Entweder sterben die Tiere frueh auf natuerlichem Weg, oder der Hunger einiger ansaessiger Leute wird zu gross - ich weiss es nicht, habe allerdings auch noch keinen Strassenstand mit Hundefleisch gesehen…

Heute morgen um 9:30 Uhr ging es dann weiter, das Resultat sind an die 100 Photos, die hoffentlich die beeindruckende Natur hier wiederspiegeln koennen.

Eben haben wir dann noch an einem gestern entdecktem Strassenstrand sehr leckere Spiesse gegessen, u.a. mit Yak Fleisch. Die Milch dieser Tiere hatte ich ja schon auf dem Pferde-Trek mal probiert, was nicht so lecker war. Das Fleisch hingegen ist super-lecker, ein wenig zarter als Rindfleisch, ansonsten aber aehnlich.

Morgen frueh um 7 Uhr nehmen wir dann den Bus, der uns zurueck nach Chengdu bringt. 13 Stunden Fahrt, dann eine Uebernachtung und dann die 37 Stunden Zugfahrt von Chengdu nach Shanghai… Nach so vielen Tagen ohne Smog bin ich mal gespannt, wie die Luft so ist :-).

Wettertechnisch ist es hier uebrigens nicht wie an der Nordsee, sondern extrem warm: Wir ueberschreiten taeglich die 30 Grad Grenze bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Dementsprechend sind auch alle Busse, Autos und Zuege klimatisiert.

Habe gerade mal versucht, einen Wikipedia Link zu Jiuzhaigou zu setzen, aber die Seite ist in China leider nicht benutzbar (gesperrt)…

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Scharfes Sichuan - Emei Shan, Leshan, Songpan

Sichuan

Von Chengdu aus sind wir erstmal zu einem der heiligen Berge Chinas gefahren: nach Emei Shan (峨嵋山). Der Berg geht auf 3099m hoch und wir entschieden uns, den Aufstieg mittels Taxi und Gondel erst bei 1000m zu beginnen. Kurioserweise gibt es nicht nur eine Strasse bis zum Gipfel, auch der gesamte Aufstiegsweg ist eine endlose Ansammlung von Treppen und Stufen - soetwas habe ich noch nie gesehen, nicht einmal auf dem Inka Trail.

Der Beginn unserer Wanderung war somit bei 1070m ein dort stehender Tempel (den Namen ergaenze ich spaeter, hab gerade keinen LonelyPlanet zur Hand) und von da aus ging es fuer Stunden nur bergauf. Treppensteigend. Nach extrem anstrengenden 5 Stunden erreichten wir dann das buddhistische Kloster “Elephant Bathing Pool” in dem wir uebernachten wollten. Fuer laecherliche 1,5 EUR pro Person bekamen wir ein Viererzimmer fuer uns, das allerdings nicht besonders sauberes Bettzeug enthielt - benutzt habe ich jedenfalls nur mein Schlafsack-Inlay. Im ganzen Kloster wurden uebrigens fortwaehrend buddhistische Gesaenge gespielt, auch wenn man die Moenche nur selten zu Gesicht bekam. Dafuer aber zwei Affen (Makaken), da Emei Shan ein Naturschutzgebiet fuer Affen ist…

Am naechsten Morgen ging es dann weiter Richtung Gipfel, den wir dann, dank einer zweiten Seilbahn gegen 13 Uhr erreichten. Inzwischen hatte ich mir auch eine kraeftige Erkaeltung zugezogen, so dass das Bergsteigen nicht so wirklich leicht war… Gipfel in Emeishan Shan Wir kamen also am Gipfel an, nur um festzustellen, dass er ein touristisches Tohuwabohu war: Die Masse der Touristen war mit Bussen hochgekommen, und der Gipfel mitsamt seiner Statuen erinnerte ein wenig an angemalten Gips… Nachdem wir dort ein bisschen rumgelaufen sind nahmen wir dann einen Bus, der uns zum Busbahnhof brachte, von wo aus wir den Bus Richtung Leishan nahmen.

In Leshan (樂山大佛) gibt es naemlich die groesste Buddha-Statue der Welt. Jeder Fingernagel dieses Buddhas ist groesser als ein Mensch… Dort angekommen buchten wir dann auch schnell eine Besichtung von Seeseite aus, anstatt mit Massen von Schaulustigen zu Fuss dorthin zu wandern. Stattdessen brachte uns ein Schiff direkt vor die Richtung Fluss ausgerichtete Statue und auch schnell wieder weg. Von Leishan ging es dann zurueck nach Chengdu, wo wir, da in Sims Cozy Guesthouse kein Platz mehr war, im Loft unterkamen. Mir persoenlich gefaellt es auch viel besser, auch wenn Sims’ eine sehr familiaere Atmosphaere hat.Riesenbuddha von Leishan

Von dort aus ging es am naechsten Morgen weiter Richtung Songpan (松潘), wo wir zur Zeit sind. Die eigentlich nur fuer 8 Stunden angesetzte Busfahrt stellte sich als Abenteuerreise heraus. Abgesehen davon, dass ein Chinese samt toter Gans vesuchte, im Bus mitgenommen zu werden, standen wir wegen eines Unfalls (wahrscheinlich durch den absurd gefaehrlichen chinesischen Verkehr hervorgerufen) 1,5h im Stau. Als es wieder weiterging nahm das Verkehrschaos seinen weiteren Verlauf: ein Wettrennen auf beiden Spuren, Ueberholen an jeder (!) Stelle, als einzige Warnung fuer den Gegenverkehr ein Hupen. Nach ein paar weiteren Stunden kamen wir dann an einem umgekippten LKW vorbei, der auf der Gegenfahrbahn lag und machten wiederum spaeter Rast. Diese Rast war dann auch fuer einige der Mitreisenden ein wenig aufregender: Sie wurden vergessen, der Bus fuhr ohne sie weiter, nur um spaeter, per Handy informiert, doch noch auf die beiden Maenner zu warten, die irgendwie hinterhergekommen waren.

SongpanWir kamen also nach ca. 11 Std. in Songpan an, wo wir erstmal assen und dann unseren Pferdetrek buchten, der gestern anfing und heute zuende war. Gestern morgen um 9 Uhr ging es jedenfalls los, alle von uns auf einem Pferd zu den heissen Quellen in der Naehe. Mein Pferd fiel erstmal fast nen Abhang runter, wie wir spaeter feststellten hatte ich das Problempferd… Der Trek ging bis um 14 Uhr, wo wir dann auf ca. 3100m Hoehe das Camp aufschlugen. Die Fuehrer bauten Zelte auf, machten ein Feuer und bereiteten das Abendessen vor, waehrend wir zu Fuss die letzten Hoehenmeter zu den auf 3400m gelegenen Quellen und dem dazugehoerigen Naturpark zuruecklegten. Wunderschoene Natur und erste Anzeichen vonSattel weg? Zeit zum Wälzen! Hoehenkrankheit waren die Belohnungen. Spaeter sind wir dann zurueck ins Camp, wo wir zu Abend assen und dann auch frueh ins Bett gingen. Die Nacht sollte kalt werden, die Temperaturen gingen auf unter 10 Grad zurueck und heute morgen waren wir alle ein wenig erschoepft und frierend. Also sammelten wir uns alle ums Feuer, das schon entzuendet worden war, wo wir von den Guides heissen Tee und spaeter dann selbstgebackenes Brot zum Fruestueck bekamen. Dann ging es zurueck, mit einem vor sich hinstolpernden Problempferd, das gerne auch mal die anderen Pferde biss und kaum zu halten war - obwohl es staendig stolperte…

Um 13 Uhr sind wir dann jedenfalls wohlbehalten wieder hier angekommen, konnten ins Hostel einchecken, duschen, was essen und zu guter letzt eine chinesische Ganzkoerpermassage geniessen…

Morgen geht es dann mit dem Bus in einen 3 Stunden entfernten, angeblich wunderschoenen Naturschutzpark namens Jiuzhaigou (九寨沟/九寨溝).

Yaks bei der Arbeit

Lagerfeuer

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Leaving Shanghai…

So, nachdem wir Shanghai, ein paar Tage erleben konnten verlassen wir heute die Stadt. Hatte ich erwaehnt, dass die Uferpromeda Kuriositaeten wie Fernglaeser mit Weihnachtsmusik als “Unterhaltung” bereithaelt? Weiterhin scheint der Fluss Huang Pu durchaus viele Schildkroeten zu beinhalten - Wir konnten jedenfalls so einige sehen.

Seit vor drei Tagen sind wir jetzt komplett: Hayat und Linh sind jetzt auch angekommen, obwohl Linhs Gepaeck erstmal fuer Probleme bei Emirates gesorgt hatte:Die Jungs und Maedels haben wohl ihren Schlafsack verloren und nach langem Suchen tauchte es dann auf einem Gepaeckband eines Fluges aus Tokyo auf…

Roter PandaNaja, nachdem wir in Shanghai noch lecker was gegessen haben - bei Kosten von 2 EUR pro Person ist das Essen recht billig - haben wir dann am naechsten Morgen den Zug nach Chendu genommen: 37 Stunden Zugfahrt Richtung Zentralchina, rein ins schoene Sichuan. Die Zugfahrt war relativ unspektakulaer und noch relativ komfortabel. Wir hatten jeder ein Bett in der besten verfuegbaren Reiseklasse. Angekommen sind wir dann heute morgen um 6 Uhr, woraufhin wir erstmal unser reserviertes Hostel “Sims Cozy Guesthouse” gesucht und gefunden haben. Nach 37 Stunden war auch die warme Dusche sehr willkommen, und nach 2 Tagen Instant-Nudeln und auf der Strasse gekauften Teigtaschen mit Fuellung war das Fruehstueck im Hostel eine Delikatesse…

Wenshu TempelIn Chengdu sind wir dann zunaechst zur Pandabaeren-Aufzuchtsstation gefahren, wo wir neben Panda Babys (1 Woche und aelter) auch rote Pandas sehen konnten. Danach haben wir uns dann noch einen Tempel angeschaut und in zwei mir nicht besonders gefallenden Restaurants gegessen. Hinterher haben wir uns tatsaechlich mal ne Fussmassage gegoennt - die erste professionelle meines Lebens fuer 1,50 EUR…

Morgen geht es dann nach Emeishan, ein wenig wandern…

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Ueberleben in Shanghai

So, es ist jetzt der Morgen des vierten Tages in Shanghai (上海) und inzwischen habe ich mich an so einiges gewoehnt: Die stetig verschmutzte Luft, das gute Essen und das 7-Bett Zimmer, in dem ich hause.

Möchtegern-ShakiraNachdem Vinh am Montag angekommen wollte, habe ich mich - nach einem ausgedehnten Ausschlafen bis 12 Uhr - erstmal alleine in Shanghai auf dem Weg zum People’s Square gemacht, um dort das Shanghai Museum zu besuchen - Bis zu 5000 Jahre alte Ausstellungsstuecke (Keramik, Porzellan, Bronze, Kalligraphie usw.) koennen dort betrachtet werden, und es ist interessant, wenn auch nicht ueberwaeltigend. Nachmittags ist dann Vinh angekommen, und wir sind dann ein wenig zusammen durch die Stadt gezogen, haben uns einen der Maerkte angeschaut, wo man die beruehmten Shanghai MuseumKleidungsfaelschungen kaufen kann und haben auch ein wenig zugeschlagen: Sonnenbrillen und ein T-Shirt habe ich bisher mitgenommen. Abends sind wir dann noch am Bund, der Wasserfront des Huang Pu spazieren gewesen und hinterher noch in eine Bar gegangen, wo eine kleine Moechtegern-Shakira ein wenig Playback-Gesangskunst praesentierte. Hinterher sind wir dann zurueck ins Hostel gefahren, wo in meinem Zimmer allerdings noch ne Zimmerparty lief - eine Bank hatte ihren Weg ins Zimmer gefunden und es war laut und schlechte Luft… Naja, ich hab halt ein wenig mitgefeiert und bin dann ins Bett gegangen.

Beim SchneiderGestern haben wir uns dann, nachdem wir beide schlecht geschlafen hatten, um 10 Uhr in der Lobby verabredet und haben uns dann auf die Suche nach dem Markt fuer massgeschneiderte Sachen gemacht. Der Markt war jedenfalls nicht mehr an der urspruenglichen Adresse, sondern, wie der “Fake-Market” vom Vortag woanders. Solche Dinge scheinen sich hier haeufiger zu aendern… Dort habe ich mir erstmal zwei Anzuege und 5 Hemden bestellt, die nun massgeschneidert fuer mich gefertigt werden und wenn ich wieder hier bin mitgenommen werden koennen. Vinh hat sich noch ein paar Sachen kuerzen lassen und danach haben wir uns auf den Weg zum Bahnhof gemacht, um die Tickets nach Chengdu zu erstehen.

Also stellten wir uns an, doch als wir dran waren, erzaehlte uns der Typ erstmal, dass es weder Liegeplaetze, noch Sitzplaetze mehr fuer die 37 h Fahrt gaebe. Dementsprechend frustriert sind wir erstmal aus der Schlange ausgetreten und haben uns Alternativen ueberlegt. Erstmal wollten wir versuchen, anderswo Karten aufzutreiben - haette ja sein koennen, dass es Kontingente gibt. Daher ging es dann erstmal zum Longmen Hotel, wo man als Tourist angeblich Tickets bekommen konnte. Die erzaehlten uns allerdings, dass dieser Service nicht mehr angeboten wird. Daraufhin sind wir dann in die “Softseat Ticket Lounge” gegangen, wo wir dann ganz entspannt von vier Leuten bedient wurden. Nach 10min des Raetselns haben diese Leute dann auch vier, leider nicht zusammenhaengende, Soft-Sleeper Betten fuer die Zugfahrt gefunden. Also die beste Kategorie, die buchbar ist. Insofern haben wir jetzt Karten fuer die Fahrt nach Chengdu. Ansonsten haetten wir wohl die Reiseroute aendern muessen…

Danach haben wir dann Vinhs Aenderungsschneidereizeugs abgeholt und sind dann mit einem Taxi zum Treffpunkt mit einer Freundin von Vinh gehetzt, mit der wir Abends noch Essen waren.

So, und heute steht Brillen kaufen fuer Vinh an - Hier gibt es angeblich gute Brillen fuer 15 EUR…

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Shanghai

Ich bin angekommen. Und es war eine interessante Anreise: In Hamburg sass ich gelangweilt am Gate und wartete auf das Boarding und sah auf einmal, dass mein Sitznachbar einen chinesischen Reisefuehrer in der Hand hatte. Also habe ich ihn drauf angesprochen, und es stellte sich raus, dass Andreas das gleiche Reiseziel hatte. Das sollte sich noch als praktisch herausstellen… Naja, und im Flugzeug nach Amsterdam hatte ich dann eine nette Portugiesin mit Flugangst (Isabel) als Sitznachbarin, mit der ich dann am Amsterdamer Flughafen zusammen was essen und mir die Zeit vertreiben konnte.

Danach ging es dann in den Flieger nach Shanghai, diesmal wenigstens ein richtiges Flugzeug (eine 747) anstatt der propellergetriebenen Fokker 50, die uns nach Amsterdam gebracht hatte. Gluecklicherweise war der Sitz neben mir leer, so dass ich nach rechts genug Platz hatte, hinter mir sass aber ein extrem uebergewichtiger, elefantenaehnlicher Suedlaender. Bei jedem Aufstehen brachte er es fertig, meinen Sitz beim Abstuetzen um 20cm nach unten zu druecken und durch die Gaenge hat er es auch nur mit Beruehrungen beider Seiten geschafft…

Der Flug an sich war allerdings unspektakulaer, ich habe es sogar endlich mal geschafft, vier der 10 Stunden Flugzeit zu schlafen. Die Ohrstoepsel haben dann sogar das schreiende Kind gnaedig ausgeblendet. Beim Ausfuellens von 3 (!) fuer die Einreise erforderlicher Formulare konnte mir dann die Shanghai-erfahrene Bekanntschaft aus Hamburg helfen. Die Einreiseformalitaeten waren zwar spannend aber recht schnell durch - einmal ne Gesundheitsbescheinigung abgeben, dann den Pass kontrollieren lassen und dann durch den Zoll.

Danach habe ich mich dann von Andreas verabschiedet und den Maglev (wahrscheinlich eine Abkuerzung fuer “Magnetical Levitation”), also den in China gebauten Transrapid genommen, der den Flughafen Pudong mit der Innenstadt ueber die Station Long Yang Rd. verbindet. Ist schon verblueffend: Bei einer Spitzengeschwindigkeit von 430 km/h sehen die aus dem Zug sichtbaren Autos aus, als ob sie rueckwaerts fahren… Die 30km vom Flughafen in die Innenstadt dauern uebrigen nur 8 Minuten. Von da aus habe ich mich dann zur Metro, der hiesigen U-Bahn durchgefragt wo ich zufaellig einen Deutschen traf, der mir die richtige Station zum Aussteigen nennen konnte und mir dann auch Bescheid sagte, als wir da waren. Sehr praktisch, da der Metroplan, den ich von der Internetseite des Hostels hatte einfach falsch war.

Von E Nianjing Rd. (oder so aehnlich) musste ich dann die letzten Meter zu Fuss zuruecklegen, um meine Unterkunft, Captain Hostel, zu finden. Und das war der schwerste Teil: Kaum war ich aus der Metro raus, bot mir schon ein Chinese schon Uhren zum Kauf an - Plagiate sind hier anscheinend wirklich leicht zu bekommen. Aber immerhin konnte er mich auf den richtigen Weg weisen. Also ab in die Richtung wohin er gezeigt hatte, die Strassenschilder sind ja nur teilweise in Englisch und eine richtige Karte (meine Karte war aehnlich gut wie der Metro-Plan) hatte ich ja auch nicht… Naja, nachdem ich spaeter noch eine Chinesin gefragt hatte, die mich in die komplett falsche Richtung schickte, da sie wahrscheinlich nicht wusste, wo die Strasse ist, wo ich hinwollte, traf ich dann gluecklicherweise ein paar Spanier auf der Strasse, die einen detaillierten Stadtplan dabei hatten und selbst erst einen Tag da waren. Die kannten das Problem schon, es scheint hier naemlich so zu sein, dass man eher in die falsche Richtung geschickt wird, als dass man ein “Weiss nicht.” als Antwort bekommt. Da die beiden jedenfalls in die gleiche Richtung unterwegs waren, habe ich mich einfach angeschlossen und dann die entsprechende Abzweigung genommen. Und schon war ich da. Und habe als erstes, nach dem Einchecken, einen Stadtplan mit Englisch/Chinesischen Bezeichnungen erstanden…

Zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings schon komplett nassgeschwitzt, wir haben hier naemlich heftigen Smog (Blauer Himmel???) bei ca. 35 Grad mit fast 100% Luftfeuchtigkeit. Gluecklicherweise scheinen alle Gebaeude, die ich bisher kennengelernt habe, klimatisiert zu sein. Ich bin also erstmal in mein Zimmer zu meiner “Sailor Bunk” gegangen, hab meine Sachen abgeladen und mich kurz mit meinen Mitbewohnern unterhalten, danach bin ich dann hoch in die Bar und hab mir erstmal ein Bierchen (Heineken!) gegoennt und mich ein wenig mit Aaron, einem Ami, der dort schon sass, unterhalten.

Jetzt, nachdem das Gewitter vorbei ist, dass hier auch noch nebenbei getobt hat, werde ich gleich mal raus in die Schwuele gehen und mir ein wenig Essen besorgen. Eigentlich wuerde ich zwar ganz gerne schlafen, aber das ist wohl aufgrund der Reise und des Jetlags noch so - Schlafenszeit wird fruehestens in drei Stunden sein… Mal schauen, vielleicht esse ich heute auch noch hier im Hostel…

Morgen kommt dann Vinh in Shanghai an, Vormittags werde ich mal das Shanghai-Museum erkunden.

So, das wars erstmal!

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China, ich komme

Ha, heute geht es nach China. Um 14:30 Uhr wird mein Flieger Hamburg gen Amsterdam verlassen, wo ich dann vier Stunden in Schiphol zubringen darf.

Also nichts mit Amsterdam angucken, sondern eher gelangweilt am Flughafen sitzen… Danach naja, so gegen 18:30 Uhr werde ich dann die Niederlande verlassen und Shanghai anfliegen, wo ich morgen gegen 10:50 Uhr dortiger Zeit ankommen werde.


Creative Commons Licensephoto credit: shanghaiexpat2008

Und dann wird es spannend: Ohne Chinesischkenntnisse muss ich mein Hostel finden und einchecken - den Rest des Tages werde ich dann mehr oder weniger spontan gestalten. Eine Möglichkeit wäre z.B. das angeblich sehr gute Shanghai-Museum. Aber jetzt muss ich weiter packen und noch letzte Sachen einkaufen - hab gestern doch glatt die Tube Burti vergessen…

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