Nasca – Huacachina – Pisco – Lima

So. Nachdem wir nachmittags noch einen Dominikanerinnenkonvent angeschaut haben, haben wir also La ciudad blanca am 21.11.06 abends verlassen, um den Bus von Cruz del Sur nach Nasca zu nehmen. Die Busfahrt sollte um 19:30 Uhr losgehen und 9-10 Stunden dauern.

Nebenbei hatte ich noch Magenkraempfe und Durchfall, da ich irgendwas gegessen hatte, was ordentlich durchgeschlagen hat. Trotz meiner Durchfallmedikamente hat es mehr als einen Tag gedauert, bis ich keine fluessigen Erlebnisse mehr hatte. Die Magenprobleme sind allerdings immer noch nicht ganz weg.

Aber zurueck zur Busfahrt: Wir trafen da doch glatt eine Ecuadorianerin mit ihrer Mutter, die auf der Heimreise waren und die wir vom Ende des Inka Trails kannten. In Agua Calientes waren wir ja in die heissen Quellen gegangen und dort im Becken hatten wir uns nett mit den beiden unterhalten. Wie es der Zufall so wollte, sassen die beiden im Bus auch noch neben uns…

Naja, die Busfahrt ging zwar schnell vorueber, aber war fuer mich total anstrengend, da ich praktisch kaum geschlafen hatte (im Gegensatz zu Torben). Als wir in Nasca ankamen war es gerade mal 4 Uhr morgens, insofern ein wenig frueh fuer den Flug ueber die Geoglyphen. Also haben wir uns ein wenig vor den Fernseher gehockt und bekamen eine krass verschaerfte Variante der deutschen Show “The Bachelor” zu sehen – voellig enthemmt die Maedels…

Gegen 6 Uhr nahmen wir dann zusammen mit einer 66-jaehrigen Englaenderin, die wir schon aus Puno kannten, und die zwischenzeitlich auch angekommen war, ein Taxi Richtung Flughafen, um dort den Flug ueber die geheimnisvollen Erdzeichnungen von Nasca zu machen. Nach ein wenig verhandeln hatten wir uns auch auf eine Fluggesellschaft geeinigt und sind mit einer 4-Mann Maschine (inkl. Pilot) aufgestiegen, um den Rundflug zu machen. Die Horrorstories ueber Uebelkeit und aehnliches bewahrheiteten sich gluecklicherweise nicht und sehen konnten wir auch alles – insofern ein gelungener Flug!

Danach gings wieder zum Busdepot, wo wir direkt ein Colectivo nach Ica/Huacachina nahmen. Das Colectivo war ein alter Ami-Schlitten aus den 60er Jahren und wir sassen zu viert hinten und zu dritt vorne. Aber nur fuer zwei Stunden… Dann kamen wir naemlich in der Oase Huacachina an – tolle Duenenlandschaften, halt die “peruanische Sahara”. Und mittendrin halt dieses Wasserloch, umgeben von vielen haesslichen Gebaeuden.

Dort wohnten wir jedenfalls im Hostal El Huacachinero, welches sehr sauber war und einen Pool hatte. Und einen Papagei, der am naechsten Morgen um 4 Uhr seine Existenz neu entdeckte und einen Heidenlaerm im Wettbewerb mit ca. 2000 Haehnen veranstaltete… Um 9:30 Uhr gings dann jedenfalls mit einem 150 PS Buggy in die Sandduenen – ein tolles Erlebnis, wenn auch das integrierte Sandboarden ein wenig enttaeuschend war. Nicht halb so cool wie Snowboarden, aber trotzdem lustig. Und auch fuer unsere Kameras war es mal wieder sehr belastend – meine stand durch den Sand mal wieder kurz vorm Exitus.
Nach einer kurzen Taxifahrt nach Ica ging es dann von dort aus weiter nach Pisco, in einem Bus, wo wir die ganze Zeit Angst um unser Gepaeck hatten. Naja, nach einer Stunde waren wir dann in Pisco, der Heimatstadt des peruanischen Nationalgetraenks, des Pisco Sour. Hier uebernachteten wir im Hostal San Jorge Residencial, das ein wenig ausserhalb liegt. Heute, am darauffolgenden haben wir dann morgens eine kleine Bootstour auf die “kleinen Galapagos”, die Islas Ballestas gemacht, wo wir Seeloewen, Pelikane, Delphine und anderes Getier in freier Wildbahn sehen konnten. Super Tour, leider war das Wetter fuer Photos nicht ideal…

Und dann stand um 14 Uhr schon die Fahrt nach Lima an, diesmal mit Ormeños, deren Sitze in den Bussen anscheinend alle kaputt sind. Zumindest unsere Versuche foerderten keinen einzigen Platz mit heiler Rueckenlehne zu Tage. Naja, und nun sitze ich hier im Flying Dog Hostel in Lima, waehrend Torben gerade duscht und beende den Eintrag. Morgen gehts ja dann via Amsterdam zurueck nach Hamburg, so dass wir Sonntagabend wieder da sind.

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