Puno, Uro, Tequila (= Taquile) und der Titicacasee

So. Nachdem wir gestern Puno verlassen und in Arequipa angekommen sind, hier ein kleiner Nachbericht. Puno ist die wahrscheinlichste haesslichste Stadt in Peru. Zumindest haben wir bisher keine haesslichere Stadt gesehen, die mit so vielen Bauruinen gesegnet ist.

Wir sind also mit einem weinenden Auge von Cusco nach Juliaca geflogen, wo wir unser erstes Sammeltaxi, ein sogenanntes Colectivo nahmen, um die 45km vom Flughafen Juliaca nach Puno zu fahren. Juliaca ist uebrigens aehnlich haesslich wie Puno und ein Stueck kleiner. Die beiden Staedte liegen ca. 3800m ueber dem Meeresspiegel, also nochmal ein wenig hoeher als Cusco. Ist schon ziemlich seltsam, dass ein so grosser See wie der Titicacasee hoeher liegt als die meisten Berge der Alpen…

Im Colectivo haben wir jedenfalls erstmal zwei deutsche Polizisten kennengelernt, die uns spaeter etwas ueber eine vor wenigen Wochen passierte Entfuehrung zweier deutscher Studenten in Puno erzaehlten: Die beiden wurden ueber Wochen gezwungen, mit ihren Kreditkarten Abhebungen am Geldautomaten zu machen. Naja, auf jeden Fall dauerte es ein wenig, zum Hotel in Puno zu gelangen, da massive Demonstrationen und Wahlkampfveranstaltungen den kompletten Verkehr in der Innenstadt lahmlegten. Nachdem wir dann aber doch im Manco Capac Inn ein Zimmer bezogen hatten, mussten wir ca. 10m quer ueber die Strasse gehen, um unsere Besichtigungstour fuer den Titicacasee zu buchen.

Die Tour fand dann am naechsten Tag statt, wiedereinmal zu einer uns schon bekannten Uhrzeit: Um 6:50 Uhr wurden wir abgeholt, um 7:00 Uhr verliess dann unser Schiff den Hafen in Puno bei eher bewoelktem Wetter. Auf dem Programm stand ein Besuch der schwimmenden, von den Einwohnern selbst gebauten Uro-Schilfinseln und anschliessend ein Besuch der Insel Taquile.

Die Inseln sind komplett aus Schilf gebaut und schwimmen wie ein Floss oder Ponton auf dem Titicacasee. Wenn die Inseln nicht alle 6-9 Monate repariert werden, saufen sie einfach ab. Ein paar Photos, die demnaechst kommen, koennen da wohl eher ein Bild vermitteln…

Danach ging es nach Taquile, auf die Insel der strickenden Maenner, wo die Einwohner in einer Art Kommune leben - das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben wird von einer Art Gemeinderat bestimmt. Die Insel war zwar ganz interessant, nach den sensationellen Aussichten auf dem Inka Trail allerdings ein wenig langweilig.

So war das schoenste dann doch die Bootsfahrt ueber den See, wo wir zwei deutsche trafen, mit denen wir dann abends versuchten wegzugehen. Das war allerdings nur maessig erfolgreich, da aufgrund der Wahlen am heutigen Sonntag nichts los war. Sogar das Ausschenken von Alkohol ist vor den Wahlen verboten, so dass wir ziemlich allein im Ekekos, der von uns besuchten Disco waren.

Naja, am naechsten Tag, also gestern haben wir uns dann um 8 Uhr in einen Ueberlandbus geschwungen und sind die 6 Stunden nach Arequipa gefahren. Mehr dazu im naechsten Blog-Eintrag, unsere Tour in den Colca Canon startet naemlich in 10 Minuten.

Einen Kommentar hinterlassen