Regenwald und Manu

So, und nun - wie versprochen - etwas ueber unseren Ausflug in die Manu-Kulturzone.

Manu liegt nord-oestlich von Cusco und ist innerhalb von einigen Stunden Busfahrt zu erreichen. Wir starteten also am 12.11.2006 um 5:40 Uhr zusammen mit einem deutschen Paar und einem englischen Paar - Richard und Sarah. Die beiden Briten sollten uns auf allen 4 Tagen begleiten, waehrend die anderen beiden die 8-Tagestour nach Manu gebucht hatten und nur bis zum Fluss mit uns fuhren.

Der erste Tag war also eine weite Autofahrt von 3400m auf 400m mit einigen Zwischenstopps in kleinen Orten und Plaetzen, wo wir dann unser Mittagessen zu uns nahmen oder die (verfallenen) Kolonialbauten bewundern durften oder auch ein paar fette Moorhuehner per Teleskop verfolgen konnten. Abends kamen wir schliesslich in Pilcopata an, wo wir in einer Lodge Zimmer bekamen. Als erstes fiel uns ein dicker fetter Kaefer ins Auge, dann auch schon das InternetcafĂ©… Da versuchten wir auch ins Internet zu kommen, aber das alles war nicht so einfach, da es anscheinend nur einen Klingeldraht fuer 5 Computer gab. Kaum hatten wir uns an den Rechner gesetzt und warteten auf das Laden der Seite fiel der Strom aus - aber Torben und ich hatten ja vorsichtshalber beide unsere Taschenlampen dabei, so dass wir die Zeit bis zum Anzuenden der Kerzen ueberbruecken konnten. Als wir dann Richtung Abendessen gingen, gabs kurze Zeit spaeter auch wieder Strom und wir konnten unser Essen sogar sehen…

Am naechsten Tag gings mit einem motorisierten Kanu auf dem Rio Madre de Dios weiter gen Dschungel, als auf einmal Torben “Pass auf!” rief und eine ca. 1m hohe Welle auf uns zukam, die uns von Kopf bis Fuss durchnaesste - die Klamotten, Schuhe und elektronischen Geraete waren so nass, als ob wir im Madre de Dios schwimmen gewesen waeren. Als wir an unserer Dschungellodge dann ankamen, dauerte es locker 2 Stunden, bis die Sachen in der prallen Sonne wieder trocken waren. Und Kameras und Mobiltelefone sollten noch bis Cusco brauchen, bis sie wieder verlaesslich funktionieren sollten. Nachmittags haben wir dann bis 19 Uhr eine Erkundung des Urwaldes gemacht, wo wir viele bunte Voegel anschauen konnten. Abends haben wir dann versucht Kaimane im Teich zu sehen, allerdings waren leider nur die Augen sichtbar, da die bloeden Viecher verdammt scheu sind. Danach sind wir dann bei totaler Dunkelheit (unser Guide Barfuss!!!) zurueck zur Lodge gegangen.

Am 3. Tag stand mal wieder fruehes Aufstehen auf dem Programm: In der Naehe der Lodge gab es eine Mineralienlecke, die von Papageien und Sittichen und anderen bunten Voegeln zur Nahrungsergaenzung benutzt wird. Da diese Voegel schon frueh essen, mussten wir leider schon gegen 5:30 Uhr an der Lecke sein. Nach dem Spektakel gabs dann Fruestueck und erst nachmittags wieder Programm: Affen angucken, Voegel suchen, Ameisen und Termiten bewundern.

Der 4. Tag war dann nur noch die Rueckreise mit dem Bus nach Cusco ueber abenteuerliche, nicht abgesicherte Schotterpisten und Bergpaesse.

Ueber unsere heutige Titicacaseetour schreiben wir dann spaeter…

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