Der Inka Trail
Die ersten Bilder vom Inka Trail sind da!
Den Trail haben wir ja letzte Woche beendet und er war schon beeindruckend: Noch nie habe ich so dreckige Toiletten gesehen. Aber scherz beiseite: Sehr schoene Landschaft, unglaubliche Aussichten und verschiedenste Vegetation: Nebelwald, Hochgebirge, …
Der erste Tag war sehr einfach; Torben und ich haben am naechsten Tag nichts von der Wanderung gespuert, auch wenn andere in unserer Gruppe schon leichte Beschwerden ankuendigten. Der Hoehenunterschied war minimal – von 2600m auf 3000m oder so aehnlich, und das alles in 4 Stunden war gut machbar. Geregnet hat es dann uebrigens auch, eigentlich an jedem Tag des Trails.
Dafuer hatte es dann der 2. Tag in sich: 1200m Hoehenunterschied waren zu bewaeltigen, von 3000m ging es zum Pass der “Toten Frau”, mit 4200m der hoechste Punkt des Trails. Zu diesem Zeitpunkt brauchte einer aus unserer Gruppe schon Sauerstoff, andere kamen 2,5h nach uns ins Ziel. Und Alaska war 20min vor uns im Ziel… Das groesste Problem war allerdings nicht die Muskelbelastung sondern eher die duenne Luft, und, eingeschraenkt auch der Regen. Fuer mich war an diesem Tag der Abstieg das groesste Martyrium, da meine Knie die zu tausenden vorhandenen Stufen, mit z.T. 80cm Hoehe nicht gut abkonnten. Die Schmerzen sollten mich noch ein paar Tage, auch ueber den Trail hinaus, begleiten.
Der 3. Tag hatte nur einen schweren Pass (von 3200m auf 3900m), der aber vormittags gegessen war und somit war der Rest der 9h Gehdauer fuer den Abstieg auf 3000m mit vieeeeeelen Stufen reserviert. Aber, am Ende des Tages wurden wir mit einem echten Steingebaeude belohnt, wo wir in Ruhe ein Bierchen mit unseren australisch-kanadisch-englischen Bekannten trinken konnten, die wir auch nach dem Trail noch ein paar mal in Cusco gesehen haben und mit denen wir dementsprechend auch weg waren.
Am 4. Tag stand dann ein fruehmorgendlicher Sprint zum Sonnentor an, von dem man eigentlich Macchu Picchu sehen kann. Leider war alles wolkenverhangen. Trotzdem, wie auch spaeter noch an den Photos zu sehen sein wird, war Macchu Picchu sehr beeindruckend! Danach gings nur noch nach Agua Calientes, in warme Thermalbaeder und zurueck nach Cusco, wo wir erstmal gluecklich geduscht haben und das saubere Badezimmer geniessen konnten…
Torben und ich sind auch heil aus dem Regenwald wiedergekommen – ohne Gelbfieber, Malaria, Dengue-Fieber, Sandfliegen und ich sogar ohne Mueckenstiche… Das war jedenfalls ziemlich abenteuerlich mit dem Beinahe-Exitus meines Mobiltelefons und meiner Kamera sowie Elektrizitaetsausfaellen (wo vorhanden) usw. Mehr dazu hier oder dann zuhause :-).
Heute um 14 Uhr geht es mit dem Flieger nach Juliaca und von dort mit dem Bus nach Puno, was am Titicacasee liegt. Da werden wir einen Tag bleiben, uns die schwimmenden Schilfinseln und die Insel Taquile mit den strickenden Maennern anschauen und anschliessend, am folgenden Tag Richtung Arequipa marschieren.
Arequipa wird der naechste Ausgangspunkt sein, von dem aus wir eine mehrtaegige Tour in den Colca Cañon geplant haben: Condore anschauen und einen der tiefsten Cañons der Welt erforschen.
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