Jun 28 2009

Galapagos: Española

Bastian

Für den heutigen Tag steht die Insel Española auf dem Programm. Als wir um 6:45 Uhr zum Frühstück gehen, wissen wir, warum unser Guide unbedingt sehr früh los will: neben unserem Schiff liegen acht weitere Schiffe vor Anker.

Das Dinghi bringt uns, wie immer, vom Schiff auf die Insel, diesmal allerdings alle 16 Personen gleichzeitig. Trotz der frühen Stunde ist allerdings schon eine Gruppe da, die ebenso wie wir, staunend die spielenden Seelöwen und die Marine-Iguanas betrachten.

Die Marine-Iguanas sind ca. 50-60cm lang und schwarz-rot gemustert – fast nicht zu unterscheiden von den schwarz-roten Steinen und versuchen sich auf den Steinen aufzuwärmen – als Kaltblüter ist externe Wärmezufuhr für sie lebensnotwendig.

Zwischendurch hüpfen immer wieder die hiesigen Nachtigallen durch die Gegend, die wie alle Tiere hier ohne Scheu vor Menschen schon fast über unsere Füße hüpfen. Während wir unsere Photos schießen, schweben über uns elegant Fregatten, oder wie auch immer diese Vögel auf Deutsch heißen.
Als wir genug von den spielenden Seelöwen haben, machen wir uns auf zum Inneren der Insel. Neben beeindruckender Küstenlinien mit steilen, von Krabben besetzten, Klippen, erwarten uns dort die Galapagos Albatrosse. Diese Albatrosse können nicht aus dem Stand starten, sondern benötigen die Klippen, um sich in die Luft zu schwingen. Interessant ist auch der Balztanz, bei dem beide Teilnehmer lustig ihre Hälse wie im Tanz bewegen.

Als wir zurück zum Schiff fahren erwartet uns ein kleiner Snack, danach fahren wir für 30min. entlang der Küstenlinie von Española. Hier ankert das Schiff, und es steht der nächste Programmpunkt des Erlebnisurlaubs Galapagos bevor: Vom Schiff direkt in den Pazifik springen und dort baden.
Nach einem Sprung wird es mir dann allerdings bei stärkerem Wind zu kalt, und kurze Zeit später klingt auch schon die Schiffsglocke: Zeit zum Mittagessen.

Das wiederum sehr leckere Essen wird mit einem Eis abgerundet und 45 min. später geht es weiter mit dem Tagesprogramm: Schnorcheln und Aufenthalt an einem Strand.

Einen so weißen Strand habe ich bisher noch nie gesehen: Blendend weiß, nur vereinzelt finden sich schwarze Felsen, die nur schwer von den sich am Strand tummelnden Seelöwen zu unterscheiden sind.
Die Seelöwen stört es wiederum überhaupt nicht, wenn Menschen sich auf 1-2m nähern, sie liegen faul am Strand, spielen, oder im Fall der ganz Jungen, lassen sich von ihrer Mutter säugen. Wir hingegen ziehen die Flossen an, machen die Maske fertig und stürzen uns rückwärts stolpernd in die Brandung, um zu einem dem Strand vorgelagerten Felsen zu schwimmen.

Beim Schnorcheln zeigen sich ein paar bunte Fische und, zu unserer Freude ein Hai (White-Tipped-Reef-Shark). Diesmal schwimmen die Seelöwen allerdings leider nicht um uns rum, und nach ungefähr einer Stunde kehren wir zurück zum Strand. Dort haben wir dann noch ca. eine Stunde zum Ausruhen und dann, pünktlich mit dem einsetzenden Regen, werden wir vom Beiboot abgeholt.

Die “Amigo” startet sodann sofort die Motoren, da die nächste Insel, San Cristóbal, recht weit entfernt ist, und wir wohl 4-5 Stunden im Boot brauchen werden.

Zur Zeit ist die Bootsfahrt noch im vollen Gange, inklusive etwas stärkerem Wellengang, was ich durchaus zu schätzen weiß. Bisher ist auch noch niemand hier seekrank geworden, allerdings hat die hiesige Kanadierin eine panische Angst vor Seelöwen… 3. TAG.


Jun 28 2009

Galapagos: Anreise und Isla Floreana

Bastian

Gestern ging es los: Um 4:15h stehe ich auf, um meinen Flug zu bekommen, der um 6:40h Quito verlassen soll. Als ich am Flughafen ankomme, darf ich zusammen mit zwei Brasilianern erstmal ne Dreiviertelstunde warten, da das Personal für Gepäckkontrolle und Check-In noch nicht da ist.

Dann geht es aber schnell: ID-Karte für Galapagos wird gekauft, das Gepäck geprüft und der Check-In bei Aerogal gemacht, und schon sitze ich in der Abflughalle am Gate.

Als wir die Abflughalle verlassen und das Rollfeld betreten eröffnet sich uns ein atemberaubender Anblick: Außergewöhnlich gute Sicht erlaubt es dem zweitgrößten Vulkans Ecuadors, dem Cotopaxi, sich uns zu zeigen. Mühelos dominiert der schneebedeckte, immer noch aktive Vulkan das sonst schon überwältigende Panorama Quitos. Cotopaxi, mit einer Höhe von über 5000m ist auch nach dem Abheben über den Wolken noch lange zu sehen. Hier in Ecuador grenzt die Begeisterung über diesen Vulkan schon an Verehrung.

In Guayaquil steht dann ein einstündiger Zwischenstopp an, danach geht es weiter auf die Galapagos, nach Baltra.

In Baltra werden sofort die Einreisepapiere vom Check-In kontrolliert, sowie der Eintritt für den Nationalpark kassiert: $100, von denen wenigstens 25% zur Erhaltung des Nationalparks direkt verwendet werden. 5% gehen leider auch an das Militär, man kann nur hoffen, dass damit die Küstenwache gemeint ist.

Nachdem das Gepäck ausgeladen ist, spricht mich Marcin, ein Pole, an, ob ich auch auf der “Amigo”, meinem Schiff, die Reise sei. Er hat den Aufkleber gesehen, den ich zur Erkennung auf dem Flughafen tragen sollte.

Unser Naturalist, der Reiseleiter, hat aber Verspätung, und wie sich rausstellt, warten nicht nur wir, sondern auch eine  vierzehnköpfige Gruppe von 14-17 jährigen Teenagern samt zweier Gruppen-Reiseleiter auf den lokalen Reiseleiter.

Die Gruppe besteht fast ausschließlich aus Amerikanern, die Ausnahmen bilden eine Puerto Ricanerin, eine Kanadierin und eine Chinesin. Wie mir der Dan, einer der beiden Gruppen-Reiseleiter später erzählt, ist das Ganze eine Abenteuer-Bildungsreise, die die Eltern für 21 Tage $5500 kostet. Inklusive sind dabei 2 Tage Sozialarbeit, da wohl inzwischen viele High Schools Sozialarbeit zur Voraussetzung zum Abschluss machen.

Als wir nach einer kurzen Busreise im Hafen ankommen, bedarf es mehrmaligen Pendelns des Dinghis, bis das gesamte Gepäck und alle Personen an Board der “Amigo” sind.

Die Amigo ist ein Boot der sogenannten Touristenklasse, und ich scheine der einzige zu sein, der die komplette Tour über acht Tage gebucht hat: Am Donnerstag werden neue Passagiere hinzukommen.

Um 14 Uhr geht es dann nach einem leckeren Mittagessen zur “Estación Charles Darwin”, die das Zuchtprogramm für Schildkröten verantwortet. Der Unterschied zu einem Zoo ist allerdings immens: Unser Naturalist nimmt uns mit ins Gehege, wo wir die bestimmt 1m großen Riesenschildkröten aus 1-2m Entfernung ohne Zaun oder sonstige Barrieren erleben dürfen: Seien es Territorialverhaltensweisen beim Trinken des Wassers aus dem Teich oder Paarungsversuche zweier männlicher Schildkröten.

Bis um 18 Uhr bleiben wir noch an Land, danach geht es zurück zum Schiff, um Abend zu essen.

Den Sonnenuntergang erleben Marcin und ich bei einem Bierchen auf dem Schiff, der Rest der Gruppe darf keinen Alkohol konsumieren, da in den USA die Altersgrenze hierfür 21 ist. 1. TAG.

Am nächsten Morgen weckt mich zunächst mein Mobiltelefon eine Stunde zu früh, da ich vergessen hatte, die Zeitzone umzustellen – die Galapagos Inseln sind eine Stunde zurück in der Zeit, bei GMT-6.

Nachdem mich Marcin brummelnd darauf hinweist, schlafen wir noch das knappe Stündchen, dann gibt es Frühstück.

Über Nacht ist das Schiff zur Insel Floreana gefahren, wo wir als erste Reisegruppe des Morgens anlanden. Ziel des heutigen Tages ist, möglichst viele Flamingos in freier Wildbahn zu sehen. Da ber laut unseres Naturalisten nur ca. 500 Flamingos in Floreana sind, sehen wir nur ganze vier Exemplare. Und zwei Seelöwen.

Seelöwen: Diese an Land tolpatschigen Tiere erwachen im Wasser zu ungeahnter Eleganz und sollten uns später am Tag noch viel freude bereiten.

Für den späten Vormittag steht schnorcheln auf dem Programm. Als erstes kommt mir der untere Teil des Schnorchels im Wasser abhanden, er bleibt unauffindbar. Die Flossen sind leider auch zu groß, also geht es zurück zur “Amigo”, wo ich eine neue Brille erhalte. Flossen leider aber nicht.

Als ich endlich schnorchelnd im Wasser bin, ist es erst einmal enttäuschend: Im Vergleich zum Tauchen im Tayrona Nationalpark wirkt das Meer in Schnorcheltiefe sehr leer. Doch auf plötzlich zeigt sich ein vorbeiziehender Fischschwarm, und kurze Zeit später tummeln sich zwei Seelöwen im Wasser, die sich uns neugierig bis auf ca. 1m annähern, dann aber stilvoll wegtauchen oder per Rolle ausweichen.

Die Seelöwen schwimmen bestimmt noch 10 Minuten mit uns, und kurze Zeit später geht es dann auch schon zurück zum Dinghi, das uns rechtzeitig zum Mittagessen auf die “Amigo” bringt.

Nach dem Mittagessen fahren wir dann auf die andere Seite der Insel: Hier ist das sogenannte Postoffice, die Post.

Das Konzept, angelehnt an das Nachrichtensystem der früher auf Galapagos ansässigen Freibeuter ist einfach aber intelligent: Wohnt man in der Nähe der auf einer Postkarte angegebenen Adresse, nimmt man die Karte mit und stellt sie persönlich zu.

Da ich allerdings zunächst nicht in Deutschland sein werde, erbeute ich eine Postkarte, die ich in Bogotá, Kolumbien zustellen werde. Nach dem Postamt geht es dann noch in eine durch Lava geformte Höhle, in der es stockduster ist. Hier macht es sich bezahlt, dass ich eine Taschenlampe dabei habe, da die Funzel unseres Touristenführer doch mal neue Batterien bräuchte…

Hinterher sind zwei Stunden Freizeit am Strand von Floreana geplant.

Für den 3. Tag morgen steht eine der wohl beeindruckendsten Inseln auf dem Programm: Española. 2. TAG.


Jun 20 2009

Hochgebirgswanderungen

Bastian

Nachdem wir ja letzte Woche per teleferiQo plus 6 Stunden Wanderung den Lucu Pichincha erstiegen haben, ging es am Montag dann mit Chris und Nathalie ins Landesinnere: Zunächst geht es nach Otavalo, den indigenen Markt anschauen, dann weiter nach Ibarra und von dort per Taxi 20min. über holprige Straßen in das wie ausgestorben wirkende Dorf La Esperanza. Dort angekommen, begrüßen uns Glühwürmchen und reine Natur, glücklicherweise gibt es wenigstens manchmal warmes Wasser.

Am nächsten Morgen stehen wir um 6:30 Uhr auf, um den hiesigen Hausberg zu ersteigen: eine 10 Stunden Tour mit 6 Stunden Aufstieg, in denen wir 1200 Höhenmeter bewältigen. Auf dem Gipfel in ca. 3600m Höhe eröffnen sich dann wunderschoene Aussichten… Insgesamt wird die Tour wohl 18-19 Meilen lang gewesen sein und hinterher freuen wir uns nur noch auf Dusche und Bierchen.

Am naechsten Tag nehmen wir einen Ruckelbus zurück nach Ibarra, und zusammen mit der halben indigenen Bevölkerung von La Esperanza geht es über fast nicht existente Straßen mi 20km/h durch die Landschaft. In Ibarra nehmen wir dann den Direktbus nach Latacunga, einer Stadt südlich von Quito, die im sogenannten Quilotoa-Loop liegt. Von dort geht es weiter mit einem Bus in Richtung Tigua, der aber in dem Bergdorf nicht hält, sondern uns vorher rauslässt – den Rest des Weges müssen wir zu Fuß gehen. Der Quilotoa Loop bietet höchstes Gebirge, wunderschoene Landschaften und Vulkane.

In Tigua treffen wir zwei nette Holländerinnen, mit denen wir noch im urigen Hostel zu Abend essen und einen Rotwein trinken, aber es geht dann doch recht früh ins Bett, da wir alle recht müde sind. Von Tigua aus werden wir am nächsten Morgen vom Hausherrn des Hostels ca. 30min. mit seinem Auto nach Quilotoa gefahren, einem Bergdorf, das direkt am Krater eines Vulkans liegt. Der Vulkan ist zwar noch aktiv, hatte aber schon lange keine Eruption mehr, so dass sich uns der Blick auf eine smaragdgrüne Lagune im Inneren des Kraters bietet. Die Photos können vielleicht einen kleinen Eindruck vermitteln, aber der Anblick ist atemberaubend.

Wir wandern ein wenig am Kraterrand entlang und steigen dann ab in Richtung Chugchilan, eine 5 Stunden Wanderung. In Chugchilan müssen wir dann am nächsten Morgen um 2:30 Uhr aufstehen, da der einzige Bus des Tages in Richtung Latacunga um 3 Uhr losfährt. Von Latacunga nehmen wir einen Bus nach Baños.

Nach 7 Stunden kommen wir um 10 Uhr morgens in Baños an. Die Stadt ist in direkter Nähe eines aktiven Vulkans gelegen, den wir im Laufe des Tages auch noch Rauchwolken ausstoßen sehen. Außer Vulkan angucken, einer Massage und sich Entspannen steht nur noch das freitägliche Weggehen an, was wir zusammen mit ein paar Schweden dann auch zelebrieren – schließlich ist in Schweden Mittsommernacht!

Heute morgen nehmen wir dann den Bus zurück nach Quito, wo ich nun sitze und auf morgen warte: Um 6:30 Uhr geht der Flieger nach Baltra auf die Galapagos Inseln, wo meine 8-tägige Kreuzfahrt startet. Dort werde ich übrigens kein Internet haben… Bis dahin werde ich aber versuchen, zumindest die Photos hochzuladen, die Videos brauchen wohl zu lange…


Jun 14 2009

Die zweite Juni Woche

Bastian

So, hab jetzt seit ein paar Tagen nichts mehr schreiben können, und schon vergess ich die ersten Details. Am Sonntag habe ich nicht mehr viel gemacht, außer noch mit ein paar anderen Slumdog Millionaire zu schauen, aber am Montag ging es dann zum Cerro Montserrat, der von Bogotá aus mit einer Kabinenbahn zu erreichen ist. Dort oben sind ein paar kirchliche Gebäude und man hat einen schönen Blick auf die Stadt. Abends haben wir dann noch ein paar Bierchen getrunken, Tischtennis im Hostel gespielt und dann bin ich auch schon ins Bett gegangen.

Der Dienstag war dann der letzte Tag in Bogotá, zusammen mit Nathaly habe ich mir noch mal ein paar Ecken von Bogotá angeschaut, in der Candelaria Mittag und Abend gegessen und abends haben wir noch gemütlich mit Danny, dem Hostel-Besitzer, Ed und Neil zusammengesessen – bis 4 Uhr morgens.

Mein Flug ging dann am Mittwoch morgen los, aufstehen war um 5 Uhr, so dass ich nicht wirklich viel Schlaf bekam. Aber im Flieger konnte ich dann wenigstens 1-2 Stunden schlafen.

In Quito angekommen, hat mich dann Nathalie, eine Ecuadorianerin, die ich aus dem 2006 Peru-Urlaub kenne, abgeholt. Zusammen sind wir zum Hostel gefahren, danach sind wir sofort in eine Kneipe, um das Spiel Ecuador-Argentinien zu sehen. So verrücktes Feiern nach einem Sieg habe ich noch nie gesehen… Es kamen dann noch ein paar Freunde von Nathalie dazu, aber gegen 23 Uhr bin ich dann halb-tot ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag haben Nathalie und ich dann ca. 10 Reisebüros besucht, um ein gutes Angebot für die Galapagos Inseln zu finden – am 21.06.09 geht es für 8 Tage auf eine Bootsfahrt (Touristenklasse). Da alle von den Galapagos-Inseln schwärmen, bin ich sehr gespannt. Das ganze ist sehr teuer, aber man macht es auch nur einmal im Leben…

Abends sind wir dann noch ausgegangen, zusammen mit Chris, einem Amerikaner, den wir im Hostel getroffen haben.

Am Freitag musste Nathalie dann arbeiten (sie ist Touristenführer), aber Chris und ich sind dann zu zwei Museen in Quito gefahren, die Werke des Künstlers Guayasamin ausstellen. Sehr beeindruckende Kunstwerke!

Samstag stand dann eine Führung durch die Altstadt von Quito auf dem Programm, mit Besuch der Kirche “La Compañia de Jésus” der Jesuiten: Eine kuenstlerisch beeindruckende Kirche, wo man sich allerdings nachdem man sich von dem Gold- und Prunkschock erholt hat fragt, wie diese Kirche bei der Armut moeglich sein konnte. Ausbeutung der indigenen Bevoelkerung ist wahrscheinlich die Antwort…

Spaeter sind Nathalie und ich noch zu einem Fussballspiel gegangen (Deportivo Quito vs. Liga Quito), das leider 1:1 ausging.

Heute waren wir dann 6 Stunden wandern, bis auf 4700m auf den Gipfel eines der Hausberge in Quito… Beeindruckende Landschaft, aber atmen kann man auf der Hoehe kaum. Gluecklicherweise gibt es einen Lift, der einen schonmal auf 4100m bringt.

Neue Photos sollten auch bald verfuegbar sein, allerdings werde ich in der naechsten Woche wohl gar kein Internet haben, da ich Wandern gehe…


Jun 8 2009

De noche en Bogotá – des Nächtens in Bogotá

Bastian

Und wiedereinmal bricht Nacht herein über Bogotá, es ist Samstag und die Bars, Diskotheken und Bars beginnen ihre Pforten für die Massen an Feierhungrigen zu öffnen.

Zusammen mit einem Schweizer (Benoit) und zwei Kolumbianerinnen (Nathaly und Viviana) machen wir uns per Taxi auf den Weg zum Teatrón, wo schon fünf weitere Bekannte warten: Zwei Engländer, eine Irin aus dem Hostel sowie eine kolumbianische Freundin von Louisa, der Irin. Weiterhin Alejandro, ein spanischer Freund Louisas aus Barcelona.

Als wir ankommen, sehen wir vor jedem der vielen Clubs lange Schlangen. Auf den letzten Metern zum Teatrón treffen wir dann zufällig auf Freunde von Benoit, der uns daraufhin verlässt und mit den anderen Feiern geht. Auch das Teatrón weist eine lange Schlange auf, in der wir glücklicherweise Ed, Neil und Olivia, die beiden Engländer sehen, was uns noch längere Wartezeiten erspart. Nach 30 min. des Wartens und einer kleinen Schlägerei zwischen einem ungeduldigen Gast und dem Sicherheitspersonal können wir endlich eintreten – natürlich erst nach einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung auf Waffen. Für 8 € Eintritt sind alle Getränke inklusive, daher erhält jeder Gast einen hässlichen Plastikbecher.

Drinnen ist es brechend voll, mit deutlichem Männerüberschuss, da der Club, wie wir lernen, von vielen Homosexuellen frequentiert wird. Noch bevor wir unsere Sachen an der Garderobe abgeben können, stehen aufeinmal Louisa und Alejandro vor uns, so dass nun alle versammelt sind.

Da Olivia mir und Nathaly unsere Sachen abnimmt verschwinden Nathaly und ich kurz auf eine Tanzfläche, woraufhin wir die anderen später für 1h nicht mehr wiederfinden können. Schließlich finden sie uns… Zwischendurch findet dann eine Bühnenshow von Transvestiten statt, das Publikum tobt. Gegen 3 Uhr morgens geht auf einmal die Musik aus, da das Gesetz dies vorsieht. Louisa, Alejandro und Olivia sind nicht aufzufinden, die Auf- und Abgänge vor den Garderoben überfüllt und für Nathaly und mich ist es nicht möglich, an unsere in der Garderobe abgegebenen Sachen zu kommen.

Während wir auf die anderen (vergeblich) warten, lernen wir ein paar weitere Gäste des Teatróns kennen und verlassen schließlich, ohne die anderen zu finden, das Teatrón. Die drei neu kennengelernten Gäste überreden uns, mit ihnen noch in der Wohnung eines der 3 weiterzufeiern, und so machen wir uns, ohne zu Wissen was uns erwartet, mit zwei Taxis auf den Weg zu dem Apartment, noch weiter im Norden der Stadt  gelegen.

Als wir ankommen, werden wir von der Gebäudesicherheit eingelassen und feiern noch im Apartment weiter, Musik aus dem Notebook kommend. Um 5:30 Uhr, nach viel Tanz und Spaß, ist Sonnenaufgang und anderthalb Stunden nachdem sich die Sonne wieder am Himmel zeigt, befindet sich dann Viviana schlafend auf dem Sofa, Ed ebenso, und der Rest von uns entscheidet sich, die beiden aufzuwecken, um eine Taxifahrt zurück zum Hostel zu machen.

Die Taxifahrt ist furchterregend wie üblich: Rote Ampeln werden grundsätzlich nur als farbliches Spektakel angesehen, Kurven auch an Hängen geschnitten, aber da die Straßen leer sind passieren wir schon bald die Basisstation der Kabinenbahn zum Besuch von Montserrat und gegen viertel vor Acht hält das Taxi vor dem Hostel – eine halbe Stunde Fahrt für 4 €.

Während Ed und Neil noch einen Kaffee im Viertel trinken gehen, geht der Rest ins Bett – um spätnachmittags erst wieder zu neuem Leben zu erwachen. Nathaly und ich stellen zu unserer Freude fest, dass Louisa unsere Sachen aus der Garderobe mitgebracht hat, auch wenn anscheinend jemand die Toilette mit der Garderobe verwechselt hat – sie wandern direkt in die Wäsche…

Und Benoit? Am nächsten Morgen lernen wir telefonisch, dass er im Krankenhaus ist: Eine Erkrankung hat zugeschlagen, die mit der Nacht nichts zu tun hat…

In der Erinnerung verbleibt eine durchfeierte kolumbianische Nacht, die nur schwer zu übertreffen ist – und es hat sich wiedereinmal gezeigt, dass man manchmal einfach dem Gefühl trauen und offen gegenüber Unbekannten sein sollte, da dies unvergessliche Erlebnisse ermöglicht.


Jun 3 2009

Freiwilligenarbeit in Popayan

Bastian

Nachdem ich mich heute mit jemandem hier in Bogotá getroffen habe, der für die Kaffee-Cooperativas arbeitet, weiß ich jetzt, wo ich meine erste Freiwilligenarbeit vornehmen werde: In der Nähe von Popayan, hier in Kolumbien werde ich der dortigen Cooperativa helfen, auf einer Finca wohnen und für 8 Wochen als Freiwilliger das Kaffeegeschäft erleben dürfen. Bin schon sehr gespannt!

Ich plane, nächste Woche nach Quito zu fliegen und dann ein wenig Ecuador zu bereisen. Ob ich auf die Galápagos Inseln fliege weiß ich noch nicht, da die Kosten wohl sehr hoch sind. Auf der anderen Seite wäre es eine Sünde, dort bei einem Ecuador-Besuch nicht hinzufahren.

Den Rückweg nach Kolumbien würde ich dann per Bus antreten, da Popayan nicht sooooo weit von Ecuador entfernt ist.


Jun 2 2009

2 Tage Medellín

Bastian

Nachdem ich ja die ersten Tage in Medellín wegen Dengue nichts machen konnte, und somit auch das Wochenende verpasst hatte, ist in den letzten beiden Tagen das Fieber verschwunden, lediglich ein Husten plagt mich noch.

Kurz vor meinem zweiten Krankenhausbesuch hatte ich vier Deutsche kennengelernt, von denen einer ähnliche Symptome wie ich aufzeigte. Somit sind wir dann zusammen ins Krankenhaus gegangen, wo ich dann dolmetschen durfte, da die anderen kein Spanisch können. In Jens’ Fall war es allerdings kein Dengue, sondern eine ganz normale Mandelentzündung…

Am nächsten Tag treffen wir uns dann zusammen mit einer Amerikanerin, um uns die Stadt ein wenig anzuschauen und fahren mit der Metro erstmal in Richtung Santo Domingo, einem Hügel, der über eine Seilbahn zu erreichen ist. In der Kabine sitzt dann noch ein Priester, der uns vor dem Viertel warnt, später hören wir allerdings noch von anderen Kolumbianern, dass diese Warnung inzwischen nicht mehr gerechtfertigt ist – vor ein paar Jahren war es dort wohl recht gefährlich.

Auf der Bahnrückfahrt sind wir der Mittelpunkt des Geschehens im Abteil, und wir erfahren, dass abends noch ein Fußballspiel ist: Envigado Medellín gegen Cali. Also machen wir uns auf den Weg dorthin, kaufen Tickets durch den Stadionzaun und gehen dann rein.

Dort werden wir erstmal von Caracol TV in Empfang genommen, die mich interviewen. Leider verstehe ich nicht allzuviele der Fragen… Hinterher geht’s zu den Plätzen, aber vorher werden wir noch ausführlich von der Polizei durchsucht, unter bohrenden Fragen, für welche Mannschaft wir denn seien.

A propos Polizei: Pferdetruppen, Hundetruppen, stark gepanzerte Truppen, weiß gekleidete Polizistinnen, die Werbung für die Polizei machen – die Absicherung des Spiels wird hier anscheinend sehr ernst genommen.

Das Fußballspiel ist ein Playoff-Spiel im Rahmen der kolumbianischen Meisterschaft (Copa Mustang) und im Vergleich zu Deutschland ungefähr auf Regionalliga-Niveau. Die Torhüter können keine Abschläge, die Verteidiger treten häufiger mal neben den Ball und es gibt zwei rote Karten, aber keine Tore.

Als das Spiel zuende ist schnappen wir uns ein Taxi und fahren nach Hause, später geht’s noch in die Zona Rosa, um dort etwas zu essen.

Am nächsten Tag dann, gestern, geht es mir ebenfalls gut, so dass wir ein weiteres Mal in die Stadt fahren. Erst in eine Mall, wo ich mir eigentlich eine Canon SX200IS Kamera kaufen möchte, meine Kreditkarte aber nicht funktioniert. Ich hoffe nur, die DKB hat sie nicht wegen Auslandseinsatz gesperrt…

Danach beschließen wir, uns mal die örtliche Universität anzuschauen. Nachdem wir uns an der Universitätssicherheit vorbeigeredet haben, sind wir auf dem Campus der Universidad de Antioquia, wo wir uns erstmal umschauen. Aus Spaß lassen wir uns mal erklären, wo die Fakultät für Sprachwissenschaften ist und setzen uns mit Zustimmung der Professorin in ein Französisch Seminar. Unser Eindruck ist allerdings, dass das Niveau nicht all zu hoch ist. Die Professorin hört auf, mit uns Französisch zu sprechen, als sie merkt, dass wir tatsächlich ein wenig Französisch können, und die Studenten sprechen keinen einzigen Satz Französisch in der gesamten Vorlesungszeit.

Danach habe ich dann nur noch die Sachen gepackt, Tschüss gesagt und bin in den Bus nach Bogotá gestiegen, wo ich jetzt wieder bin.


Mai 31 2009

Höchstwahrscheinlich Dengue!

Bastian

Die Wahrscheinlichkeit steigt: Der gestrige 3-stündige Besuch im Krankenhaus hat den ursprünglichen Verdacht erhärtet. In meinem Blutbild ist die Anzahl der Blutplättchen und Leukozyten im Vergleich zum ersten Blutbild gesunken, die Leukozyten sind definitiv unter Normal. Dies ist neben meinen Symptomen typisch für Dengue.

In ein paar Tagen weiß ich dann aber mehr, dann hat das Labor den Dengue Antikörpertest fertig, der das ganze dann bestätigt (oder auch nicht).

Momentan bin ich jedenfalls fieberfrei, mal schauen, wann der nächste Fieberschub kommt :).


Mai 29 2009

Dengue?

Bastian

War wegen meiner tropfenden Nase, meines Hustens und insbesondere wegen des Fiebers gestern beim Arzt. Marian, eine Spanierin, die auch hier im Hostel wohnt, hatte mir angeboten, mir zu helfen, also sind wir zusammen zur Clinica Las Vegas, einer Privatklinik geschlendert. Dort angekommen, wurde erstmal mein Reisepass eingezogen, damit ich ja nicht ohne Bezahlung abhaue. Außerdem bekam ich dank meiner Symptome gleich eine Gesichtsmaske verpasst, mit der ich dann erstmal rumlaufen und rumwarten durfte.

Nach kurzer Zeit kam dann auch schon ein Arzt, mit dem ich mich bemerkenswert gut ohne fremde Hilfe verständigen konnte. Wenn ich ihn zwischendurch mal nicht verstanden habe, hat dann aber Marian ins  Englische übersetzt…

Mir wurde dann noch Blut zur Analyse abgenommen, und eine Infusion gelegt, die mir ca. 1,5h Natriumchlorid-Lösung und noch irgendwas anderes intravenös zugeführt hat. Marian hat freundlicherweise die ganze Zeit mit mir gewartet, so dass es nicht zu langweilig wurde. Nach 2 Stunden habe ich dann per Kreditkarte gezahlt (ist relativ günstig: 60 €) und wir konnten endlich was Essen gehen – hatte seit dem Frühstück noch nichts gegessen…

Momentan wird jedenfalls vermutet, dass mir eine Mücke Dengue-Fieber verpasst hat, vermutlich in Cartagena oder Tayrona. Morgen muss ich nochmal zum Blutabnehmen, damit die Blutwerte mit den Blutwerten von gestern verglichen werden können, Dengue ist auch erst nach ca. 4 Tagen im Blut nachweisbar.

Anfühlen tut sich das ganze wie eine fiebriger grippaler Infekt, ist also nicht so schlimm. Falls es wirklich Dengue ist, dann verläuft es bei mir jedenfalls extrem mild… Weitere Infos zu Dengue sind hier zu finden. Das blöde ist, dass ich mir jetzt gar nicht Medellín angucken kann :(. Aber was ist schon ein Südamerika-Aufenthalt ohne tropisches Fieber :).

Interessanterweise sind viele Reisende hier total hilfsbereit und bieten an, sie in der Nacht zu wecken, wenn etwas ist, oder für mich einkaufen zu gehen. Schön!


Mai 27 2009

Das Verlassen des Gringo Trails

Bastian

Cartagena
Creative Commons License photo credit: juanpg

Seit Montag Nachmittag bin ich in Mompós. Um 5:17 Uhr hieß es aufstehen, um 6 Uhr sollte mein Taxi mich zum Busbahnhof bringen, der ca. 45 min. außerhalb von Cartagena liegt.

Cartagena ist anders als ich es mir vorgestellt hätte, aber vielleicht liegt dies auch am Hostel. Das Cartagena Art Hostel wird dominiert von Reisenden, die zum Feiern hier sind. Die wenigstens schauen sich die Sehenswürdigkeiten an, einige fahren jedoch zum Playa Blanca, den hiesigen schönen Karibikstrand, der mich allerdings nicht besonders interessiert hat.

Die überwältigende Mehrzahl der Touristen konsumiert alle 1-2 Tage Kokain, wodurch sie, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht, direkt kolumbianisches Blut an den Fingern haben: Das hiesig angebaute Kokain dient der Finanzierung paramilitärischer Gruppen, die gegen den kolumbianischen Staat kämpfen. Aus diesem Grund kann ich auch im Stadtteil Gethsemaní kaum 10m gehen, ohne angesprochen zu werden, ob ich nicht Kokain kaufen oder eine Prostituierte frequentieren wolle.

Die Altstadt Cartagenas hingegen ist beeindruckend: liebevoll restaurierte Häuser aus der Zeit der spanischen Conquista, die Festung San Felipe und die Stadtmauer sind zurecht der Stolz vieler Kolumbianer. Der Preis dafür ist, dass man das wahre, kolumbianische Gesicht Cartagenas nur schwer kennenlernt. Somit war mein vielleicht interessantestes Gespräch in Cartagena mit einem Eisverkäufer, der mir ursprünglich ein Eis verkaufen wollte, mit dem ich dann aber ins Gespräch kam und ein paar hundert Meter zusammen die Straße runtergelaufen bin.

Also bin ich froh, Cartagena, und damit den Gringo Trail, am Montag morgen hinter mir lassen zu können, um den einzigen Direktbus des Tages Richtung Mompós zu nehmen. Die Busfahrt erfolgt durch grüne Hügel, einsame Dörfer hin nach Magangué, einer Stadt in der Nähe von Mompós. Hier versucht der Busfahrer, weitere 20000 Pesos von mir zu kassieren, aber nachdem ich ihm noch mal mein Ticket gezeigt habe, wo deutlich Mompós draufsteht, gibt er auf… Von Magangué geht es weiter nach La Bodega, wo wir anhalten, um auf die Insel, auf der Mompós gelegen ist, per Fähre überzusetzen.

Da im Bus nur noch 4 Leute sind, eine Irin, ein kolumbianisches Ehepaar aus Mompós und ich, ist die Gruppe recht überschaubar. Während wir unter dem Dach einer schilfgedeckten Hütte gegrilltes Rindfleisch zu Mittagessen und die Fliegen uns umschwirren unterhalten wir uns mit dem Busfahrer, was allerdings nur schwer möglich ist: Er stammt aus dem hohen Norden Kolumbiens, wo ein nur schwer verständlicher Dialekt gesprochen wird. Irgendwann geben wir beide auf.

Nach ca. 2 Stunden, um 13:30 Uhr beginnt dann endlich das Boarden der Fähre. Während wir auf die Fähre fahren erlege ich noch kurz eine Tigermücke im Bus (die Viecher können Dengue-Fieber übertragen) und dann steht eine Stunde Fährfahrt auf dem Rio Magdalena an.

Am anderen Ufer angekommen geht die Busfahrt weiter. Vorbei an grasenden Schweinen, Eselkarren, Kuhherden auf der Straße und halb-fertigen Häusern, überholt von Motorrädern auf der z.T. sehr schlechten Straße erreichen wir nach ca. 40km Mompós, welches eigentlich Santa Cruz de Mompós heißt. Dennoch benutzt jeder nur Mompós oder alternativ Mompóx.

Mompós ist ein alter kolonialer Handelsstützpunkt in der auch Simon Bolivar viel Zeit verbracht hat. Die Kolonialbauten sind gut erhalten und schön anzusehen, Abends stellen die Einwohner die Stühle vor die Tür, um sich mit ihren Nachbarn oder Freunden zu unterhalten. Autos gibt es kaum, dafür fahren jede Menge Motorräder und -roller umher, streiten sich mit Eselskarren und Rikschas um Platz auf der Straße und versuchen möglichst nah an Fußgängern vorbeizufahren :).

Abends esse ich eine Pizza an einem Straßenstand mit mobilem Gasofen, wo die Pizza frisch zubereitet wird. Am nächsten Morgen steht eine Besichtigung der Stadt an: Es gibt 5 Kirchen und ein paar sehenswerte Kolonialbaute. Auf die Museen verzichten wir, da sie wohl nicht allzu interessant sind. Stattdessen spricht mich auf der Straße ein Mann an, ob ich heute Abend Zeit hätte – er würde gerne sein Englisch im Gespräch verbessern und ich müsste ja auch Spanisch üben. Danke sehr… Obwohl ich ihm gar nicht sage, wo wir wohnen, sagt er, dass er versuchen würde, mich heute Abend zu besuchen. Naja, mal schauen, was daraus wird.

Wahrscheinlich bin ich bei so wenigen Touristen auch nicht schwer aufzufinden: Es gibt lediglich ein Hostel, La Casa Amarilla, im Ort, sowie einige Hotels. Das Hostel ist klein aber fein. Sehr sympathische Betreiber versuchen einem alles von den Lippen abzulesen, der Besitzer Richard, ein Engländer, hat viele gute Tipps parat, die Räume und Badezimmer sind sehr sauber, haben Deckenventilatoren und sind leer. Weiterhin gibt es kostenlosen Kaffee und abgekochtes Wasser. Es gibt hier auch noch Luxuszimmer, die laut seiner Aussage die besten Duschen des Landes haben ;-). Da mir aber 100000 Pesos im Vergleich zu 15000 Pesos zu viel sind, nehme ich dann doch ein Bett im Dorm – es sind ja eh keine anderen Gäste da, so dass ich de facto ein Einzelzimmer habe. Richard beruhigt uns dann noch bezüglich Moskitos: Sie kämen zwar gegen 18:30 Uhr für ne Stunde oder so raus, aber wenn man dann unter nem Ventilator wäre, sei alles gut. Außerdem habe es schon seit 4 Jahren keinen Fall von Dengue gegeben und Malaria gäbe es hier eh nicht.

Wie sehen die nächsten Tage aus: Es geht weiter nach Medellín, wo ich wohl ein paar Tage bleiben werde, und mich mit Laura Zoe, einer Engländerin, die ich aus Bogotá kenne, treffe. Sie arbeitet inzwischen in einem Sozialprojekt in Medellín und wohnt in einem Hostel, wo ich dann hoffentlich auch unterkommen werde.

Nach meinem Zwischenstopp in Medellín steht dann wieder Bogotá auf dem Programm, dann geht’s kurz in die Zona Cafetera und am 10.6. nehme ich einen Flug nach Quito, Ecuador. Dort will ich mich mit Nathali, einer Bekannten aus Torbens und meinem Peru-Urlaub treffen.